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Lehrveranstaltung

SoSe 20: Institut für Theaterwissenschaft (WE 7)

Kernfach Theaterwissenschaft (StO und PO gültig ab WS 11/12)

0051d_k90
  • Basismodul Gegenwartstheater

    0051dA1.1
    • 17515 Seminar
      Einführung in die Aufführungsanalyse (Adam Czirak)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 20.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die theaterwissenschaftliche Methode der Aufführungsanalyse umfasst eine Reihe von Herangehensweisen, die erlauben, ästhetische Erfahrung im Theater präzise zu beschreiben und zu interpretieren. Das Seminar geht von der Grundannahme aus, dass Aufführungsanalysen sowohl einer aufmerksamen Beobachtung als auch einer theoretischen Fundierung bedürfen, damit sie Aufschluss geben können über die ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Wirkungsdimensionen von Performances sowie Theater- und Tanzaufführungen.

      Die Seminararbeit wird zum einen in gemeinsamen Aufführungsbesuchen bestehen, um Inszenierungen in ihren unterschiedlichen Facetten – hinsichtlich der Bedeutungsebenen des Szenischen, der Kommunikation zwischen Zuschauern und Akteuren, der sinnlichen Wirkungen der Zuschauerpartizipation und nicht zuletzt der Frage nach den politischen und kritischen Potenzialen der Aufführungssituation – zu untersuchen. Zum anderen wird das Augenmerk auf die Besprechung von prominenten Theaterinszenierungen gelegt, die seit den 1990er Jahren den wissenschaftlichen Diskurs der Aufführungs- und Inszenierungsanalyse geprägt und vorangetrieben haben. Anhand von Aufführungsmitschnitten und kanonisierter Inszenierungsanalysen werden wir uns mit phänomenologischen, semiotischen, hermeneutischen, psychoanalytischen, kultur-, gender- und medientheoretischen Analyseverfahren beschäftigen. Das Seminar bietet somit nicht nur einen Überblick über die zeitgenössischen Tendenzen der Theaterästhetik, sondern führt auch in die Praxis des Argumentierens und methodenbewussten Analysierens ein.

      Obligatorische Arbeitsleistungen: aktive Mitarbeit

      Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit (ca. 10 Seiten)

      Wichtiger Hinweis: In Anbetracht der aktuellen Situation wird das Seminar online angeboten. Aufgrund des Ausfalls von Präsenzsitzungen werden die Inhalte des Seminars auf digitalem Weg vermittelt und es werden alternative Plattformen für Austausch und Betreuung genutzt. Über das weitere Vorgehen werden Sie nach der Anmeldung für das Seminar im Campus Management per Email informiert. Bitte rufen Sie aus diesem Grund regelmäßig Ihre ZEDAT-Emails ab.

    • 17530 Praxisseminar
      Zirkulation (Thomas Martius)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      “Zirkulation“ ist ein kompositorischer Arbeitsbegriff von mir. Zirkulation ist ein komplexer Ablauf von einzelnen, jedoch aufeinander bezogenen Figuren in Raum und Zeit, ohne einen Anfang oder ein Ende behaupten zu können. Die Zirkulation ähnelt in ihrem Ansatz einem Möbiusband. Grundlagen zu der Ästhetik meiner Zirkulation fand ich u.a. im Gedächtnistheater der Antike, in der Gedächtniskunst und z.B. in der weiter entwickelten Kombinatorik eines Giordano Bruno (1548-1600) und in den Pathosformeln Aby M. Warburgs (1866-1929), die sich mir in „Filmstills“ (einen weiterer Arbeitsbegriff) übersetzten. 

      Eine meiner Zirkulationspartituren wähle ich als Grundlage für den Videokurs dieses Semesters. Ich mache das nicht von ungefähr. Meine Erlebnisse in Venedig (Februar, März) und Berlin, die auch von der Ausbreitung des Coranavirus und den gesellschaftlichen Folgen geprägt sind, lassen mich praxis- und konzeptorientiert handeln. Ich möchte den Teilnehmer*innen des Videokurs anbieten, mit dieser Struktur konkret gestalterisch zu arbeiten. Dramaturgie und Narration werden in diesem Semester weniger diskutiert. Wir werden damit schnell in ein Tun finden, das jeder und jeder vom eigenen Platz aus praktizieren kann. Und das gut tun kann. Ich werde einen Kurs auf iversity anlegen und zu bestimmten Zeiten über Skype mit jeder und jedem einzeln sprechen.

      Das jeweils verfertigte Video wird eine Länge von genau drei Minuten haben und die strukturellen Rahmenbdingungen erfüllen, die ich erläutern werde. Filmische Begriffe wie Einstellungsgröße, Perspektive und Montage werden unsere Werkzeuge sein. Manche werden mit Videokamera arbeiten, andere werden vielleicht handgemachte Zeichnungen scannen und dann in einer „Timeline“ anordnen. 

      16:9 (1920x1080), 25p, 3 Minuten. Und alle sechs Sekunden ein Schnitt. Und dazwischen auch noch Schnitte. Drei „Figuren“. Partitur liegt bereit.

      Voraussetzungen für die Teilnahme sind
      1.) Absolute Pünktlichkeit (! - denn Unpünktlichkeit führt zum Ausschluss) beim verabredeten Skype-Gespräch
      2.) der Eintrag im „Campus Management“. 

      Obligatorische Arbeitsleistung: regelmäßige Teilnahme, ein 3min Video, und aktive Mitarbeit. 

    • 17531 Praxisseminar Abgesagt
      Eigen- und Fremdbilder digitalisierter Körper (Marina Miller Dessau)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die LV wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Wir bewegen uns im ständigen Spannungsfeld zwischen dem Bild, das wir von uns erzeugen (wollen) und der Frage nach der Rezeption dieses Bildes im Außen. Dabei stehen Eigen- und Fremdwahrnehmung im kontinuierlichen Austausch und Abgleich miteinander.

      Bewegen wir uns im digitalen Raum, wo wir unsere Wunsch-Selbstbilder in Form von Fotos oder Videos hochladen, werden wir zeitversetzt durch Kommentare und emotionale Zeichen bewertet. In dieser Kommunikationskette splitten sich Eigen- und Fremdwahrnehmung auf und werden durch die digitalen Zwischenschritte untersuchbar.

      Einer dieser Schritte ist die Herstellung unseres Bildes. Während wir unser digitales Wunschbild produzieren, manifestiert sich diese innere Vorstellung in Form von spezifischen körperlichen Beziehungen zur Kamera. Die Linse ist dabei das Vergrößerungsglas unseres Wunsches. Ist die Kamera abwesend, verhalten wir uns vor den bloßen Augen der anderen Menschen doch anders, oder? Etwas scheint sich in unserem Verhalten zu ändern, wenn wir die Kamera auf uns selbst richten oder gerichtet wissen. Auch die heute ständige Präsenz von Handykameras scheint daran nichts zu ändern. Was genau passiert da mit einem oder mehreren sich zueinander und/oder zur Kamera verhaltenden Körpern? Lassen sich vielleicht sogar bestimmte Kamera-spezifische Bewegungen erkennen?

      Im Seminar untersuchen wir diese Fragen mit Hilfe der Körper-Improvisationstechnik und Spielweise Viewpoints und unter An- und Abwesenheit einer Kamera auf der Spielfläche (eine GoPro, die an einer Person auf der Bühne fixiert werden, also „mitspielen“ kann). Der nicht-psychologische Ansatz der Viewpoints-Technik hilft dabei, „aus dem Kopf herauszukommen“ und körperlich spontan und entschieden zu reagieren, dabei auch unbewusste Reaktionsmuster freizulegen. Weiterhin werden die improvisierten Bewegungssequenzen von der Gruppe als wiederholbares Spiel-Material gesammelt, um auch das Spielweisen- und Inszenierungspotential von Viewpoints kennenzulernen.

    • 17532 Praxisseminar
      Einführung in die Dramaturgie (Inka M. Paul)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 20.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit ca. zwei Dekaden hat sich der Begriff „Kurator*in“ im terminologischen Rückgriff auf die bildende Kunst auch im Bereich der darstellenden Künste etabliert und Berufsbezeichnungen wie „Veranstalter*in“, „Festivalmacher*in“ oder „Produzent*in“ in den Hintergrund gerückt. Die Ausformulierung des Berufsbildes ist dabei jedoch noch keineswegs abgeschlossen und insbesondere die Abgrenzung zur „Dramaturg*in“ kann als fließend betrachtet werden.

      Die Übung hat das Ziel, eine grundsätzliche Einführung in die Berufspraxis des Kurators/der Kuratorin zu vermitteln. Kuratieren von zeitgenössischem Tanz, Theater und Performance wird dabei als eine methodisch fundierte Form des Zeigens, Verknüpfens, Sehens und Erforschens von Performances betrachtet, die eine spezifische Art der Wissensproduktion generiert. Analysiert werden nicht nur individuelle kuratorische Strategien von Kolleg*innen im Feld. Besonderer Augenmerk wird vielmehr auch den institutionellen Rahmenbedingungen des Programmgestaltens gewidmet, die – im Aufgriff der Debatten zum „New Institutionalism“ und zur „Fantastic Institution“ – explizit auf ihre Kunst- und Künstleradäquatheit hinterfragt werden. In diesem Kontext macht die Übung sowohl mit der künstlerischen Praxis der Institutionskritik ab den 1960er Jahren, als auch mit aktuellen Theaterreformbestrebungen wie Pro Quote Bühne, Art but Fair oder ensemble-netzwerk bekannt.

      Wichtiger Hinweis: 1. Termin am Mittwoch, den 22.04. von 14-18 Uhr, weitere in Absprache mit den Teilnehmer*innen

      Online Unterricht mit mehrfachen 40-minütigen zoom-slots an den Blockterminen - Einführungen und Diskussion von kurzen schriftlichen Arbeiten der Studierenden (als Referatersatz) - dazwischen technische Pausen zur Gruppenarbeit, die dann wieder in zoom zusammengeführt werden. Gemeinsame Textarbeit wird über wiki in einer Art Chat-Format organisiert.

    • 17533 Praxisseminar
      Kuratieren in den Szenischen Künsten (Sigrid Gareis)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit ca. zwei Dekaden hat sich der Begriff „Kurator*in“ im terminologischen Rückgriff auf die bildende Kunst auch im Bereich der darstellenden Künste etabliert und Berufsbezeichnungen wie „Veranstalter*in“, „Festivalmacher*in“ oder „Produzent*in“ in den Hintergrund gerückt. Die Ausformulierung des Berufsbildes ist dabei jedoch noch keineswegs abgeschlossen und insbesondere die Abgrenzung zur „Dramaturg*in“ kann als fließend betrachtet werden.

      Die Übung hat das Ziel, eine grundsätzliche Einführung in die Berufspraxis des Kurators/der Kuratorin zu vermitteln. Kuratieren von zeitgenössischem Tanz, Theater und Performance wird dabei als eine methodisch fundierte Form des Zeigens, Verknüpfens, Sehens und Erforschens von Performances betrachtet, die eine spezifische Art der Wissensproduktion generiert. Analysiert werden nicht nur individuelle kuratorische Strategien von Kolleg*innen im Feld. Besonderer Augenmerk wird vielmehr auch den institutionellen Rahmenbedingungen des Programmgestaltens gewidmet, die – im Aufgriff der Debatten zum „New Institutionalism“ und zur „Fantastic Institution“ – explizit auf ihre Kunst- und Künstleradäquatheit hinterfragt werden. In diesem Kontext macht die Übung sowohl mit der künstlerischen Praxis der Institutionskritik ab den 1960er Jahren, als auch mit aktuellen Theaterreformbestrebungen wie Pro Quote Bühne, Art but Fair oder ensemble-netzwerk bekannt.

