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Exzellenz-Graduiertenschule eröffnet

Festvortrag des Neurowissenschaftlers António Damásio

25.10.2008

António Damásio von der University of Southern California sprach über "Brain, Emotion and Consciousness"
António Damásio von der University of Southern California sprach über "Brain, Emotion and Consciousness" Bildquelle: Freie Universität Berlin / Töpper

Die Graduiertenschule des Exzellenzclusters "Languages of Emotion" (Sprache der Gefühle) an der Freien Universität ist am 21. Oktober eröffnet worden. Den Festvortrag zur Eröffnung hielt António Damásio, Neurowissenschaftler an der University of Southern California.

Die Direktorin der Graduiertenschule, Professor Gisela Klann-Delius, sagte in ihrer Einführung, dass Wissenschaftler lange Zeit eher skeptisch auf das Forschungsfeld Emotion geschaut hätten. Dies hätte sich aber geändert. "We have the chance to gainfully combine the complex questions, terms and traditions of the humanities with the methods and theories of the sciences."

Studierende der neuen Graduate School sagten in Ihrer Rede über den Festredner António Dalmásio "He has successfully overcome the main dichotomies between body and mind, between hard and soft science."

Der Titel des Festvortrags lautete "Brain, Emotion and Consciousness". Damásio ist Professor an der University of Southern California und Begründer des Brain and Creativity Institute. In Deutschland wurde Damásio auch über die engeren Fachgrenzen der Neurowissenschaften hinaus einem größeren Publikum bekannt durch seine Publikationen "Descartes’ Irrtum" (1994) und "Der Spinoza-Effekt" (2003).

Der Exzellenzcluster "Languages of Emotion" bündelt die wissenschaftliche Kompetenz von mehr als 20 geistes- und naturwissenschaftlichen Disziplinen, um das Zusammenwirken von Sprache und Emotion zu erforschen. Die enge Verbindung von Symbolgebrauch und Affekttransfer, Imagination, ästhetischen Praktiken, psychischen Dispositionen und der Konstruktion persönlicher und sozialer Identitäten bildet den zentralen Gegenstand der Untersuchungen. Seit August dieses Jahres steht dafür unter anderem ein Magnet-Resonanz-Tomograph zur Verfügung, mit dem die Neurologen mehrere Hirnaktivitäten gleichzeitig messen.

Die Graduiertenschule des Clusters fördert Promotionsvorhaben von herausragender Qualität, die auf dem Gebiet der Emotionsforschung neue Erkenntnisse versprechen. Die Schule bietet den Promovenden nicht nur ein interdisziplinäres Lehrprogramm, sondern auch eine intensive und individuelle Betreuung.