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Mit Berlin rechnen

Studierende der BMS profitieren von der vielfältigen Berliner Forschungslandschaft im Bereich der Mathematik.

Studierende der BMS profitieren von der vielfältigen Berliner Forschungslandschaft im Bereich der Mathematik.
Bildquelle: Kay Herschelmann

An der Berlin Mathematical School (BMS), der gemeinsamen Graduiertenschule der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität, promovieren exzellente Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt.

News vom 28.04.2015

Berlin ist eine Metropole der Mathematik mit langer Tradition: Hier gründete Gottfried Wilhelm Leibniz, der Erfinder des dualen Zahlensystems, die Preußische Akademie der Wissenschaften, Leonhard Euler entwickelte hier die Variationsrechnung. Konrad Zuse baute in Berlin den ersten Computer, der mit binären Zahlen arbeitete. Heute zählt Berlin zur Weltspitze in der Mathematik – und bildet den exzellenten Nachwuchs von morgen aus.

Die Berlin Mathematical School (BMS) wird seit 2006 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert und war auch in der zweiten Förderperiode bis 2017 erfolgreich. Das breite Spektrum der Mathematik am Wissenschaftsstandort Berlin wird von der BMS in sieben Lehr- und Forschungsgebieten abgebildet, die bewusst nicht entlang traditioneller Grenzen zwischen reiner und angewandter Mathematik verlaufen. Den Studierenden der BMS stehen die zahlreichen Einrichtungen der Berliner Mathematik-Forschungslandschaft für ihre Ausbildung und für die Forschungen zur Promotion offen.

Dazu gehören neben den mathematischen Instituten der drei Universitäten das Einstein Center Mathematics (ECMath), drei Graduiertenkollegs, zwei Max Planck Research Schools, das DFG-Forschungszentrum Matheon, der Sonderforschungsbereich „Raum – Zeit – Materie“, der Sonderforschungsbereich „Discretization in Geometry and Dynamics", der Sonderforschungsbereich Scaling Cascades in Complex Systems das Zuse-Institut Berlin (ZIB) sowie das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS).

Analog zu Promotionsprogrammen an amerikanischen Universitäten führt das Programm der BMS in vier bis fünf Jahren vom Bachelor direkt zur Promotion. Es wird in englischer Sprache gelehrt und geforscht – eine wichtige Grundlage für eine Karriereweg im internationalen Kontext. Von den mittlerweile rund 190 Promovierenden der BMS kommen rund 50 Prozent aus dem Ausland – aus mehr als 50 verschiedenen Ländern.

Inzwischen wurden mehr als 150 Doktorandinnen und Doktoranden der BMS promoviert. Alumni forschen weltweit, sie sind unter anderem an Hochschulen in Berkeley, Boston, Princeton, Paris, Stockholm, oder Zürich tätig.

In der zweiten Förderperiode werden Studien- und Forschungsaufenthalte speziell von deutschen Studierenden im Ausland finanziell unterstützt. Strategische Kooperationsvereinbarungen mit ausgewählten Universitäten wie etwa Jerusalem, Warwick, oder Zürich wurden bereits abgeschlossen, weitere sollen folgen. Mit der Ausweitung des Postdoctoral-Programms können die Studierenden von einem noch größeren Angebot spezialisierter Kurse profitieren.

Die Freie Universität verfügt neben der Berlin Mathematical School über sechs weitere, im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bewilligte Graduate Schools:

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