Freie Universität Berlin


Service-Navigation

Wo Wissen wächst

LANGE NACHT DER WISSENSCHAFTEN Unterwegs im Botanischen Garten und Botanischen Museum

Im Botanischen Garten und im Botanischen Museum blüht den Besuchern so einiges

Von Gesche Hohlstein

Eine Reise der ganz besonderen Art, nämlich in die Welt der Pflanzen, kann man heute Nacht zusammen mit Botanikern und Gärtnern im Botanischen Garten und Botanischen Museum der Freien Universität erleben. 22 000 verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt beherbergt der Garten, eine blühende Erholungsoase mitten in Berlin. Doch dass diese Anlage Teil eines der größten botanischen Forschungszentren der Welt ist, ahnen viele nicht. Während der „Langen Nacht der Wissenschaften“ ermöglicht die Forschungsinstitution den einmaligen Blick hinter die Kulissen. Ein Auszug aus dem Programm verdeutlicht, wie vielfältig die Aufgaben der Institution und deren Forschungsinhalte sind. Im Museum, Garten, Herbarium, Labor und im Internet kann die pflanzliche Artenfülle unseres Planeten erforscht werden.

So führt beispielsweise Professor Hans Walter Lack, Direktor des Botanischen Museums, durch die aktuelle Sonderausstellung im Botanischen Schaumuseum „Aus dem Land der blauen Hortensie – Japanische Pflanzen in Europa“.

Bei der aktuellen Sanierung des über 100 Jahre alten Großen Tropenhauses müssen Auflagen des Denkmalschutzes und gartenbautechnische Anforderungen erfüllt werden. Heute Nacht wird die seltene Gelegenheit geboten, diese Baustelle mit Dr. Michael Krebs, Sonderbeauftragter für die Tropenhaussanierung, zu besichtigen.

Hinter den Kulissen beherbergt und kultiviert der Botanische Garten noch sehr viel mehr Pflanzen als in seinen Schauhäusern. In der „Langen Nacht“ werden jene Gewächshaus-Türen für die Öffentlichkeit geöffnet, die normalerweise nicht passierbar sind, und wertvolle Pflanzen aus verschiedenen Ländern gezeigt.

Der schöne bunte Blumenstrauß ist nach wenigen Tagen verwelkt und landet in der Biotonne. Wie lassen sich Pflanzen aber für die Nachwelt konservieren? Beim Blick in das dauerhafte Gedächtnis der Botanik, das Herbarium, ist zu entdecken, wie bei uns Pflanzen schon über 300 Jahre alt geworden sind.

Kindern ab drei Jahren wird ein besonderer Kontakt zur Pflanze ermöglicht: erleben, sehen, fühlen und riechen im Natur-Workshop. Vielfältige Naturmaterialien laden zum freien Gestalten von Mosaikbildern und Collagen ein.