      Wichtiger Hinweis: 1. Termin am Mittwoch, den 22.04. von 14-18 Uhr, weitere in Absprache mit den Teilnehmer*innen; Online Unterricht mit mehrfachen 40-minütigen zoom-slots an den Blockterminen - Einführungen und Diskussion von kurzen schriftlichen Arbeiten der Studierenden (als Referatersatz) - dazwischen technische Pausen zur Gruppenarbeit, die dann wieder in zoom zusammengeführt werden. Gemeinsame Textarbeit wird über wiki in einer Art Chat-Format organisiert.

      Bei Fragen oder Problemen melden Sie sich bitte unter folgender Adresse: sigrid.gareis@googlemail.com  

       

  • Basismodul Theatergeschichte

    0051dA1.2
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17510 Seminar
      Theaterpoetiken. Aristoteles – Brecht (Sarah Ralfs)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      In dem Seminar werden wir uns mit dem Verhältnis von Aristoteles und Brecht anhand ihrer dramen- bzw. theaterpoetischen Schriften auseinandersetzen. Dabei wirken diese beiden Positionen diametral entgegengesetzt, Brecht selbst nennt seine ‚Poetik‘ eine „nichtaristotelische Dramatik“. Während Brecht als Wegbereiter des postdramatischen Theaters gelten kann, scheint Aristoteles‘ Poetik sein Gegenteil zu sein.

      Anhand verschiedener theoretischer und historischer Positionen, etwa von Hans-Thies Lehmann, Walter Benjamin oder Werner Harmacher, wollen wir im Seminar kritisch überprüfen, welche Rolle Aristoteles‘ Poetik für die modernen und avantgardistischen Umbrüche des Theaters im 20. und frühen 21. Jahrhundert spielt und inwiefern gerade Brecht ihr Fortbestehen im Hinblick auf diese grundlegenden theaterpoetischen Neuerungen ermöglicht.

       

      Die Lektüretexte werden in Blackboard gestellt.

      Hierzu gibt es je kleine Lektüreaufgaben, die schriftlich zu bestimmten Terminen zu absolvieren sind.

      Das Seminar wird mit einer Hausarbeit von 10 Seiten abgeschlossen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Lauf des Semesters.

    • 17511 Seminar
      Moderne Theorien des Zuschauens - Einführung in die Theaterhistoriographie (Torsten Jost)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Im Rahmen des Einführungsseminars untersuchen wir historische Auseinandersetzungen mit der Praxis des Zuschauens —im Hinblick speziell auf das Theater. Dabei konzentrieren wir uns auf Positionen, die für die deutschsprachige Diskussion von Bedeutung waren. Was heißt es, zuzuschauen? Mit dieser Frage haben sich in der Moderne — implizit oder explizit — zahlreiche Persönlichkeiten intensiv beschäftigt: Im Seminar lesen wir Schriften u.a. von Friederike Caroline Neuber (1697-1760), Denis Diderot (1713-84), Friedrich Schiller (1759-1805) und von Bertolt Brecht (1898-1956). Ein Ziel des Seminars soll darin bestehen, zentrale Merkmale des modernen Nachdenkens über die Praxis des Zuschauens — wie sie speziell im Theater stattfinden kann oder soll — herauszuarbeiten.

      Wichtiger Hinweis: Aus gegebenem Anlass wird das Seminar zunächst online stattfinden. Die Lektüretexte werden digital zur Verfügung gestellt. Solange keine Präsenzveranstaltungen stattfinden können, soll die Auseinandersetzung mit den Texten mittels kleinerer Analyse- und Schreibaufgaben erfolgen. Die abschließende Prüfungsleistung des Seminars ist eine circa zehnseitige Hausarbeit. Über angedachte digitale Austauschformate werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

       

    • 17512 Seminar
      Meilensteine der Theaterregie in Deutschland. Einführung in die Theaterhistoriographie (Peter Jammerthal)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar zeichnet die wichtigsten Linien und Brüche der Geschichte der Inszenierungsstile in Deutschland von den „Prinzipien“ des Meiningen Hoftheaters bis zu angeblichen Prinzipienlosigkeiten aktueller Aufführungen nach. Wie „naturalistisch“ war eigentlich der Naturalismus auf der Bühne und warum sollte man die mit ihm verbundenen Dramen nicht auch anders inszenieren? Gefragt wird nach dem unter Schlagworten wie „Werktreue“ oder „Regietheater“ immer wieder umstrittenen Verhältnis von Text und Aufführung und nach alternativen Theaterformen ohne autoritärem Dompteur. An ausgewählter Inszenierungen soll dabei auch die wissenschaftliche Recherche nach und der Umgang mit theaterhistorischen Quellen geübt werden.

      Basislektüre wird dabei das Buch „Theaterhistoriografie: Eine Einführung? von Jan Lazardzig, Viktoria Tkaczyk und Matthias Warstat bilden, das online über Primo/UB der FU zur Verfügung steht. Im Campus Management angemeldete Teilnehmer*innen erhalten Zugang zur e-Lerningplattform Blackboard, finden dort einen aktuellen Seminarplan, Materialien, Literatur und Links, Termine und im Seminarverlauf - wöchentlich - immer neue Aufgabenstellungen, um sich regelmäßig und aktiv die Inhalte des Basismoduls Theatergeschichte erarbeiten zu können. Zudem wird ein Wiki zur Kommunikation untereinander eingerichtet. Und natürlich ist auch für „basics? (wo finde ich Literatur, wie zitiere ich richtig?...) Raum.

  • Basismodul Theorie und Ästhetik

    0051dA1.3
    • 17513 Seminar
      Theorien der Schauspielkunst. Einführung in die Theorie und Ästhetik (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar bietet die Gelegenheit, die in der Vorlesung behandelten schauspieltheoretischen Texte und Konzepte zu vertiefen und in anderen Arbeitsformen (close readings; Textarbeit auf der Basis vorbereiteter Fragen; Peer-to-Peer-Diskussionen in Online-Foren u.ä.) zu thematisieren sowie zu kontextualisieren. Zudem werden wir uns grundsätzlich damit beschäftigen, was es heißt, mit theoretischen Texten und ästhetischen Konzepten zu arbeiten. Bitte halten Sie sich die angegebenen Seminarzeiten Mittwoch, 12-14 Uhr, und Donnerstag, 12-14 Uhr, für Diskussionsforen, Chats etc. frei. Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, Seminarfragen in studentischen Kleingruppen zu besprechen und Arbeitstechniken zu vertiefen.

      Die Belegung der Online-Vorlesung „Theorien der Schauspielkunst I“ wird dringend empfohlen.

    • 17514 Seminar
      Mary Wigman. Einführung in die Theorie und Ästhetik (Alexander H. Schwan)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Der Ausdruckstanz, auch als Freier Tanz, Neuer Künstlerischer Tanz, Absoluter Tanz oder seines lokalen Schwerpunkts wegen als New German Dance bezeichnet, ist eine der einflussreichsten tanzhistorischen Strömungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Befreiung aus dem Reglement des klassischen Balletts verbindet sich hier mit der Betonung tänzerischer Individualität und Expressivität. Dabei steht der Ausdruckstanz mit anderen künstlerischen und philosophischen Strömungen seiner Zeit im Austausch, nimmt deren Impulse auf und wirkt seinerseits prägend auf sie zurück. Das Seminar gibt einen Überblick über die Entstehungs- und Traditionsgeschichte des Ausdruckstanzes und konzentriert sich auf Mary Wigman (1886–1973) als dessen einflussreichste und umstrittenste Vertreterin. 

      Spezielle thematische Schwerpunkte sind zeitgenössische philosophische Positionen zu Ausdruck und Expression sowie die bei Mary Wigman besonders ausgeprägte Verbindung von Bewegung und Spiritualität. Das enge Verhältnis zur Lebensreform- und Körperkulturbewegung und die Nähe und Differenz zur anthroposophischen Eurythmie werden ebenso thematisiert wie die Relation von Tanzmoderne und Nationalsozialismus. Kritisch beleuchtet werden so Mary Wigmans Buch „Deutsche Tanzkunst“ (1935), ihre Choreographien zur Eröffnung der Olympiade 1936, ihr Antisemitismus und die nach 1945 mangelhafte tanzwissenschaftliche Aufarbeitung von Wigmans Rolle im Nationalsozialismus. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rezeption des Ausdruckstanzes im Mandatsgebiet Palästina und Israel (Ornstein-Familie, Gertrud Kraus u.a.) und Wigmans Einfluss auf den Modern Dance in den USA (Hanya Holm). Schließlich wird zu fragen sein, inwiefern Tanz der Gegenwart durch Rekonstruktion und kritisch-reflektierte Auseinandersetzung auf das Tanzerbe Mary Wigmans reagieren kann.

      Seminarstruktur: Kürzere Webex-Meetings während der Seminarzeit sowie wöchentliche schriftliche Arbeitsaufgaben in Form von Kurzessays, Statements, Beteiligung an Diskussionsforen, Übungen zur wissenschaftlichen Praxis (Argumentieren, Recherchieren, Zitieren, Bibliographieren). Für eine Bestätigung der regelmäßigen Teilnahme müssen mindestens 85% der wöchentlichen schriftlichen Arbeitsaufgaben eingereicht werden.

      Alle Seminarteilnehmenden übernehmen für jeweils ein Wochenthema die Rolle von Expert*innen und bereiten sich darauf mit eigenständiger Recherche und vertiefender Lektüre vor. Auf der Basis dieser Forschungsarbeit entwickeln die Expert*innen Mindmaps, die die Theorienkonzeptionen und Problemkomplexe der jeweiligen Sitzung visualisieren und im Online-Meeting diskutiert werden.

      Prüfungsleistung: wissenschaftliche Hausarbeit im Umfang von 10-15 Seiten nach dem Stylesheet des Kurses.

      Links zu den Online-Meetings und Materialien zur Vor- und Nachbereitung werden auf Blackboard zur Verfügung gestellt. Im Falle eines fehlenden Blackboard-Zuganges schreiben Sie bitte vorab eine Email an: alexander.schwan@fu-berlin.de  

  • Aufbaumodul Gegenwartstheater

    0051dB1.1
    • 17520 Proseminar
      Wessen Stimme? Repräsentationen des Sozialen im Theater (Lisa-Frederike Seidler)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

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      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Fragen der sozialen Repräsentation haben im Bereich der darstellenden Künste in den letzten Jahren an Komplexität gewonnen. Gesellschaftliche Formationen, die sich besonders durch Pluralismus und Diversität auszeichnen, fordern auch die Theater dazu auf, Gemeinschaftszugehörigkeiten zu reflektieren. Insbesondere Geschlecht, Klasse oder Herkunft sollen dazu hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Funktion befragt werden.

      Das Seminar widmet sich daher theoretischen Ansätzen zur Darstellung des Sozialen in den Künsten und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen der Institution Theater in der spätmodernen Demokratie. Im Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und stereotyper Stigmatisierung wird die Repräsentation des Sozialen im Theater sowohl auf inhaltlicher wie struktureller Ebene kritisch beleuchtet. Zentraler Bestandteil des Seminars ist die Sichtung von Aufführungsaufzeichnungen.

      Weitere Informationen zum Ablauf des Seminars als Online-Format und technische Hinweise zur Durchführung erhalten Sie per Email im Anschluss an die Zuteilung der Plätze in Campus Management.

