Freie Universität Berlin


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Dank und Anerkennung

Die Freie Universität Berlin verabschiedet ihre Professoren

26.01.2010

Die Freie Universität verabschiedet ihre Professorinnen und Professoren
Die Freie Universität verabschiedet ihre Professorinnen und Professoren Bildquelle: David Ausserhofer
Professor Hansjörg Neubert
Professor Hansjörg Neubert Bildquelle: privat
Professorin Sabine Koppelberg
Professorin Sabine Koppelberg Bildquelle: privat
Professor Ekkehard König
Professor Ekkehard König Bildquelle: privat

Zwischen dem Ruf an die Freie Universität und schließlich der Emeritierung oder Pensionierung verläuft ein ganzes Wissenschaftlerleben. Wer als Professorin oder Professor vor der Verabschiedung steht, hat meist viele Jahre an der Freien Universität verbracht, hat Spuren in Forschung und Lehre hinterlassen, Generationen von Studierenden ausgebildet und begleitet, wissenschaftliche und freundschaftliche Verbindungen zu Mitarbeitern und Kollegen geknüpft. In dieser Serie stellen wir Wissenschaftler aus Anlass ihrer Emeritierung oder Pensionierung vor. Heute: Hansjörg Neubert, Sabine Koppelberg und Ekkehard König.

Hansjörg Neubert, Professor für Unterrichtswissenschaft am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an den Universitäten Saarbrücken, Kiel und Göttingen. Nach seinem Diplom 1967 schloss er ein Aufbaustudium der Erziehungswissenschaften in Göttingen und Konstanz an und beendete es mit dem Lizenziat. Einen einjährigen Studien- und Forschungsaufenthalt an der amerikanischen Stanford University im Jahre 1970 schloss er mit dem Master of Arts ab. Anschließend promovierte Neubert in Konstanz. Nach Stationen in Konstanz, Tübingen und Stanford wurde er 1976 an die Freie Universität berufen und war seitdem Professor für Unterrichtswissenschaft am Arbeitsbereich Theorie von Erziehung, Bildung und Unterricht. Außerdem hat er betriebliche Führungsschulungen und schulische Organisationsentwicklungen durchgeführt und veranstaltete Seminare zu Lehrkompetenzen und Lehrercoaching. 

„Ich habe sehr gerne an der Universität gearbeitet und mir gefiel der intensive Kontakt mit den Studenten“, blickt Neubert zurück. „Besonders wichtig waren mir in meiner Zeit das Mentorenprogramm des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie und die berufsbezogenen pädagogischen Reflexionsseminare, die ich über dreißig Jahre lang angeboten habe.“ In diesen Seminaren fragen Studierende im Hinblick auf ihre eigene Person und ihre Lebensgeschichte, was einen guten Pädagogen ausmacht und wo ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen liegen. Die Reflexionsseminare sowie Vorlesungen möchte Hansjörg Neubert auch nach seiner Pensionierung weiterhin anbieten. Das Mentorenprogramm, das er 2002 zur Unterstützung von Studienanfängern entwickelt und seitdem geleitet hat, wird er ehrenamtlich ebenfalls weiter betreuen.

Sabine Koppelberg, Professorin für Mathematik mit dem Schwerpunkt Logik am Institut für Mathematik, studierte von 1963 bis 1967 Mathematik in Hannover. Im Jahre 1969 promovierte sie ebenda. Bis 1971 war sie Assistentin an der Universität Kiel, anschließend Forschungsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Bonn. Von 1973 bis 1975 arbeitete Sabine Koppelberg in Bonn als Assistentin, bevor sie sich dort habilitierte. 1975 kam sie an die Freie Universität Berlin und war hier seitdem als Professorin für Mathematik mit dem Schwerpunkt Logik tätig. Zu ihren Arbeitsgebieten zählten vor allem Boolesche Algebren, mengentheoretische Topologie und kombinatorische Mengenlehre. In besonders guter Erinnerung werden ihr die Abschlussfeiern für die Studierenden des Fachbereichs bleiben: „Hier kommen viele Menschen zusammen, sowohl Professoren als auch Examenskandidaten, und tauschen sich über Neues aus. Es herrscht immer ein besonderes Gemeinschaftsgefühl.“

Mit der Freien Universität wird Sabine Koppelberg auch nach ihrer Pensionierung noch verbunden bleiben: „In den nächsten Jahren möchte ich im Wintersemester ehrenamtlich Vorlesungen halten. Im Sommersemester werde ich dann das Leben genießen.“ Besonders freut sie sich, dass ihr nun mehr Zeit bleibt für die Forschung, und um Diskussionen in Fachzeitschriften zu verfolgen.

Ekkehard König kam vor über 20 Jahren als Professor für Linguistik an die Freie Universität. Hier war er am Institut für Englische Philologie und am Interdisziplinären Zentrum für Europäische Sprachen tätig. Besonders beeindruckt hat ihn die Qualität des organisatorischen und wissenschaftlichen Umfeldes. „Die guten Arbeitsbedingungen an der Freien Universität sowie das hohe Niveau der Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich werden mir in besonders guter Erinnerung bleiben. Begeistert hat mich auch die positive Entwicklung, die die Freie Universität unter visionärer Leitung innerhalb der letzten 15 Jahre genommen hat“, erzählt König. „Besonders wichtig waren für mich eine gut strukturierte, motivierende Lehre für alle Teilnehmer einer Veranstaltung und der Aufbau von Arbeitsgruppen im Rahmen von Drittmittelprojekten. Dabei hat mir die gut ausgestattete und gut organisierte Verwaltung das Leben sehr vereinfacht.“

Ekkehard König studierte von 1960 bis 1966 Anglistik an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel sowie an den Universitäten von Newcastle und Edinburgh in Großbritannien. An die Freie Universität kam er 1988 nach Stationen an den Universitäten in Reading (GB), Kiel, Stuttgart und Hannover. Seit 2000 ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. 2002 erhielt er den Max-Planck-Forschungspreis für internationale Kooperation.

„Ich werde weiterhin der Freien Universität verbunden bleiben, unter anderem als Mitglied des Sonderforschungsbereichs 447 „Kulturen des Performativen“ bis Ende 2010 sowie als Betreuer von fünf Dissertationen und einer großen Zahl von Examenskandidaten“, sagt Ekkehard König.