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Lehrveranstaltung

SoSe 20: Institut für Theaterwissenschaft (WE 7)

Kernfach Theaterwissenschaft (StO und PO gültig ab WS 11/12)

0051d_k90
  • Aufbaumodul Gegenwartstheater

    0051dB1.1
    • 17520 Proseminar
      Wessen Stimme? Repräsentationen des Sozialen im Theater (Lisa-Frederike Seidler)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Fragen der sozialen Repräsentation haben im Bereich der darstellenden Künste in den letzten Jahren an Komplexität gewonnen. Gesellschaftliche Formationen, die sich besonders durch Pluralismus und Diversität auszeichnen, fordern auch die Theater dazu auf, Gemeinschaftszugehörigkeiten zu reflektieren. Insbesondere Geschlecht, Klasse oder Herkunft sollen dazu hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Funktion befragt werden.

      Das Seminar widmet sich daher theoretischen Ansätzen zur Darstellung des Sozialen in den Künsten und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen der Institution Theater in der spätmodernen Demokratie. Im Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und stereotyper Stigmatisierung wird die Repräsentation des Sozialen im Theater sowohl auf inhaltlicher wie struktureller Ebene kritisch beleuchtet. Zentraler Bestandteil des Seminars ist die Sichtung von Aufführungsaufzeichnungen.

      Weitere Informationen zum Ablauf des Seminars als Online-Format und technische Hinweise zur Durchführung erhalten Sie per Email im Anschluss an die Zuteilung der Plätze in Campus Management.

    • 17521 Proseminar
      "Die Frau, die Reportage macht“ – Theaterautorinnen in der Weimarer Republik (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Sprechen wir heute vom Theater in der Weimarer Republik, dann geht es meist um berühmte Theatermacher wie Bertolt Brecht oder Erwin Piscator, Ernst Toller, Carl Zuckmayer oder Ödön von Horváth. Von Theaterautorinnen wie Anna Gmeyner, Ilse Langner, Marieluise Fleißer und Christa Winsloe ist weitaus seltener die Rede, obwohl sie in den Jahren zwischen 1918 und 1933 ebenfalls erfolgreich für Theaterbühnen schrieben. Ihre Stücke entwerfen häufig eine dezidiert weibliche, mitunter feministische Perspektive auf die sozialen und politischen Verhältnisse ihrer Zeit. Vor allem gegen Ende der Weimarer Republik dominierte dabei das an der Reportage orientierte Zeitstück, das – wie Erika Mann 1931 beobachtet – zur Ausdrucksform für einen neuen Typ Schriftstellerin geworden sei. Anhand exemplarischer Theaterstücke, zeitgeschichtlicher Rezeptionsdokumente sowie kontextualisierender Sekundärliteratur, die einen Bogen zwischen der Vorgeschichte und dem Ende der Weimarer Republik spannen, wollen wir diesem Befund im Verlauf des Seminars nachgehen. Neben inhaltlichen, thematischen und formalästhetischen Gestaltungsfragen der Stücke wird es auch darum gehen, ob und inwiefern sich im damaligen Diskurs um ein spezifisch weibliches dramatisches Schreiben ein veränderter Blick auf Autorschaft im Theater abzeichnet.

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar zunächst online stattfinden. Die Lektüretexte und alles weitere Material werden Ihnen digital zur Verfügung gestellt. Solange keine Präsenzveranstaltungen stattfinden können, soll die Auseinandersetzung mit den Theaterstücken und ihren Kontexten mittels kleinerer Analyse- und Schreibaufgaben erfolgen, die bereits die abschließende Prüfungsleistung des Seminars – entweder eine zehnseitige Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung – vorbereiten. Über angedachte digitale Austauschformate werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17522 Proseminar
      Queer-feministische Performancekunst der Gegenwart (Jenny Schrödl)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen und Politiken queer-feministischer Performances in der Gegenwartkunst. Nach einer begrifflichen und historischen Einführung ins Feld der (queer-)feministischen Kunst werden verschiedene Künstler*innen (wie Florentina Holzinger, Vanessa Stern, Antonia Baehr, Simone Dede Ayivi u.a.) und Künstler*innengruppen (wie She She Pop, swoosh lieu, hannsjana, Henrike Iglesias, chicks* u.a.) vorgestellt und einzelne einschlägige Inszenierungen untersucht. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche queer-feministischen Inhalte und Ziele werden in den Performances mit welchen ästhetischen Mitteln verhandelt? Inwieweit wird dabei Bezug genommen zur feministischen Kunst seit den 1960er Jahren? Welche sozialen und/oder politischen Funktionen gehen mit den queer-feministischen Performances einher? Was bedeutet die erneute Schwerpunktsetzung auf queer-feministische Themen in der Gegenwartskunst im gesamtgesellschaftlichen Kontext?

