WiSe 17/18  
Geschichts- und...  
30 LP Japanstud...  
Lehrveranstaltung

WiSe 17/18: Ostasien und Vorderer Orient (WE 4)

30 LP Japanstudien (Studienordnung 2012)

0148c_m30

Die aktuelle Studien- und Prüfungsordnung finden Sie bitte hier .

  • Einführungsmodul: Kulturwissenschaftliche Japanstudien I

    0385aA2.1

    Qualifikationsziele:
    Nach Absolvieren dieses Moduls beherrschen die Studentinnen und Studenten die literatur- und kulturgeschichtlichen Grundlagen für die Auseinandersetzung mit Japan und verfügen dadurch über wichtiges Grundwissen im Bereich der japanbezogenen Diskurse wie auch über das für das weitere Studium notwendige historische Fakten- wissen.

    Inhalte:
    Inhalt dieses Moduls sind die Vermittlung eines ersten Überblicks über den Kanon der kulturellen und literarischen Geschichtsschreibung sowie die exemplarische Behandlung typischer Themen aus diesen Bereichen. Es wird ein Überblick über den Kanon von vor 1868 entstandenen Werken der japanischen Literatur sowie über damit verbundene kulturelle Themen und Entwicklungen gegeben.

     

    Lehr- und Lernformen/ Umfang / Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme
    Einführungskurs / 2 SWS / ja

    Modulprüfung
    Klausur (90 Minuten)

    Veranstaltungssprache
    Deutsch, Englisch

    Arbeitszeitaufwand
    150 Stunden (5 LP)

    Dauer des Moduls / Häufigkeit des Angebots

    ein Semester / jedes Wintersemester

    • 14000a Einführungskurs
      Einführung in die japanische Kultur- und Literaturgeschichte (Niels Hendrik Bader, Urs Matthias Zachmann, Dinah Zank)
      Zeit: Di 10:00-12:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: 2.2059 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)

      Hinweise für Studierende

      Die Nachschreibeklausur findet am 15.3.2018 von 10.00 - 12.00 Uhr im Raum J 27/14 (Silberlaube) statt!

      Kommentar

      Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über Gegenstände und Arbeitsweisen der kulturellen und literarischen Geschichtsschreibung über Japan. Ziel ist die Kenntnis historischer und landeskundlicher Grundlagen sowie die Beherrschung grundlegender Arbeitsweisen (Quellenerschließung und -nutzung, korrektes Zitieren und wissenschaftliches Schreiben)

    • 14000b Einführungskurs
      Einführung in die japanische Kultur- und Literaturgeschichte (Niels Hendrik Bader, Urs Matthias Zachmann, Dinah Zank)
      Zeit: Do 10:00-12:00, zusätzliche Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: 2.2058 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)

      Hinweise für Studierende

      Die Nachschreibeklausur findet am 15.3.2018 von 10.00 - 12.00 Uhr im Raum J 27/14 (Silberlaube) statt!

      Kommentar

      Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über Gegenstände und Arbeitsweisen der kulturellen und literarischen Geschichtsschreibung über Japan. Ziel ist die Kenntnis historischer und landeskundlicher Grundlagen sowie die Beherrschung grundlegender Arbeitsweisen (Quellenerschließung und -nutzung, korrektes Zitieren und wissenschaftliches Schreiben)

    • 14000c Einführungskurs
      Einführung in die japanische Kultur- und Literaturgeschichte (Niels Hendrik Bader, Urs Matthias Zachmann, Dinah Zank)
      Zeit: Do 12:00-14:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: -1.2009 großer Hörsaal

      Hinweise für Studierende

      Die Nachschreibeklausur findet am 15.3.2018 von 10.00 - 12.00 Uhr im Raum J 27/14 (Silberlaube) statt!

      Kommentar

      Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über Gegenstände und Arbeitsweisen der kulturellen und literarischen Geschichtsschreibung über Japan. Ziel ist die Kenntnis historischer und landeskundlicher Grundlagen sowie die Beherrschung grundlegender Arbeitsweisen (Quellenerschließung und -nutzung, korrektes Zitieren und wissenschaftliches Schreiben)

  • Einführungsmodul: Kulturwissenschaftliche Japanstudien II

    0385aA2.2

    Qualifikationsziele:
    Nach Absolvieren dieses Moduls verfügen die Studentinnen und Studenten über Kenntnisse der modernen Kultur und Literatur des modernen Japan und sind vertraut mit wichtigen Wissenschaftsdiskursen in diesen Bereichen. Sie kennen die zentralen wissenschaftlichen Fragestellungen in der Japanforschung sowie die Geschichte des Faches und sind in der Lage, verschiedene methodische Ansätze zu reflektieren.

