WiSe 17/18  
Politik- und So...  
Medien und Poli...  
Lehrveranstaltung

Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Medien und Politische Kommunikation (Studienordnung 2017)

337c_MA120

Einführungsveranstaltung MA-Erstsemester.


GD et al.
Mi 11.10.2017 12.00 -15:00, : HFB-A
12:00 - 13:00 Vorstellung des MA Medien und Politische Kommunikation sowie des MA Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
13:00 - 14:00 Präsentationen zum Auslandsstudium
14:00 - 15:00 Kurzpräsentation aller Arbeitsstellen des Instituts
  • Theorien und Befunde der politischen Kommunikationsforschung

    337cA1.1
    • 28810 Vorlesung
      Theorien und Befunde der politischen Kommunikationsforschung (Annett Heft)
      Zeit: Di 12:00-14:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: Garystr.55/A Hörsaal (Garystr. 55)

      Kommentar

      In der Vorlesung werden Prozesse der politischen Kommunikation im Lichte von Theorien politischer Öffentlichkeit forschungsnah diskutiert. Zu jedem Thema werden die theoretische Grundlage, verschiedene Ansätze von Designs und empirischen Indikatoren sowie die Befunde von neueren Studien vorgestellt. Die Lehrveranstaltung gibt nicht nur einen Einblick in die aktuelle Forschung über politische Kommunikation und Öffentlichkeit, sie will insbesondere das Verständnis wecken für Probleme der empirischen, international vergleichenden Analyse öffentlicher Debatten und strategischer Kommunikation.

    • 28811 Hauptseminar
      Transnationale Kommunikation und Digitalisierung (Annett Heft)
      Zeit: Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 20.10.2017)
      Ort: Garystr.55/121 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Angesichts der fortschreitenden Supranationalisierung von Politik und zunehmend globaler Problemlagen sind die Bedingungen und Kontexte der Entwicklung transnationaler, grenzüberschreitender Kommunikation in Europa und darüber hinaus virulente Forschungsfragen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Studien zu Phänomenen grenzüberschreitender Kommunikation und deren Infrastrukturen. Gleichzeitig bringen gesellschaftliche und mediale Wandlungsprozesse immer wieder neue Phänomene und Strukturen hervor. Insbesondere die Digitalisierung wirkt sich durch grenzüberschreitende Netzwerke und Onlinedienste auf die Entstehung von Kommunikationsräumen und die Herausbildung transnationaler Kommunikationsgemeinschaften aus. Diese zeigen sich beispielsweise in länderübergreifenden Kooperationen von Journalisten, Medien und anderen Organisationen oder in der Herausbildung transnationaler zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Protestbewegungen. Das angebotene Literatur- und Rechercheseminar nimmt verschiedene Phänomene transnationaler Kommunikation aus theoretischer, empirischer und praktischer Perspektive in den Blick. Die thematische Fokussierung erfolgt in den ersten drei Seminarsitzungen in gemeinsamer Abstimmung. Die Anwesenheit aller Seminarteilnehmer und Seminarteilnehmerinnen in diesen Sitzungen ist daher unabdingbar.

