Freie Universität Berlin


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Interdisziplinäre Ringvorlesungen für die breite Öffentlichkeit

Im Rahmen des Offenen Hörsaals bietet die Freie Universität Berlin interdisziplinäre Ringvorlesungen für die breite Öffentlichkeit.
Im Rahmen des Offenen Hörsaals bietet die Freie Universität Berlin interdisziplinäre Ringvorlesungen für die breite Öffentlichkeit.

Seit über zwei Jahrzehnten bietet die Freie Universität mit ihren öffentlichen Vorlesungen einem breiten Publikum die Möglichkeit, teilzuhaben an wissenschaftlich fundierten Analysen aktueller Probleme, allgemein verständlich dargebotenen neuen Forschungsergebnissen aus allen Wissenschaftsgebieten und aus Dialogen, Diskussionen und Gesprächen über Wissenschaft, Gesellschaft, Natur und Technik.

Die Freie Universität Berlin präsentiert sich damit als Hochschule, die für alle offen ist, die an Wissenschaft interessiert sind. Wir möchten Ihnen zeigen, woran wir arbeiten, Ergebnisse öffentlich machen und Orientierungen zu den komplexen Fragen unserer Zeit bieten.

Seien Sie herzlich eingeladen, an diesen anregenden und vielfältigen Veranstaltungen teilzunehmen, bei denen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von Rang ihre Ergebnisse und Analysen präsentieren.

Die Programmbroschüre ist zum Semesterstart auch in der Koordinierungsstelle OFFENER HÖRSAAL erhältlich:

Telefon: +49 30 838-735 35 / -755 40

E-Mail: brigitte.werner@fu-berlin.de

Im Sommersemester 2016 werden im Rahmen des Offenen Hörsaals die folgenden vier öffentlichen Vortragsreihen angeboten:

Alle Veranstaltungen der Vorlesungsreihen sind öffentlich. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

75 Jahre Computer. Chance und Herausforderung für die Wissenschaft

Eine Veranstaltung des Fachbereichs Mathematik und Informatik und des Zuse Instituts Berlin aus Anlass des 75. Jahrestags der Erfindung des Computers durch Konrad Zuse in Berlin

  • Konzeption: Prof. Dr. Christof Schütte
  • Jeden Dienstag, 18.15 – 20.00 Uhr; Beginn: 19.04.2016 Ausnahme: am Dienstag, 10.05.2016, findet keine Veranstaltung statt.
  • Veranstaltungsort: Zuse Institute Berlin (ZIB), Hörsaal, Takustr. 7, 14195 Berlin Dahlem-Dorf; (101, X 83)

Vor 75 Jahren präsentierte Konrad Zuse den ersten programmierbaren Computer der Welt in Berlin. Damit begann die digitale Revolution, die unsere gesamte Welt und natürlich auch die Wissenschaften von Grund auf verändert hat und weiterhin tiefgreifend verändern wird. Waren es zu Zuses Zeiten nur einfache Rechenroutinen, die der Computer dem Menschen abnehmen konnte und sollte, so ist die computer-orientierte Forschung heute neben Theorie und Experiment zur dritten Säule der Wissenschaft geworden. Forschungsthemen wie autonome Fahrzeuge, datenbasierte Früherkennung von Krankheiten oder der computer-gestützte Entwurf von Medikamenten erhalten durch die Digitalisierung Verbindungen zu Feldern wie Digital Humanities, sozialen Netzwerken oder künstlicher Intelligenz. Wo liegen derzeit die Grenzen des Machbaren und wo die großen Herausforderungen? Und was sind die Risiken, die der Forschung und der Universität durch die Digitalisierung entstehen? Im Rahmen der Universitätsvorlesung sollen diese Fragen vor dem Hintergrund eines reichhaltigen Spektrums des bereits in der computer-getriebenen Forschung Machbaren reflektiert werden. Expertinnen und Experten verschiedener Themenfelder werden ihre Arbeit vorstellen, die Begeisterung über das heute schon Mögliche mit dem Publikum teilen und zur Diskussion über die Herausforderungen und Risiken anregen.

2400 Jahre Aristoteles und Aristotelismen

Eine Veranstaltung des Instituts für Griechische und Lateinische Philologie, des SFB 980 „Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit“ und des Aristotelismus-Zentrums Berlin

  • Konzeption: Prof. Dr. Gyburg Uhlmann
  • Jeden Mittwoch, 18.15 – 20.00 Uhr; Beginn: 20.04.2016 Ausnahme: Die Vorlesung von Prof. Dr. Edward Watts findet am 28.06.2016 abweichend an einem Dienstag statt.
  • Veranstaltungsort: Institut für Philosophie, Vortragsraum im Untergeschoss, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin (Dahlem-Dorf oder Thielplatz; 110, M 11, X 11)