    Inhalte:
    Inhalt dieses Moduls ist die Einführung in die Themen und Diskurse der Kultur bzw. Literatur des modernen Japan. Inhalt ist außerdem eine kritische Auseinandersetzung mit ausgewählten Diskursen. Es wird ein Überblick über den Kanon von seit 1868 entstandenen Werken der japanischen Literatur und die damit verbundenen kulturellen Themen und Entwicklungen sowie Forschungsansätze gegeben.

    Lehr- und Lernformen/ Umfang / Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme
    Einführungskurs / 2 SWS / ja

    Modulprüfung
    Klausur (90 Minuten)

    Veranstaltungssprache
    Deutsch, Japanisch

    Arbeitszeitaufwand
    150 Stunden (5 LP)

    Dauer des Moduls / Häufigkeit des Angebots

    ein Semester / jedes Sommersemester

    Modul ohne Lehrangebot
  • Einführungsmodul: Sozialwissenschaftliche Japanstudien I

    0385aA2.3

    Qualifikationsziele:
    Nach Absolvieren dieses Moduls beherrschen die Studentinnen/Studenten die landeskundlichen und historischen Grundlagen für die sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Japan und verfügen dadurch über wichtiges Grundwissen im Bereich der japanbezogenen Diskurse wie auch über das für das weitere Studium notwendige historische Faktenwissen.

    Inhalte:
    Inhalt dieses Moduls sind die Vermittlung eines ersten Überblicks über den Kanon der politischen und wirtschaftlichen Geschichtsschreibung sowie die exemplarische Behandlung typischer Themen aus diesen Bereichen. Es wird ein Überblick über die Entwicklungen der Gesellschaft und der politischen Institutionen in Japan seit 1600 gegeben.

    Lehr- und Lernformen/ Umfang / Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme
    Einführungskurs / 2 SWS / ja

    Modulprüfung
    Klausur (90 Minuten)

    Veranstaltungssprache
    Deutsch, Englisch

    Arbeitszeitaufwand
    150 Stunden (5 LP)

    Dauer des Moduls / Häufigkeit des Angebots

    ein Semester / jedes Wintersemester

    • 14001 Einführungskurs
      Einführung in die Geschichte Japans: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft (Urs Matthias Zachmann)
      Zeit: Di 16:00-18:00, zusätzliche Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: -1.2009 großer Hörsaal

      Kommentar

      In diesem Einführungskurs lernen Sie die Grundzüge der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Geschichte Japans kennen. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses verstehen Sie die historischen Entwicklungen, die das heutige Japan geprägt haben und sind in der Lage, Debatten über seine Geschichte zu verfolgen und daran teilzunehmen. Der Kurs behandelt die gesamte japanische Geschichte, legt jedoch einen zeitlichen Schwerpunkt auf das 19. und 20. Jahrhunderts. Diese Zeit umspannt dramatische Entwicklungen und Umbrüche: die Einbindung Japans in eine an Euro-Amerika orientierte Weltordnung; Japans Aufschwung zum Kaiser- und Kolonialreich; Faschismus und Zweiter Weltkrieg; US-Besatzung und Demokratisierung; und eine Phase des Hochwachstums und des damit einhergehenden gesellschaftlichen Wandels.

  • Einführungsmodul: Sozialwissenschaftliche Japanstudien II

    0385aA2.4

    Qualifikationsziele:
    Nach Absolvieren dieses Moduls verfügen die Studentinnen und Studenten über vertiefte Kenntnisse der Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Japans und sind vertraut mit wichtigen Wissenschaftsdiskursen in diesen Bereichen. Sie kennen die zentralen wissenschaftlichen Fragestellungen in der Japanforschung sowie die Geschichte des Faches und sind in der Lage, verschiedene methodische Ansätze zu reflektieren.

    Inhalte:
    Inhalt dieses Moduls ist die Einführung in die Grundlagen des politischen Systems, der modernen Gesellschaft und der Wirtschaft Japans nach 1945. Inhalt ist außerdem eine kritische Auseinandersetzung mit ausgewählten sozialwissenschaftlichen Diskursen zu diesen Schwerpunkten. Es wird ein Überblick über die Themen und Forschungsansätze in der sozialwissenschaftlichen Japanforschung (Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Japans) gegeben.

    Lehr- und Lernformen/ Umfang / Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme
    Einführungskurs / 2 SWS / ja

    Modulprüfung
    Klausur (90 Minuten)

    Veranstaltungssprache
    Deutsch, Japanisch

    Arbeitszeitaufwand
    150 Stunden (5 LP)

    Dauer des Moduls / Häufigkeit des Angebots

    ein Semester / jedes Sommersemester

    Modul ohne Lehrangebot
  • Aufbaumodul: Sozialwissenschaftliche Japanstudien

    0385aA2.5

    Qualifikationsziele:
    Nach Absolvieren dieses Moduls beherrschen die Studentinnen und Studenten die Erarbeitung einer japankundlichen Fragestellung auf literatur- bzw. kulturwissenschaftlichem Gebiet auf der Basis von Quellen und Sekundärliteratur in westlichen Sprachen. Ziel ist außerdem das Erlernen und Vertiefen wissenschaftlicher Arbeitsformen (Quellenerschließung und -nutzung, korrektes Zitieren, wissenschaftliches Schreiben und Referieren) einschließlich der Konstruktion von fachwissenschaftlichen Thesen und Argumentationen.

    Inhalte:
    In diesem Modul wird ein Proseminar belegt, in dem die in den Einführungsmodulen vorgestellten sozialwissenschaftlichen Fragestellungen in der exemplarischen Auseinandersetzung mit jeweils einem konkreten Thema aus diesen Bereichen behandelt werden. Zu den Themen gehören beispielsweise Aspekte des politischen Systems und der Außenpolitik (wie etwa das Wahlsystem, die Rolle der politischen Parteien, die Zivilgesellschaft), der japanischen Gesellschaft (Familie, demographischer Wandel, Gender) und der politischen Ökonomie Japans (Arbeitsbeziehungen, Industrieorganisation, Wirtschaftspolitik).

    Lehr- und Lernformen/ Umfang / Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme
    Proseminar / 2 SWS / ja

    Modulprüfung
    Hausarbeit (ca. 4000 Wörter)

    Veranstaltungssprache
    Deutsch, Englisch, ggf. Japanisch

    Arbeitszeitaufwand
    150 Stunden (5 LP)

    Dauer des Moduls / Häufigkeit des Angebots

    ein Semester / jedes Semester

    • 14004 Proseminar
      AM: SoWi "Der japanische Arbeitsmarkt" (Susanne Auerbach)
      Zeit: Mo 12:00-14:00 (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: K 25/11 weitere Hinweise zur Austattun

      Kommentar

      In diesem Proseminar sollen die verschiedenen Aspekte des japanischen Arbeitsmarkts im Fokus stehen. Nach einem kurzen historischen Abriss, in dem die Entwicklung des Beschäftigungssystems in der Nachkriegszeit thematisiert wird, wenden wir uns dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt, seinen Charakteristika und neuen, eher atypischen Beschäftigungsverhältnissen zu. Wie funktioniert der Wechsel von der (universitären) Ausbildung auf den Arbeitsmarkt? Was steckt hinter Begriffen wie Freeter und NEET? Welche Rolle spielen Frauen auf dem Arbeitsmarkt und welche Veränderungen haben in diesem Bereich stattgefunden? Wie funktioniert die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit? Welche Rolle spielen die Gewerkschaften im heutigen Japan? Ziel ist es anhand dieser Fragen nicht nur ein Überblick über den japanischen Arbeitsmarkt zu gewinnen, sondern auch grundlegende Begriffe und Theorien aus der Volkswirtschaftslehre wie z.B. zur (Voll)beschäftigung, Arbeitslosigkeit oder der Entwicklung von Löhnen kennenzulernen sowie Vergleiche zum deutschen Arbeitsmarkt zu ziehen. Darüber hinaus werden die für das wissenschaftliche Arbeiten unerlässliche Techniken, wie das Lesen wissenschaftlicher Texte, das Präsentieren, die Literaturrecherche sowie das Verfassen schriftlicher Arbeiten wiederholt und durch praxisorientierte Übungen, die auch als Vorbereitung für die abschließende Hausarbeit dienen, vertieft.

    • 14005 Proseminar
      AM: SoWi "Migration, Minderheiten und multikulturelles Zusammenleben in Japan" (Tim Herbort)
      Zeit: Do 10:00-12:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: K 25/11 weitere Hinweise zur Austattun

      Kommentar

      Einwanderung ist in Japan in den letzten Jahren zu einer nicht zu übersehenden gesellschaftlichen Realität geworden. Die Zuwanderung nach Japan hat seit den 1980er Jahren stetig zugenommen, und die Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung werden in Politik und Medien vor allem vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Alterung rege diskutiert. Dabei stellt die zunehmende Zahl und Sichtbarkeit von Migrantinnen und Migranten einerseits dominate Vorstellungen von Japan als einer in besonderer Weise ethnisch homogenen Nation in Frage; andererseits hat die Integration von autochthonen und ‚unsichtbaren‘ Minderheiten in die japanische Gesellschaft eine bis in die Vorkriegszeit zurückreichende Geschichte. Ist das gegenwärtige Japan also ein Einwanderungsland? Welche Akteure bestimmen die japanische Einwanderungspolitik, welche Ziele und Regeln hat sie, und wie lassen sich Diskrepanzen zwischen offizieller Politik und realen Migrationsentwicklungen erklären? Welche Bedeutung haben neuere Konzepte wie ‚multikulturelles Zusammenleben‘ (tabunka kyōsei) für die gesellschaftliche Integration von Einwanderern und ethnischen Minderheiten? In dem Seminar werden Studierende zentrale wissenschaftliche Erklärungsansätze für die Einwanderungs- und Integrationspolitik in Japan in vergleichender Perspektive kennenlernen. Sie werden die genannten sowie verwandte Fragestellungen auf der Basis von Primärquellen und wissenschaftlicher Literatur bearbeiten und sich so mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen.

    • 14006 Proseminar
      Geschichte und Gegenwart der japanischen Zivilgesellschaft (Maik Hendrik Sprotte)
      Zeit: Do 12:00-14:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: 2.2059 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)

      Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen

      Voraussetzung für die Option, in diesem Seminar eine Hausarbeit vorlegen zu können, ist ausnahmslos die regelmäßige Teilnahme & Beteiligung an den Seminarsitzungen.

      Kommentar

      Mehrheitlich, nicht zuletzt von japanischen Wissenschaftlern, wird die Position vertreten, im Japan vor 1945 habe es keine Zivilgesellschaft gegeben, da die „Tradition des Respekts für die Autorität und der Geringschätzung des Volkes“ (kanson minpi 官尊民卑) im Land in Geschichte und Gegenwart tief verwurzelt gewesen sei. Zur Überwindung eines als schädlich empfundenen Individualismus, dem mutmaßlich zentralen Element einer aus Sicht der japanischen Autoritäten fehlgeleiteten „westlichen Moderne“, habe man das Volk ausnahmslos auf das Prinzip „der Selbstaufopferung für das Gemeinwohl“ (messhi hōkō 滅私奉公) verpflichtet. Dieser Ansatz greift gleichwohl zu kurz. Auf der Basis gängiger zivilgesellschaftstheoretischer Zugänge wird daher in diesem Proseminar der Frage nachgegangen, welche Formen der Zivilgesellschaft sich in der Moderne Japans nach der Meiji-Restauration 1868 tatsächlich herausbilden konnten und wie sich diese zivilgesellschaftlichen Strukturen im historischen Spannungsverhältnis von Gewalt und Zivilität im langen Bogen identifizieren lassen.

    • 14013 Proseminar
      AM SoWi "Projektseminar Auswärtige Kulturpolitik und deutsch-japanische Beziehungen" (Verena Blechinger-Talcott)
      Zeit: Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 23.10.2017)
      Ort: , K 25/11

      Hinweise für Studierende

      Bitte beachten Sie, dass das Seminar erst am 23. Oktober 2017 beginnt.

      Kommentar

      In der Außenpolitik spielen die kulturellen Beziehungen zwischen Staaten eine wichtige Rolle. Der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt hat die Auswärtige Kulturpolitik als „dritte Säule“ der Außenpolitik (neben den Außenwirtschaftsbeziehungen und der Sicherheitspolitik) bezeichnet. Der amerikanische Politikwissenschaftler Joseph Nye hat im Jahr 1990 den Begriff der „soft power“ geprägt und damit die kulturelle Attraktivität von Staaten beschrieben, die es ihnen ermöglicht, internationalen Respekt und Ansehen aufgrund kultureller Werte zu gewinnen und so andere Staaten an sich zu binden. Japan hat seit Anfang der 2000er Jahre diesen Bereich seiner Außenpolitik stark ausgebaut. Ein Beispiel ist die „Cool Japan“-Kampagne aus dem Jahr 2002. Das Aufbauseminar zielt darauf ab, die Auswärtige Kulturpolitik Japans zu untersuchen und die zentralen Institutionen, Akteure und Instrumente kennenzulernen und zu analysieren. Am Beispiel aktueller Fallstudien aus den Deutsch-Japanischen Kulturbeziehungen sollen zudem wissenschaftliche Arbeitstechniken der sozialwissenschaftlichen Japanforschung vorgestellt und in kleinen Arbeitsgruppen selbst eingeübt werden, darunter Recherchetechniken, qualitative und quantitative Text- und Dokumentenanalyse, Diskursanalyse und Expertengespräche. Das Seminar richtet sich an Studierende ab dem 3. FS.

  • Aufbaumodul: Kulturwissenschaftliche Japanstudien

    0385aA2.6

    Qualifikationsziele:
    Nach Absolvieren dieses Moduls beherrschen die Studentinnen und Studenten die Erarbeitung einer japankundlichen Fragestellung auf literatur- bzw. kulturwissenschaftlichem Gebiet auf der Basis von Quellen und Sekundärliteratur in westlichen Sprachen. Ziel ist außerdem das Erlernen und Vertiefen wissenschaftlicher Arbeitsformen (Quellenerschließung und -nutzung, korrektes Zitieren, wissenschaftliches Schreiben und Referieren) einschließlich der Konstruktion von fachwissenschaftlichen Thesen und Argumentationen.

    Inhalte:
    In diesem Modul wird ein Proseminar belegt, in dem die in den Einführungsmodulen vorgestellten kulturwissenschaftlichen Fragestellungen in der exemplarischen Auseinandersetzung mit jeweils einem ausgewählten Thema aus diesen Bereichen behandelt werden. Zu den literatur- und kulturwissenschaftlichen Themen gehören beispielsweise Werke, Autoren, Gattungen und Strömungen der Moderne und Gegenwart, Populärkultur und Aspekte wie Gender, Raum und Zeit.

    Lehr- und Lernformen/ Umfang / Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme
    Proseminar / 2 SWS / ja

    Modulprüfung
    Hausarbeit (ca. 4000 Wörter)

    Veranstaltungssprache
    Deutsch, Englisch, ggf. Japanisch

    Arbeitszeitaufwand
    150 Stunden (5 LP)

    Dauer des Moduls / Häufigkeit des Angebots

    ein Semester / jedes Semester

    • 14002 Proseminar
      Visionen der Zukunft: Science Fiction in Japan (Martha Christine Menzel)
      Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: J 27/14 (Habelschwerdter Allee 45)

      Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen

      Regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit, Lektüre der vorzubereitenden Primär- und Sekundärtexte, Referat (20 Min.), Hausarbeit (http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/oas/japanologie/files/hausarbeiten_kultlit.pdf)

      Kommentar

      Lange als triviale Form der Unterhaltung abgetan, rückt Science Fiction in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Forschung. Dabei stehen vor allem ideen- und sozialgeschichtliche Fragen im Vordergrund: Was war zu welcher Zeit als Zukunftsvision in technischer bzw. gesellschaftlicher Sicht vorstellbar? Die japanische Science Fiction-Literatur nimmt ihren Anfang in der politischen Aufbruchsstimmung der Meiji-Restauration. Inspiriert von Übersetzungen der Texte von Jules Verne und H. G. Wells erscheinen bald erste utopische Zukunftsvisionen (mirai-ki) wie beispielsweise Yano Ryūkeis Ukishiro monogatari („Erzählung vom fliegenden Schlachtschiff“, 1890), die sich mit den Möglichkeiten des technischen Fortschritts befassen, aber auch mit denkbaren zukünftigen Organisationsformen des gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens. Die Urbanisierung der Städte im Rahmen der japanischen Industrialisierung sowie die neuen Medien der Photographie und des Films führen zu einer immer stärkeren Auseinandersetzung mit der Technisierung des Alltags: Inwieweit können Maschinen Menschen ähneln? Sie vielleicht sogar ersetzen? Ist die menschliche Wahrnehmung nicht auch nur eine biologische Form von Technik? Und ist die Realität überhaupt noch real oder schon virtuell? Wo verläuft die Grenze zwischen Mensch und Maschine? Gibt es eine solche überhaupt? Gegenstand des Proseminars ist zum einen die Entstehung und Entwicklung der Gattung Science Fiction in Japan, aber auch die wechselseitige Rezeption westlicher und japanischer Science Fiction. Es werden vorrangig literarische Texte behandelt (u.a. von Miyazawa Kenji, Hoshi Shin’ichi, Abe Kōbō, Ōe Kenzaburo, Masaki Goro und Tsutsui Yasutaka), aber auch die Berücksichtigung anderer medialer Repräsentationsformen von Science Fiction in Theater, Film und Anime sind vorgesehen. Bei der Analyse des kultur- und wissenschaftsgeschichtlichen Kontextes werden Gender- und Diversity-Aspekte mit berücksichtigt. Die Texte werden alle in englischer oder deutscher Übersetzung gelesen.

      Literaturhinweise

      Bolton, Christopher/ Csicsery-Rony, Istvan Jr./ Tatsumi, Takayuki (2007): Robot ghosts and wired dreams: Japanese science fiction from origins to anime. Minneapolis: University of Minnesota Press; Burton, William (2002): In a perfect world: Utopias in modern Japanese literature. ProQuest Dissertation Publishing; Friedrich, Hans-Edwin (1995): Science Fiction in der deutschsprachigen Literatur. Ein Referat zur Forschung bis 1993. Tübingen: Max Niemeyer Verlag. Nagasawa, Tadashi (2016): The Reception of American Science Fiction in Japan. Oxford: Oxford University Press. Weiterführende Literatur zu den einzelnen Sitzungen entnehmen Sie bitte dem Seminarplan.

    • 14003 Proseminar
      The Supernatural in Japanese Culture (Rein Raud)
      Zeit: Di 10:00-12:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: JK 25/132 (Habelschwerdter Allee 45)

      Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen

      The course will will be taught in English, but students can write their term papers in German.

      Kommentar

      The course concentrates on the development and realization of the idea of the supernatural in Japanese culture, from ancient discourses on deities and ghosts to recent productions of commercial horror. It will consist of lectures and seminar sessions, dedicated to particular texts that the students will read in English. These will include both original texts by Japanese authors (classical and contemporary) and articles by researchers of Japanese culture.

    • 14006 Proseminar
      Geschichte und Gegenwart der japanischen Zivilgesellschaft (Maik Hendrik Sprotte)
      Zeit: Do 12:00-14:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: 2.2059 Seminarraum (Fabeckstr. 23-25)

      Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen

      Voraussetzung für die Option, in diesem Seminar eine Hausarbeit vorlegen zu können, ist ausnahmslos die regelmäßige Teilnahme & Beteiligung an den Seminarsitzungen.

      Kommentar

      Mehrheitlich, nicht zuletzt von japanischen Wissenschaftlern, wird die Position vertreten, im Japan vor 1945 habe es keine Zivilgesellschaft gegeben, da die „Tradition des Respekts für die Autorität und der Geringschätzung des Volkes“ (kanson minpi 官尊民卑) im Land in Geschichte und Gegenwart tief verwurzelt gewesen sei. Zur Überwindung eines als schädlich empfundenen Individualismus, dem mutmaßlich zentralen Element einer aus Sicht der japanischen Autoritäten fehlgeleiteten „westlichen Moderne“, habe man das Volk ausnahmslos auf das Prinzip „der Selbstaufopferung für das Gemeinwohl“ (messhi hōkō 滅私奉公) verpflichtet. Dieser Ansatz greift gleichwohl zu kurz. Auf der Basis gängiger zivilgesellschaftstheoretischer Zugänge wird daher in diesem Proseminar der Frage nachgegangen, welche Formen der Zivilgesellschaft sich in der Moderne Japans nach der Meiji-Restauration 1868 tatsächlich herausbilden konnten und wie sich diese zivilgesellschaftlichen Strukturen im historischen Spannungsverhältnis von Gewalt und Zivilität im langen Bogen identifizieren lassen.