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar online angeboten, d.h. die Inhalte des Seminars werden ausschließlich digital übermittelt. Dabei werden Sie mit digitalisierten Texten, mit Video- und Audiodateien arbeiten und kleine Recherche-, Lektüre-, Schreib- und Inszenierungsanalyseaufgaben bekommen. Über das genaue Vorgehen werden Sie per Email zum Zeitpunkt der ersten Sitzung informiert (unter Vorbehalt: Mittwoch, 22.04., 12-14 Uhr). Da die Hauptkommunikation des Seminars über Email stattfinden wird, checken Sie bitte unbedingt Ihren ZEDAT-Email-Account regelmäßig!

    • 17523 Proseminar Abgesagt
      Mit Haut und Haar. Bühnenkörper sehen und (be)schreiben (Mariama Diagne)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17525 Proseminar Abgesagt
      Performativität als Grundkonzept der Theaterwissenschaft (Thore Walch)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      ENTFÄLLT --> ALTERNATIV: „Zusätzliches Lehrangebot“ LV 17598 „Digitale Schreibwerkstatt und Tauschbörse für Texte“

      Diese Lehrveranstaltung wird im WS 2020/21 nachgeholt. Im Sommersemester 2020 wird Thore Walch stattdessen als zusätzliches Lehrangebot eine „Digitale Schreibwerkstatt für Studierende und Tauschbörse für Texte“ anbieten. Eine Anmeldung in CampusManagement ist hierfür nicht erforderlich (Details siehe LV 17 598).

      Kommentar

      Performativität, verstanden als selbstreferentielle und wirklichkeitskonstituierende Handlung, ist als Grundkonzept theaterwissenschaftlicher Arbeit fest etabliert. Doch wie entwickelte sich aus den sprachphilosophischen Überlegungen J. L. Austins ein theaterwissenschaftliches Aufführungsmodell? Worin lagen/liegen die Vorteile eines solchen Modells? Und welche Transformationen hat der Begriff der Performativität in diesem Wandel durchgemacht?

      In diesem Seminar, das hauptsächlich als Lektüreseminar konzipiert ist, werden wir zunächst die Genese des Performativitäts-Begriffs bei Austin, Jacques Derrida und Judith Butler sowie seinen Eingang in die Theaterwissenschaft nachvollziehen. Dabei werden wir aber auch die Performances und Theateraufführungen in den Blick nehmen, die für die Entwicklung einer „Ästhetik des Performativen“ (Fischer-Lichte) maßgeblich waren. Schließlich werden wir das performative Aufführungsmodell aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und danach fragen, was es für die Aufführungsanalyse leisten kann – und auch kritisch auf Theaterformen schauen, bei denen dieses Modell eventuell nicht mehr greift.

    • 17526 Proseminar
      Why Music Matters for Movement – Interaktionen von Musik/Klang und Tanz/Bewegung in Theater und Performance (Stephanie Schroedter)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 26.06.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erheben sich immer mehr Stimmen gegen den Einsatz von Musik zum Tanz (und umgekehrt) – spätestens seit der künstlerischen Zusammenarbeit von John Cage und Merce Cunningham ist Musik keineswegs mehr eine selbstverständliche Ausgangsbasis für choreographische Arbeit. Und doch konnte sich ein „musikloser Tanz“ (Fritz Böhme) bislang nicht breitflächig durchsetzen, so dass sich die Frage stellt, warum Musik/Klänge und Geräusche in Theaterformen, in denen Bewegungsgestaltungen eine zentrale künstlerische Herausforderung darstellen,  doch von Bedeutung sein könnten?

