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Auf der Suche nach dem Glück | Institut für Volkswirtschaftslehre

Measuring Happiness

Measuring Happiness
Bildquelle: The MIT Press 2015

Die Vermessung des Glücks

Die Glückforschung stellt die Grundfeste der Wirtschaftswissenschaften zur Debatte. Sollen wir uns wirklich noch am Bruttoinlandsprodukt als Maß für unseren Wohlstand orientieren? Ist mehr Konsum tatsächlich besser als weniger? Sollte der Staat uns nicht besser durch hohe Steuern davon abhalten, so viel zu arbeiten? Unser Programm zeichnet die neueren Entwicklungen der ökonomischen Glücksforschung nach und zeigt auf, warum die Vermessung des Glücks uns zwar viele wertvolle, neue Einsichten bringt, aber sich nur bedingt für die Messung gesellschaftlichen Fortschritts eignet. Auch wenn Geld allein nicht glücklich macht, so ist es dennoch das ökonomische Wachstum, das uns helfen kann, glücklicher zu werden, indem es uns unterstützt, uns älter werden, uns immer mehr zusätzliche Zeit genießen lässt, eine immer bessere Gesundheitsversorgung ermöglicht und die Voraussetzungen für den Ausbau des Sozialstaates schafft.

Macht Arbeit glücklich?

Wer kennt sie nicht, die eingetrübte Stimmung am Ende des Urlaubs oder am Sonntagabend, wenn die Arbeit wieder ruft? Der Beruf entzieht uns Zeit für den Partner, für die Kinder, für Freunde und allerlei Hobbys. Der Begriff Work-Life-Balance suggeriert uns, dass die Arbeit vom eigentlichen Leben getrennt zu betrachten sei und mit ihm erst ins Gleichgewicht gebracht werden müsse. Ist die Arbeit also nur notwendiges Übel, um Geld zu verdienen? Die Glücksforschung zeichnet ein vollkommen anderes Bild. Ausgerechnet der Verlust der Arbeit macht so unglücklich wie kaum ein anderes Lebensereignis. Hier erscheint Arbeit plötzlich essentiell – kein „life“ ohne „work“. Und dies liegt nur zu einem kleinen Teil am Rückgang des Einkommens, den die Arbeitslosigkeit verursacht. Der Vortrag erläutert anhand aktueller Studienergebnisse, warum Arbeitslosigkeit unser Glücksempfinden so sehr mindert und welche Empfehlungen wir aus den Erkenntnissen der Glücksforschung für eine Arbeitsmarktpolitik gewinnen können, die auch die Zufriedenheit von Arbeitnehmern zum Ziel hat.

PROGRAMM (Raum KL25/134)

Präsentationen/Vorträge

  • 19.00−19.45 Uhr Die Vermessung des Glücks: Die Bedeutung der Glücksforschung für die Wirtschaftswissenschaft.
  • 20.15−21.00 Uhr Macht Arbeit glücklich?

Hinweis: Im Vorfeld dieser Veranstaltung findet eine Vortragsserie des Marketing Departments zum Thema Werbung: Faszination und Manipulation statt. Sie sind herzlich eingeladen, auch an diesen Vorträgen teilzunehmen.

Außerdem
  • Eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken

Ort: Fabeckstraße 25, 14195 Berlin
Hausnr. 7b auf Lageplan
Buslinien: grün, blau, orange, gelb
Abendkasse
Zeit: 19.00−21.00 Uhr
Infos: www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/vwl/schoeb