    • 17521 Proseminar
      "Die Frau, die Reportage macht“ – Theaterautorinnen in der Weimarer Republik (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Sprechen wir heute vom Theater in der Weimarer Republik, dann geht es meist um berühmte Theatermacher wie Bertolt Brecht oder Erwin Piscator, Ernst Toller, Carl Zuckmayer oder Ödön von Horváth. Von Theaterautorinnen wie Anna Gmeyner, Ilse Langner, Marieluise Fleißer und Christa Winsloe ist weitaus seltener die Rede, obwohl sie in den Jahren zwischen 1918 und 1933 ebenfalls erfolgreich für Theaterbühnen schrieben. Ihre Stücke entwerfen häufig eine dezidiert weibliche, mitunter feministische Perspektive auf die sozialen und politischen Verhältnisse ihrer Zeit. Vor allem gegen Ende der Weimarer Republik dominierte dabei das an der Reportage orientierte Zeitstück, das – wie Erika Mann 1931 beobachtet – zur Ausdrucksform für einen neuen Typ Schriftstellerin geworden sei. Anhand exemplarischer Theaterstücke, zeitgeschichtlicher Rezeptionsdokumente sowie kontextualisierender Sekundärliteratur, die einen Bogen zwischen der Vorgeschichte und dem Ende der Weimarer Republik spannen, wollen wir diesem Befund im Verlauf des Seminars nachgehen. Neben inhaltlichen, thematischen und formalästhetischen Gestaltungsfragen der Stücke wird es auch darum gehen, ob und inwiefern sich im damaligen Diskurs um ein spezifisch weibliches dramatisches Schreiben ein veränderter Blick auf Autorschaft im Theater abzeichnet.

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar zunächst online stattfinden. Die Lektüretexte und alles weitere Material werden Ihnen digital zur Verfügung gestellt. Solange keine Präsenzveranstaltungen stattfinden können, soll die Auseinandersetzung mit den Theaterstücken und ihren Kontexten mittels kleinerer Analyse- und Schreibaufgaben erfolgen, die bereits die abschließende Prüfungsleistung des Seminars – entweder eine zehnseitige Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung – vorbereiten. Über angedachte digitale Austauschformate werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17522 Proseminar
      Queer-feministische Performancekunst der Gegenwart (Jenny Schrödl)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

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      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen und Politiken queer-feministischer Performances in der Gegenwartkunst. Nach einer begrifflichen und historischen Einführung ins Feld der (queer-)feministischen Kunst werden verschiedene Künstler*innen (wie Florentina Holzinger, Vanessa Stern, Antonia Baehr, Simone Dede Ayivi u.a.) und Künstler*innengruppen (wie She She Pop, swoosh lieu, hannsjana, Henrike Iglesias, chicks* u.a.) vorgestellt und einzelne einschlägige Inszenierungen untersucht. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche queer-feministischen Inhalte und Ziele werden in den Performances mit welchen ästhetischen Mitteln verhandelt? Inwieweit wird dabei Bezug genommen zur feministischen Kunst seit den 1960er Jahren? Welche sozialen und/oder politischen Funktionen gehen mit den queer-feministischen Performances einher? Was bedeutet die erneute Schwerpunktsetzung auf queer-feministische Themen in der Gegenwartskunst im gesamtgesellschaftlichen Kontext?

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar online angeboten, d.h. die Inhalte des Seminars werden ausschließlich digital übermittelt. Dabei werden Sie mit digitalisierten Texten, mit Video- und Audiodateien arbeiten und kleine Recherche-, Lektüre-, Schreib- und Inszenierungsanalyseaufgaben bekommen. Über das genaue Vorgehen werden Sie per Email zum Zeitpunkt der ersten Sitzung informiert (unter Vorbehalt: Mittwoch, 22.04., 12-14 Uhr). Da die Hauptkommunikation des Seminars über Email stattfinden wird, checken Sie bitte unbedingt Ihren ZEDAT-Email-Account regelmäßig!

    • 17523 Proseminar Abgesagt
      Mit Haut und Haar. Bühnenkörper sehen und (be)schreiben (Mariama Diagne)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17525 Proseminar Abgesagt
      Performativität als Grundkonzept der Theaterwissenschaft (Thore Walch)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      ENTFÄLLT --> ALTERNATIV: „Zusätzliches Lehrangebot“ LV 17598 „Digitale Schreibwerkstatt und Tauschbörse für Texte“

      Diese Lehrveranstaltung wird im WS 2020/21 nachgeholt. Im Sommersemester 2020 wird Thore Walch stattdessen als zusätzliches Lehrangebot eine „Digitale Schreibwerkstatt für Studierende und Tauschbörse für Texte“ anbieten. Eine Anmeldung in CampusManagement ist hierfür nicht erforderlich (Details siehe LV 17 598).

      Kommentar

      Performativität, verstanden als selbstreferentielle und wirklichkeitskonstituierende Handlung, ist als Grundkonzept theaterwissenschaftlicher Arbeit fest etabliert. Doch wie entwickelte sich aus den sprachphilosophischen Überlegungen J. L. Austins ein theaterwissenschaftliches Aufführungsmodell? Worin lagen/liegen die Vorteile eines solchen Modells? Und welche Transformationen hat der Begriff der Performativität in diesem Wandel durchgemacht?

      In diesem Seminar, das hauptsächlich als Lektüreseminar konzipiert ist, werden wir zunächst die Genese des Performativitäts-Begriffs bei Austin, Jacques Derrida und Judith Butler sowie seinen Eingang in die Theaterwissenschaft nachvollziehen. Dabei werden wir aber auch die Performances und Theateraufführungen in den Blick nehmen, die für die Entwicklung einer „Ästhetik des Performativen“ (Fischer-Lichte) maßgeblich waren. Schließlich werden wir das performative Aufführungsmodell aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und danach fragen, was es für die Aufführungsanalyse leisten kann – und auch kritisch auf Theaterformen schauen, bei denen dieses Modell eventuell nicht mehr greift.

    • 17526 Proseminar
      Why Music Matters for Movement – Interaktionen von Musik/Klang und Tanz/Bewegung in Theater und Performance (Stephanie Schroedter)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 26.06.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erheben sich immer mehr Stimmen gegen den Einsatz von Musik zum Tanz (und umgekehrt) – spätestens seit der künstlerischen Zusammenarbeit von John Cage und Merce Cunningham ist Musik keineswegs mehr eine selbstverständliche Ausgangsbasis für choreographische Arbeit. Und doch konnte sich ein „musikloser Tanz“ (Fritz Böhme) bislang nicht breitflächig durchsetzen, so dass sich die Frage stellt, warum Musik/Klänge und Geräusche in Theaterformen, in denen Bewegungsgestaltungen eine zentrale künstlerische Herausforderung darstellen,  doch von Bedeutung sein könnten?

      Von Pina Bausch wissen wir, dass sie nach ihrer letzten Auseinandersetzung mit einer Opernkomposition (Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, 1977) ihre künstlerischen Ideen zunächst ohne Musik entwickelte und anschließend ihre musikalischen Mitarbeiter (Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider) bat, eine „passende“ Musik für die erarbeiteten Tanzsequenzen zu finden. Die überaus heikle Aufgabe der Auswahl behielt sie jedoch sich selbst vor, wobei sie sich vor allem auf ihre Intuition, ein scheinbar untrügliches Gespür verließ: „Auch hier kann ich nicht sagen, woher ich weiß, wenn es stimmt. […] Aber unter den vielen, vielen Musiken, die sich für jede Produktion höre, gibt es für jede Szene immer eine, die wirklich passt.“ (zitiert nach: Gabriele Klein, Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzen, Bielefeld 2019, S. 146)

      In diesem Seminar wollen wir uns diesem vagen „Gespür“ aus verschiedenen Perspektiven nähern, indem wir Texte aus dem Bereich der Musikphilosophie (insb. Phänomenologie), der Musiktheorie (insb. Kognitionswissenschaft) sowie der musikchoreographischen Forschung (Analysemodelle) lesen und konkreten Beispielen aus Theater, Tanz und Performance gegenüberstellen. Dabei werden wir u.a. folgende Fragestellungen diskutieren: Warum bewegen wir uns (intuitiv) zu Musik? Welche unterschiedlichen Modelle der Interaktion von Musik/Klang und Tanz/Bewegung haben sich seit den künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts herausgebildet, die sich als Alternativen zu herkömmlichen Traditionen verstanden? Welche Bedeutung kann Musik für die Rezeption bzw. Perzeption (im Sinne von Wahrnehmung) von (Körper-)Bewegung/Tanz haben?

      Aufgrund jüngster Maßnahmen wird dieses Seminar nun ausschließlich online durchgeführt: Nach der Anmeldung – bitte zusätzlich auch direkt bei mir: schroedter@zedat.fu-berlin.de oder st.schroedter@t-online.de – werde ich die Lektüretexte digital zur Verfügung stellen. In Abstimmung mit allen Teilnehmer*innen finden in regelmäßigen Abständen (und evtl. in Kleingruppen unterteilt) online-Diskussionen statt. Sehr gute Vor- und Nachbereitungen dieser Diskussionen durch intensive Textlektüren sind unerlässlich.

    • 17535 Übung Abgesagt
      Spielweisen (Stefan Nolte)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die LV wird im WS 2020/21 nachgeholt!

    • 17536 Übung
      Geschlossene Theater: Online-Formate in Zeiten der Krise (Alexander Kohlmann)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Wie können geschlossene Theater Kontakt zu Ihrem Publikum halten? Wie können wir den für die Kultur so wichtigen gemeinsamen Diskurs fortsetzen, wenn wir uns nicht mehr versammeln dürfen? Das Seminar will gerade in Zeiten der Krise reflektieren, welche theatralen Formen online funktionieren und welche Formate Gemeinschaft stiften können. Dabei soll zunächst der teilweise sehr unterschiedliche Umgang der Institutionen mit der neuen Situation analysiert und aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive reflektiert werden, welche Unterschiede digitale Formate im direkten Vergleich zu einem unmittelbaren Bühnenerlebnis mit sich bringen.  

       

      Davon ausgehend sollen die Studierenden in Gruppen oder allein eigene theatrale und performative Online-Formate entwickeln und ausprobieren. Denkbar sind Web-Narrationen, Lesungen, musikalische Experimente, Hörspiele [...], die jeweils online dem Plenum zugänglich gemacht und gemeinsam diskutiert werden. Geplant sind momentan virtuelle Sitzungen in regelmäßigen Abständen, eine intensive Betreuung der einzelnen Projekte und nach Möglichkeit eine gemeinsame Abschlusssitzung zum Ende des Semesters.  

       

      Der Dozent ist seit der Spielzeit 2019/20 Schauspieldirektor und Leitender Dramaturg am Anhaltischen Theater in Dessau und wird neben der praktischen Arbeit auch eine individuelle Beratung zu Fragen der Berufswege im Theater geben. Das Seminar findet in jedem Fall statt (notfalls komplett virtuell) und bietet somit gleichzeitig die Möglichkeit, Credits zu erwerben und mit einer der größten globalen Krisen unserer Zeit kreativ umzugehen. 

    • 17537 Übung
      Theaterkritik (Georg Kasch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Was ist Theaterkritik? Wie verortet sie sich zwischen Journalismus, Aufführungsanalyse und künstlerischer Praxis? Welche anderen journalistischen Darstellungsformen gibt es? Die medienpraktische Übung zur Theaterkritik mit nachtkritik.de-Redakteur Georg Kasch will vor allem Praxis vermitteln. Mit Schreib- und stilistischen Übungen, mit Exkursen zu Formaten wie Interview, Reportage und Porträt. Geplant ist auch ein Blog, der das Performing Arts Festival Berlin 2020 (19. bis 24. Mai) begleiten soll – ob das Festival aber im Mai stattfinden kann, ist derzeit noch ungewiss.