    • 28812 Hauptseminar
      Analyse politischer Netzwerköffentlichkeiten (Daniel Maier)
      Zeit: Fr 10:00-14:00 (Erster Termin: 20.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Gegenstand: Wahlkampf auf Twitter oder Issue-Netzwerke im World Wide Web – politische Öffentlichkeiten sind ohne internetbasierte Kommunikation heute nicht mehr zu denken. Diese Online-Öffentlichkeiten charakterisieren sich durch eine Netzwerkstruktur und werden deshalb auch als Netzwerköffentlichkeiten bezeichnet. Das Seminar blickt aus der Makroperspektive auf Netzwerköffentlichkeiten und fokussiert die Netzwerkstrukturen, welche sich aus Hyperlink- und Follower-Beziehungen, sowie Shares- und Retweets zwischen Akteuren des politischen Lebens im im WWW (Web 1.0) bzw. auf Social-Networking Sites (Web 2.0) ergeben. Medienpolitische Debatten, wie die Regulierung algorithmischer Kuration, sowie sozialpsyocholigische Aspekte (z.B. „Hate Speech“), sind zwar Phänomene dieser Netzwerköffentlichkeiten, aber nicht Gegenstand des Seminars (vgl. hierzu die Seminare von Prof. Jeanette Hofmann und Christian Strippel). Zielgruppe und Vorkenntnisse: Das Seminar versteht sich als Forschungsseminar und richtet sich an fortgeschrittene Masterstudierende, die Freude an der empirischen Forschung haben. Die forschungspraktische Orientierung des Kurses ist darauf ausgerichtet, Kommunikationstheorie und (netzwerkanalytische) Methoden zu verknüpfen und soll Studierende auf ihre Masterarbeit vorbereiten. Vorkenntnisse in der Netzwerkanalyse sind hilfreich, aber keine notwendige Voraussetzung für die Seminarteilnahme. Die erfolgreiche Teilnahme am Methodenmodul wird jedoch nachdrücklichst empfohlen. Aufbau und Termine: Jeder Seminartermin ist zweigeteilt und vierstündig. Aufgrund der erhöhten Präsenzzeit, ist das Seminar mit der Weihnachtspause beendet. Im ersten Teil (10-12 Uhr) jedes Termins werden theoretische Aspekte und empirische Studien diskutiert. Im zweiten Teil (Lab, 12-14 Uhr) rücken die Methoden der Netzwerkanalyse (und Visualisierung) und ihre Umsetzung mit der statistischen Programmierumgebung „R“ (für Visualisierung: „Gephi“) in den Vordergrund. Datensätze werden zur Verfügung gestellt.

    • 28813 Hauptseminar
      Hate Speech in Sozialen Medien (Christian Strippel)
      Zeit: Do 16:00-18:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: Garystr.55/105 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      In sozialen Medien und Online-Kommentarspalten kommt es bei gesellschaftlich kontroversen Themen seit einiger Zeit immer häufiger zu so genanntem ‚Hate Speech’, zu beleidigenden, hasserfüllten Beiträgen durch einzelne Nutzerinnen und Nutzer, die sich gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen und deren Unterstützer/innen richten. Ohne entsprechende Moderation kann diese Hasskommunikation Diskussionen schnell eskalieren lassen oder verhindern. Zudem kann sie zu einer Belastung für diejenigen werden, die von ihr betroffen sind und diskriminiert werden. Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu den demokratietheoretischen Potenzialen und Hoffnungen hinsichtlich einer stärkeren Partizipation der Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Diskurs, die anfangs noch mit sozialen Medien sowie Online-Kommentarbereichen verbunden wurden. Diesem Gegensatz zwischen demokratischer Partizipation und hasserfüllter Kommunikation im Internet widmet sich das Seminar ebenso wie den Voraussetzungen, verschiedenen Formen und Auswirkungen von Hate Speech. Dabei wird sich dem Thema zunächst auf der Grundlage der einschlägigen Literatur genähert. Im zweiten Teil des Seminars wird dann eine Interviewstudie zum Thema entwickelt und durchgeführt. In qualitativen Leitfadeninterviews sollen die Studierenden die Community Manager deutscher (Online-)Medien zu ihren Erfahrungen mit Hasskommunikation und deren Moderation befragen. Das Seminar steht im Kontext eines Forschungsprojekts zu Hasskommunikation im Internet, das zur Zeit am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin durchgeführt wird.

