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Wissen in Bewegung

Die Forscher des SFBs untersuchen historische Wissensbestände und Wissensbewegungen in einer globalgeschichtlichen Perspektive, die langfristige Bewegungen, die über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg stattfinden, einschließt.

Die Forscher des SFBs untersuchen historische Wissensbestände und Wissensbewegungen in einer globalgeschichtlichen Perspektive, die langfristige Bewegungen, die über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg stattfinden, einschließt.
Bildquelle: Dr. Kristiane Hasselmann

Viele Fächer unter einem Dach: In dem Verbund forschen 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 20 Teilprojekten zu Epochen und Kulturen vor der Moderne.

Viele Fächer unter einem Dach: In dem Verbund forschen 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 20 Teilprojekten zu Epochen und Kulturen vor der Moderne.
Bildquelle: Dr. Kristiane Hasselmann

Im Sonderforschungsbereich „Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit“ wird erforscht, wie sich Wissen in europäischen und nicht-europäischen Kulturen gewandelt hat und welche Prozesse hierbei eine besondere Rolle gespielt haben.

News vom 21.08.2014

Der griechische Begriff Episteme umfasst Wissen und Wissenschaft und geht mit dem Anspruch auf (begrenzte) Gültigkeit oder (unbegrenzte) Wahrheit einher. Wissensbestände, wie sie der Sonderforschungsbereich 980 (SFB) untersucht, befinden sich in allen Kulturen in stetem Wandel. Für vormoderne Kulturen ist dieses Phänomen oft bestritten worden.

Wissen der Vormoderne

Wie entsteht neues Wissen? Wie verfestigt es sich in einer Gesellschaft, wie verändert es sich? Welche kulturellen Verflechtungen waren für die Entstehung und den Wandel von Wissen in früheren Epochen der Menschheit von besonderer Bedeutung?

Fragen wie diese untersuchen die rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den insgesamt 20 Teilprojekten des SFB 980 für Epochen und Kulturen vor der Moderne, dies umfasst einen Zeitraum vom 7. Jhd. v. Chr. bis ins 18. Jhd. n. Chr.

Die Welt im Blick

Die Forscher untersuchen historische Wissensbestände und Wissensbewegungen in einer globalgeschichtlichen Perspektive, die langfristige Bewegungen, die über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg stattfinden, einschließt. Sie nehmen dabei beispielsweise die Konfrontation philosophischer Schulen und Traditionen in den Blick, untersuchen, wie Bilder von einem Medium in ein anderes übertragen, wie wissenschaftliche oder theologische Diskurse in poetischen Texten festgehalten, fortgeführt oder in andere Sprachen übertragen wurden.

Expertise bündeln – „Kleine“ Fächer und große Forschung

Grundlage für diese Arbeit ist die interdisziplinäre Zusammensetzung des SFB, bei der die sogenannten „kleinen Fächer“ der Fachbereiche „Philosophie und Geisteswissenschaften“ sowie „Geschichte und Kulturwissenschaften“ der Freien Universität besonderes Gewicht erlangen. Neben der Philosophie, den Geschichts-, Religions-, Kunst- und Literaturwissenschaften sind unter anderem die Ägyptologie, Altorientalistik, Arabistik, Iranistik, Judaistik und Neogräzistik beteiligt.

Vermittlung von Forschungsergebnissen

Der SFB organisiert regelmäßig öffentliche Veranstaltungen. Nach einer Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt und einer Ringvorlesung im Rahmen des Offenen Hörsaals wird in einem Transferprojekt des Forschungsverbundes für das Jahr 2016 eine Präsentation der Forschungsarbeit in der ständigen Sammlung des Museums für Islamische Kunst erarbeitet.

Der Forschungsverbund wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und hat 2012 seine Arbeit aufgenommen. Beteiligt sind neben der Freien Universität die Humboldt-Universität zu Berlin und das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.

Sprecherin des SFB ist Gyburg Uhlmann, Professorin für Klassische Philologie mit dem Schwerpunkt Gräzistik am Institut für Griechische und Lateinische Philologie.

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