      Von Pina Bausch wissen wir, dass sie nach ihrer letzten Auseinandersetzung mit einer Opernkomposition (Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, 1977) ihre künstlerischen Ideen zunächst ohne Musik entwickelte und anschließend ihre musikalischen Mitarbeiter (Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider) bat, eine „passende“ Musik für die erarbeiteten Tanzsequenzen zu finden. Die überaus heikle Aufgabe der Auswahl behielt sie jedoch sich selbst vor, wobei sie sich vor allem auf ihre Intuition, ein scheinbar untrügliches Gespür verließ: „Auch hier kann ich nicht sagen, woher ich weiß, wenn es stimmt. […] Aber unter den vielen, vielen Musiken, die sich für jede Produktion höre, gibt es für jede Szene immer eine, die wirklich passt.“ (zitiert nach: Gabriele Klein, Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzen, Bielefeld 2019, S. 146)

      In diesem Seminar wollen wir uns diesem vagen „Gespür“ aus verschiedenen Perspektiven nähern, indem wir Texte aus dem Bereich der Musikphilosophie (insb. Phänomenologie), der Musiktheorie (insb. Kognitionswissenschaft) sowie der musikchoreographischen Forschung (Analysemodelle) lesen und konkreten Beispielen aus Theater, Tanz und Performance gegenüberstellen. Dabei werden wir u.a. folgende Fragestellungen diskutieren: Warum bewegen wir uns (intuitiv) zu Musik? Welche unterschiedlichen Modelle der Interaktion von Musik/Klang und Tanz/Bewegung haben sich seit den künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts herausgebildet, die sich als Alternativen zu herkömmlichen Traditionen verstanden? Welche Bedeutung kann Musik für die Rezeption bzw. Perzeption (im Sinne von Wahrnehmung) von (Körper-)Bewegung/Tanz haben?

      Aufgrund jüngster Maßnahmen wird dieses Seminar nun ausschließlich online durchgeführt: Nach der Anmeldung – bitte zusätzlich auch direkt bei mir: schroedter@zedat.fu-berlin.de oder st.schroedter@t-online.de – werde ich die Lektüretexte digital zur Verfügung stellen. In Abstimmung mit allen Teilnehmer*innen finden in regelmäßigen Abständen (und evtl. in Kleingruppen unterteilt) online-Diskussionen statt. Sehr gute Vor- und Nachbereitungen dieser Diskussionen durch intensive Textlektüren sind unerlässlich.

    • 17535 Übung Abgesagt
      Spielweisen (Stefan Nolte)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die LV wird im WS 2020/21 nachgeholt!

    • 17536 Übung
      Geschlossene Theater: Online-Formate in Zeiten der Krise (Alexander Kohlmann)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Wie können geschlossene Theater Kontakt zu Ihrem Publikum halten? Wie können wir den für die Kultur so wichtigen gemeinsamen Diskurs fortsetzen, wenn wir uns nicht mehr versammeln dürfen? Das Seminar will gerade in Zeiten der Krise reflektieren, welche theatralen Formen online funktionieren und welche Formate Gemeinschaft stiften können. Dabei soll zunächst der teilweise sehr unterschiedliche Umgang der Institutionen mit der neuen Situation analysiert und aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive reflektiert werden, welche Unterschiede digitale Formate im direkten Vergleich zu einem unmittelbaren Bühnenerlebnis mit sich bringen.  

       

      Davon ausgehend sollen die Studierenden in Gruppen oder allein eigene theatrale und performative Online-Formate entwickeln und ausprobieren. Denkbar sind Web-Narrationen, Lesungen, musikalische Experimente, Hörspiele [...], die jeweils online dem Plenum zugänglich gemacht und gemeinsam diskutiert werden. Geplant sind momentan virtuelle Sitzungen in regelmäßigen Abständen, eine intensive Betreuung der einzelnen Projekte und nach Möglichkeit eine gemeinsame Abschlusssitzung zum Ende des Semesters.  

