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Bundesforschung rund um die Kulturpflanze | Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für

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Versuchsfeld des Julius Kühn-Instituts in Dahlem

Versuchsfeld des Julius Kühn-Instituts in Dahlem
Bildquelle: M. Glitschka, JKI

Vorratsschädlinge

Vorratsschädlinge
Bildquelle: V. Misgaiski, JKI

Regenwürmer aus Feldversuchen für Artbestimmung

Regenwürmer aus Feldversuchen für Artbestimmung
Bildquelle: B. Hommel, JKI

In unserem Bundesforschungsinstitut, das den Namen des Agrarwissenschaftlers Julius Kühn trägt, dreht sich alles um die Kulturpflanze! Kommen Sie mit uns auf eine Forschungsreise! Wir beginnen auf einem 7-Hektar-Versuchsfeld mitten in Dahlems Villengegend mit der Suche nach resistenten Weizensorten. Aus dem Boden als Pflanzenstandort machen wir zur Langen Nacht ein Kinderspiel. Pflanzen entnehmen den unterschiedlichen Böden eine Menge von chemischen Elementen und Verbindungen und produzieren dabei eine bunte Mischung von Inhaltsstoffen, die Sie mit uns analysieren können. Gefräßige Schädlinge bedrohen unsere Kulturpflanzen im Feld – wir berichten über ausgeklügelte Abwehrmethoden. Beim Pflanzenschutz behalten wir die Schonung nützlicher Bodenorganismen im Auge und demonstrieren dazu unsere Labortests. Nach der Ernte fängt der Vorratsschutz an – das große Krabbeln ist hautnah zu erleben! Große und kleine Forscher können bei uns mikroskopieren und experimentieren und sogar dabei sein, wenn die Erbsubstanz aus einer Zwiebel „gezaubert“ wird. Und zum Schluss kann man probieren, ob der Wein aus resistenten Rebsorten schmeckt.

PROGRAMM 17.00−0.00 Uhr (regelmäßig) Führung (Versuchsfeld)
  • Feldversuche zur Erkennung pilzresistenter Getreidesorten:
    Auf dem Versuchsfeld Dahlem wird ein Parzellenversuch zur Anfälligkeit von Weizensorten gegenüber Gelbrost gezeigt. Pilzresistente Sorten ermöglichen eine Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes. Ausgestellt und erklärt werden außerdem die für die Versuchsdurchführung erforderlichen landwirtschaftlichen Spezialgeräte.
17.00−0.00 Uhr Experimente und Demonstrationen
  • Pflanzenchemie − sichtbar, riechbar und nützlich (für Kinder geeignet):
    Pflanzen produzieren eine riesige Anzahl an niedermolekularen Inhaltsstoffen, die z. B. als Abwehr- oder Lockstoffe wichtig sind. Große und kleine Forscher können hier pflanzliche Farb- und Riechstoffe mit Nase, Auge sowie mit Dünnschichtchromatographie analysieren und etwas über ihre Funktion für Mensch und Umwelt erfahren. (Haus A, 1. OG, links)
  • Regenwürmer und Springschwänze − unermüdliche Helfer im Boden:
    Da Regenwürmer und Springschwänze für die Bodenfruchtbarkeit wichtig sind, ist ihr Schutz unverzichtbar! So werden u. a. die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Wir präsentieren Tiere zum Anfassen und Mikroskopieren sowie Fluchttest und andere Experimente. Für besonders Interessierte werden Ergebnisse genetischer Untersuchungen gezeigt. (Haus A, 1. OG, rechts)
  • Das spannende Leben vorratsschädlicher Insekten:
    Kennen Sie die Mitesser in Ihrer Speisekammer? Nicht nur uns schmecken Müsli und Nüsse, auch Insekten bedienen sich ungefragt an den Vorräten. Was kann man gegen Käfer oder Motten im Mehl tun? Vieles von unseren Insekten zu sehen und zu hören sowie hilfreiche Tipps gibt es beim Fachbereich Vorratsschutz. (Haus A, 1. OG)
  • Was Dir der Boden erzählt (für Kinder):
    Mitmachexperimente für Groß und Klein. Hier erfährst Du, wie chemische Elemente auf das Pflanzenwachstum wirken. Außerdem kannst Du mit einfachen Experimenten verschiedene Bodeneigenschaften bestimmen. (Pavillon rechts vor Haus A)
Vorträge mit Diskussion (Haus A, 3. OG, Raum 300)
  • 19.00−19.45 Uhr Kartoffelkäfer − der ärgste Feind der Knolle:
    Seit 1936 ist der Kartoffelkäfer in Deutschland der ärgste Feind der Knolle. Der Vortrag mit Film zeigt die Entwicklung des Pflanzenschutzes am Beispiel der Kartoffelkäferbekämpfung von damals bis heute.
  • 19.45−20.30 Uhr Vorräte in tropischen Klimaten nachhaltig schützen:
    In warmen Klimaten droht Getreide und Hülsenfrüchten ganzjährig Schädlingsbefall. Insekten können vom Feld in die Vorratslager verschleppt werden. Traditionelle Getreidelager sind nicht insektendicht. In einigen Ländern werden abschreckende und insektizide Pflanzenteile zwischen das Erntegut gelegt, um Schäden zu verringern. Neu untersucht werden Kieselgurstaub, hermetische Lagerung und Lagerung unter Vakuum.
  • 20.30−21.15 Uhr Hortisol (Gartenboden) − der Boden des Jahres 2017:
    Gartenböden sind das Ergebnis gärtnerischer Arbeit und damit auch ein Archiv unserer Kulturgeschichte! Sie erfahren Details über ihr Aussehen und Vorkommen, ihre Entstehung, Unterschiede, Beeinflussung und Gefährdung sowie bekommen Tipps zur intensiven aber nachhaltigen Nutzung. Gartenerdeproben werden zum Anfassen und Beschnuppern herum gereicht.

Ort: Königin-Luise-Straße 19, 14195 Berlin
Hausnr. 18 auf Lageplan
Buslinien: blau, gelb
Abendkasse
Zeit: 17.00−0.00 Uhr
Infos: www.julius-kuehn.de/oepv