Freie Universität Berlin


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Die Pralinenmacher

Juristen der Freien Universität präsentieren süße Geschäftsidee

08.02.2010

von links nach rechts: Tonio Hofer, Oliver Vogel, Thorsten Scheibner, Dr. Oliver Hüfner
von links nach rechts: Tonio Hofer, Oliver Vogel, Thorsten Scheibner, Dr. Oliver Hüfner Bildquelle: pralimio

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt“, sagt Forrest Gump im gleichnamigen Film. Es müssen aber nicht in jeder Schachtel auch ein paar unliebsame Pralinen stecken, dachten sich die Rechtswissenschaftler Dr. Oliver Hüfner und Thorsten Schreiber, beide Alumni der Freien Universität Berlin. Gemeinsam mit fünf Freunden entwickelten sie die Idee für pralimio.de, die sie mit profund, der Gründungsförderung der Freien Universität, umgesetzt haben.

Bislang kann man im Einzelhandel oder im Internet nur vorgefertigte Pralinenmischungen kaufen. Auch die Gestaltung der Packung ist häufig Geschmackssache. Statt des süßen Einerleis bietet pralimio.de die Möglichkeit, aus Pralinen ein höchst individuelles Geschenk zu machen. In der Confiserie 2.0 können Kunden online ihre Lieblingspralinenkollektion zusammenstellen, mit einer persönlichen Nachricht versehen und als Geschenk verschicken.

Der Kunde sieht, was er bekommt

Die Geschäftsidee hatten die beiden Gründer und ihre Freunde Oliver Vogel, Tonio Hofer, Christoph Ebel, Benjamin Hofer und Roland Quast bereits im Juli 2008. Die Confiserie 2.0 GmbH wurde als Nachfolgerin der pralimio GbR im März 2009 gegründet. „Wir verfolgen einen neuen Ansatz im Gebiet der mass customization: das Konzept in einem neuen Bereich – nämlich hochwertiger Geschenke – fortzuentwickeln“, sagt Mitgründer Oliver Hüfner. Ihre Wettbewerbsvorteile sehen die Gründer der Confiserie 2.0 in dem eigens entwickelten Shopsystem, in dem jede einzelne Praline bebildert und so dem Kunden visuell schmackhaft gemacht wird, in dem standardisierten Individualisierungs- und Logistikprozess und nicht zuletzt in den ausgezeichneten Pralinen selbst. Als Partnerin wurde eine kleine Schokoladenmanufaktur aus Deutschland ausgewählt.

Möglich wurde das süße Startup vor allem durch das Engagement seiner Gründer. Eine erste Finanzierung wurde zum erfolgreichen „proof of concept“ vorgenommen, eine zweite Finanzierungsrunde stellt die Tätigkeit der Confiserie 2.0 im ersten Jahr sicher. „Der Anreiz für uns ist, ein marktfähiges Unternehmen in Eigenverantwortung zu schaffen. Dass wir trotz langer Arbeitszeiten auch noch mehr Spaß bei der Arbeit haben, ist ein angenehmer Nebeneffekt“, beschreibt Oliver Hüfner seine Motivation.

Das nächste Ziel: Europaweite Expansion

Die nächsten Schritte sind bereits geplant: Die Confiserie 2.0 GmbH will europaweit tätig werden und ihr Angebot ausbauen. Um die anstehenden Aufgaben zu schultern, ist das Gründerteam an weiteren Kooperationspartnern interessiert – vor allem im Bereich PR und Marketing, um ihre süße Geschäftsidee schneller bekannt zu machen.