       

      Der Dozent ist seit der Spielzeit 2019/20 Schauspieldirektor und Leitender Dramaturg am Anhaltischen Theater in Dessau und wird neben der praktischen Arbeit auch eine individuelle Beratung zu Fragen der Berufswege im Theater geben. Das Seminar findet in jedem Fall statt (notfalls komplett virtuell) und bietet somit gleichzeitig die Möglichkeit, Credits zu erwerben und mit einer der größten globalen Krisen unserer Zeit kreativ umzugehen. 

    • 17537 Übung
      Theaterkritik (Georg Kasch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Was ist Theaterkritik? Wie verortet sie sich zwischen Journalismus, Aufführungsanalyse und künstlerischer Praxis? Welche anderen journalistischen Darstellungsformen gibt es? Die medienpraktische Übung zur Theaterkritik mit nachtkritik.de-Redakteur Georg Kasch will vor allem Praxis vermitteln. Mit Schreib- und stilistischen Übungen, mit Exkursen zu Formaten wie Interview, Reportage und Porträt. Geplant ist auch ein Blog, der das Performing Arts Festival Berlin 2020 (19. bis 24. Mai) begleiten soll – ob das Festival aber im Mai stattfinden kann, ist derzeit noch ungewiss.

      In den Online-Präsenzterminen werden wir Grundlagen der journalistischen Praxis diskutieren und einen Blick auf Theaterkritik in Geschichte und Gegenwart werfen. Außerdem besprechen wir erste Schreibergebnisse. Konkret stelle ich mir das so vor: Sie schreiben schon im Vorfeld eine erste Kritik. Alle TN* innen lesen sie im Vorfeld der Sitzung. Über eine Videochat-Plattform werden wir sie dann während der ersten Sitzungen gemeinsam auswerten. Für die Nachbereitung werde ich Ihnen Hintergrundinfos, eine aufgezeichnete Vorlesung zum Thema Geschichte und Bedeutung des Feuilletons und der Theaterkritik und Beispielkritiken zur Verfügung stellen. Zur Vorbereitung der weiteren Sitzungen wird es Beispiel-Interviews und -Porträts geben, die wir dann auswerten und mögliche Konsequenzen für eigene Texte ableiten.

      Zu Sitzung 3 (7. Mai) schreiben Sie eine Kritik (vermutliche über eine gestreamte Inszenierung), zu einem späteren Zeitpunkt ein Interview oder Porträt. Sollte das Performing Arts Festivals (PAF) Berlin 2020 stattfinden, ist es das Ziel, mit den gewonnenen Schreibkenntnissen beim PAF mehrere Veranstaltungen zu besuchen und in unterschiedlichen Beiträgen zeitnah zu reflektieren. Die Beiträge werden anschließend im begleitenden Blog des Festivals publiziert. Bitte planen Sie für die Festival-Woche entsprechend Zeit ein, auch wenn derzeit noch unklar ist, ob und in welcher Form das PAF 2020 stattfinden wird!

      Die Online-Präsenztermine sind ab 23.4. donnerstags 10-12 Uhr. Performing Arts Festival Berlin 2020: 19.-24. Mai, Abschlusssitzung: 25. Mai abends, in der ganzen Stadt.

