Moderne Architektur

17.03.2011

Die Philologische Bibliothek von Lord Norman Foster wird von der Rost- und Silberlaube umschlossen

Die Philologische Bibliothek von Lord Norman Foster wird von der Rost- und Silberlaube umschlossen
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Das Philosophische Institut wurde in den frühen Achtziger Jahren erbaut

Das Philosophische Institut wurde in den frühen Achtziger Jahren erbaut
Bildquelle: Reinhard Görner

Ein großer Teil der Neubauten der Freien Universität zeichnet sich durch architektonische Qualität und zeitgemäßen Baustil aus. Die frühen ambitionierten Bauwerke wie der Komplex von Henry-Ford-Bau (1951-54) und Universitätsbibliothek von Gustav Müller und Franz Heinrich Sobotka (1954), und auch das Universitätsklinikum Benjamin Franklin (1968) konnten nur mit großzügiger amerikanischer Hilfe realisiert werden.

Namhafte Architekten waren für die Freie Universität tätig. So entwarf Wassili Luckhardt die ehemalige Veterinärmedizinische Vorklinik in der Koserstraße (1968) und das Pflanzenphysiologische Institut (1970) und von Lord Norman Foster stammt der Plan für den Neubau der Philologischen Bibliothek (2005).

Die "Rostlaube", das geistes- und sozialwissenschaftliche Zentrum der Freien Universität, ist nach Ansicht von Bauhistorikern auf ihre Art ein Stück Weltarchitektur. Der Bau der geisteswissenschaftlichen Institute der Freien Universität Berlin wurde 1967 von drei namhaften Architekten in Angriff genommen: Georg Candilis, Alexis Josik und Shadrach Woods. Alle drei standen unter dem künstlerischen Einfluss von Le Corbusier. Der Name Rostlaube ist auf das Material Cor-Ten zurückzuführen, einen kontrolliert rostenden Stahl. Der Rostprozess an dem Gebäude kam aber nicht wie geplant nach zwei Jahren zum Stillstand: Es bildete sich nicht die erwünschte Schutzschicht, sondern der Stahl rostete an vielen Stellen durch. Der Komplex ist seit 2006 saniert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Die knappen finanziellen Mittel ließen in den 80er und 90er Jahren die Umsetzung großer Bauvorhaben nicht zu. Deshalb entstanden vor allem kleinere, in Eigenregie durchgeführte Neubauten, wie das Philosophische Institut von Hinrich und Inken Baller (1982/83) und das Immatrikulationsbüro in der Iltisstraße von Doris und Ralph Thut (1995/96).

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