    • 28814 Hauptseminar
      Political Media Relations in a Digital Age: Comparative Perspectives (Kim Murphy)
      Zeit: Do 12:00-14:00 (Erster Termin: 19.10.2017)
      Ort: Garystr.55/105 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      This seminar will examine theoretical approaches for comparing political media relations across different countries. This seminar critically analyses Hallin and Mancini’s Three Models of Media and Politics within the context of today’s digital media environment, in particular, the categorization of countries within the model, their understanding of a media system, and the applicability of their categories of analysis to the current media environment. Does Hallin and Mancini’s typology of media systems still offer a suitable framework for comparing media systems in today’s hybrid media environment? How have media systems and political media relations changed? As part of this seminar, students will examine in detail the media and political systems of a number of different countries.

    • 28815 Hauptseminar
      Theorie und Empirie der Internetpolitik (Jeanette Hofmann)
      Zeit: Mi 10:00-14:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: siehe Kommentar

      Kommentar

      Das Seminar untersucht das neue Politikfeld der Internetpolitik. Darunter verstehen wird die politische Gestaltung der Digitalisierung, d.h. der Infrastrukturen sowie der darauf basierenden Anwendungen und Informationsflüsse. Im Verlauf des Seminars betrachten wir die besonders kontroversen Fragen der Internetpolitik, darunter die Herausforderungen des Urheberrechts im Zeitalter unbegrenzter digitaler Kopien, das Verhältnis von Inhalteregulierung und Meinungsfreiheit, den Datenschutz sowie das Thema Netzneutralität und Plattformökonomie. Auch die Bezüge zwischen diesen Themen, ohne die man nicht von einem Politikfeld sprechen könnte, werden behandelt. Das Seminar verfolgt zwei Lernziele. Zum einen entwickeln wir zusammen ein grundlegendes Verständnis internetpolitischer Herausforderungen und wenden dieses praktisch an. Hierzu erarbeiten die Studierenden u.a. Redebeiträge, Stellungnahmen oder Memos. Zum anderen entwickeln wir analytische Perspektiven auf das junge Politikfeld und lesen hierzu neuere Beiträge aus dem Bereich der Diskurs- und Feldtheorie. StudentInnen der Politikwissenschaft sind willkommen, müssen sich aber persönlich anmelden. Das Seminar findet am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (Reichpiertschufer 50) statt. Treffpunkt für den ersten Termin ist die Eingangshalle.

  • Methoden der empirischen Kommunikations- und Medienforschung B

    337cA1.2
    • 28830 Vorlesung
      Methoden I: Methoden der empirischen Kommunikations- und Medienforschung (Joachim Trebbe)
      Zeit: Mo 10:00-12:00, zusätzliche Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: Ihnestr.21/A Hörsaal (Ihnestr. 21)

      Kommentar

      Die Vorlesung vermittelt vertiefte Kenntnisse kommunikationswissenschaftlicher Datenerhebungsverfahren und Forschungsdesigns. Diese Kenntnisse sollen als Grundlage dienen für eine angemessene Bewertung vorliegender Untersuchungen sowie für die Planung und Durchführung eigener empirischer Studien. In einem ersten Schritt werden dazu kurz die Grundlagen der empirischen Forschung und Datenerhebung wiederholt. Anschließend werden die spezifischen Merkmale der für die Medien- und Kommunikationsforschung relevanten Erhebungsverfahren (Inhaltsanalyse, Befragung, Beobachtung) allgemein behandelt und herausragende Einzelstudien im Bereich der empirischen Kommunikationsforschung kritisch beleuchtet.

    • 28831 Übung
      Inhaltsanalyse: Religion im Wahlkampf. Kurs 1 (Anne Beier)
      Zeit: Di 16:00-18:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: Ihnestr.22/G Hörsaal (Ihnestr. 22)