  • Aufbaumodul Theatergeschichte

    0051dB1.2
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17521 Proseminar
      "Die Frau, die Reportage macht“ – Theaterautorinnen in der Weimarer Republik (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Sprechen wir heute vom Theater in der Weimarer Republik, dann geht es meist um berühmte Theatermacher wie Bertolt Brecht oder Erwin Piscator, Ernst Toller, Carl Zuckmayer oder Ödön von Horváth. Von Theaterautorinnen wie Anna Gmeyner, Ilse Langner, Marieluise Fleißer und Christa Winsloe ist weitaus seltener die Rede, obwohl sie in den Jahren zwischen 1918 und 1933 ebenfalls erfolgreich für Theaterbühnen schrieben. Ihre Stücke entwerfen häufig eine dezidiert weibliche, mitunter feministische Perspektive auf die sozialen und politischen Verhältnisse ihrer Zeit. Vor allem gegen Ende der Weimarer Republik dominierte dabei das an der Reportage orientierte Zeitstück, das – wie Erika Mann 1931 beobachtet – zur Ausdrucksform für einen neuen Typ Schriftstellerin geworden sei. Anhand exemplarischer Theaterstücke, zeitgeschichtlicher Rezeptionsdokumente sowie kontextualisierender Sekundärliteratur, die einen Bogen zwischen der Vorgeschichte und dem Ende der Weimarer Republik spannen, wollen wir diesem Befund im Verlauf des Seminars nachgehen. Neben inhaltlichen, thematischen und formalästhetischen Gestaltungsfragen der Stücke wird es auch darum gehen, ob und inwiefern sich im damaligen Diskurs um ein spezifisch weibliches dramatisches Schreiben ein veränderter Blick auf Autorschaft im Theater abzeichnet.

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar zunächst online stattfinden. Die Lektüretexte und alles weitere Material werden Ihnen digital zur Verfügung gestellt. Solange keine Präsenzveranstaltungen stattfinden können, soll die Auseinandersetzung mit den Theaterstücken und ihren Kontexten mittels kleinerer Analyse- und Schreibaufgaben erfolgen, die bereits die abschließende Prüfungsleistung des Seminars – entweder eine zehnseitige Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung – vorbereiten. Über angedachte digitale Austauschformate werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17522 Proseminar
      Queer-feministische Performancekunst der Gegenwart (Jenny Schrödl)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen und Politiken queer-feministischer Performances in der Gegenwartkunst. Nach einer begrifflichen und historischen Einführung ins Feld der (queer-)feministischen Kunst werden verschiedene Künstler*innen (wie Florentina Holzinger, Vanessa Stern, Antonia Baehr, Simone Dede Ayivi u.a.) und Künstler*innengruppen (wie She She Pop, swoosh lieu, hannsjana, Henrike Iglesias, chicks* u.a.) vorgestellt und einzelne einschlägige Inszenierungen untersucht. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche queer-feministischen Inhalte und Ziele werden in den Performances mit welchen ästhetischen Mitteln verhandelt? Inwieweit wird dabei Bezug genommen zur feministischen Kunst seit den 1960er Jahren? Welche sozialen und/oder politischen Funktionen gehen mit den queer-feministischen Performances einher? Was bedeutet die erneute Schwerpunktsetzung auf queer-feministische Themen in der Gegenwartskunst im gesamtgesellschaftlichen Kontext?

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar online angeboten, d.h. die Inhalte des Seminars werden ausschließlich digital übermittelt. Dabei werden Sie mit digitalisierten Texten, mit Video- und Audiodateien arbeiten und kleine Recherche-, Lektüre-, Schreib- und Inszenierungsanalyseaufgaben bekommen. Über das genaue Vorgehen werden Sie per Email zum Zeitpunkt der ersten Sitzung informiert (unter Vorbehalt: Mittwoch, 22.04., 12-14 Uhr). Da die Hauptkommunikation des Seminars über Email stattfinden wird, checken Sie bitte unbedingt Ihren ZEDAT-Email-Account regelmäßig!

    • 17523 Proseminar Abgesagt
      Mit Haut und Haar. Bühnenkörper sehen und (be)schreiben (Mariama Diagne)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17526 Proseminar
      Why Music Matters for Movement – Interaktionen von Musik/Klang und Tanz/Bewegung in Theater und Performance (Stephanie Schroedter)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 26.06.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erheben sich immer mehr Stimmen gegen den Einsatz von Musik zum Tanz (und umgekehrt) – spätestens seit der künstlerischen Zusammenarbeit von John Cage und Merce Cunningham ist Musik keineswegs mehr eine selbstverständliche Ausgangsbasis für choreographische Arbeit. Und doch konnte sich ein „musikloser Tanz“ (Fritz Böhme) bislang nicht breitflächig durchsetzen, so dass sich die Frage stellt, warum Musik/Klänge und Geräusche in Theaterformen, in denen Bewegungsgestaltungen eine zentrale künstlerische Herausforderung darstellen,  doch von Bedeutung sein könnten?