2016 jährt sich der 2400. Geburtstag des Aristoteles. Kaum ein anderer Philosoph hat so weit und so tief gewirkt wie Aristoteles. Und kaum ein anderer Philosoph wurde so unterschiedlich gelesen und interpretiert. Die Geschichte des Aristoteles ist daher die Geschichte der vielen Aristotelismen, die aus seinen Schriften entwickelt wurden. Die Universitätsvorlesung möchte aus Anlass des Aristoteles-Jahres in wichtige Vorlesungen und Schriften des Aristoteles einführen. Die Vortragenden, die sämtlich renommierte und innovative Aristoteles-Forscherinnen und -Forscher sind, präsentieren die verschiedenen Schriften zugleich aus ihrem Schulkontext und in der Reflexion durch Kommentare und Interpretationen. Sie zeigen damit auf, wie die Logischen Schriften, die Physik und andere naturwissenschaftliche Vorlesungen, die Psychologie, die Politik, die Poetik und nicht zuletzt die Metaphysik in der Geschichte der Aristoteles-Deutung und der Aristotelismen tradiert und weitergedacht wurden.

Migration. Wanderungsbewegungen vom Altertum bis in die Gegenwart

Eine Veranstaltung des Exzellenzclusters „Topoi. The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations“ und des Berliner Antike-Kollegs

  • Konzeption: Prof. Dr. Michael Meyer, Dr. Kerstin P. Hofmann, Dr. Felix Wiedemann, Dr. Hauke Ziemssen
  • Jeden Mittwoch 18.15 – 20.00 Uhr; Beginn: 20.04.2016
  • Veranstaltungsort: Gebäudekomplex Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 1a, 14195 Berlin-Dahlem (Dahlem-Dorf oder Thielplatz; 110, M11, X83)

Seit dem Sommer 2015 wird das Thema Migration verstärkt und nicht nur in Deutschland kontrovers diskutiert. Dabei reicht das Spektrum von Äußerungen expliziter „Willkommenskultur“ bis hin zu diversen, teils offen, teils versteckt artikulierten Ängsten vor den zu uns kommenden Menschen. Die aktuelle Situation mit der Zuwanderung von mehr als einer Million Menschen nach Deutschland innerhalb eines Jahres bringt schlaglichtartig ins Bewusstsein, dass Migrationsbewegungen im globalen Maßstab das gesamte 19. und 20. Jh. gekennzeichnet haben und dass sie – unter anderem ausgelöst durch die Folgen des Klimawandels und durch kriegerische Konflikte – aller Voraussicht nach auch die kommenden Jahrzehnte prägen werden. In dieser Situation möchte die Universitätsvorlesung das Thema „Migration“ in einen breiten historischen Kontext von der Urgeschichte bis zur Spätantike und vom Mittelalter bis zur Gegenwart stellen. Begriffe und Konzepte werden hinterfragt: wer genau „migriert“, aus welchen Gründen und mit welchen Konsequenzen? In welchen Zeiträumen ereignen sich historische Migrationsbewegungen – und gibt es tatsächlich so etwas wie „Völkerwanderungen“, bzw. hat es sie jemals gegeben? Die Perspektiven von Historikerinnen und Historikern, Archäologinnen und Archäologen werden ergänzt durch Beiträge aus Soziologie, Philologie, Literaturwissenschaft, Museologie und Genetik. Darüber hinaus soll auch die Frage behandelt werden: Wie verändert sich der Blick auf unsere eigene Kultur durch Zuwanderung?

Ander(e)s Wissen: Kritische Betrachtungen globaler Wissensproduktion

Eine Veranstaltung des Instituts für Islamwissenschaft und der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies

  • Konzeption: Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami / Ruth Streicher
  • Jeden Donnerstag, 18.15 – 20.00 Uhr; Beginn: 21.04.2016 Ausnahme: Am Donnerstag, 5.5.2016, findet keine Veranstatung statt.
  • Veranstaltungsort: Gebäudekomplex Fabeckstr. 23-25, Hörsaal -1.2009 im Untergeschoss, 14195 Berlin-Dahlem (Dahlem-Dorf; 101, M11, X83)

Wie kann regionalwissenschaftliche Forschung systematischer für eine vertiefte Auseinandersetzung mit sozialwissenschaftlichen Grundannahmen genutzt werden? Auf welche Weise müssen eingeschliffene Begriffe wie Religion, Geschlecht, Gesellschaft oder Staat überdacht werden, wenn sich regionalwissenschaftliches Wissen stärker auch in die Theoriebildung einbringt? Und wie lassen sich auf diese Weise globale Machtasymmetrien auch im Bereich der akademischen Wissensproduktion sichtbar machen? Diesen Fragen möchten wir in einer Vortragsreihe im Rahmen des Offenen Hörsaals nachgehen. Es kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zu Wort, die sich mit Fragen der Verortung von Wissen in lokalen und globalen Zusammenhängen beschäftigen und sich auch um alternative Ansätze bemühen. Ziel der Vortragsreihe ist es, einer breiteren Öffentlichkeit ein interdisziplinäres Diskussionsforum zugänglich zu machen und Forschungsperspektiven aufzuzeigen, die regionalwissenschaftliche Expertise systematischer in Wissensordnungen westlicher Prägung einbindet.