      In den Online-Präsenzterminen werden wir Grundlagen der journalistischen Praxis diskutieren und einen Blick auf Theaterkritik in Geschichte und Gegenwart werfen. Außerdem besprechen wir erste Schreibergebnisse. Konkret stelle ich mir das so vor: Sie schreiben schon im Vorfeld eine erste Kritik. Alle TN* innen lesen sie im Vorfeld der Sitzung. Über eine Videochat-Plattform werden wir sie dann während der ersten Sitzungen gemeinsam auswerten. Für die Nachbereitung werde ich Ihnen Hintergrundinfos, eine aufgezeichnete Vorlesung zum Thema Geschichte und Bedeutung des Feuilletons und der Theaterkritik und Beispielkritiken zur Verfügung stellen. Zur Vorbereitung der weiteren Sitzungen wird es Beispiel-Interviews und -Porträts geben, die wir dann auswerten und mögliche Konsequenzen für eigene Texte ableiten.

      Zu Sitzung 3 (7. Mai) schreiben Sie eine Kritik (vermutliche über eine gestreamte Inszenierung), zu einem späteren Zeitpunkt ein Interview oder Porträt. Sollte das Performing Arts Festivals (PAF) Berlin 2020 stattfinden, ist es das Ziel, mit den gewonnenen Schreibkenntnissen beim PAF mehrere Veranstaltungen zu besuchen und in unterschiedlichen Beiträgen zeitnah zu reflektieren. Die Beiträge werden anschließend im begleitenden Blog des Festivals publiziert. Bitte planen Sie für die Festival-Woche entsprechend Zeit ein, auch wenn derzeit noch unklar ist, ob und in welcher Form das PAF 2020 stattfinden wird!

      Die Online-Präsenztermine sind ab 23.4. donnerstags 10-12 Uhr. Performing Arts Festival Berlin 2020: 19.-24. Mai, Abschlusssitzung: 25. Mai abends, in der ganzen Stadt.

  • Aufbaumodul Theatergeschichte

    0051dB1.2
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17521 Proseminar
      "Die Frau, die Reportage macht“ – Theaterautorinnen in der Weimarer Republik (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Sprechen wir heute vom Theater in der Weimarer Republik, dann geht es meist um berühmte Theatermacher wie Bertolt Brecht oder Erwin Piscator, Ernst Toller, Carl Zuckmayer oder Ödön von Horváth. Von Theaterautorinnen wie Anna Gmeyner, Ilse Langner, Marieluise Fleißer und Christa Winsloe ist weitaus seltener die Rede, obwohl sie in den Jahren zwischen 1918 und 1933 ebenfalls erfolgreich für Theaterbühnen schrieben. Ihre Stücke entwerfen häufig eine dezidiert weibliche, mitunter feministische Perspektive auf die sozialen und politischen Verhältnisse ihrer Zeit. Vor allem gegen Ende der Weimarer Republik dominierte dabei das an der Reportage orientierte Zeitstück, das – wie Erika Mann 1931 beobachtet – zur Ausdrucksform für einen neuen Typ Schriftstellerin geworden sei. Anhand exemplarischer Theaterstücke, zeitgeschichtlicher Rezeptionsdokumente sowie kontextualisierender Sekundärliteratur, die einen Bogen zwischen der Vorgeschichte und dem Ende der Weimarer Republik spannen, wollen wir diesem Befund im Verlauf des Seminars nachgehen. Neben inhaltlichen, thematischen und formalästhetischen Gestaltungsfragen der Stücke wird es auch darum gehen, ob und inwiefern sich im damaligen Diskurs um ein spezifisch weibliches dramatisches Schreiben ein veränderter Blick auf Autorschaft im Theater abzeichnet.

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar zunächst online stattfinden. Die Lektüretexte und alles weitere Material werden Ihnen digital zur Verfügung gestellt. Solange keine Präsenzveranstaltungen stattfinden können, soll die Auseinandersetzung mit den Theaterstücken und ihren Kontexten mittels kleinerer Analyse- und Schreibaufgaben erfolgen, die bereits die abschließende Prüfungsleistung des Seminars – entweder eine zehnseitige Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung – vorbereiten. Über angedachte digitale Austauschformate werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17522 Proseminar
      Queer-feministische Performancekunst der Gegenwart (Jenny Schrödl)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen und Politiken queer-feministischer Performances in der Gegenwartkunst. Nach einer begrifflichen und historischen Einführung ins Feld der (queer-)feministischen Kunst werden verschiedene Künstler*innen (wie Florentina Holzinger, Vanessa Stern, Antonia Baehr, Simone Dede Ayivi u.a.) und Künstler*innengruppen (wie She She Pop, swoosh lieu, hannsjana, Henrike Iglesias, chicks* u.a.) vorgestellt und einzelne einschlägige Inszenierungen untersucht. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche queer-feministischen Inhalte und Ziele werden in den Performances mit welchen ästhetischen Mitteln verhandelt? Inwieweit wird dabei Bezug genommen zur feministischen Kunst seit den 1960er Jahren? Welche sozialen und/oder politischen Funktionen gehen mit den queer-feministischen Performances einher? Was bedeutet die erneute Schwerpunktsetzung auf queer-feministische Themen in der Gegenwartskunst im gesamtgesellschaftlichen Kontext?

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar online angeboten, d.h. die Inhalte des Seminars werden ausschließlich digital übermittelt. Dabei werden Sie mit digitalisierten Texten, mit Video- und Audiodateien arbeiten und kleine Recherche-, Lektüre-, Schreib- und Inszenierungsanalyseaufgaben bekommen. Über das genaue Vorgehen werden Sie per Email zum Zeitpunkt der ersten Sitzung informiert (unter Vorbehalt: Mittwoch, 22.04., 12-14 Uhr). Da die Hauptkommunikation des Seminars über Email stattfinden wird, checken Sie bitte unbedingt Ihren ZEDAT-Email-Account regelmäßig!

    • 17523 Proseminar Abgesagt
      Mit Haut und Haar. Bühnenkörper sehen und (be)schreiben (Mariama Diagne)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17526 Proseminar
      Why Music Matters for Movement – Interaktionen von Musik/Klang und Tanz/Bewegung in Theater und Performance (Stephanie Schroedter)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 26.06.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erheben sich immer mehr Stimmen gegen den Einsatz von Musik zum Tanz (und umgekehrt) – spätestens seit der künstlerischen Zusammenarbeit von John Cage und Merce Cunningham ist Musik keineswegs mehr eine selbstverständliche Ausgangsbasis für choreographische Arbeit. Und doch konnte sich ein „musikloser Tanz“ (Fritz Böhme) bislang nicht breitflächig durchsetzen, so dass sich die Frage stellt, warum Musik/Klänge und Geräusche in Theaterformen, in denen Bewegungsgestaltungen eine zentrale künstlerische Herausforderung darstellen,  doch von Bedeutung sein könnten?

      Von Pina Bausch wissen wir, dass sie nach ihrer letzten Auseinandersetzung mit einer Opernkomposition (Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, 1977) ihre künstlerischen Ideen zunächst ohne Musik entwickelte und anschließend ihre musikalischen Mitarbeiter (Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider) bat, eine „passende“ Musik für die erarbeiteten Tanzsequenzen zu finden. Die überaus heikle Aufgabe der Auswahl behielt sie jedoch sich selbst vor, wobei sie sich vor allem auf ihre Intuition, ein scheinbar untrügliches Gespür verließ: „Auch hier kann ich nicht sagen, woher ich weiß, wenn es stimmt. […] Aber unter den vielen, vielen Musiken, die sich für jede Produktion höre, gibt es für jede Szene immer eine, die wirklich passt.“ (zitiert nach: Gabriele Klein, Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzen, Bielefeld 2019, S. 146)

      In diesem Seminar wollen wir uns diesem vagen „Gespür“ aus verschiedenen Perspektiven nähern, indem wir Texte aus dem Bereich der Musikphilosophie (insb. Phänomenologie), der Musiktheorie (insb. Kognitionswissenschaft) sowie der musikchoreographischen Forschung (Analysemodelle) lesen und konkreten Beispielen aus Theater, Tanz und Performance gegenüberstellen. Dabei werden wir u.a. folgende Fragestellungen diskutieren: Warum bewegen wir uns (intuitiv) zu Musik? Welche unterschiedlichen Modelle der Interaktion von Musik/Klang und Tanz/Bewegung haben sich seit den künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts herausgebildet, die sich als Alternativen zu herkömmlichen Traditionen verstanden? Welche Bedeutung kann Musik für die Rezeption bzw. Perzeption (im Sinne von Wahrnehmung) von (Körper-)Bewegung/Tanz haben?

      Aufgrund jüngster Maßnahmen wird dieses Seminar nun ausschließlich online durchgeführt: Nach der Anmeldung – bitte zusätzlich auch direkt bei mir: schroedter@zedat.fu-berlin.de oder st.schroedter@t-online.de – werde ich die Lektüretexte digital zur Verfügung stellen. In Abstimmung mit allen Teilnehmer*innen finden in regelmäßigen Abständen (und evtl. in Kleingruppen unterteilt) online-Diskussionen statt. Sehr gute Vor- und Nachbereitungen dieser Diskussionen durch intensive Textlektüren sind unerlässlich.

  • Aufbaumodul Theorie und Ästhetik

    0051dB1.3
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17520 Proseminar
      Wessen Stimme? Repräsentationen des Sozialen im Theater (Lisa-Frederike Seidler)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Fragen der sozialen Repräsentation haben im Bereich der darstellenden Künste in den letzten Jahren an Komplexität gewonnen. Gesellschaftliche Formationen, die sich besonders durch Pluralismus und Diversität auszeichnen, fordern auch die Theater dazu auf, Gemeinschaftszugehörigkeiten zu reflektieren. Insbesondere Geschlecht, Klasse oder Herkunft sollen dazu hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Funktion befragt werden.

      Das Seminar widmet sich daher theoretischen Ansätzen zur Darstellung des Sozialen in den Künsten und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen der Institution Theater in der spätmodernen Demokratie. Im Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und stereotyper Stigmatisierung wird die Repräsentation des Sozialen im Theater sowohl auf inhaltlicher wie struktureller Ebene kritisch beleuchtet. Zentraler Bestandteil des Seminars ist die Sichtung von Aufführungsaufzeichnungen.

      Weitere Informationen zum Ablauf des Seminars als Online-Format und technische Hinweise zur Durchführung erhalten Sie per Email im Anschluss an die Zuteilung der Plätze in Campus Management.

    • 17522 Proseminar
      Queer-feministische Performancekunst der Gegenwart (Jenny Schrödl)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar widmet sich den vielfältigen Erscheinungsformen und Politiken queer-feministischer Performances in der Gegenwartkunst. Nach einer begrifflichen und historischen Einführung ins Feld der (queer-)feministischen Kunst werden verschiedene Künstler*innen (wie Florentina Holzinger, Vanessa Stern, Antonia Baehr, Simone Dede Ayivi u.a.) und Künstler*innengruppen (wie She She Pop, swoosh lieu, hannsjana, Henrike Iglesias, chicks* u.a.) vorgestellt und einzelne einschlägige Inszenierungen untersucht. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche queer-feministischen Inhalte und Ziele werden in den Performances mit welchen ästhetischen Mitteln verhandelt? Inwieweit wird dabei Bezug genommen zur feministischen Kunst seit den 1960er Jahren? Welche sozialen und/oder politischen Funktionen gehen mit den queer-feministischen Performances einher? Was bedeutet die erneute Schwerpunktsetzung auf queer-feministische Themen in der Gegenwartskunst im gesamtgesellschaftlichen Kontext?