      Kommentar

      Ziel der Methodenübung ist die praktische Anwendung und Vertiefung der Kenntnisse, die in der Vorlesung „Methoden I: Methoden der empirischen Kommunikations- und Medienforschung“ vermittelt wurden. Konkret soll in kleinen Arbeitsgruppen ein Forschungsprojekt entwickelt und durchgeführt werden, das sich thematisch dem Feld von Religion im Wahlkampf widmet. Als Methode wird dazu die quantitative und qualitative Inhaltsanalyse herangezogen. Aus dem theoretischen Rahmen und dem dazugehörigen empirischen Forschungsstand sollen Forschungsfragen abgeleitet werden. In kleinen Arbeitsgruppen widmen sich die Studierenden dann der Entwicklung eines Forschungsinstrumentes, bevor es an die Datenerhebung und -auswertung geht. Das erstellte Instrument wird in einem Pretest auf Reliabilität und Validität geprüft und abschließend kritisch reflektiert. Die Anmeldung zum Proseminar erfolgt über Campus Management.

    • 28832 Übung
      Inhaltsanalyse: Religion im Wahlkampf. Kurs 2 (Anne Beier)
      Zeit: Di 10:00-12:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: Ihnestr.22/UG 1 Seminarraum (Ihnestr. 22)

      Kommentar

      Achtung: Dieser Kurs ersetzt das angekündigte Seminar „Inhaltsanalyse. Hasskommentare in der politischen Kommunikation“ von Sünje Paasch-Colberg. Damit einher gehen eine Zeit- und Raumänderung! Ziel des Proseminars ist die praktische Anwendung und Vertiefung der Kenntnisse, die in der Vorlesung „Methoden I: Methoden der empirischen Kommunikations- und Medienforschung“ vermittelt wurden. Konkret soll in kleinen Arbeitsgruppen ein Forschungsprojekt entwickelt und durchgeführt werden, das sich thematisch dem Feld von Religion im Wahlkampf widmet. Als Methode werden dazu die quantitative und qualitative Inhaltsanalyse herangezogen. Aus dem theoretischen Rahmen und dem dazugehörigen empirischen Forschungsstand sollen Forschungsfragen abgeleitet werden. In kleinen Arbeitsgruppen widmen sich die Studierenden dann der Entwicklung eines Forschungsinstrumentes, bevor es an die Datenerhebung und -auswertung geht. Das erstellte Instrument wird in einem Pretest auf Reliabilität und Validität geprüft und abschließend kritisch reflektiert. Die Anmeldung zum Proseminar erfolgt über Campus Management.

  • Politischer Journalismus

    337cA1.3
    • 28821 Hauptseminar
      Kommunikationsfreiheit in Deutschland und Europa: Diskursive Aushandlungsprozesse, aktuelle Konfliktfelder ( Saskia Sell)
      Zeit: Di 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Kommunikationsfreiheit ist für demokratische Gesellschaften konstitutiv. Sie ist verfassungsrechtlich verankert und gilt als Menschenrecht. Insbesondere die Dimensionen der Presse-/Medien- und Informationsfreiheit sind notwendige Voraussetzungen für journalistisches Arbeiten. Zugleich wird Kommunikationsfreiheit als politisches und ethisches Prinzip in einem unabgeschlossenen diskursiven Aushandlungsprozess immer wieder neu herausgefordert. Neben der grundrechtlichen Verankerung variiert die gelebte Praxis auch in demokratischen Gesellschaften. Diesem Spannungsfeld widmen wir uns – zunächst in der Aufarbeitung verschiedener theoretischer und historischer Analysen zu Kommunikationsfreiheit und Zensur in Deutschland und Europa, dann in der kritischen Diskussion aktueller Konfliktfelder, die insbesondere den politischen Journalismus und die politischen Diskurse innerhalb der Gesellschaft betreffen. Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre der relevanten deutsch- und englischsprachigen gesellschaftswissenschaftlichen Fachliteratur, zur Auseinandersetzung mit Theorien und Konzepten sowie mit empirischen Studien, mit Essays, Quellenanalysen und Forschungsberichten, ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. Im anschließenden Sommersemester 2018 werden auf dieser Basis im Rahmen einer Forschungsübung eigene Analysen durchgeführt. Zur Vorbereitung lesen Sie bitte eine der drei Einführungen und bringen Sie die Einführung Ihrer Wahl mit zur ersten Sitzung: Petley, Julian (2009): Censorship – A Beginner’s Guide. Oxford: Oneworld Publications. Warburton, Nigel (2009): Free Speech – A Very Short Introduction. Oxford/New York: Oxford University Press. Haworth, Alan (2015): Free Speech – All That Matters. London: John Murray Learning.

