13257 Vertiefungsseminar

Das ‚andere‘ 1989: Migrationshistorische Perspektiven auf die späten 1980er und frühen 1990er Jahre

Isabella Löhr

Hinweise für Studierende

Das Modul befasst sich mit epochenspezifischen Fragestellungen und Perspektiven und besteht aus zwei Seminaren zu zwei unterschiedlichen Epochen (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte). Beide Seminare müssen ein gemeinsames Modulthema behandeln („Politik“, „Gesellschaft“ oder „Vorstellungswelt“) und in zwei Semestern belegt werden. Das Modul wird mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen. Es dürfen nicht zwei Seminare in einem Semester belegt werden! Schließen

Kommentar

Die sogenannte ‚friedliche Revolution‘ von 1989 ist heute, 35 Jahre später, ein viel und kontrovers diskutierter Gegenstand. Viele dieser Diskussionen kreisen um die Aufarbeitung der DDR-Geschichte, den Umgang mit den ungleichen Machtverhältnissen zwischen den beiden deutschen Teilen in den 1990er Jahren oder die Frage nach Anerkennung von individuellen und kollektiven Lebensleistungen. Dagegen wird die migrantische Perspektive auf die Transformationszeit meistens weniger berücksichtigt, obwohl migrantisch definierte Gruppen sich bereits früh in die Debatte um die Wiedervereinigung einbrachten und das durchaus kritisch. Im Seminar werden wir die Transformation 1989/90 aus einer migrationshistorischen Perspektive untersuchen. Ausgehend vom Umgang mit Migration und Rassismus in der BRD und der DDR in den 1980er Jahren werden wir nach den Perspektiven migrantisch gelesener Gruppen auf die deutsche Vereinigung fragen. Wir untersuchen, wie sich die gesellschaftliche Situation dieser Gruppen in den frühen 1990er Jahren veränderte, wie diese Gruppen ‚die Wende‘ wahrnahmen, welche Visionen sie für sich und die neue deutsche Gesellschaft entwarfen und wie sich die sogenannten Baseballschlägerjahre und die Reform der bundesdeutschen Asylpolitik Anfang der 1990er Jahre auf das Selbstverständnis der Bundesrepublik als Migrationsgesellschaft auswirkten. Schließen

Literaturhinweise

Einführende Literatur: Lydia Lierke, Massimo Perinelli (Hg.): Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive. Berlin 2020; Naika Foroutan, Jana Hensel: Die Gesellschaft der Anderen. Berlin 2020; Anna Lux, Jonas Brückner: Neon/Grau. 1989 und ostdeutsche Erfahrungsräume im Pop. Berlin 2025. Schließen

13 Termine

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