      Von Pina Bausch wissen wir, dass sie nach ihrer letzten Auseinandersetzung mit einer Opernkomposition (Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, 1977) ihre künstlerischen Ideen zunächst ohne Musik entwickelte und anschließend ihre musikalischen Mitarbeiter (Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider) bat, eine „passende“ Musik für die erarbeiteten Tanzsequenzen zu finden. Die überaus heikle Aufgabe der Auswahl behielt sie jedoch sich selbst vor, wobei sie sich vor allem auf ihre Intuition, ein scheinbar untrügliches Gespür verließ: „Auch hier kann ich nicht sagen, woher ich weiß, wenn es stimmt. […] Aber unter den vielen, vielen Musiken, die sich für jede Produktion höre, gibt es für jede Szene immer eine, die wirklich passt.“ (zitiert nach: Gabriele Klein, Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzen, Bielefeld 2019, S. 146)

      In diesem Seminar wollen wir uns diesem vagen „Gespür“ aus verschiedenen Perspektiven nähern, indem wir Texte aus dem Bereich der Musikphilosophie (insb. Phänomenologie), der Musiktheorie (insb. Kognitionswissenschaft) sowie der musikchoreographischen Forschung (Analysemodelle) lesen und konkreten Beispielen aus Theater, Tanz und Performance gegenüberstellen. Dabei werden wir u.a. folgende Fragestellungen diskutieren: Warum bewegen wir uns (intuitiv) zu Musik? Welche unterschiedlichen Modelle der Interaktion von Musik/Klang und Tanz/Bewegung haben sich seit den künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts herausgebildet, die sich als Alternativen zu herkömmlichen Traditionen verstanden? Welche Bedeutung kann Musik für die Rezeption bzw. Perzeption (im Sinne von Wahrnehmung) von (Körper-)Bewegung/Tanz haben?

      Aufgrund jüngster Maßnahmen wird dieses Seminar nun ausschließlich online durchgeführt: Nach der Anmeldung – bitte zusätzlich auch direkt bei mir: schroedter@zedat.fu-berlin.de oder st.schroedter@t-online.de – werde ich die Lektüretexte digital zur Verfügung stellen. In Abstimmung mit allen Teilnehmer*innen finden in regelmäßigen Abständen (und evtl. in Kleingruppen unterteilt) online-Diskussionen statt. Sehr gute Vor- und Nachbereitungen dieser Diskussionen durch intensive Textlektüren sind unerlässlich.

  • Aufbaumodul Theorie und Ästhetik

    0051dB1.3
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17520 Proseminar
      Wessen Stimme? Repräsentationen des Sozialen im Theater (Lisa-Frederike Seidler)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Fragen der sozialen Repräsentation haben im Bereich der darstellenden Künste in den letzten Jahren an Komplexität gewonnen. Gesellschaftliche Formationen, die sich besonders durch Pluralismus und Diversität auszeichnen, fordern auch die Theater dazu auf, Gemeinschaftszugehörigkeiten zu reflektieren. Insbesondere Geschlecht, Klasse oder Herkunft sollen dazu hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Funktion befragt werden.

      Das Seminar widmet sich daher theoretischen Ansätzen zur Darstellung des Sozialen in den Künsten und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen der Institution Theater in der spätmodernen Demokratie. Im Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und stereotyper Stigmatisierung wird die Repräsentation des Sozialen im Theater sowohl auf inhaltlicher wie struktureller Ebene kritisch beleuchtet. Zentraler Bestandteil des Seminars ist die Sichtung von Aufführungsaufzeichnungen.

