Springe direkt zu Inhalt

Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften - Institut für Sozial- und Kulturanthropologie Katastrophenforschungsstelle (KFS)

Wiss. Mitarbeiter/-in (m/w/d) mit 80%-Teilzeitbeschäftigung befristet bis 31.12.2024 Projektende, vorbehaltlich der Bewilligung Entgeltgruppe 13 TV-L FU Kennung: WiMi_03_21_CliWaC

Bewerbungsende: 18.10.2021

Die Katastrophenforschungsstelle (KFS) an der Freien Universität Berlin ist eine vornehmlich sozial- und geisteswissenschaftlich interdisziplinär arbeitende Einrichtung. Ihre Arbeitsbereiche umfassen die sozialen, politischen und ökonomischen Konstruktions-, Entstehungs-, Verlaufs- und Bewältigungsbedingungen von Krisen und Katastrophen. Sie betreibt dazu sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Beratung.

Die Einstein Research Unit Climate and Water under Change (CliWaC) widmet sich als transdisziplinäre Forschungsinitiative der Berlin University Alliance der Untersuchung wasserbezogener Risiken des Klimawandels im Raum Berlin-Brandenburg. Dabei wird CliWaC sozial- und naturwissenschaftliches sowie praktisches Fachwissen von Stakeholdern zusammenbringen, um Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen gegenüber Auswirkungen des Klimawandels zu entwickeln. Weitere im Rahmen von CliWaC ausgeschriebene Stellen sind zu finden unter: www.cliwac.de/jobs.

Aufgabengebiet:
Das Teilprojekt „Historisch-soziologische Diskursanalyse zum wasserbezogenen Risikomanagement“ untersucht, wie sich Wahrnehmungsmuster, Anfälligkeiten, Kapazitäten, alltägliche und professionelle Anpassungspraktiken, institutionelle und Governance-Systeme (religiös, wirtschaftlich, politisch, kulturell, sozial, technologisch), die mit wasserbezogenen Risiken verbunden sind, historisch zu ihrem heutigen Zustand entwickelt haben. Neben der Analyse von Literatur, qualitativen Interviews und der Durchführung eines Konstellationsanalyseworkshops steht im Mittelpunkt eine historische und soziologische Diskursanalyse, die die Kontingenz der aktuellen Wahrnehmungen, Deutungsmuster, Handlungspraktiken untersucht und erörtert, wie die heutige „Wirklichkeit“ des wasserbezogenen Risikomanagements über die Zeit erzeugt und verändert wurde. Der Ansatz orientiert sich maßgeblich an der historischen Diskursanalyse nach Michel Foucault.

Die zu bearbeitenden Aufgaben umfassen:
•           Durchführung einer historisch-soziologischen Diskursanalyse zum wasserbezogenen Risikomanagement und Vulnerabilitäten seit dem 18. Jh. in ein oder zwei Untersuchungsregionen (Berlin und Berliner Umland)
•           Vorbereitung, Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews
•           Vorbereitung, Durchführung und Auswertung eines Konstellationsanalyseworkshops
•           ggf. Durchführung einer quantitativen Studie in Kooperation mit einem anderen Teilprojekt
•           regelmäßige Präsentation der Forschungsergebnisse auf Veranstaltungen und Workshops
•           Vortrags- und Publikationstätigkeiten (dt./eng.)
•           Unterstützung der Projektleitung bei der Projektorganisation
•           Verfassen von Projektberichten
•           Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmitteln

Einstellungsvoraussetzungen:
Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium (Master/Magister/Diplom)

Erwünscht:
•           gute Kenntnisse der Methoden der historisch-soziologischen Diskursanalyse und Erfahrungen in der Archivarbeit
•           gute theoretische Kenntnisse insbesondere des Werkes von Michel Foucault
•           gute Kenntnisse in der qualitativen Sozialforschung (insbesondere der Durchführung und Auswertung von Interviews und Metaanalysen)
•           Erfahrungen in der Planung, Konzeption und Durchführung empirischer Studien
•           Erfahrungen im Projektmanagement und der Drittmitteleinwerbung
•           Interesse an der sozialwissenschaftlichen Krisen- und Katastrophenforschung
•           Publikationserfahrung
•           eigenverantwortliches, strukturiertes und zuverlässiges Arbeiten

Stellenausschreibung vom: 26.09.2021