Freie Universität Berlin


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Schüleruniversität zu Klimaschutz und Energie für 5. und 6. Klassen

Forschungsstelle für Umweltpolitik koordiniert internationales Netzwerk für Schüler- und Lehrerbildung

07.01.2009

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Mit Klimaschutz und Energiepolitik beschäftigen sich vorrangig Wissenschaftler und umweltbewusste Erwachsene. Die Freie Universität möchte nun auch Lehrer und Schüler mit ins Boot holen. Bei der internationalen Schüleruniversität zu Klimaschutz und Energie (SAUCE) sollen sie verstärkt für diese Themen sensibilisiert werden.

Die Schüleruniversität behandelt naturwissenschaftliche, technische und globale Aspekte von Klimaschutz, Energieerzeugung und Energienutzung. Weil die Materie kompliziert ist, sieht das didaktische Konzept vor, den Alltagsbezug in den Vordergrund zu stellen. „Die Schüler werden sich unter anderem damit beschäftigen, wie und mit welchem Energieaufwand Lebensmittel hergestellt werden und welche Vor- und Nachteile verschiedene Verkehrsmittel haben“, sagt Annette Piening, die das Projekt an der Freien Universität gemeinsam mit Dr. Lutz Mez koordiniert. Wichtig ist es den Wissenschaftlern, die Schüler nicht im Stile einer Vorlesung zu belehren, sondern sie selbst Themen erarbeiten zu lassen. So werden Quizrunden, Experimente, Filmvorführungen und Diskussionsrunden angeboten – die Grundschüler sollen dabei lernen, eigenständig Problemlösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Gefördert wird die Schüleruniversität für drei Jahre von der Initiative „Erziehung zum intelligenten Umgang mit Energie“ der Europäischen Kommission. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Themen aus den Bereichen Energie und Klimaschutz altersgerecht zu vermitteln. Die Dozenten sind Wissenschaftler aus Forschungsinstituten und außerschulische Bildungsverantwortliche aus der Region. Auch die Lehrer werden in das Programm eingebunden: Sie werden vorab geschult und erhalten Lehrmaterial für den Unterricht.

Schüleruniversität richtet sich an Berliner Grundschüler der 5. und 6. Klassen

Bereits im März 2006 fand anlässlich des 20. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl die „Schüleruni T+20“ zu umweltbezogenen Themen an der Freien Universität statt. Das internationale Projekt „Schools at University for Climate and Energy“ (SAUCE), das von der Forschungsstelle für Umweltpolitik am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften koordiniert wird, knüpft an die Erfahrungen dieser ersten Schüleruniversität an. Bisher sind sieben europäische Universitäten an dem Programm beteiligt, weitere sollen hinzukommen. Auch die Berliner Energieagentur beteiligt sich konzeptionell an SAUCE.

Die Schüleruniversitäten der sieben europäischen Hochschulen sollen bis zum Ende des Projekts im August 2011 – und wohl auch darüber hinaus – ein- bis zweimal jährlich angeboten werden und wollen pro Veranstaltung zwischen 1000 und 2500 Schülern ansprechen. Zielgruppe sind die 5. und 6. Klassen, also Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 13 Jahren. An der Freien Universität findet SAUCE erstmals vom 2. bis zum 6. März 2009 statt, die Lehrer-Fortbildung ist für den Nachmittag des 19. Februar 2009 geplant. Das Programmheft wird Ende Januar an alle Berliner Grundschulen verschickt. Anmelden können Lehrer ihre Schulklassen vom 9. bis 20. Februar unter der E-Mail-Adresse: berlin@schools-at-university.eu.