Geographische Entwicklungsforschung

- Konsekutiver Masterstudiengang

Fachbereich Geowissenschaften
Institut für Geographische Wissenschaften
Ansprechpartner/-in
Dr. Stefan Schütte
Adresse
Malteserstrasse 74-100
12249 Berlin
Telefax
(030) 838- 470 235

Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

  • Bachelorabschluss in einem geographie-, sozial- oder regionalwissenschaftlichen Studiengang oder ein gleichwertiger Hochschulabschluss,
  • Sprachnachweis in Englisch (Niveau B2 GER).

Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Freien Universität Berlin erfolgen.

Weitere Informationen enthält die Zugangssatzung für den Masterstudiengang Geographische Entwicklungsforschung. (pdf-Datei).

Die Studierenden haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.

Im Studiengang werden auf Basis sozialwissenschaftlicher Theorien, Modelle und Methoden gesellschaftliche Prozesse in Kontexten von Entwicklung und Transformation analysiert. Theorien der Entwicklungsforschung werden auf regionale Kontexte bezogen und Fragen des Ressourcenmanagements sowie der Entwicklungspraxis, -politik und -zusammenarbeit erörtert und im Spannungsfeld von Planung und Anwendung diskutiert. Ebenso werden Methoden der Geographischen Informationsverarbeitung, der empirischen Sozialforschung sowie der qualitativen und quantitativen Datenverarbeitung in empirischen Kontexten themenbezogen angewendet. Ergänzt wird das disziplinär verankerte Studium durch interdisziplinäre Wahlmöglichkeiten zur individuellen Orientierung und Spezialisierung.

Ein zentraler Aspekt des Studiums ist die Projektarbeit, in dem die Studentinnen und Studenten lernen, sowohl selbstständig als auch in der Gruppe empirische Forschungsprojekte im Kontext von Süd- oder Zentralasien zu planen, durchzuführen und zum Abschluss zu bringen. Dazu gehören die Entwicklung der Fragestellung und die Wahl der Arbeitsmethoden, Instrumente und Techniken sowie die Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse.

Studierende der Geographischen Entwicklungsforschung können auf die jahrzehntelange Forschungstradition des Centre for Development Studies (ZELF) zurückgreifen. Kontakte und Vernetzungsmöglichkeiten bestehen zu den zahlreichen staatlichen und nicht-staatlichen Wissenschaftseinrichtungen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und -politik in Berlin.

Der Campus in Lankwitz verfügt über eine Geowissenschaftliche Bibliothek mit einem großen Bestand an Büchern, Zeitschriften, Karten und Dias, und umfasst auch den Bücher- und Zeitschriftenbestand der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin (nach 1945). Für die Datenverarbeitung im Rahmen von Lehrveranstaltungen stehen drei Rechnerpools zur Verfügung.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. und 4. Fachsemester)
Bewerbungs- und Anmelde­zeitraum
Nur für das 1. Fachsemester: 15.04.-31.05. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester)
Studienbeginn
Wintersemester
Studiensprachen
Deutsch, Englisch
Abschluss
Master of Science (M.Sc.)
Regel­studien­zeit
4 Semester

Der Studiengang gliedert sich in einen disziplinären Bereich im Umfang von 75 Leistungspunkten (LP), einen interdisziplinären Wahlbereich (15 LP)und die Masterarbeit (30 LP).

Der disziplinäre Bereich umfasst die Grundlagen der Entwicklungsforschung und -politik, der Mensch-Umwelt-Beziehungen und der regionalen Geographie Süd- und Zentralasiens sowie die Methoden der Geographischen Informationsverarbeitung und des Projektmanagements. Auf diesen Kenntnissen bauen die Projektarbeit und das Arbeiten in der Berufspraxis auf.

Im interdisziplinären Bereich können Module fachnaher Disziplinen zur individuellen Spezialisierung und Orientierung gewählt werden.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studien- und Prüfungsordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Siedefiniert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und der Master-Prüfung. In der Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Science (M.Sc.) verliehen.

Module des Studiengangs

Grundlagen und Methoden

Modul Grundlagen der Geographischen Entwicklungsforschung
Modul Mensch-Umweltbeziehungen
Modul Strategien und Instrumente der Entwicklungspolitik I – Ökonomische und ökologische Dimensionen
Modul Strategien und Instrumente der Entwicklungspolitik II – Politisch-institutionelle und gesellschaftliche Dimensionen
Modul Regionale Studien – Regionale Geographie Süd- und Zentralasiens
Modul Geographische Informationsverarbeitung für die Entwicklungsforschung
Modul Projektmanagement

Spezialisierung und Projektarbeit

Modul Projekt I – Empirische Entwicklungsforschung
Modul Projekt II – Entwicklungsforschung und Entwicklungspraxis
Modul Geographisches Arbeiten in der Berufspraxis

Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.

Mögliche Tätigkeitsbereiche umfassen nationale und internationale Entwicklungsorganisationen, den publizistischen und medialen Multiplikatorenbereich, Behörden, Verbände, Organisationen, Produktionsbetriebe, Nichtregierungsorganisationen (NGO), Entwicklungsagenturen, Beratungsunternehmen, Verwaltungen und Politik.

Absolventinnen und Absolventen sind für ein Promotionsstudium qualifiziert und befähigt, den beruflichen Anforderungen in Wissenschaft und Praxis mit modernen Methoden gerecht zu werden.

  • Gebhardt, Hans & Glaser, Rüdiger & Radtke, Ulrich (Hrsg., 2007): Geographie – Physische Geographie und Humangeographie. Spektrum Akademischer Verlag. München.

Studienschwerpunkt Geographische Entwicklungsforschung

  • Scholz, Fred (2004): Geographische Entwicklungsforschung. Studienbücher der Geographie. Gebrüder Borntraeger. Berlin, Stuttgart.

  • Scholz, Fred (2006): Entwicklungsländer: Entwicklungspolitische Grundlagen und regionale Beispiele. Westermann Schulbuchverlag. Braunschweig.

 

Online-Studienfachwahl-Assistenten der Freien Universität
Studieneinstieg an der Freien Universität Berlin