Von Figuren, Formen und Zeichen

Institutstag am Philosophicum: Eröffnung der Graduiertenräume und Verabschiedung der Absolventen

29.01.2009

Die japanische Tänzerin Yui Kawaguchi zeigt ihr Soloprogramm „/“.
Die japanische Tänzerin Yui Kawaguchi zeigt ihr Soloprogramm „/“. Bildquelle: Svenja Radtke

Das Institut für Philosophie der Freien Universität beging mit einem Festvortrag den Tag der Philosophie. In diesem Rahmen wurden die Absolventen des Sommer- und Wintersemesters 2007/2008 verabschiedet und die neuen Räume des DFG-Graduiertenkollegs „Schriftbildlichkeit“ eröffnet.

Festredner des Institutstages war Professor Albrecht Wellmer. Der 2006 mit dem Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnete Philosoph sprach zum Thema „Bald frei, bald unfrei“ – Reflexionen über die Natur im Geist“. Nach einer sich anschließenden lebhaften Diskussion kam für die Philosophie-Absolventen der Sommer- und Wintersemester 2007/2008 die Stunde des Abschieds. Institutsdirektor Professor Gunter Gebauer überreichte den rund 20 teilnehmenden Absolventen, anstatt der sonst üblichen Blumen, Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ und gab ihnen in einem Grußwort mit dem Titel „Was macht Philosophie?“ einige Betrachtungen zum Arbeitsgebiet der Philosophie mit auf den weiteren Weg. Filipp Finkewitz ist einer der verabschiedeten Bachelor-Absolventen. „Durch das Studium ist mein Interesse am Fach nicht etwa gestillt, sondern eher verstärkt worden. Jetzt studiere ich im Master-Studiengang Philosophie und kann da auch meiner Vorliebe für französische Philosophie nachgehen“, so Finkewitz.

Neue Räume in der ehemaligen Philosophischen Bibliothek

Nach der Verabschiedung eröffnete Professorin Sybille Krämer, Sprecherin des DFG-geförderten Projekts, die neuen Räume des Graduiertenkollegs 1458 „Schriftbildlichkeit. Über Materialität, Wahrnehmbarkeit und Operativität von Notationen“: die  ehemalige Philosophische Bibliothek. Es folgte eine Tanzperformance von Yui Kawaguchi mit dem Titel „/“ mit einigen Berührungspunkten zum Forschungsprogramm des Kollegs. „Es geht auch um die Räumlichkeit von Figur und Formen, um die Figur im Raum als Schriftzeichen“, erläutert Postdoktorandin Daniela Dröscher. Das Graduiertenkolleg widmet sich dem geisteswissenschaftlichen Schlüsselthema der Schrift und strebt einen Perspektivenwechsel an: von einem phonographisch-sprachzentrierten Schriftkonzept hin zu einem ikonographisch-lautsprachenneutralen. Im Oktober 2008 ist das Graduiertenkolleg eingerichtet worden,  im Mai 2009 wird es offiziell eröffnet.