    • 28822 Hauptseminar
      Migration, Flucht und Medien (Carola Richter)
      Zeit: Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Die Einwanderung zahlreicher Flüchtender seit 2015 hat die vielfältigen Zusammenhänge von Medien und Migration zu einem heiß diskutierten Thema in Deutschland gemacht. Dabei wird schon lange darüber diskutiert, ob MigrantInnen angemessen repräsentiert werden, wie ihre Mediennutzung aussieht und inwiefern sie sich in Produktionsprozesse einbringen (können). In diesem Hauptseminar wollen wir uns dem Thema aus diesen drei verschiedenen, aber eng miteinander verknüpften Perspektiven nähern. Sowohl zu Repräsentation, als auch zu Nutzung und Produktion werden wir uns bestehende Studien und Formate anschauen. Die Bandbreite reicht dabei von Journalismus über Literatur bis zu Film – je nach Interesse der SeminarteilnehmerInnen. Ziel des Seminars im Wintersemester ist es, sich einen sowohl breiten als auch tiefen Überblick über die Zusammenhänge von Medien mit Migration und Flucht zu verschaffen, um daraus Projektideen für eigene empirische Forschung abzuleiten, die dann im Sommersemester in Teamarbeit umgesetzt werden sollen. Das Seminar soll getragen werden aus studentischer Initiative, die abseits von klassischen Referaten auch aus Worldcafés, Workshops, Gasteinladungen oder Kurzexkursionen bestehen kann.

  • Geschichte und Strukturen politischer Kommunikation

    337cA1.4
    • 28841 Hauptseminar
      Die SPD und die Folgen der Massenpresse um 1900 (Maria Löblich)
      Zeit: Di 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: Ihnestr.22/UG 3 Seminarraum (Ihnestr. 22)

      Kommentar

      Politische Parteien haben spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts Strategien entwickeln müssen, um mit der enorm gewachsenen Bedeutung medial vermittelter öffentlicher Kommunikation nicht nur umzugehen, sondern diese auch für ihre Interessen zu nutzen. Das Seminar untersucht die SPD und die Reaktionen der Partei auf das Aufkommen der Massenpresse. Welches Verständnis von Presse, Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung entwickelten führende Parteipolitiker? Warum kritisierte Kurt Eisner das „bürgerliche Preßgeschäft“? Weshalb schimpfte Franz Mehring, die Presse würde ihren Lesern allen möglichen „Hokuspokus“ vormachen, sie „demoralisieren und verdummen“? Warum setzte die Partei auf die eigene Presse? War das ambivalente Verhältnis der Sozialdemokratie zur massenmedialen Öffentlichkeit auch eine Folge der eigenen Existenzbedingungen und historischen Erfahrungen der Arbeiterbewegung? Das Seminar untersucht die Reaktionen der SPD auf den ersten „Medialisierungsschub“ Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Im ersten Schritt werden die historischen Hintergründe sowie ein theoretischer Rahmen entwickelt, der es im zweiten Schritt erlaubt, SPD-Quellen auszuwerten und in den gesellschaftlichen und medialen Kontext einzuordnen.

