Themen im September

12.09.2016

Wenn Pflanzen nicht richtig ticken

Ein Defekt der inneren Uhr oder zu wenig vom Hormon Cytokinin führt bei verändertem Lichtrhythmus in der Modellpflanze Arabidopsis (Ackerschmalwand) zum Zelltod. Links eine nicht gestresste Pflanze, rechts eine gestresste.
Bildquelle: Silvia Nitschke / Freie Universität Berlin

Biologen der Freien Universität haben entdeckt, wie ein Hormon die innere Uhr von Pflanzen beeinflusst

Pflanzen stimmen ihre physiologischen und entwicklungsbedingten Prozesse auf den Tagesverlauf ab, dafür nutzen sie ihre innere Uhr. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Dahlem Centre of Plant Sciences (DCPS) der Freien Universität entdeckten kürzlich einen bislang gänzlich unbekannten Stress bei Pflanzen: Der „circadiane Stress“, so die Bezeichnung durch die Forscher, wird durch eine Veränderung des Tag-Nacht-Rhythmus' ausgelöst. Das Pflanzenhormon Cytokinin spielt beim Schutz vor diesem Stress eine wichtige Rolle.

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Die Erinnerung aufrechterhalten

An der innerdeutschen Grenzen kamen Menschen bei Fluchtversuchen ums Leben. Deren Biografien sind nun an der Freien Universität erforscht worden.
Bildquelle: CC0: Wikimedia Commons

In einem Forschungsprojekt der Freien Universität werden Opfer des DDR-Grenzregimes mit ihren Biografien vorgestellt / Gedenkbuch in Vorbereitung

Im Februar 1987 war Detlef Armstark so hoch verschuldet, dass die staatliche Großhandelsgesellschaft der DDR den 26-jährigen Gastwirt nicht mehr beliefern wollte. Außerdem wurde er von der Stasi in der „Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei“ geführt, in der gelistet wurde, wo sich Informationen über bestimmte Personen befinden. Armstark sieht für sich keine Zukunft mehr in der Deutschen Demokratischen Republik und entschließt sich zur Flucht.

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Die Gene alleine sind nicht schuld

Junior-Professorin Sarah Hedtrich erforscht am Institut für Pharmazie an der Freien Universität die Ursachen von Neurodermitis.
Bildquelle: Manuel Krane

Sarah Hedtrich erforscht die Ursachen von Neurodermitis – für ihre Arbeit wurde die Pharmakologin jetzt ausgezeichnet

Neurodermitis ist eine schwierig zu erforschende Krankheit, da sie viele verschiedene Ursachen hat, die bislang nicht alle bekannt sind. Es gibt keine Möglichkeit, die Erkrankung zu verhindern, ihre Mechanismen sind bis heute weitestgehend ungeklärt. Die promovierte Pharmakologin und Junior-Professorin Sarah Hedtrich könnte dabei helfen, das bald zu ändern: Sie konnte zeigen, dass genetische Ursachen für die Entstehung von Neurodermitis weniger von Bedeutung sind, als bislang angenommen. Für ihre Forschungsarbeit ist Hedtrich mit dem „Research On Skin-Dryness Award“ (R.O.S.A.) ausgezeichnet worden.

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