      Weitere Informationen zum Ablauf des Seminars als Online-Format und technische Hinweise zur Durchführung erhalten Sie per Email im Anschluss an die Zuteilung der Plätze in Campus Management.

    • 17522 Proseminar
      Queer-feministische Performancekunst der Gegenwart (Jenny Schrödl)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen und Politiken queer-feministischer Performances in der Gegenwartkunst. Nach einer begrifflichen und historischen Einführung ins Feld der (queer-)feministischen Kunst werden verschiedene Künstler*innen (wie Florentina Holzinger, Vanessa Stern, Antonia Baehr, Simone Dede Ayivi u.a.) und Künstler*innengruppen (wie She She Pop, swoosh lieu, hannsjana, Henrike Iglesias, chicks* u.a.) vorgestellt und einzelne einschlägige Inszenierungen untersucht. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche queer-feministischen Inhalte und Ziele werden in den Performances mit welchen ästhetischen Mitteln verhandelt? Inwieweit wird dabei Bezug genommen zur feministischen Kunst seit den 1960er Jahren? Welche sozialen und/oder politischen Funktionen gehen mit den queer-feministischen Performances einher? Was bedeutet die erneute Schwerpunktsetzung auf queer-feministische Themen in der Gegenwartskunst im gesamtgesellschaftlichen Kontext?

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar online angeboten, d.h. die Inhalte des Seminars werden ausschließlich digital übermittelt. Dabei werden Sie mit digitalisierten Texten, mit Video- und Audiodateien arbeiten und kleine Recherche-, Lektüre-, Schreib- und Inszenierungsanalyseaufgaben bekommen. Über das genaue Vorgehen werden Sie per Email zum Zeitpunkt der ersten Sitzung informiert (unter Vorbehalt: Mittwoch, 22.04., 12-14 Uhr). Da die Hauptkommunikation des Seminars über Email stattfinden wird, checken Sie bitte unbedingt Ihren ZEDAT-Email-Account regelmäßig!

    • 17523 Proseminar Abgesagt
      Mit Haut und Haar. Bühnenkörper sehen und (be)schreiben (Mariama Diagne)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17524 Proseminar
      Ob?scene. Zur Präsenz der Absenz in Theater, Tanz und Performance heute (Krassimira Krouchkova)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Einführende Text-Lektüre mit Videos-Sichtung (online-Mediathek vom Tanzquartier Wien) zum Thema des Seminars: via Blackboard.

      Aufgabenstellungen: Zusammenfassungen von Texten, kurze Aufführungsanalysen, Dokumentation selbständiger Online-Recherche, Beteiligung an online-Diskussionsforen usw. Diskussion in Arbeitsgruppen sowie Austausch unter den Studierenden online (Emails, Zoom-Meetings, Chat-Formate).

      Prüfungsleistung: Kurze Hausarbeit nach dem Stylesheet des Kurses auf der Basis der Seminarliteratur (Blackboard) und der online-Quellen der FU

    • 17525 Proseminar Abgesagt
      Performativität als Grundkonzept der Theaterwissenschaft (Thore Walch)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      ENTFÄLLT --> ALTERNATIV: „Zusätzliches Lehrangebot“ LV 17598 „Digitale Schreibwerkstatt und Tauschbörse für Texte“

      Diese Lehrveranstaltung wird im WS 2020/21 nachgeholt. Im Sommersemester 2020 wird Thore Walch stattdessen als zusätzliches Lehrangebot eine „Digitale Schreibwerkstatt für Studierende und Tauschbörse für Texte“ anbieten. Eine Anmeldung in CampusManagement ist hierfür nicht erforderlich (Details siehe LV 17 598).

      Kommentar

      Performativität, verstanden als selbstreferentielle und wirklichkeitskonstituierende Handlung, ist als Grundkonzept theaterwissenschaftlicher Arbeit fest etabliert. Doch wie entwickelte sich aus den sprachphilosophischen Überlegungen J. L. Austins ein theaterwissenschaftliches Aufführungsmodell? Worin lagen/liegen die Vorteile eines solchen Modells? Und welche Transformationen hat der Begriff der Performativität in diesem Wandel durchgemacht?