      Aus gegebenem Anlass wird das Seminar online angeboten, d.h. die Inhalte des Seminars werden ausschließlich digital übermittelt. Dabei werden Sie mit digitalisierten Texten, mit Video- und Audiodateien arbeiten und kleine Recherche-, Lektüre-, Schreib- und Inszenierungsanalyseaufgaben bekommen. Über das genaue Vorgehen werden Sie per Email zum Zeitpunkt der ersten Sitzung informiert (unter Vorbehalt: Mittwoch, 22.04., 12-14 Uhr). Da die Hauptkommunikation des Seminars über Email stattfinden wird, checken Sie bitte unbedingt Ihren ZEDAT-Email-Account regelmäßig!

    • 17523 Proseminar Abgesagt
      Mit Haut und Haar. Bühnenkörper sehen und (be)schreiben (Mariama Diagne)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17524 Proseminar
      Ob?scene. Zur Präsenz der Absenz in Theater, Tanz und Performance heute (Krassimira Krouchkova)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 24.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Einführende Text-Lektüre mit Videos-Sichtung (online-Mediathek vom Tanzquartier Wien) zum Thema des Seminars: via Blackboard.

      Aufgabenstellungen: Zusammenfassungen von Texten, kurze Aufführungsanalysen, Dokumentation selbständiger Online-Recherche, Beteiligung an online-Diskussionsforen usw. Diskussion in Arbeitsgruppen sowie Austausch unter den Studierenden online (Emails, Zoom-Meetings, Chat-Formate).

      Prüfungsleistung: Kurze Hausarbeit nach dem Stylesheet des Kurses auf der Basis der Seminarliteratur (Blackboard) und der online-Quellen der FU

    • 17525 Proseminar Abgesagt
      Performativität als Grundkonzept der Theaterwissenschaft (Thore Walch)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      ENTFÄLLT --> ALTERNATIV: „Zusätzliches Lehrangebot“ LV 17598 „Digitale Schreibwerkstatt und Tauschbörse für Texte“

      Diese Lehrveranstaltung wird im WS 2020/21 nachgeholt. Im Sommersemester 2020 wird Thore Walch stattdessen als zusätzliches Lehrangebot eine „Digitale Schreibwerkstatt für Studierende und Tauschbörse für Texte“ anbieten. Eine Anmeldung in CampusManagement ist hierfür nicht erforderlich (Details siehe LV 17 598).

      Kommentar

      Performativität, verstanden als selbstreferentielle und wirklichkeitskonstituierende Handlung, ist als Grundkonzept theaterwissenschaftlicher Arbeit fest etabliert. Doch wie entwickelte sich aus den sprachphilosophischen Überlegungen J. L. Austins ein theaterwissenschaftliches Aufführungsmodell? Worin lagen/liegen die Vorteile eines solchen Modells? Und welche Transformationen hat der Begriff der Performativität in diesem Wandel durchgemacht?

      In diesem Seminar, das hauptsächlich als Lektüreseminar konzipiert ist, werden wir zunächst die Genese des Performativitäts-Begriffs bei Austin, Jacques Derrida und Judith Butler sowie seinen Eingang in die Theaterwissenschaft nachvollziehen. Dabei werden wir aber auch die Performances und Theateraufführungen in den Blick nehmen, die für die Entwicklung einer „Ästhetik des Performativen“ (Fischer-Lichte) maßgeblich waren. Schließlich werden wir das performative Aufführungsmodell aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und danach fragen, was es für die Aufführungsanalyse leisten kann – und auch kritisch auf Theaterformen schauen, bei denen dieses Modell eventuell nicht mehr greift.

    • 17526 Proseminar
      Why Music Matters for Movement – Interaktionen von Musik/Klang und Tanz/Bewegung in Theater und Performance (Stephanie Schroedter)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 26.06.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Seit den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts erheben sich immer mehr Stimmen gegen den Einsatz von Musik zum Tanz (und umgekehrt) – spätestens seit der künstlerischen Zusammenarbeit von John Cage und Merce Cunningham ist Musik keineswegs mehr eine selbstverständliche Ausgangsbasis für choreographische Arbeit. Und doch konnte sich ein „musikloser Tanz“ (Fritz Böhme) bislang nicht breitflächig durchsetzen, so dass sich die Frage stellt, warum Musik/Klänge und Geräusche in Theaterformen, in denen Bewegungsgestaltungen eine zentrale künstlerische Herausforderung darstellen,  doch von Bedeutung sein könnten?

      Von Pina Bausch wissen wir, dass sie nach ihrer letzten Auseinandersetzung mit einer Opernkomposition (Blaubart – Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“, 1977) ihre künstlerischen Ideen zunächst ohne Musik entwickelte und anschließend ihre musikalischen Mitarbeiter (Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider) bat, eine „passende“ Musik für die erarbeiteten Tanzsequenzen zu finden. Die überaus heikle Aufgabe der Auswahl behielt sie jedoch sich selbst vor, wobei sie sich vor allem auf ihre Intuition, ein scheinbar untrügliches Gespür verließ: „Auch hier kann ich nicht sagen, woher ich weiß, wenn es stimmt. […] Aber unter den vielen, vielen Musiken, die sich für jede Produktion höre, gibt es für jede Szene immer eine, die wirklich passt.“ (zitiert nach: Gabriele Klein, Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzen, Bielefeld 2019, S. 146)

      In diesem Seminar wollen wir uns diesem vagen „Gespür“ aus verschiedenen Perspektiven nähern, indem wir Texte aus dem Bereich der Musikphilosophie (insb. Phänomenologie), der Musiktheorie (insb. Kognitionswissenschaft) sowie der musikchoreographischen Forschung (Analysemodelle) lesen und konkreten Beispielen aus Theater, Tanz und Performance gegenüberstellen. Dabei werden wir u.a. folgende Fragestellungen diskutieren: Warum bewegen wir uns (intuitiv) zu Musik? Welche unterschiedlichen Modelle der Interaktion von Musik/Klang und Tanz/Bewegung haben sich seit den künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts herausgebildet, die sich als Alternativen zu herkömmlichen Traditionen verstanden? Welche Bedeutung kann Musik für die Rezeption bzw. Perzeption (im Sinne von Wahrnehmung) von (Körper-)Bewegung/Tanz haben?

      Aufgrund jüngster Maßnahmen wird dieses Seminar nun ausschließlich online durchgeführt: Nach der Anmeldung – bitte zusätzlich auch direkt bei mir: schroedter@zedat.fu-berlin.de oder st.schroedter@t-online.de – werde ich die Lektüretexte digital zur Verfügung stellen. In Abstimmung mit allen Teilnehmer*innen finden in regelmäßigen Abständen (und evtl. in Kleingruppen unterteilt) online-Diskussionen statt. Sehr gute Vor- und Nachbereitungen dieser Diskussionen durch intensive Textlektüren sind unerlässlich.

  • Vertiefungsmodul Gegenwartstheater

    0051dC1.1
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17541 Hauptseminar
      Theater als philosophische Denkfigur (Adam Czirak)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar möchte einen Einblick in philosophische Texte geben, die sich einer Theatermetaphorik bedienen und Aspekte der Theatralität als Denk- und Reflexionsfiguren etablieren. Weniger die Frage nach der Philosophie des Theaters – im Sinne einer Ästhetik des Theaters – steht somit im Vordergrund unserer Auseinandersetzungen, sondern das Argument, dass theatrale Konstellationen nicht nur in allgemeinen Registern des Wissens – in Anthropologie, Sprachphilosophie, Ethik, im dialektischen Materialismus oder in der Genderforschung – wiederkehren, sondern komplexe theoretische und gesellschaftliche Problemstellungen zu erhellen vermögen. Welche Aspekte des Theaters versetzen das Denken von Philosoph_innen in der abendländischen Wissensgeschichte in Bewegung? Welche Zusammenhänge des Sozialen können durch die Theatermetapher veranschaulicht werden? Wie gestalten sich die Verhältnisse zwischen Theater und Theorie, die die gleiche etymologische Wurzel (gr. theoria) haben, in der Geschichte der Kunst und der Philosophie? Und kann Theater auch im Text der Theorie gespielt werden?

      Obligatorische Arbeitsleistungen: aktive Mitarbeit

      Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit (ca. 20 Seiten)

      Wichtiger Hinweis: In Anbetracht der aktuellen Situation wird das Seminar online angeboten. Aufgrund des Ausfalls von Präsenzsitzungen werden die Inhalte des Seminars auf digitalem Weg vermittelt und es werden alternative Plattforme für Austausch und Betreuung genutzt. Über das weitere Vorgehen werden Sie nach der Anmeldung für das Seminar im Campus Management per Email informiert. Bitte rufen Sie aus diesem Grund regelmäßig Ihre Zedat-Emails ab.

    • 17542 Hauptseminar
      Menschliche und nichtmenschliche Körper in der zeitgenössischen Choreographie (Krassimira Krouchkova)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Menschliche und nichtmenschliche Körper in der zeitgenössischen Choreographie; Theatergeschichte, Theorie und Ästhetik

      Online-Unterricht mit Text-Einführungen (Blackboard) und mehreren Videobeispielen (online verfügbar) zu den spezifischen Themenfeldern des Seminars. Gemeinsame Diskussionen via Email oder Zoom (falls einfacher für die Studierenden) zu den konkreten Arbeitsaufgaben (eigenständige Lektüre, Sichtung von Beispielvideos, Zusammenfassungen von Texten).

      Prüfungsleistung: Verfassen eines tanz- bzw. performanceanalytischen Kurztextes (Format: Kritik, Essay).

    • 17543 Hauptseminar Abgesagt
      Politik und Theater in der Frühen Neuzeit (Thomas Rahn)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17544 Hauptseminar
      Theorie und Aktualität des Boten(-berichts) im Theater (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Ob die Medialität von Theateraufführungen in der unmittelbaren Begegnung zwischen Handelnden und Zuschauenden liegt, ist in den letzten Jahren von theaterwissenschaftlicher Seite verstärkt in Frage gestellt worden. Stattdessen rücken Konzepte wie ,Postspektakuläres Theater‘ (Eiermann 2009), ,Intermediale Szenographien‘ (Wiens 2014) oder ,Theater der Spur‘ (Zimmermann 2017) die Mittelbarkeit von Aufführungsereignissen und damit die Darstellungsbedingungen und Vermittlungsweisen von Theater in den Blick.

      Dieses Seminar nähert sich der aktuellen Diskussion um die Medialität von Theater ausgehend von dem antiken Theatermittel des Boten, dessen Auftritt von einem fernen, jenseits der Bühne gelegenen Geschehen kündet und temporär Distanzen zwischen Hier und Dort, Gegenwart und Vergangenheit überbrückt. Neben theaterhistorischen Verwendungsweisen des Botenberichts in Tragödie und klassischem Drama soll es vor allem darum gehen, die Aktualität des Botenberichts im Gegenwartstheater unter medientheoretischen und darstellungsethischen sowie -politischen Aspekten zu diskutieren. So lässt sich der Botenbericht neben der Verschränkung der Theaterbühne mit anderen medialen Räumen oder der Einbindung digitaler Medien in Aufführungsformate ebenso auf Streitfragen um die Repräsentationsweisen des Sozialen im Theater beziehen – handelt es sich bei Botenauftritten doch klassischerweise um sozial marginale Figuren wie Hirten, Ammen, oder Diener.

