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Mehr als Barcodes und Bücher: Azubis in den Bibliotheken

Seit zehn Jahren werden Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste an der Freien Universität ausgebildet

17.10.2008

Antje Salmann (links) und Nadin Kroll (rechts) machen in der Bibliothek der Freien Universität Berlin eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste.
Antje Salmann (links) und Nadin Kroll (rechts) machen in der Bibliothek der Freien Universität Berlin eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. Bildquelle: Freie Universität Berlin

Grauhaarig, mit strengem Dutt und die Nase rund um die Uhr in staubigen Büchern – das Klischee vom Beruf der Bibliothekarin ist auch heute noch in vielen Köpfen verankert. Antje Salmann und Nadin Kroll wissen das wohl, denn sie lassen sich in den Bibliotheken der Freien Universität zu Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ausbilden. In diesem Jahr gibt es die Ausbildung seit zehn Jahren.

"Wir sind die neue Generation in den Bibliotheken", sagen die beiden Abiturientinnen selbstbewusst. Wir machen viel mehr, als nur Barcodes von Büchern zu scannen." Antje Salmann ist 23, Nadin Kroll 22 Jahre alt. Beide sind in ihrem dritten Ausbildungsjahr. "Wir sind Dienstleister für die Wissenschaft und werden zu richtigen Recherche-Spezialisten ausgebildet", sagt Antje, "manchmal arbeiten wir uns auch in fremde Themen wie Jura ein, wenn wir die Anfrage eines Rechtswissenschaftlers bearbeiten."

52 Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

Derzeit gibt es 20 Auszubildende in den verschiedenen Bibliotheken und im Universitätsarchiv der Freien Universität. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre haben bereits 52 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste abgeschlossen.

"Schon in der Schule fand ich Kunst immer spannend, und ich bin richtig froh, dass ich in der Kunsthistorischen Bibliothek ausgebildet werde", erzählt Nadin. Sie schätzt dort besonders das angenehme Klima zwischen den Mitarbeitern. "Ich gehe vor allem dann glücklich nach Hause, wenn ich Bibliotheksnutzern weiterhelfen konnte. Früher konnte ich mir nie vorstellen zu studieren, jetzt muss ich allerdings sagen, dass mich die Arbeit am Kunsthistorischen Institut richtig neugierig gemacht hat auf ein Studium", sagt Nadin

Antje fühlt sich in der Universitätsbibliothek wohl. Sie erinnert sich noch an die Zeit vor drei Jahren, als sie eine Bewerbung nach der anderen schrieb – und wie sie sich freute über die Zusage der Freien Universität. "Die Ausbildung hier war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, man wächst sehr schnell rein in den Beruf, und wir werden hier wirklich gut umsorgt", sagt Antje.

Während sich die beiden Auszubildenden schon bald auf ihre Abschlussprüfung im nächsten Jahr vorbereiten müssen, beginnt Ausbildungsleiterin Simone Schütte mit der Suche nach dem neuen Jahrgang. Im November werden die Ausbildungsplätze in den Berliner Tageszeitungen ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar.