Theorielyrik
Michael Gamper
Kommentar
Das Seminar geht dem Verhältnis von Theorie mit Formen gebundener Sprache nach. Es fragt danach, welche Rolle als ‚Lyrik‘, ‚Gedicht‘, ‚Poesie‘ und ‚Vers(e)‘ verstandene Gebilde bei der Herausbildung des Textgenres ‚Theorie‘ seit den 1960er Jahren gespielt haben – und wie umgekehrt die Gattung ‚Lyrik‘ sich an den Entwürfen der ‚Theorie‘ inspiriert hat. Thematisiert werden soll also unter anderem, welchen Status die Kritische Theorie der Lyrik zugeschrieben hat und wie Strukturalismus und Poststrukturalismus an Poesie und Versen ihre Theoreme geschärft haben, aber auch, wie die Gegenwartslyrik Elemente der Theorie aufgreift und (durchaus auch spielerisch) poetisch und poetologisch wendet. Darüber hinaus wird aber in einer weiter ausgreifenden historischen Perspektiven nach Traditionsbeständen gesucht, in denen sich ein spekulatives, kontemplatives und reflektorisches Denken, das explorativ auf Erkenntnisgewinn und Wissensformierung gerichtet ist, mit Gebilden gebundener Rede in einen produktiven Austausch tritt. In den Blick kommen so Konzepte wie ‚Gedankenlyrik‘ oder Epochen wie die Frühromantik.
Literaturhinweise
Christian Metz: Poetisch denken. Die Lyrik der Gegenwart. Frankfurt a.M. 2018.
16 Termine
Regelmäßige Termine der Lehrveranstaltung
Mo, 13.10.2025 16:00 - 18:00 Mo, 20.10.2025 16:00 - 18:00 Mo, 27.10.2025 16:00 - 18:00 Mo, 03.11.2025 16:00 - 18:00 Mo, 10.11.2025 16:00 - 18:00 Mo, 17.11.2025 16:00 - 18:00 Mo, 24.11.2025 16:00 - 18:00 Mo, 01.12.2025 16:00 - 18:00 Mo, 08.12.2025 16:00 - 18:00 Mo, 15.12.2025 16:00 - 18:00 Mo, 05.01.2026 16:00 - 18:00 Mo, 12.01.2026 16:00 - 18:00 Mo, 19.01.2026 16:00 - 18:00 Mo, 26.01.2026 16:00 - 18:00 Mo, 02.02.2026 16:00 - 18:00 Mo, 09.02.2026 16:00 - 18:00