      Solche und weitere Dimensionen des Botenberichts sollen an theoretischen Texten, nach Möglichkeit aber auch an konkreten Aufführungsbeispielen aufgesucht werden. Allerdings wird das Seminar aus gegebenem Anlass zunächst auf die unmittelbare Kommunikationssituation verzichten und über die Ferne, sprich: im digitalen Raum stattfinden. Die zu lesenden Texte werden Ihnen online und thematisch gebündelt zur Verfügung gestellt, begleitet von Lektürehinweisen sowie kleineren Lektüreaufgaben. Über angedachte digitale Austauschformate sowie über den konkreten Ablauf des Kurses werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

  • Vertiefungsmodul Theatergeschichte

    0051dC2.1
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17540 Hauptseminar Abgesagt
      Von einem 'intelligenten Vorleser' zu einem 'Über-Schauspieler'. Schauspielkonzepte im Russland des frühen 20. Jahrhunderts (Swetlana Lukanitschewa)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Bereits in der frühen Phase der Arbeit Stanislavskijs an der Entwicklung seiner Schauspielmethodik, d. h. in der zweiten Hälfte der 1910er Jahre, stieß „die Kunst des Erlebens“, die in den Inszenierungen des Moskauer Künstlertheaters bis zur Perfektion getrieben zu sein schien, auf heftige Kritik in den russischen Literatur- und Theaterkreisen. Der erste Theaterpraktiker, der sich in die Polemik gegen Stanislavskij einschaltete, war der ehemalige Schauspieler des Stanislavskij-Ensembles Vsevolod Meyerhold. Unter den Forderungen, die Meyerhold an das „Theater der Zukunft“ gestellt hatte, war die Abschaffung der sogenannten „vierten Wand“, die im Künstlertheater die Bühne und den Zuschauerraum trennen sollte, sowie die Absage an das Text-Modell, das dem atmosphärisch-realistischen Theater zugrunde lag, zugunsten des Performance-Modells. Auch die „lebensechte“ Körpersprache der Darsteller sollte in Anlehnung an die Kunst der Pantomime durch rhythmische Bewegungen und Gesten von großer optischer Wirkung ersetzt werden. Wenige Jahre nach Meyerhold, in der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts, stießen zwei weitere Theatermacher zum Lager der Opponenten Stanislavskijs ? Aleksandr Tairov und Evgenij Vachtangov.

      Der Gegenstand des Seminars sind die schauspieltheoretischen und theaterästhetischen Entwürfe von Stanislavskij, Meyerhold, Tairov und Vachtangov, die anhand ausgewählter Schriften dieser wichtigen Impulsgeber des europäischen Regietheaters des 20. Jahrhunderts diskutiert werden.

    • 17541 Hauptseminar
      Theater als philosophische Denkfigur (Adam Czirak)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar möchte einen Einblick in philosophische Texte geben, die sich einer Theatermetaphorik bedienen und Aspekte der Theatralität als Denk- und Reflexionsfiguren etablieren. Weniger die Frage nach der Philosophie des Theaters – im Sinne einer Ästhetik des Theaters – steht somit im Vordergrund unserer Auseinandersetzungen, sondern das Argument, dass theatrale Konstellationen nicht nur in allgemeinen Registern des Wissens – in Anthropologie, Sprachphilosophie, Ethik, im dialektischen Materialismus oder in der Genderforschung – wiederkehren, sondern komplexe theoretische und gesellschaftliche Problemstellungen zu erhellen vermögen. Welche Aspekte des Theaters versetzen das Denken von Philosoph_innen in der abendländischen Wissensgeschichte in Bewegung? Welche Zusammenhänge des Sozialen können durch die Theatermetapher veranschaulicht werden? Wie gestalten sich die Verhältnisse zwischen Theater und Theorie, die die gleiche etymologische Wurzel (gr. theoria) haben, in der Geschichte der Kunst und der Philosophie? Und kann Theater auch im Text der Theorie gespielt werden?

      Obligatorische Arbeitsleistungen: aktive Mitarbeit

      Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit (ca. 20 Seiten)

      Wichtiger Hinweis: In Anbetracht der aktuellen Situation wird das Seminar online angeboten. Aufgrund des Ausfalls von Präsenzsitzungen werden die Inhalte des Seminars auf digitalem Weg vermittelt und es werden alternative Plattforme für Austausch und Betreuung genutzt. Über das weitere Vorgehen werden Sie nach der Anmeldung für das Seminar im Campus Management per Email informiert. Bitte rufen Sie aus diesem Grund regelmäßig Ihre Zedat-Emails ab.

    • 17543 Hauptseminar Abgesagt
      Politik und Theater in der Frühen Neuzeit (Thomas Rahn)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17544 Hauptseminar
      Theorie und Aktualität des Boten(-berichts) im Theater (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Ob die Medialität von Theateraufführungen in der unmittelbaren Begegnung zwischen Handelnden und Zuschauenden liegt, ist in den letzten Jahren von theaterwissenschaftlicher Seite verstärkt in Frage gestellt worden. Stattdessen rücken Konzepte wie ,Postspektakuläres Theater‘ (Eiermann 2009), ,Intermediale Szenographien‘ (Wiens 2014) oder ,Theater der Spur‘ (Zimmermann 2017) die Mittelbarkeit von Aufführungsereignissen und damit die Darstellungsbedingungen und Vermittlungsweisen von Theater in den Blick.

      Dieses Seminar nähert sich der aktuellen Diskussion um die Medialität von Theater ausgehend von dem antiken Theatermittel des Boten, dessen Auftritt von einem fernen, jenseits der Bühne gelegenen Geschehen kündet und temporär Distanzen zwischen Hier und Dort, Gegenwart und Vergangenheit überbrückt. Neben theaterhistorischen Verwendungsweisen des Botenberichts in Tragödie und klassischem Drama soll es vor allem darum gehen, die Aktualität des Botenberichts im Gegenwartstheater unter medientheoretischen und darstellungsethischen sowie -politischen Aspekten zu diskutieren. So lässt sich der Botenbericht neben der Verschränkung der Theaterbühne mit anderen medialen Räumen oder der Einbindung digitaler Medien in Aufführungsformate ebenso auf Streitfragen um die Repräsentationsweisen des Sozialen im Theater beziehen – handelt es sich bei Botenauftritten doch klassischerweise um sozial marginale Figuren wie Hirten, Ammen, oder Diener.

      Solche und weitere Dimensionen des Botenberichts sollen an theoretischen Texten, nach Möglichkeit aber auch an konkreten Aufführungsbeispielen aufgesucht werden. Allerdings wird das Seminar aus gegebenem Anlass zunächst auf die unmittelbare Kommunikationssituation verzichten und über die Ferne, sprich: im digitalen Raum stattfinden. Die zu lesenden Texte werden Ihnen online und thematisch gebündelt zur Verfügung gestellt, begleitet von Lektürehinweisen sowie kleineren Lektüreaufgaben. Über angedachte digitale Austauschformate sowie über den konkreten Ablauf des Kurses werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17545 Hauptseminar
      OLYMPISCHE SPIELE - Geschichte eines Körper-Spektakels (Erhard Ertel)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      „Olympia ist das größte sinnliche Theater der Moderne.

      Nur eine Fußballweltmeisterschaft erreicht noch gleichen Rang an Kolossalem.“

      (Gerhard Zwerenz, 1972)

       

      Die Olympischen Spiele von Tokio werden 2020 nicht stattfinden, gleiches gilt für die Fußballeuropameisterschaft. Vor allem Olympia aber bedeutet in unserer heutigen globalen Kultur zweierlei: ein reales Sportereignis und eine zivilisatorische Idee.

      Ob im Altertum oder der Neuzeit - die Olympischen Spiele waren und sind eines der markantesten theatralen Phänomene der Menschheitsgeschichte. Ihre gesellschaftliche Brisanz und Akzeptanz, ihre sportliche und ästhetische Faszination basiert dabei vor allem auf der urtheatralischen Fähigkeit, Welt- und Menschenbilder in einer sinnlich-materiellen Form zu produzieren, die universell verständlich ist - dem sich bewegenden Menschen. Die Spiele wurden und werden so zu Körper-Spektakeln, in denen sich das Wesen des Menschen wie der Geist einer Gesellschaft unverkennbar manifestieren. Die jeweils historisch-konkreten Ausformungen dieser Manifestationen, ihre politischen Aufladungen, ihre medialen und kommerziellen Verwerfungen etc. sollen neben der Erörterung von Grundzügen der Entwicklungsgeschichte der olympischen Bewegung an ausgewählten Spielen diskutiert werden.

      Die Untersuchungen sollen dabei aber auch immer mit einer parallelen Diskussion verknüpft werden, die der Frage nachgeht, inwieweit der Sport nicht nur theatrale Elemente aufweist, sondern selbst als Theater zu verstehen ist. Die Dimensionen eines modernen Theater/Theatralitäts/Performativitäts – Begriffes sollen dabei auch durch einen Blick auf  sportphilosophische Positionen angereichert werden und damit die Frage nach einer Erweiterung des Gegenstandes der Theaterwissenschaft provozieren.

       

       

      Bei Fragen oder Problemen melden Sie sich bitte unter folgender Adresse: ertel_olympia@web.de

        

  • Vertiefungsmodul Theorie und Ästhetik

    0051dC3.1
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17540 Hauptseminar Abgesagt
      Von einem 'intelligenten Vorleser' zu einem 'Über-Schauspieler'. Schauspielkonzepte im Russland des frühen 20. Jahrhunderts (Swetlana Lukanitschewa)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Bereits in der frühen Phase der Arbeit Stanislavskijs an der Entwicklung seiner Schauspielmethodik, d. h. in der zweiten Hälfte der 1910er Jahre, stieß „die Kunst des Erlebens“, die in den Inszenierungen des Moskauer Künstlertheaters bis zur Perfektion getrieben zu sein schien, auf heftige Kritik in den russischen Literatur- und Theaterkreisen. Der erste Theaterpraktiker, der sich in die Polemik gegen Stanislavskij einschaltete, war der ehemalige Schauspieler des Stanislavskij-Ensembles Vsevolod Meyerhold. Unter den Forderungen, die Meyerhold an das „Theater der Zukunft“ gestellt hatte, war die Abschaffung der sogenannten „vierten Wand“, die im Künstlertheater die Bühne und den Zuschauerraum trennen sollte, sowie die Absage an das Text-Modell, das dem atmosphärisch-realistischen Theater zugrunde lag, zugunsten des Performance-Modells. Auch die „lebensechte“ Körpersprache der Darsteller sollte in Anlehnung an die Kunst der Pantomime durch rhythmische Bewegungen und Gesten von großer optischer Wirkung ersetzt werden. Wenige Jahre nach Meyerhold, in der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts, stießen zwei weitere Theatermacher zum Lager der Opponenten Stanislavskijs ? Aleksandr Tairov und Evgenij Vachtangov.

      Der Gegenstand des Seminars sind die schauspieltheoretischen und theaterästhetischen Entwürfe von Stanislavskij, Meyerhold, Tairov und Vachtangov, die anhand ausgewählter Schriften dieser wichtigen Impulsgeber des europäischen Regietheaters des 20. Jahrhunderts diskutiert werden.

    • 17541 Hauptseminar
      Theater als philosophische Denkfigur (Adam Czirak)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar möchte einen Einblick in philosophische Texte geben, die sich einer Theatermetaphorik bedienen und Aspekte der Theatralität als Denk- und Reflexionsfiguren etablieren. Weniger die Frage nach der Philosophie des Theaters – im Sinne einer Ästhetik des Theaters – steht somit im Vordergrund unserer Auseinandersetzungen, sondern das Argument, dass theatrale Konstellationen nicht nur in allgemeinen Registern des Wissens – in Anthropologie, Sprachphilosophie, Ethik, im dialektischen Materialismus oder in der Genderforschung – wiederkehren, sondern komplexe theoretische und gesellschaftliche Problemstellungen zu erhellen vermögen. Welche Aspekte des Theaters versetzen das Denken von Philosoph_innen in der abendländischen Wissensgeschichte in Bewegung? Welche Zusammenhänge des Sozialen können durch die Theatermetapher veranschaulicht werden? Wie gestalten sich die Verhältnisse zwischen Theater und Theorie, die die gleiche etymologische Wurzel (gr. theoria) haben, in der Geschichte der Kunst und der Philosophie? Und kann Theater auch im Text der Theorie gespielt werden?

      Obligatorische Arbeitsleistungen: aktive Mitarbeit

      Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit (ca. 20 Seiten)

      Wichtiger Hinweis: In Anbetracht der aktuellen Situation wird das Seminar online angeboten. Aufgrund des Ausfalls von Präsenzsitzungen werden die Inhalte des Seminars auf digitalem Weg vermittelt und es werden alternative Plattforme für Austausch und Betreuung genutzt. Über das weitere Vorgehen werden Sie nach der Anmeldung für das Seminar im Campus Management per Email informiert. Bitte rufen Sie aus diesem Grund regelmäßig Ihre Zedat-Emails ab.

    • 17542 Hauptseminar
      Menschliche und nichtmenschliche Körper in der zeitgenössischen Choreographie (Krassimira Krouchkova)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 22.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Menschliche und nichtmenschliche Körper in der zeitgenössischen Choreographie; Theatergeschichte, Theorie und Ästhetik

      Online-Unterricht mit Text-Einführungen (Blackboard) und mehreren Videobeispielen (online verfügbar) zu den spezifischen Themenfeldern des Seminars. Gemeinsame Diskussionen via Email oder Zoom (falls einfacher für die Studierenden) zu den konkreten Arbeitsaufgaben (eigenständige Lektüre, Sichtung von Beispielvideos, Zusammenfassungen von Texten).

      Prüfungsleistung: Verfassen eines tanz- bzw. performanceanalytischen Kurztextes (Format: Kritik, Essay).

    • 17543 Hauptseminar Abgesagt
      Politik und Theater in der Frühen Neuzeit (Thomas Rahn)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe
    • 17544 Hauptseminar
      Theorie und Aktualität des Boten(-berichts) im Theater (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Ob die Medialität von Theateraufführungen in der unmittelbaren Begegnung zwischen Handelnden und Zuschauenden liegt, ist in den letzten Jahren von theaterwissenschaftlicher Seite verstärkt in Frage gestellt worden. Stattdessen rücken Konzepte wie ,Postspektakuläres Theater‘ (Eiermann 2009), ,Intermediale Szenographien‘ (Wiens 2014) oder ,Theater der Spur‘ (Zimmermann 2017) die Mittelbarkeit von Aufführungsereignissen und damit die Darstellungsbedingungen und Vermittlungsweisen von Theater in den Blick.

      Dieses Seminar nähert sich der aktuellen Diskussion um die Medialität von Theater ausgehend von dem antiken Theatermittel des Boten, dessen Auftritt von einem fernen, jenseits der Bühne gelegenen Geschehen kündet und temporär Distanzen zwischen Hier und Dort, Gegenwart und Vergangenheit überbrückt. Neben theaterhistorischen Verwendungsweisen des Botenberichts in Tragödie und klassischem Drama soll es vor allem darum gehen, die Aktualität des Botenberichts im Gegenwartstheater unter medientheoretischen und darstellungsethischen sowie -politischen Aspekten zu diskutieren. So lässt sich der Botenbericht neben der Verschränkung der Theaterbühne mit anderen medialen Räumen oder der Einbindung digitaler Medien in Aufführungsformate ebenso auf Streitfragen um die Repräsentationsweisen des Sozialen im Theater beziehen – handelt es sich bei Botenauftritten doch klassischerweise um sozial marginale Figuren wie Hirten, Ammen, oder Diener.

      Solche und weitere Dimensionen des Botenberichts sollen an theoretischen Texten, nach Möglichkeit aber auch an konkreten Aufführungsbeispielen aufgesucht werden. Allerdings wird das Seminar aus gegebenem Anlass zunächst auf die unmittelbare Kommunikationssituation verzichten und über die Ferne, sprich: im digitalen Raum stattfinden. Die zu lesenden Texte werden Ihnen online und thematisch gebündelt zur Verfügung gestellt, begleitet von Lektürehinweisen sowie kleineren Lektüreaufgaben. Über angedachte digitale Austauschformate sowie über den konkreten Ablauf des Kurses werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17545 Hauptseminar
      OLYMPISCHE SPIELE - Geschichte eines Körper-Spektakels (Erhard Ertel)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      „Olympia ist das größte sinnliche Theater der Moderne.

      Nur eine Fußballweltmeisterschaft erreicht noch gleichen Rang an Kolossalem.“

      (Gerhard Zwerenz, 1972)

       

      Die Olympischen Spiele von Tokio werden 2020 nicht stattfinden, gleiches gilt für die Fußballeuropameisterschaft. Vor allem Olympia aber bedeutet in unserer heutigen globalen Kultur zweierlei: ein reales Sportereignis und eine zivilisatorische Idee.

      Ob im Altertum oder der Neuzeit - die Olympischen Spiele waren und sind eines der markantesten theatralen Phänomene der Menschheitsgeschichte. Ihre gesellschaftliche Brisanz und Akzeptanz, ihre sportliche und ästhetische Faszination basiert dabei vor allem auf der urtheatralischen Fähigkeit, Welt- und Menschenbilder in einer sinnlich-materiellen Form zu produzieren, die universell verständlich ist - dem sich bewegenden Menschen. Die Spiele wurden und werden so zu Körper-Spektakeln, in denen sich das Wesen des Menschen wie der Geist einer Gesellschaft unverkennbar manifestieren. Die jeweils historisch-konkreten Ausformungen dieser Manifestationen, ihre politischen Aufladungen, ihre medialen und kommerziellen Verwerfungen etc. sollen neben der Erörterung von Grundzügen der Entwicklungsgeschichte der olympischen Bewegung an ausgewählten Spielen diskutiert werden.

      Die Untersuchungen sollen dabei aber auch immer mit einer parallelen Diskussion verknüpft werden, die der Frage nachgeht, inwieweit der Sport nicht nur theatrale Elemente aufweist, sondern selbst als Theater zu verstehen ist. Die Dimensionen eines modernen Theater/Theatralitäts/Performativitäts – Begriffes sollen dabei auch durch einen Blick auf  sportphilosophische Positionen angereichert werden und damit die Frage nach einer Erweiterung des Gegenstandes der Theaterwissenschaft provozieren.

       

       

      Bei Fragen oder Problemen melden Sie sich bitte unter folgender Adresse: ertel_olympia@web.de

        

  • Vertiefungsmodul Theater, andere Künste und Medien

    0051dC4.1
    • 17500 Vorlesung Abgesagt
      Musik nach Shakespeare im Kino, Theater und Konzert (Albrecht Riethmüller)
      Zeit: -
      Ort: keine Angabe

      Hinweise für Studierende

      Die Vorlesung wird im WS 2020/21 nachgeholt!

      Kommentar

      Kein literarischer Text der westlichen Welt ist von Komponisten mit mehr Musik bedacht worden als die Bibel. Das Stück Weltliteratur jedoch, das im säkularen Bereich dieselbe Stellung eingenommen hat, ist das Oeuvre von William Shakespeare. Die Palette reicht von den Musiken zu den ersten Aufführungen der Dramen um 1600 bis heute, schließt neben den Musiken zu Shakespeares Tragödien und Komödien zudem Opern nach ganzen Stücken oder Teilen daraus ebenso ein wie zahllose Vokal- und Instrumentalkompositionen (von Klavierliedern über Chorstücke hin zu sinfonischen Orchesterwerken). Im Laufe des 19. Jahrhunderts traten außerdem verstärkt noch Vertonungen der Sonette hinzu, im 20. Jahrhundert wiederum Musicals und Filmmusiken. Das 1991 bei der Oxford University Press erschienene fünfbändige Verzeichnis A Shakespeare Music Catalogue von Bryan N.S. Gooch und David Thatcher etwa verzeichnet allein für den Sommernachtstraum knapp 2.000 Titel in verschiedenen Rubriken. Und dort konnte noch nicht die quantitative Expansion von Musik registriert sein, die das Internet auch im Falle von Shakespeare mit sich gebracht hat. Wenn eine Bühnenaufführung oder ein Film keinen einzigen Vers des Barden mehr verwendet, kann man dann noch den Namen Shakespeare in Anspruch nehmen? Und wo liegen die Grenzen, an denen es noch gerechtfertigt ist, von einer „Musik nach Shakespeare“ zu sprechen?

       

      Angesichts der unübersehbaren Fülle von Material wird die Vorlesung sich auf eine knappe Auswahl weniger Stücke und Themen beschränken müssen, um nicht bloß summarisch und abstrakt zu verfahren, sondern an einzelnen Beispielen konkret zu demonstrieren. Dabei soll erst mit dem 19. Jahrhundert begonnen und insbesondere der Medienwandel im 20. Jahrhundert berücksichtigt werden, weil er sowohl seitens der Musik bzw. Komposition als auch der Theatralität neue Verfahrensweisen und Verknüpfungen erkennen lässt.

       

       

      Die Vorlesung gliedert sich wie folgt:

       

       

      20.April

      Historische Einleitung: Musik bei, zu und nach Shakespeare

       

      27.April

      Mendelssohns Ein Sommernachtstraum: Von der Konzertouvertüre über die Schauspielmusik zum Film Score

       

      4.Mai

      Sommernachtsträume I: Max Reinhardt & Erich Wolfgang Korngold (1935) vs. Woody Allen (1982)

       

      11.Juni

      Sommernachtsträume II: Film und Bühne (M. Hoffman, Royal Shakespeare Company, Salzburger Festspiele)

       

      18.Juni

      Ein Komponistenleben mit Shakespeare: Berlioz (1803-1869): Von der Ouvertüre Roi Lear über das Vokalstück La mort d’Ophélie zur Oper Béatrice et Bénédict

       

      25.Juni

      Musical Comedy und Popular Culture: Cole Porter (1891-1964): Kiss Me, Kate

       

      1.Juni

      Pfingstmontag

       

      8.Juni

      Gipfel der Shakespeare-Opern: Verdi (1813-1901): Macbeth, Otello und Falstaff

       

      15.Juni

      Hamlet-Variationen: Zwischen Schostakowitsch und Wolfgang Rihm

       

      22.Juni

      Dekonstruktion durch Vertonung oder Inszenierung: Strawinsky und die Sonette, T.B. Nelson und Othello

       

      29.Juni

      Verwandlung des Dramas in Orchestermusik und Ballett: Othello von Dvorák, Romeo und Julia von Tschaikowsky und Prokofjewv

       

      6.Juli

      Die Balkonszene aus Romeo and Juliet: Zeffirelli (Film), Gounod (Oper), Berlioz (Sinfonie), Bernstein (Musical)

       

      13.Juli

      Bernsteins West Side Story: Tragödie und Musical

       

