Freie Universität Berlin


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Studierende der Freien Universität erfolgreich auf internationalem Parkett

Delegation mit zwei Preisen beim „National Model United Nations“ in New York ausgezeichnet

13.04.2010

Vertraten erfolgreich das Königreich Spanien bei der weltweit größten Konferenzsimulation der Vereinten Nationen, dem „National Model United Nations“ (NMUN) in New York: Studierende der Freien Universität
Vertraten erfolgreich das Königreich Spanien bei der weltweit größten Konferenzsimulation der Vereinten Nationen, dem „National Model United Nations“ (NMUN) in New York: Studierende der Freien Universität Bildquelle: Polyvios Pararas

Sie haben sich mit illegalem Waffenhandel beschäftigt, der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der Privatisierung von Kriegen: In der weltweit größten Konferenzsimulation der Vereinten Nationen, dem „National Model United Nations“ (NMUN) in New York, vertrat eine studentische Delegation der Freien Universität das Königreich Spanien und damit die derzeitige Präsidentschaft der Europäischen Union. Die 21 Delegierten argumentierten so überzeugend, dass sie gleich zwei Preise mit nach Hause nahmen.

Für ihre realitätsgetreue Repräsentation Spaniens bei der Konferenz wurde die Delegation mit dem „Award Outstanding Position Papers“ und dem „Award Honorable Mention Delegation“ (3. Platz) geehrt. Damit hatten sich die Vorbereitungen gelohnt, waren die 21 Nachwuchs-Diplomaten doch ein  halbes Jahr lang gecoacht worden. Nachdem sie aus einer Reihe von 65 Bewerbern ausgewählt worden waren, verbrachten die Studierenden vier Semesterwochenstunden im vergangenen Wintersemester am Fachbereich Rechtswissenschaft.

Von Anfang an war klar, dass die Delegation der Freien Universität Spanien vertreten würde, deshalb standen neben den Grundlagen des Völkerrechts auch landeskundliche Aspekte sowie Spaniens Außenpolitik auf dem Lehrplan. Auch in der vorlesungsfreien Zeit gingen die Vorbereitungen weiter: Die Delegierten knieten sich hinein in die Materialien, die Diskussionsstoff bei der Konferenzsimulation bieten würden, diskutieren über die wesentlichen Verhandlungsschritte und formulierten nationale Prioritäten, die es während der Konferenz zu verfolgen galt.

Anleitung zur Diplomatie in Theorie und Praxis

Weil sich die Studierenden normalerweise im Hörsaal und nicht auf internationalem Parkett bewegen, wurden auch ihre diplomatischen Fähigkeiten geschult. „Wir haben über verschiedene Verhandlungstechniken gesprochen und die Rhetorik der Teilnehmer verbessert“, sagt Peggy Wittke, die das Projekt am Fachbereich Rechtswissenschaft leitet. Außerdem besuchten die 21 Studierenden das Auswärtige Amt und die Spanische Botschaft in Berlin, um sich Informationen aus erster Hand zu holen. In New York trafen die Delegierten dann noch Praktiker aus dem System der Vereinten Nationen, der Ständigen Vertretungen Deutschlands und der Europäischen Kommission.

Das National Model United Nations ist die weltweit größte UN-Simulation für Studierende mit über 4.000 Teilnehmern aus den USA, Kanada, Südamerika, Asien und Europa. Sie wurde im Jahr 1946 ins Leben gerufen und findet jährlich am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York statt. Jede Hochschule vertritt einen UN-Mitgliedstaat, den es in den verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen zu repräsentieren gilt. Durch diese authentische Simulation soll den Teilnehmern die Arbeit auf der internationalen Ebene näher gebracht werden. Sponsoren sind der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Robert-Bosch-Stiftung.

Das Bewerbungsverfahren für NMUN 2011 beginnt im Juli. Bewerben können sich Studierende aller Fachbereiche und Semester. Hinweise im Internet unter www.fu-berlin.de/mun.