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Scopis GmbH erhält Startkapital

Die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin ist zum dritten Mal mit einem Start-up erfolgreich beim High-Tech-Gründerfonds

26.10.2010

Andreas Reutter und Bartosz Kosmecki haben die scopis GmbH gegründet. Profund hat ihnen dabei unter die Arme gegriffen.
Andreas Reutter und Bartosz Kosmecki haben die scopis GmbH gegründet. Profund hat ihnen dabei unter die Arme gegriffen. Bildquelle: scopis

Bartosz Kosmecki und Andreas Reutter haben Grund zum Feiern: Der High-Tech-Gründerfonds beteiligt sich mit rund einer halben Million Euro Startkapital an ihrer Unternehmensgründung Scopis GmbH. Der gute Start ist auch ein Erfolg für profund, die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin. Denn die beiden Wissenschaftler der Charité wurden seit ihren ersten Schritten zum eigenen Unternehmen von profund betreut.

Damals war der Diplom-Ingenieur der Technischen Informatik wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik (BZMM) an der Charité. Das BZMM ist eine Kooperation zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und der Charité-Universitätsmedizin Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Erwin Keeve.

Seine Entdeckung machte Kosmecki direkt im Operationssaal: Ihm fiel auf, dass es keine Endoskope zur genauen Vermessung des Operationsgebietes gab. Ein modular messendes Endoskop würde die Arbeit des Chirurgen aber enorm erleichtern, dessen war er sich sicher. Zusammen mit Andreas Reutter entwickelte er am BZMM einen Prototyp, der alle Erwartungen erfüllte: Das weltweit erste Messsystem, das eine präzise endoskopische Vermessung in der minimal invasiven Chirurgie ermöglicht, reduziert nicht nur die klinischen Komplikationen einer Operation, sondern senkt auch die Kosten.

Unterstützung durch profund

Parallel zur Forschung und Entwicklung bereiteten Kosmecki und Reutter mit Unterstützung von profund ihre Unternehmensgründung vor. Dr. Jan Girnus, Technologie-Scout von profund, vermittelte den Kontakt zu einem Industriepartner, bei dem das Team nun Teile seines Produktes herstellen lässt. Finanz-Scout Aneta Bärwolf empfahl den Gründern, einen Antrag auf ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu stellen.

„Durch das Stipendium hatten wir ein Jahr lang den Rücken frei, um alle Bausteine zusammenzufügen“, sagt Bartosz Kosmecki. Auf Bei den regelmäßigen Treffen mit den anderen Stipendiaten habe er viel gelernt. „Ganz wichtig war für uns der Kontakt zu einem Patentanwalt aus dem profund-Netzwerk, der für Gründer zu besonderen Konditionen arbeitet. Denn wir mussten die Frage der Schutzrechte für die Erfindung eindeutig klären, um für Investoren attraktiv zu werden.“

Präsentation vor dem High-Tech-Gründerfonds

Aneta Bärwolf riet dem Team außerdem, sich rechtzeitig vor Ablauf des Stipendiums um eine Anschlussfinanzierung zu kümmern. Sie ermunterte die Gründer, ihre Technologie und ihren Businessplan beim High-Tech-Gründerfonds zu präsentieren. Der Fonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Scopis konnte vor den strengen Augen der Fonds-Manager bestehen und erhielt die Zusage für eine Finanzierung. Im Juli 2010 gründeten Kosmecki und Reutter die Scopis GmbH.

Weitere Informationen

Scopis ist bereits das dritte von profund betreute Start-up, das den High Tech-Gründerfonds als Investoren gewinnen konnte. Seine Erfahrungen bei der Partnersuche und Zusammenarbeit möchte Bartosz Kosmecki auch an andere Gründer weitergeben: Am Mittwoch, 27. Oktober, 16.00 Uhr, diskutiert er beim monatlichen Gründertreffen „Business & Beer“ in der Gründer-Villa in der Altensteinstraße 44b mit Romy Schnelle vom High-Tech-Gründerfonds und anderen Referenten über Finanzierungsmöglichkeiten für Start-ups.

Kontakt:

  • Scopis GmbH, Blücherstr. 22, 10961 Berlin, im Internet: www.scopis.com
  • Bartosz Kosmecki (CEO), Andreas Reutter (CTO), Telefon: 030 / 39825998, E-Mail: info@scopis.com