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Anatomie: „Die Welt unter der Oberfläche“ | Institut für Veterinär-Anatomie

Computertomographie Minipig

Computertomographie Minipig
Bildquelle: Institut für Veterinär-Anatomie

Die Ausbildung der Tierärztinnen und Tierärzte ist darauf ausgerichtet, eine solide Wissensbasis für Praxis und Forschung zu schaffen. Die Aufgabe der Veterinäranatomen ist es dabei, den Aufbau der Tierkörper zu untersuchen und den zukünftigen Tierärzten zu vermitteln, denn richtige Diagnosen kann nur stellen, wer die Anatomie seiner Patienten gut kennt.

In der makroskopischen Anatomie wird in Präparierübungen die Gestalt, Lage und Struktur von Körperteilen und Organen demonstriert. Dabei kommen auch Dauerpräparate wie Plastinate zum Einsatz. Großer Wert wird auf klinisch-angewandte Übungen gelegt. Hierbei ist es wichtig, das Gelernte auf das lebende Tier zu übertragen. Bereits in diesem frühen Stadium lernen die Studierenden bildgebende Verfahren wie Röntgen und Sonographie kennen, denn sie bieten eine Grundlage für die spätere Diagnoserstellung in der klinischen Tätigkeit.

Die Teildisziplin Histologie beschäftigt sich mit der mikroskopischen Anatomie. Dabei wird der Aufbau von Zellen, Geweben und Organen vor allem mit dem Lichtmikroskop untersucht. Ohne die Kenntnis der Strukturen ist eine Diagnose krankhafter (pathologischer) Veränderungen nicht möglich. In der Embryologie werden die Entwicklung des Körpers und deren Störungen (Fehlbildungen) gelehrt.

Zusätzlich zu klassischen Lehrmethoden rückt auch das E-Learning mit diversen multimedialen Anwendungen, wie z. B. das Präparieren und Mikroskopieren im virtuellen Raum, in den Fokus.

Im Bereich der Forschung werden verschiedene Techniken angewandt. Das Spektrum reicht von molekularbiologischen Methoden über die Elektronenmikroskopie und Zellkultur bis hin zur Computertomographie. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt liegt dabei im Bereich von Tierschutz und Tierwohl. Hierbei wird Wert auf das 3R-Prinzip − Replacement (Vermeidung), Reduction (Verringerung), Refinement (Verfeinerung) von Tierversuchen − gelegt. Aktuell ist das Institut an mehreren Forschungskonsortien beteiligt, die sich mit tierschutzrelevanten Fragen beschäftigen, wie z. B. der Vermeidung des Tötens von männlichen Küken in der Legehennenhaltung.

PROGRAMM (KL29, Foyer der Hörsäle) 17.00−0.00 Uhr Präsentationen und Experimente
  • Anatomische Charakteristika von ausgewählten Organen einer Zweinutzungshühnerlinie (Lohmann Dual) im Vergleich zur Mastlinie (Ross 308):
    Wussten Sie, dass in Deutschland pro Jahr ca. 50 Millionen männliche Küken am ersten Lebenstag getötet werden? Unser Projekt tut etwas dagegen.
  • In vitro and in situ studies in human and porcine skin and human skin constructs:
    Alternativmethoden zum Tierversuch bei der Hautforschung.
  • „Second Room“ − die flächendeckende virtuelle E-Learning-Umgebung der Veterinär-Anatomie:
    Lehre im digitalen Zeitalter einschließlich virtuellem Präparier- und Mikroskopiersaal.
  • 3D-Computermodelle von Großtieren − ein Beitrag zur tierschutzrelevanten Forschung:
    Wie die Vermessung von Tieren im Computertomographen (CT) zum Tierschutz beitragen kann.

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin
Hausnr. 7a auf Lageplan
Buslinien: grün, blau, orange, gelb
Abendkasse
Zeit: 17.00−0.00 Uhr
Infos: www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/institute/we01/