    • 28842 Hauptseminar
      Politisierung der Publizistikwissenschaft. Berliner Institutsgeschichte ab den 1950er Jahren (Maria Löblich)
      Zeit: Mi 14:00-16:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Dieses Seminar will auf Erkundungstour in die Geschichte des Berliner Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft gehen und dabei die Studentenbewegung in den Blick nehmen. In der heutigen Kommunikationswissenschaft ist wissenschaftliche Arbeit, die sich explizit politisch-normativen Standpunkten verschreibt, eher selten und mit größerem Begründungsaufwand verbunden. Das war um 1970 anders, besonders an der FU, an der es „im Mittelbau Kämpfe zwischen verschiedenen linken Fraktionen“ gegeben hat, wie ein damaliger studentischer Mitarbeiter erzählt hat, und Marx und Engels Pflichtlektüre waren. Die Politisierung betraf nicht nur Studieninhalte und Forschungsarbeit, sondern auch die Berufung von Professoren und hatte langfristige Auswirkungen für die inhaltliche, soziale und strukturelle Entwicklung des Instituts. Wie haben damalige Studierende diese Zeit erlebt? Welche Rolle haben die Mitarbeiter des Instituts gespielt und welche die Professoren? Unter welchen Bedingungen wurde damals geforscht und gelehrt? Was hat die Politisierung für die Kriterien bedeutet, die Abschlussarbeiten und Qualifikationsschriften erfüllen mussten? Welche unterschiedlichen Lager gab es? Welche Fachverständnisse haben miteinander konkurriert? Wie ist die Politisierung des Instituts im Kontext der Nachbarfächer, der Freien Universität, von Berlin und gesellschaftlicher Entwicklungen zu verstehen? Im Seminar soll über biographische Interviews mit Zeitzeugen und anderen Quellen ein Zugang zu diesen Fragen erschlossen werden. Grundlage der Seminararbeit wird ein Kategoriensystem ein, das in der ersten Hälfte des Seminars entwickelt wird. Theoretischer Ausgangspunkt wird Pierre Bourdieus Soziologie sein. Interviewtipp: http://blexkom.halemverlag.de/knoche-interview/

    • 28843 Hauptseminar
      Zur Kultur & Politik der Weimarer Republik (Hermann Haarmann)
      Zeit: Mo 16:00-18:00 (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Die sogen. Goldenen Zwanziger Jahre mit ihrer ungeheuren Vielfalt an kulturellen Angeboten aus Kunst, Literatur (Satire), Publizistik (Magazine), Theater und Film, Musik nicht zu vergessen, sollen unter kommunikations- und kulturgeschichtlichen Aspekten nachgezeichnet und diskutiert werden. Das Ganze versteht nicht als Nostalgieveranstaltung, sondern als Bestandaufnahme einer vergangenen Metropolenfaszination, die bis in die heutigen Tage hineinstrahlt.

    • 28844 Hauptseminar
      Antifaschistische Spielfilme im Exil (Hermann Haarmann)
      Zeit: Mi 16:00-18:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Ihnestr.22/UG 3 Seminarraum (Ihnestr. 22)

      Kommentar

      Schon gleich mit Beginn des Nationalsozialismus oder spätestens mit Reichstagsbrand und Bücherverbrennung setzen die ersten Fluchtwellen ein. Der Gang ins Exil ist die Folge der ungezügelten, staatlich sanktionierten Verfolgung und Diskriminierung deutscher Juden, Künstler, Wissenschaftler und Politiker, die dem faschistischen Regime verhaßt sind. Diejenigen, die ihr Leben retten können, versuchen nun, auf unterschiedlichste Art und Weise in der Fremde ihren Lebensunterhalt zu sichern. Nur wenigen gelingt eine bruchlose Fortsetzung ihres Berufs unter den Bedingungen des Exils. Wer allerdings erfolgreich ist, bemüht sich sogleich um so intensiver, sich einzureihen in den Kampf gegen den deutschen Faschismus. Besonders die emigrierten Filmemacher – ob in Moskau oder in Hollywood – setzen alles daran, mit ihren Filmen teilzuhaben an einer antifaschistischen Aufklärungsarbeit. Filme scheinen besonders geeignet, dem sowjetischen und amerikanischen Publikum einen Eindruck zu geben von der Brutalität und Aggressivität der neuen Machthaber in Deutschland. An ausgewählten Film-Beispielen aus der Sowjetunion und aus den USA – von Erwin Piscator (Aufstand der Fischer, SU 1935) über Gustav von Wangenheim (Kämpfer, SU 1936) und Herbert Rappaport (Professor Mamlock, SU 1938) bis zu Fritz Lang (Hangman Also Die, USA 1943), Ernst Lubitsch (Sein oder Nichtsein, USA 1942) und Fred Zinnemann (Das siebte Kreuz, USA 1944) – soll in die Problematik des Exilfilms eingeführt und nach der Vorführung der jeweiligen Filme zur Diskussion ermuntert werden.

