Landschaftsarchäologie

- Konsekutiver Masterstudiengang


Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

  • Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang ist ein berufsqualifizierender deutscher oder gleichwertiger ausländischer Abschluss eines geowissenschaftlichen oder archäologischen Hochschulstudiums mit einem geographiewissenschaftlichen oder archäologischem Anteil, der dem des Bachelorstudiengangs Geographische Wissenschaften oder dem Bachelorstudiengangs Altertumswissenschaften der Freien Universität Berlin entsprechen soll.
  • Bewerberinnen oder Bewerber, die den Hochschulabschluss nicht an einer Bildungsstätte erworben haben, in der Englisch Unterrichtssprache ist, haben Englischkenntnisse im Umfang der Niveaustufe B 2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) nachzuweisen.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Freien Universität Berlin erfolgen.

Weitere Informationen enthält die Zugangssatzung für den gemeinsamen Masterstudiengang Landschaftsarchäologie (pdf-Datei).

 

Landschaftsarchäologie als junger interdisziplinärer Wissenschaftszweig umfasst eine große Breite an Themen und methodischen Zugängen. Im gemeinsamen Masterstudiengang Landschaftsarchäologie der Freien Universität Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin verstehen wir Landschaftsarchäologie als eine Wissenschaft, die materielle Spuren vergangener Kulturen im Zusammenspiel von Wechselwirkungen der natürlichen und sozialen Umwelt untersucht (Kluving und Guttmann, 2012). Verschiedene Aspekte landschaftsarchäologischer Forschung werden praktisch und theoretisch gelehrt. Der Aspekt der Interdisziplinarität liegt uns dabei besonders am Herzen. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Zugänge bietet die Chance, „starres Schubladendenken zu überwinden und divergierende Richtungen zu versöhnen: Denkmalpflege und Postprozessualismus, Positivismus und Idealismus, naturwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Archäologie (…).“ (Gramsch 2003,51)

Vor diesem Hintergrund vermittelt der Studiengang disziplinübergreifende Theorie- und Methodenkompetenz sowie Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Disziplinen Geographie, Prähistorische Archäologie und die Geo- und Feldarchäologie.

Die Diskussion theoretische Konzepte zu räumlichen Strukturen und Prozessen hinsichtlich der Naturlandschafts-, Kulturlandschafts- und Siedlungsentwicklung ist fest im Curriculum verankert. Weiterhin ist die Vermittlung von Methodenkompetenz für die Bereiche dreidimensionale Dokumentation, geophysikalische Prospektion, Grabungstechnik, physisch-geographischen Geländemethoden sowie Geographische Informationssysteme und Modellierung ein Kernelement des Studiums der Landschaftsarchäologie.

In den Berliner Wissenschaftseinrichtungen gibt es eine enge Vernetzung zwischen den Altertums- und Geowissenschaften. So arbeiten die genannten Disziplinen im Rahmen des Exzellenzclusters Topoi bereits seit 10 Jahren in zahlreichen Projekten der Research Area A erfolgreich zusammen (http://www.topoi.org/area/a/).

Die Verknüpfung von Forschung und Lehre stellt einen wichtigen Baustein in der Ausbildung von Landschaftsarchäologinnen und Landschaftsarchäologen an der Freien Universität Berlin dar. So sammeln Studierende im Rahmen von Studienprojekten und Geländepraktika Erfahrungen in interdisziplinäre zusammengesetzten Projektteams und werden dabei in die Forschungsprojekte der einzelnen Institutionen eingebunden. Eine Auswahl durchgeführter Studienprojekte finden Sie hier.

Hier finden Sie einen Überblick der aktuellen Forschungsprojekte der Physischen Geographie, der Prähistorischen Archäologie sowie der Geo- und Feldarchäologie.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Keine Zulassung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Keine Zulassung
Studienbeginn
Wintersemester
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Master of Science (M.Sc.)
Regel­studien­zeit
4 Semester

Im ersten Semester zielt das Curriculum auf die Vermittlung von Grundlagenwissen im Bereich Landschaftsarchäologie ab. Ein Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung einer gemeinsamen Sprache, die für eine erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit von großem Wert ist. Als Grundlage hierfür besuchen Studierende mit einem Bachelorabschluss in den Geowissenschaften eine Einführungsveranstaltung im Bachelorstudiengang Altertumswissenschaften und Studierende mit einem Abschluss in den Altertumswissenschaften erhalten einen Einblick in die Grundlagen der Physischen Geographie.

Im zweiten und dritten Semester stehen die Vermittlung von Methodenkompetenz (3-D Dokumentation, Prospektionstechniken, Modellieren, Labormethoden) mit praktischen Übungen und die gemeinsame Bearbeitung eines Studienprojekts im Fokus. Das vierte Semester ist der Bearbeitung der Masterarbeit vorbehalten. Flankiert werden die Kernmodule durch die Absolvierung von Modulen aus affinen Bereich, die aus dem Studienangebot verschiedener Disziplinen gewählt werden können und das Profil der Studierenden schärfen und erweitern.

Einen detaillierten Überblick über die einzelnen Module und zu erbringenden Leistungen gibt die Studien- und Prüfungsordnung.

Module des Studiengangs

Pflichtbereich

Modul Lektürekurs zur Landschaftsarchäologie
Modul Raumwirksame Phänomene, Prozesse und Strukturen in der Landschaftsarchäologie
Modul Prospektion
Modul Projekt I – Paläoumweltforschung
Modul Fachbezogenes Berufspraktikum
Modul Modellieren in der Landschaftsarchäologie
Modul 3D-Dokumentation
Modul Site- und Projektmanagement
Modul Projekt II - Abschluss

Ergänzungsbereich

Studentinnen und Studenten mit einem Bachelorabschluss in den Archäologischen Wissenschaften müssen folgende Module absolvieren:

Modul Einführung in Geographische Informationssysteme für Archäologen
Modul Boden, Relief und Wasserhaushalt

Studentinnen und Studenten mit einem Bachelorabschluss in den Geowissenschaften müssen folgende Module absolvieren:

Modul Einführung in die Archäologie

Affiner Bereich

 

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Landschaftsarchäologie sind aufgrund ihrer breiten und dennoch fundierten Methodenkompetenz gekoppelt mit einem Verständnis der unterschiedlichen theoretischen Zugängen auf dem zunehmend vernetzten Arbeitsmarkt an der Schnittstelle zwischen Geo- und Altertumswissenschaften bestens positioniert. Ihnen steht sowohl der Weg in die Wissenschaft, über eine Promotion, als auch eine Laufbahn in der Bodendenkmalpflege oder bei privaten Ausgrabungs- und Prospektionsfirmen offen.


  • David, B., Thomas, J (Eds) (2010) Handbook of Landscape Archaeology. Left Coast Press.
  • Gramsch, A. (2003) Landschaftsarchäologie – ein fachgeschichtlicher Überblick und ein theoretisches Konzept. In: Landschaftsarchäologie und geographische Informationssysteme, Hrsg. Kunow J. und J. Müller, 35-54. Wünsdorf: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.
  • Haupt, Peter (2012) Landschaftsarchäologie. Theiss
  • Kluiving, S., Guttmann-Bond, E. (2012)Landscape Archaeology between Art and Science. From a Multi- to an interdisciplinary approach. Amerstdam University Press
  • Kluiving, S. J., Lehmkuhl, F. & B. Schütt (2011): Landscape archaeology at the LAC2010 conference. Quaternary International 251 (2012) 1–6
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