Freie Universität Berlin


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Mit einem Kompass ins Berufsleben

Neues Modulangebot zur beruflichen Orientierung

03.09.2009

Das Modulangebot "Kompass" hilft Studierenden, sich über Studienfachwahl und berufliche Perspektiven klarzuwerden
Das Modulangebot "Kompass" hilft Studierenden, sich über Studienfachwahl und berufliche Perspektiven klarzuwerden Bildquelle: David Ausserhofer
Das Modulangebot "Kompass" wird im Rahmen der Allgemeinen Berufsvorbereitung (ABV) angeboten
Das Modulangebot "Kompass" wird im Rahmen der Allgemeinen Berufsvorbereitung (ABV) angeboten Bildquelle: CeDiS

Abbrechen, nicht abbrechen oder das Fach wechseln? Viele Studenten stellen sich irgendwann die zermürbende Frage nach dem Sinn ihres Studiums. Und viele fühlen sich damit alleingelassen. Deshalb hat der Bereich „Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie“ der Freien Universität das Modulangebot „Kompass“ entwickelt. Bis Ende September läuft die Anmeldung für Studierende, die Hilfe suchen.

Wer kennt das nicht: Die ersten Klausuren sind geschrieben, die anfänglichen universitären Hürden genommen, und trotzdem will sich die Euphorie über die Studienwahl nicht richtig einstellen. Vor allem Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften sehen sich schnell mit der Frage konfrontiert, wohin sie ihr Studium führen soll. Fehlende oder unklare berufliche Perspektiven, falsche Vorstellungen über das Fach, aber auch individuelle Ängste und Frustration können ein Grund dafür sein, dass man zu zweifeln beginnt. Meistens kommt dann der Gedanke auf, ob es nicht richtig wäre, alles hinzuschmeißen, aufzugeben, abzubrechen. Doch es gibt Wege aus der Krise. Professor Ernst-H. Hoff hat mit seinem Team das Modulangebot „Kompass“ entwickelt, um Studenten bei diesem schwierigen und langwierigen Klärungsprozess zu begleiten.

Hilfe zur Selbsthilfe

In fünf aufeinanderfolgenden Bausteinen bekommen die Teilnehmer des Moduls die Gelegenheit, in intensivem Austausch – in Workshops, Seminaren und Einzelberatungsgesprächen – die eigenen beruflichen Ziele zu klären und aufeinander abzustimmen. Die Diplom-Psychologin Christine Marfels vom Wissenschaftsbereich Psychologie der Freien Universität ist eine der Betreuerinnen des zweisemestrigen Modulangebots, an dem 48 Studenten teilnehmen können, und das auch hinsichtlich seines Erfolges evaluiert wird: „Es klingt paradox: Wir wollen Studenten erreichen, die mit dem Gedanken spielen, ihr Studium abzubrechen. Gleichzeitig sollen sie sich für zwei Semester binden.“ Um ihnen die Scheu vor der Verpflichtung zu nehmen, werden bis Ende September Einführungskurse angeboten, bei denen sich alle Interessierten über das Angebot informieren können und erste Gelegenheit bekommen, sich zu ihren bisherigen universitären Erfahrungen zu äußern. Schon hier stelle sich häufig ein Gefühl der Befreiung ein, wie Christine Marfels bestätigt.

„Bei uns steht die Selbststeuerung im Vordergrund. Die Teilnehmer sollen sich fragen: Was macht mir Spaß? Was fällt mir leicht? Was will ich erreichen? Deswegen gehen wir von einem stark biografischen Ansatz aus, der sehr viel Reflexion erfordert“, sagt die Diplom-Psychologin.

Bis Ende September können sich Studierende der Freien Universität für die Teilnahme am Modulangebot anmelden, das im Rahmen der Allgemeinen Berufsvorbereitung (ABV) angeboten wird. Danach wird die Gruppe der Teilnehmenden für das Wintersemester zusammengestellt. Der Aufwand lohnt sich: Nach erfolgreichem Abschluss erhalten alle Studierende 10 Credit-Points und ein Teilnahmezertifikat