    • 28845 Hauptseminar
      Transformation in Eastern Europe: Structural Changes in Public Political Communication in the last 30 years (Indira Dupuis)
      Zeit: Mo 12:00-14:00 (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)
  • Forschung in der politischen Kommunikation

    337cA1.6
    • 28871 Colloquium
      MA/BA-Colloquium Wissenskommunikation/ Wissenschaftsjournalismus (Alexander Görke)
      Zeit: Mi 16:00-19:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Garystr.55/C Seminarraum (Garystr. 55)
    • 28872 Colloquium
      Kolloquium Internationale Kommunikation ( Carola Richter)
      Zeit: Mo 10:00-12:00 (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: Garystr.55/101 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Das Colloquium richtet sich an Studierende im Bachelor Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und im Master Medien und Politische Kommunikation, die im Wintersemester 2017/18 ihre Abschlussarbeit im Bereich Internationale Kommunikation schreiben. Dabei werden die Anlage der Arbeiten, theoretischen Konzepte und das methodische Vorgehen der einzelnen TeilnehmerInnen gemeinsam diskutiert. Bitte klären Sie bis Anfang Oktober mit mir ab, ob Ihre Arbeit in meinem Kolloquium betreut werden kann. Bereiten Sie dann zur ersten Sitzung einen Themenvorschlag vor, den Sie in 5 min vorstellen können!

    • 28873 Colloquium
      MA-Colloquium Medienanalyse/ Forschungsmethoden und Mediennutzung (Joachim Trebbe)
      Zeit: Mi 16:00-18:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Garystr.55/121 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Das Magister-/ Master-Colloquium ist in erster Linie eine Lehrveranstaltung für fortgeschrittene Studierende im Masterstudiengang bzw. Magisterstudierende, die über eine Abschlussarbeit im Bereich Medienanalyse und Forschungsmethoden oder Mediennutzung nachdenken bzw. diese konkret planen oder durchführen. Von allen Kandidatinnen und Kandidaten, die bei Dozent/innen des Arbeitsbereichs eine Magister-/ Masterarbeit vorbereiten oder angemeldet haben, wird eine aktive Teilnahme an dem Colloquium erwartet.

    • 28875 Colloquium
      Master-Colloquium Kommunikationspolitik/ Medienökonomie (Klaus Beck)
      Zeit: Di 16:00-18:00 (Erster Termin: 17.10.2017)
      Ort: Garystr.55/101 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Das Colloquium richtet sich an alle BA-Studierende, die ihre Abschlussarbeit in einem der Themenfelder Kommunikationspolitik, Medienökonomie, Medienstrukturen (Mediensysteme) oder Medienethik planen. Gemeinsam mit den anderen KandidatInnen sollen Themenstellungen erarbeitet und präzisiert sowie methodische und arbeitstechnische Probleme bewältigt werden. Hierfür verfassen alle TeilnehmerInnen ein bis zwei Mal im Semester eigene Arbeitspapiere oder Exposés, die an das Colloquium verteilt und gemeinsam diskutiert werden.

