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Tierwohl und Tiergesundheit bei landwirtschaftlichen Nutztieren | Klinik für Klauentiere

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Bildquelle: Tierärztliche Hochschule Hannover/Klinik für Klauentiere

Untersuchung zur Betäubung von Schlachtschweinen

Untersuchung zur Betäubung von Schlachtschweinen
Bildquelle: Klinik für Klauentiere

Kabellose Tierwohlüberwachung beim Schwein

Kabellose Tierwohlüberwachung beim Schwein
Bildquelle: Klinik für Klauentiere

Kabellose Tierwohlüberwachung beim Schwein mittels Messung der Herzfrequenzvariabilität

Die Herzfrequenz passt sich den verschiedenen Anforderungen an, denen der Organismus ausgesetzt ist. Die damit verbundene Abweichung der momentanen Herzfrequenz wird Herzfrequenzvariabilität (HRV) genannt, die vom autonomen Nervensystem (ANS) beeinflusst wird. Die das Tierwohl beeinträchtigenden Belastungen haben Auswirkungen auf das ANS und könnten damit indirekt über die HRV-Messung erkannt werden. Die HRV wird aus einem Elektrokardiogramm berechnet. Die für die Aufzeichnung notwendigen Klebeelektroden werden aber vom wachen Schwein nicht toleriert.

Bei diesem Projekt wird Schweinen ein für den Menschen konstruierter Brustgurt mit einem integrierten, kabellosen EKG-Aufzeichnungsgerät umgelegt. Via Bluetooth werden die Messdaten auf einen Computer übertragen. Schweine akzeptieren den Brustgurt sehr gut, er kann am wachen Tier in vorübergehender Einzelhaltung angelegt werden. Er hat keinen Einfluss auf das Aktivitäts-, Komfort- und Ruheverhalten sowie auf die Futter- und Wasseraufnahme. Ob im Rahmen der Narkoseüberwachung auch Schmerzzustände mit der HRV-Messung objektiv erkannt werden, wird derzeit bei chirurgischen Routineeingriffen untersucht.

Untersuchung zur Betäubung von Schlachtschweinen mit einem stickstoffgefüllten hochexpansiven Schaum unter Tierschutz- und Fleischqualitätsaspekten (gemeinsam mit Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit)

Die in Großschlachthöfen übliche Gasbetäubung von Schweinen mit Kohlendioxid wird aus Sicht des Tierschutzes kontrovers diskutiert, weil vor Eintritt der Bewusstlosigkeit Atemnot und Schleimhautreizungen wahrgenommen werden können. Die Gase Helium und Argon kommen als Alternativen trotz einer tierschutzgerechteren Herbeiführung der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit aufgrund ihrer Ressourcenknappheit und der vergleichsweise hohen Kosten nicht in Betracht. Mit der aktuellen Studie soll untersucht werden, ob die Exposition von Schlachtschweinen mit einem stickstoffgefüllten hochexpansiven Schaum die Kohlendioxidbetäubung ersetzen kann.

PraeRi − Tiergesundheit, Hygiene und Biosicherheit in deutschen Milchkuhbetrieben

In dem Verbundprojekt „PraeRi: Tiergesundheit, Hygiene und Biosicherheit in deutschen Milchviehbetrieben – eine Prävalenzstudie“ untersuchen veterinärmedizinische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München die Tiergesundheit in deutschen Milchkuhhaltungen. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Die für die Studie besuchten Milchkuhbetriebe werden zufällig ausgewählt. Die Teilnahme ist freiwillig.

Die Tiergesundheit wird im Rahmen der Querschnittsstudie unter den aktuellen Bedingungen beschrieben. Die Berücksichtigung von management- und tierbezogenen Indikatoren lässt dabei Rückschlüsse auf die Tiergesundheit, das Tierwohl und die Biosicherheit in Milchkuhhaltungen in Deutschland zu. Basierend auf den Ergebnissen werden Handlungsoptionen abgeleitet, um Verbesserungen der Gesundheit bei Milchkühen zu erzielen und um eine Diskussionsgrundlage für die in der Milchkuhhaltung tätigen Berufsgruppen und Entscheidungsträger in der Politik zu schaffen.

PROGRAMM (KL29, Foyer der Hörsäle) 17.00−0.00 Uhr Präsentationen
  • Kabellose Tierwohlüberwachung beim Schwein mittels Messung der Herzfrequenzvariabilität
  • Untersuchung zur Betäubung von Schlachtschweinen mit einem stickstoffgefüllten hochexpansiven Schaum unter Tierschutz- und Fleischqualitätsaspekten
  • PraeRi − Tiergesundheit, Hygiene und Biosicherheit in deutschen Milchkuhbetrieben (Infos: ibei.tiho-hannover.de/praeri/pages/1)

Ort: Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin
Hausnr. 7a auf Lageplan
Buslinien: grün, blau, orange, gelb
Abendkasse
Zeit: 17.00−0.00 Uhr
Infos: www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/kliniken/we18