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Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Absolventinnen der Freien Universität erhalten Erhard-Höpfner-Studienpreis

12.05.2009

Bild (von rechts nach links): Bastienne Schulz, Professor Bernd Sösemann, Jasna Miletic, Christine Seidel
Bild (von rechts nach links): Bastienne Schulz, Professor Bernd Sösemann, Jasna Miletic, Christine Seidel Bildquelle: Freie Universität Berlin

"Von diesem Studienpreis war ich erst sehr überrascht und später begeistert, da er mir ermöglicht, weiter zu forschen", erzählt Bastienne Schulz, Romanistin an der Freien Universität. Ihre Magisterarbeit „Kulturelle Identität und neobarocker Stil bei Édouard Glissant“ ist kürzlich mit dem Erhard-Höpfner-Studienpreis 2008 ausgezeichnet worden.

Zwei Magister- und eine Bachelorabsolventin der Freien Universität erhielten in diesem Jahr den Erhard-Höpfner-Studienpreis 2008. Die von der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft zusammen mit der Erhard-Höpfner-Stiftung verliehene Auszeichnung ging an Abschlussarbeiten in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Preisträgerinnen Bastienne Schulz, Jasna Miletic und Christine Seidel teilen sich ein Preisgeld in Höhe von 4.500 Euro. Somit gingen in diesem Jahr alle Preise an Absolventinnen der Freien Universität.

„Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass es für Magisterarbeiten Preise geben könnte“, sagt Bastienne Schulz: Den Erhard-Höpfner-Studienpreis 2008 hat sie für ihre Arbeit mit dem Titel „Kulturelle Identität und neobarocker Stil bei Édouard Glissant. Neobarocke Poetik in den Romanen La case du commandeur und Ormerod” bekommen. Professor Sebastian Neumeister, emeritierter Literaturwissenschaftler am Institut für Romanische Philologie der Freien Universität und Betreuer ihrer Arbeit, hatte Bastienne Schulz geraten, sich für den Studienpreis zu bewerben: „Ich kenne Frau Schulz seit ihrem Studium, das sie unter zum Teil schwierigen Bedingungen konsequent und zielstrebig durchgeführt hat”, sagt Sebastian Neumeister. Und genau solche Studierende will die Erhard-Höpfner-Stiftung, die den Preis zusammen mit der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft verleiht, unterstützen. Das Ziel: die „Förderung und Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher“ sowie die „Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an Hoch- und Fachhochschulen“. Die Koordination liegt seit einem Jahrzehnt bei der Arbeitsstelle für Kommunikationsgeschichte und interkulturelle Publizistik der Freien Universität unter der Leitung von Professor Bernd Sösemann.

Der Studienpreis ermöglicht die Forschung zur Dissertation

Dank der Förderung durch den Erhard-Höpfner-Studienpreis kann Bastienne Schulz das Thema ihrer Magisterarbeit zu ihrer Dissertation ausbauen. Zunächst reist sie nach Montréal, dort wird sie auf einer Konferenz an der Universität einen Vortrag zu ihrem Magisterarbeitsthema halten und die Chance nutzen, mit anderen Wissenschaftlern auf ihrem Gebiet in Kontakt zu treten. „Die Konferenz nehme ich als Anfangspunkt der Reise. Danach werde ich dort an den Universitäten forschen, die zum Teil mehr Literatur über mein Dissertationsthema haben. Ohne den Studienpreis hätte ich mir das nicht leisten können.”

Alle Preisträgerinnen Absolventinnen der Freien Universität

Der Studienpreis der Erhard-Höpfner-Stiftung wird seit dem Jahr 2001 verliehen. Dieses Jahr sind  alle drei Preisträgerinnen Absolventinnen der Freien Universität, zum ersten Mal wurde auch eine Bachelorarbeit ausgezeichnet: Christine Seidel reichte ihre Bachelorarbeit mit dem Thema „Zu den Cassonetafeln aus der Sammlung Campana“ am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität ein. Jasna Miletic erstellte ihre Magisterarbeit „Hegemoniales Völkerrecht? – Die amerikanische Außenpolitik nach dem 11. September 2001 und ihre Folgen für die Internationale Rechtsordnung“ am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität. Für den Erhard-Höpfner-Studienpreis 2009, dessen Forschungsschwerpunkt auf dem Bereich Umweltschutz liegt, können Bewerbungen noch bis zum 31. Oktober 2009 eingereicht werden.