Literatur und Krieg: Schillers Wallenstein
Anne Fleig
Kommentar
Die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Krieg ist ungeheuer aktuell und lenkt zugleich den Blick zurück in die Geschichte der Literatur und Ästhetik. Wallenstein. Ein dramatisches Gedicht gilt neben Goethes Faust als bedeutendstes Werk der Weimarer Klassik und vielleicht als Schillers wichtigster Text überhaupt. Ihm gehen Schillers ästhetische Schriften und seine Beschäftigung mit der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges voraus. Die Spannung zwischen poetischer und historischer Wahrheit kennzeichnet die Anlage und die Form dieses mehrteiligen Dramas, das immer wieder zu neuen Deutungen Anlass gegeben hat und bis heute eine Herausforderung darstellt. Im Seminar werden wir dieser Herausforderung durch genaue Lektüre und textnahe gemeinsame Analysen sämtlicher Teile begegnen. Hinzugezogen werden außerdem Dokumente und erste Rezeptionszeugnisse aus der Entstehungszeit (z.B. der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe), aber auch Stellungnahmen aus dem 20. Jahrhundert (z.B. Adornos Essay Ist die Kunst heiter?). Eine erste Lektüre der Wallenstein-‚Trilogie‘ wird zu Beginn des Seminars vorausgesetzt, bitte lesen Sie zur ersten Information auch den Artikel von Norbert Oellers im Schiller-Handbuch (Hg. von Matthias Luserke-Jaqui). Bitte besorgen Sie sich die kommentierte und zitierfähige Ausgabe aus dem Deutschen Klassiker Verlag im Taschenbuch Bd. 3 (für 18.- EUR), die alles enthält, was wir im Seminar benötigen.
Schließen14 Termine
Regelmäßige Termine der Lehrveranstaltung
Weitere Suchergebnisse zu 'Konvergenz von Fernsehen und Internet I ...'