    • 17501 Vorlesung
      Theater und Zensur (Jan Lazardzig)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Diese Online-Vorlesung entwickelt ein Verständnis der neuzeitlichen europäischen Theatergeschichte aus Sicht einer Disziplinar- und Bürokratiegeschichte. Theater soll anhand aufschlussreicher historischer Momentaufnahmen im Kontext staatlicher Überwachung, Regulierung und Verwaltung betrachtet werden. Einen Ausgangspunkt stellen die Theaterreformen des 17. und 18. Jahrhunderts dar, die im Kontext einer umfassenden Modernisierung des Staatswesens zu sehen sind. Polizierung und Bürokratisierung urbaner Räume und öffentlicher Vergnügungen gehen hier Hand in Hand. Während in Frankreich unter Ludwig XIV. frühzeitig ein auf Sicherheit spezialisierter „moderner“ Polizeiapparat installiert wird, sind entsprechende polizeiliche Kontroll- und Überwachungsregime für das Theater im deutschsprachigen Raum erst seit den 1770er-Jahren etabliert. Eine polizeiliche bzw. staatliche Zensur gehört bis zum Ende des 20. Jahrhundert zu den selbstverständlichen Produktionsbedingungen von Theater und Drama in Europa. Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Positionen zum Zensur-Begriff, soll in dieser Vorlesung nach der jeweils spezifischen „Produktivität“ von Zensurpraktiken gefragt werden. Zensur zeigt sich in der Regel nicht nur als Ausstreichung oder Verbot, als Gängelung und Unterdrückung, sondern als ein komplexer Prozess des Aushandelns auf Verwaltungsebene zwischen Polizeibehörden und Theaterdirektionen, zwischen Zensoren und Autoren. Auf dem Theater erzeugen Zensurregime eigene Semantiken der Mimik und Gestik. Eine doppelbödige bzw. durch ostentative Auslassungen charakterisierte Sprachverwendung ist ferner typisch für Theaterzensurregime. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf dem deutschsprachigen Raum – Ausblicke auf die europäische Situation sollen im Sinne einer Kontextualisierung hinzukommen.

      Die Vorlesung wird in Form wöchentlicher Video- bzw. Audiostatements zugänglich sein. Live Chats (dienstags 11-12 Uhr) sollen der Klärung von Fragen dienen. Vorlesungsbegleitend werden einschlägige Quellentexte über Blackboard bereitgestellt.

    • 17502 Vorlesung
      Theorien der Schauspielkunst I (Doris Kolesch)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 23.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Die auf zwei Semester angelegte Vorlesung stellt wesentliche Theorien und Konzepte zur Schauspielkunst von der griechischen Antike bis heute vor und sie wird im Sommersemester komplett als Online-Vorlesung angeboten.

      Der Fokus liegt zunächst auf der antiken Rhetorik sowie auf schauspieltheoretischen Entwürfen des 17. und vor allem 18. Jahrhunderts. Wie wird körperliche Darstellung und schauspielerische Verkörperung gedacht? Welche Rolle spielt das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Authentizität und Täuschung? Welcher Zusammenhang wird zwischen Schauspiel und Emotionalität bzw. Affektivität gesehen und welche Relation von körperlicher Darstellung und Geschlecht scheint in den Schauspieltheorien auf? Diese und ähnliche Fragen wird die Vorlesung aufwerfen und die entsprechenden ästhetischen, medialen und kulturgeschichtlichen Kontexte erläutern.

      Die Vorlesung findet als Online-Vorlesung statt mit wöchentlichen Video- und Audioangeboten, die mit erläuternden Folien, Ausschnitten der besprochenen Texte, weiterführenden Lektürehinweis u.ä. ergänzt werden. Bitte melden Sie sich dazu an auf: https://un.iversity.org/i/g/bfjgmn.

      Online-Tutorien bieten zudem die Möglichkeit, sich in studentischen Kleingruppen über Vorlesungsinhalte und Fragen zu verständigen.

      Jeden Donnerstag um 10 Uhr s.t. gibt es zudem auf Twitter eine „Vorlesung für alle“, die wesentliche Fragen der Vorlesung einem breiteren Publikum präsentiert.

    • 17541 Hauptseminar
      Theater als philosophische Denkfigur (Adam Czirak)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Das Seminar möchte einen Einblick in philosophische Texte geben, die sich einer Theatermetaphorik bedienen und Aspekte der Theatralität als Denk- und Reflexionsfiguren etablieren. Weniger die Frage nach der Philosophie des Theaters – im Sinne einer Ästhetik des Theaters – steht somit im Vordergrund unserer Auseinandersetzungen, sondern das Argument, dass theatrale Konstellationen nicht nur in allgemeinen Registern des Wissens – in Anthropologie, Sprachphilosophie, Ethik, im dialektischen Materialismus oder in der Genderforschung – wiederkehren, sondern komplexe theoretische und gesellschaftliche Problemstellungen zu erhellen vermögen. Welche Aspekte des Theaters versetzen das Denken von Philosoph_innen in der abendländischen Wissensgeschichte in Bewegung? Welche Zusammenhänge des Sozialen können durch die Theatermetapher veranschaulicht werden? Wie gestalten sich die Verhältnisse zwischen Theater und Theorie, die die gleiche etymologische Wurzel (gr. theoria) haben, in der Geschichte der Kunst und der Philosophie? Und kann Theater auch im Text der Theorie gespielt werden?

      Obligatorische Arbeitsleistungen: aktive Mitarbeit

      Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit (ca. 20 Seiten)

      Wichtiger Hinweis: In Anbetracht der aktuellen Situation wird das Seminar online angeboten. Aufgrund des Ausfalls von Präsenzsitzungen werden die Inhalte des Seminars auf digitalem Weg vermittelt und es werden alternative Plattforme für Austausch und Betreuung genutzt. Über das weitere Vorgehen werden Sie nach der Anmeldung für das Seminar im Campus Management per Email informiert. Bitte rufen Sie aus diesem Grund regelmäßig Ihre Zedat-Emails ab.

    • 17544 Hauptseminar
      Theorie und Aktualität des Boten(-berichts) im Theater (Friederike Oberkrome)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar (Erster Termin: 21.04.2020)
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      Ob die Medialität von Theateraufführungen in der unmittelbaren Begegnung zwischen Handelnden und Zuschauenden liegt, ist in den letzten Jahren von theaterwissenschaftlicher Seite verstärkt in Frage gestellt worden. Stattdessen rücken Konzepte wie ,Postspektakuläres Theater‘ (Eiermann 2009), ,Intermediale Szenographien‘ (Wiens 2014) oder ,Theater der Spur‘ (Zimmermann 2017) die Mittelbarkeit von Aufführungsereignissen und damit die Darstellungsbedingungen und Vermittlungsweisen von Theater in den Blick.

      Dieses Seminar nähert sich der aktuellen Diskussion um die Medialität von Theater ausgehend von dem antiken Theatermittel des Boten, dessen Auftritt von einem fernen, jenseits der Bühne gelegenen Geschehen kündet und temporär Distanzen zwischen Hier und Dort, Gegenwart und Vergangenheit überbrückt. Neben theaterhistorischen Verwendungsweisen des Botenberichts in Tragödie und klassischem Drama soll es vor allem darum gehen, die Aktualität des Botenberichts im Gegenwartstheater unter medientheoretischen und darstellungsethischen sowie -politischen Aspekten zu diskutieren. So lässt sich der Botenbericht neben der Verschränkung der Theaterbühne mit anderen medialen Räumen oder der Einbindung digitaler Medien in Aufführungsformate ebenso auf Streitfragen um die Repräsentationsweisen des Sozialen im Theater beziehen – handelt es sich bei Botenauftritten doch klassischerweise um sozial marginale Figuren wie Hirten, Ammen, oder Diener.

      Solche und weitere Dimensionen des Botenberichts sollen an theoretischen Texten, nach Möglichkeit aber auch an konkreten Aufführungsbeispielen aufgesucht werden. Allerdings wird das Seminar aus gegebenem Anlass zunächst auf die unmittelbare Kommunikationssituation verzichten und über die Ferne, sprich: im digitalen Raum stattfinden. Die zu lesenden Texte werden Ihnen online und thematisch gebündelt zur Verfügung gestellt, begleitet von Lektürehinweisen sowie kleineren Lektüreaufgaben. Über angedachte digitale Austauschformate sowie über den konkreten Ablauf des Kurses werden Sie zu Beginn des Semesters informiert.

    • 17545 Hauptseminar
      OLYMPISCHE SPIELE - Geschichte eines Körper-Spektakels (Erhard Ertel)
      Zeit: Siehe LV-Kommentar
      Ort: Online-Kurs

      Hinweise für Studierende

      ONLINE-KURS / Kurs-Anmeldung bis 26. April 2020 möglich

      Für alle Lehrveranstaltungen in den Fächern Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement entfällt die Shopping Period. Eine Anmeldung zu den LV ist deshalb für alle Kurse nur bis zum Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit möglich (Sonntag, 26. April 2020). Bitte checken Sie regelmäßig Ihren FU-Mailaccount (ZEDAT-Mail)!

      Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten. Die Seminarleitung wird sich auf Basis der finalen Teilnahmeliste (Deadline: 26. April 2020) bei Ihnen per Mail melden und die Modalitäten des Online-Kurses mit Ihnen direkt klären. Bitte planen Sie ein, dass zu den angegebenen Seminarzeiten ggf. Videokonferenzen, Sprechstunden o.ä. stattfinden können. Weitere Änderungen werden an dieser Stelle bekanntgegeben.

      Kommentar

      „Olympia ist das größte sinnliche Theater der Moderne.

      Nur eine Fußballweltmeisterschaft erreicht noch gleichen Rang an Kolossalem.“

      (Gerhard Zwerenz, 1972)

       

      Die Olympischen Spiele von Tokio werden 2020 nicht stattfinden, gleiches gilt für die Fußballeuropameisterschaft. Vor allem Olympia aber bedeutet in unserer heutigen globalen Kultur zweierlei: ein reales Sportereignis und eine zivilisatorische Idee.

      Ob im Altertum oder der Neuzeit - die Olympischen Spiele waren und sind eines der markantesten theatralen Phänomene der Menschheitsgeschichte. Ihre gesellschaftliche Brisanz und Akzeptanz, ihre sportliche und ästhetische Faszination basiert dabei vor allem auf der urtheatralischen Fähigkeit, Welt- und Menschenbilder in einer sinnlich-materiellen Form zu produzieren, die universell verständlich ist - dem sich bewegenden Menschen. Die Spiele wurden und werden so zu Körper-Spektakeln, in denen sich das Wesen des Menschen wie der Geist einer Gesellschaft unverkennbar manifestieren. Die jeweils historisch-konkreten Ausformungen dieser Manifestationen, ihre politischen Aufladungen, ihre medialen und kommerziellen Verwerfungen etc. sollen neben der Erörterung von Grundzügen der Entwicklungsgeschichte der olympischen Bewegung an ausgewählten Spielen diskutiert werden.

      Die Untersuchungen sollen dabei aber auch immer mit einer parallelen Diskussion verknüpft werden, die der Frage nachgeht, inwieweit der Sport nicht nur theatrale Elemente aufweist, sondern selbst als Theater zu verstehen ist. Die Dimensionen eines modernen Theater/Theatralitäts/Performativitäts – Begriffes sollen dabei auch durch einen Blick auf  sportphilosophische Positionen angereichert werden und damit die Frage nach einer Erweiterung des Gegenstandes der Theaterwissenschaft provozieren.

       

       

      Bei Fragen oder Problemen melden Sie sich bitte unter folgender Adresse: ertel_olympia@web.de