    • 28876 Colloquium
      MA Colloquium Journalistik (Margreth Lünenborg)
      Zeit: Mi 16:00-18:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Garystr.55/101 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Das Colloquium wendet sich an Master-Studierende, die im Bereich der Journalismusforschung sowie in Forschungsfeldern, die an der Arbeitsstelle behandelt werden, ihre Abschlussarbeit schreiben wollen. Nach einer Einführung in Felder und Methoden der Journalismusforschung dient das Colloquium dazu, aus den laufenden Abschlussarbeiten zu präsentieren - in der Regel zweimal im Verlauf der Abschlussarbeit. Dabei ergibt sich die Chance, in der Gruppe miteinander die Entwicklung und Präzisierung der Fragestellung, das Forschungsdesign, die methodische Umsetzung sowie Formen der Auswertung zu erörtern. Bitte bereiten Sie zur ersten Sitzung eine knappe Skizze Ihres Vorhabens vor (ca. 1 Seite), eine Vorbesprechung in der Sprechstunde ist möglich.

    • 28877 Colloquium
      MA/BA-Colloquium Empirische Kommunikationsforschung (Annett Heft)
      Zeit: Mi 16:00-18:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Garystr.55/323 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Im Forschungscolloquium Empirische Kommunikations- und Medienforschung werden Abschlussarbeiten von Masterkandidat*innen im Bereich Empirische Kommunikations- und Medienforschung präsentiert und besprochen. Theoretische Konzepte und methodisches Vorgehen der präsentierten Arbeitsvorhaben werden gemeinsam diskutiert. Das Kolloquium wird in diesem Semester zusammen mit dem Bachelorkolloquium (28645) durchgeführt.

    • 28878 Colloquium
      MA/BA-Colloquium Kommunikationsgeschichte (Maria Löblich)
      Zeit: Mo 16:00-18:00 (Erster Termin: 16.10.2017)
      Ort: Garystr.55/121 Seminarraum (Garystr. 55)

      Kommentar

      Im Kolloquium werden die aktuellen Vorhaben für Bachelorarbeiten vorgestellt und theoretische und methodische Probleme gemeinsam diskutiert. Ziele, Konzept und Aufbau der Vorhaben werden kritisch diskutiert und weiterentwickelt. Formale Regeln für das Abfassen der Arbeit können ebenso besprochen werden wie forschungspraktische Fragen. Ziel der Veranstaltung ist es nicht nur, die Arbeit an der Abschlussarbeit zu begleiten, sondern auch verstehen lernen, wie die eigene Arbeit und die anderen Projekte in einen größeren Kontext eingeordnet werden können.BA-Kolloquium Kommunikationsgeschichte Im Kolloquium werden die aktuellen Vorhaben für Bachelorarbeiten vorgestellt und theoretische und methodische Probleme gemeinsam diskutiert. Ziele, Konzept und Aufbau der Vorhaben werden kritisch diskutiert und weiterentwickelt. Formale Regeln für das Abfassen der Arbeit können ebenso besprochen werden wie forschungspraktische Fragen. Ziel der Veranstaltung ist es nicht nur, die Arbeit an der Abschlussarbeit zu begleiten, sondern auch verstehen lernen, wie die eigene Arbeit und die anderen Projekte in einen größeren Kontext eingeordnet werden können.

    • 28879 Colloquium
      Colloquium Exilpublizistik (Hermann Haarmann)
      Zeit: Mi 18:00-20:00 (Erster Termin: 18.10.2017)
      Ort: Garystr.55/105 Seminarraum (Garystr. 55)
    • Strategische Kommunikation in der Politik 337cA1.5
    • Erfassungsmodul für Anerkennung aus M.A. PolWiss 337cA2.2
    • Internationale und international vergleichende Kommunikation 528aA2.1
    • Fremdsprache 1 337cA3.3
    • Fremdsprache 2 337cA3.4
    • Fremdsprache 3 337cA3.5
    • Berufspraktikum 528aA3.1
    • Projektorientierte Vermittlung wissenschaftlicher Problemanalyse 528aA3.2
    • Affines Modul 1 337cH1.1
    • Affines Modul 2 337cH1.2
    • Affines Modul 3 337cH1.3