      In diesem Seminar, das hauptsächlich als Lektüreseminar konzipiert ist, werden wir zunächst die Genese des Performativitäts-Begriffs bei Austin, Jacques Derrida und Judith Butler sowie seinen Eingang in die Theaterwissenschaft nachvollziehen. Dabei werden wir aber auch die Performances und Theateraufführungen in den Blick nehmen, die für die Entwicklung einer „Ästhetik des Performativen“ (Fischer-Lichte) maßgeblich waren. Schließlich werden wir das performative Aufführungsmodell aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und danach fragen, was es für die Aufführungsanalyse leisten kann – und auch kritisch auf Theaterformen schauen, bei denen dieses Modell eventuell nicht mehr greift.

    • 17526 Proseminar
      Why Music Matters for Movement – Interaktionen von Musik/Klang und Tanz/Bewegung in Theater und Performance (Stephanie Schroedter)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 26.06.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erheben sich immer mehr Stimmen gegen den Einsatz von Musik zum Tanz (und umgekehrt) – spätestens seit der künstlerischen Zusammenarbeit von John Cage und Merce Cunningham ist Musik keineswegs mehr eine selbstverständliche Ausgangsbasis für choreographische Arbeit. Und doch konnte sich ein „musikloser Tanz“ (Fritz Böhme) bislang nicht breitflächig durchsetzen, so dass sich die Frage stellt, warum Musik/Klänge und Geräusche in Theaterformen, in denen Bewegungsgestaltungen eine zentrale künstlerische Herausforderung darstellen,  doch von Bedeutung sein könnten?

      Von Pina Bausch wissen wir, dass sie nach ihrer letzten Auseinandersetzung mit einer Opernkomposition (Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, 1977) ihre künstlerischen Ideen zunächst ohne Musik entwickelte und anschließend ihre musikalischen Mitarbeiter (Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider) bat, eine „passende“ Musik für die erarbeiteten Tanzsequenzen zu finden. Die überaus heikle Aufgabe der Auswahl behielt sie jedoch sich selbst vor, wobei sie sich vor allem auf ihre Intuition, ein scheinbar untrügliches Gespür verließ: „Auch hier kann ich nicht sagen, woher ich weiß, wenn es stimmt. […] Aber unter den vielen, vielen Musiken, die sich für jede Produktion höre, gibt es für jede Szene immer eine, die wirklich passt.“ (zitiert nach: Gabriele Klein, Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzen, Bielefeld 2019, S. 146)

      In diesem Seminar wollen wir uns diesem vagen „Gespür“ aus verschiedenen Perspektiven nähern, indem wir Texte aus dem Bereich der Musikphilosophie (insb. Phänomenologie), der Musiktheorie (insb. Kognitionswissenschaft) sowie der musikchoreographischen Forschung (Analysemodelle) lesen und konkreten Beispielen aus Theater, Tanz und Performance gegenüberstellen. Dabei werden wir u.a. folgende Fragestellungen diskutieren: Warum bewegen wir uns (intuitiv) zu Musik? Welche unterschiedlichen Modelle der Interaktion von Musik/Klang und Tanz/Bewegung haben sich seit den künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts herausgebildet, die sich als Alternativen zu herkömmlichen Traditionen verstanden? Welche Bedeutung kann Musik für die Rezeption bzw. Perzeption (im Sinne von Wahrnehmung) von (Körper-)Bewegung/Tanz haben?

      Aufgrund jüngster Maßnahmen wird dieses Seminar nun ausschließlich online durchgeführt: Nach der Anmeldung – bitte zusätzlich auch direkt bei mir: schroedter@zedat.fu-berlin.de oder st.schroedter@t-online.de – werde ich die Lektüretexte digital zur Verfügung stellen. In Abstimmung mit allen Teilnehmer*innen finden in regelmäßigen Abständen (und evtl. in Kleingruppen unterteilt) online-Diskussionen statt. Sehr gute Vor- und Nachbereitungen dieser Diskussionen durch intensive Textlektüren sind unerlässlich.