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Informationen zum NC

Dieser lateinische Begriff steht für "beschränkte Zahl" und bedeutet, dass nicht (viel) mehr Bewerber zugelassen werden dürfen als – nach den Berechnungen der Hochschule – Studienplätze verfügbar sind. Studiengänge mit beschränkter Platzzahl werden in den Studiengangsbeschreibungen mit dem Begriff "Lokale Zulassungsbeschränkung" kenntlich gemacht.

Erklärvideo

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Wie war der NC in meinem Studienfach an der Freien Universität Berlin?

Stand: 8.04.2020


Quoten nicht nur nach Noten

Unter "NC" wird meist die Durchschnittsnote des Reifezeugnisses verstanden, mit der man beim letzten Bewerbungsdurchgang gerade noch einen Studienplatz erhalten konnte. So einfach funktioniert die Studienplatzvergabe aber nicht.
Die Gesamtmenge der Studienplätze, die im Land Berlin im ersten Fachsemester eines Studiengangs direkt von den Hochschulen vergeben werden, muss in drei Hauptquoten und mehrere Vorabquoten aufgeteilt werden. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet §6 der Hochschulzulassungsverordnung. Dies gilt für alle Studiengänge der Freien Universität mit Ausnahme von Pharmazie und Veterinärmedizin, da diese Studiengänge über das zentrale Vergabefahren Hochschulstart.de vergeben werden. Außerdem gibt es für Modulangebote abweichende Zulassungsregeln, die bei den NC-Tabellen für Modulangebote erklärt werden.


Vorabquoten gibt es für folgende Bewerbergruppen:

  • Acht Prozent der Plätze werden unter Nicht-EU-Bürgern und staatenlosen Bewerbern verteilt: Sie werden nur nach der Qualität ihrer Hochschulzugangsberechtigung zugelassen.
  • Weitere acht Prozent der Plätze werden an beruflich Qualifizierte ohne Abitur vergeben. Innerhalb dieser Studienplatzquote findet die Auswahl nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (Note der Aufstiegsfortbildung/Fachschul- oder Berufsausbildung) statt.
  • Keine Rolle spielt die Note für Bewerber, die in der Härtefallquote (pdf-Datei) (drei Prozent der Plätze) zugelassen werden. Ein außergewöhnlicher Härtefall liegt z.B. dann vor, wenn eine Ablehnung der Studienplatzbe­werbung eine außergewöhnliche Härte bedeuten würde.
  • Andere Regelungen gelten für die Quote der Zweitstudienbewerber (drei Prozent), die schon ein Hochschulstudium abgeschlossen haben.
  • Mindestens fünf Prozent der Studienplätze werden in Berlin für minderjährige Bewerberinnen und Bewerber vorab vergeben. Bedingung ist, dass man zum Bewerbungsschluss noch nicht 18 Jahre alt ist und bei einer sorgeberechtigten Person in Berlin oder Brandenburg seinen Wohnsitz hat (§ 6 der Hochschulzulassungsverordnung). Wer diese Voraussetzungen erfüllt, wird in dieser Quote berücksichtigt. Gibt es innerhalb dieser Quote mehr Anträge als Plätze, wird nach der Abiturnote ausgewählt.
  • ein Prozent der Studienplätze werden an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die einem im öffentlichen Interesse förde­rungswürdigen Personenkreis angehören und auf­grund besonderer Umstände an den Studienort gebunden sind, insbesondere Bewerberinnen und Bewerber, die einem auf Bundesebene gebildeten A-, B-, C- oder D/C-Kader eines Bundesfachver­bandes des Deutschen Olympischen Sportbundes für eine von den Olympiastützpunkten in den Län­dern Berlin oder Brandenburg betreuten Sportar­ten angehören.


NC-Irrtümer und Zulassungschancen

Um den Numerus Clausus ranken sich einige besonders hartnäckige Gerüchte. Der am weitesten verbreitete NC-Irrtum ist, dass Noten für NC-Fächer vorher festgelegt würden. Festgelegt wird aber nur die Zahl der Studienplätze. Wer einen Studienplatz bekommt, hängt vor allem von der Menge und Qualität der konkurrierenden Bewerbungen ab. Die veröffentlichten Notengrenzwerte in der NC-Tabelle beziehen sich stets auf vergangene und nie auf künftige Verfahren. Sie haben deshalb nur einen gewissen Orientierungswert – künftige Auswahlgrenzen können völlig anders aussehen.

Mindestnoten hat die Freie Universität zurzeit nur für Pharmazie und Veterinärmedizin und nur in der Quote "Auswahlverfahren der Hochschulen" festgelegt; sie sind die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Verfahren.

Ein anderer großer NC-Irrtum ist, dass sich die Note durch Bewerbungen oder Wartezeit verbessert. Die Abiturdurchschnittsnote lässt sich weder durch Bewerbungen noch durch Wartezeit beeinflussen. Eine Verbesserung ist nur im Ausnahmefall möglich durch einen begründeten "Antrag auf Nachteilsausgleich – Verbesserung der Durchschnittsnote". Dafür muss man nachweisen, dass die Durchschnittsnote in der Schule über lange Zeit viel besser war, bevor sie sich z.B. wegen Krankheit vor dem Abitur signifikant verschlechterte.

Einen solchen Antrag kann man auch zwecks Verbesserung der Wartezeit stellen. Wartelisten über das jeweilige Verfahren hinaus gibt es nicht. Auch die Wartezeit wird nie vorher festgelegt, sie ergibt sich immer wieder neu aus dem aktuellen Zulassungsverfahren.