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DIALOGRUNDEN: Da geht noch was! Die Bildungslandschaft im Bezirk gemeinsam gestalten

An fünf verschiedenen Dialogrunden konnten die Teilnehmenden mit geladenen Expert*innen diskutieren, wie eine zukunftsorientierte Umweltbildungslandschaft im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zukünftig gemeinsam gestaltet werden kann, welche Herausforderungen dabei bestehen und wie gemeinsame Lösungen aussehen könnten. In der ersten Dialogrunde widmete sich Dr. Alexander Enders, Vorsitzender des Vereins Berlin-Brandenburger Schulgeographie e. V.  und Lehrer am Schadow Gymnasium, Bezirk Steglitz-Zehlendorf zusammen mit den Teilnehmenden der Frage des Rahmenlehrplans als Chance für mehr Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung und wie dieser und die verschiedenen grünen und außerschulischen Lernorte zusammenpassen. 

Die zweite Dialogrunde wurde begleitet von Wolfgang Schwarz, Fortbildungszentrum für nachhaltige Entwicklung (BNE-Zentrum) und widmete sich dem Thema der Umweltbildungslandschaft Steglitz-Zehlendorf im Jahr 2030. 

In der dritten Dialogrunde beschäftigten sich die Teilnehmer*innen zusammen mit Malte Berg und Marten Neun der Klima AG des Goethe-Gymnasium Lichterfelde und Dorothea Doerr von der studentischen Initiative Kreidestaub e. V. und selbst Studentin der FU Berlin mit der Frage, wie Schüler*innen als Change Agents stärker an der Umweltbildungslandschaft beteiligt werden können. 

Die vierte Dialogrunde ging der Frage nach Kooperationen und Vernetzung als Schlüssel für die bezirkliche Umweltbildung der Zukunft nach. Ralf Liebau, Prozessbegleiter der berlinweiten bezirklichen Koordinierungsstellen, Stiftung Naturschutz Berlin betreute diesen Tisch. 

In der fünften Dialogrunde, geleitet von Karola Braun-Wanke und Judith Hübner der Koordinierungsstelle Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Freie Universität Berlin ging es schließlich um die Frage, was die Koordinierungsstelle in Zukunft leisten solle.

Aus den Diskussionsrunden ergaben sich vielseitige Bedarfe, darunter, das Thema Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung auch verstärkt in die Kitas zu integrieren und sowohl für Schulen als auch Kitas Fortbildungen anzubieten. Auch für Eltern und Schüler*innen solle es mehr Fortbildungen geben. Hier wurde auch das Potenzial eines Referent*innenpools gesehen, in dem auch Schüler*innen vertreten seien, um an anderen Schulen zu Referieren und den Schulstrukturen, die wenig Raum für Engagement ließen, entgegen zu wirken und auch Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, Verantwortung zu übernehmen. Hier kamen auch Ideen für eine Gesamtkonferenz zum Thema Klima-AG und einer BNE-Regionalkonferenz zur Sprache. Wichtig sei, vom wem Eindrücke vermittelt würden und dass es in den eigenen Peer-Groups Vorbilder gebe, die vermitteln könnten „Ich kann was erreichen!“. Viele der Angebote seien nicht bekannt und viele Lehrkräfte hätten keinen Bezug dazu, mehr Zeit draußen und außerhalb des Klassenzimmers zu verbringen. Abhilfe könnten hier ein Bezirksnewsletter und eine Internetplattform z. B. der Umweltkalender schaffen, der regelmäßig über Angebote und Neuigkeiten informiere. Auch eine Bildungsmeile oder ein Markt der Möglichkeiten mit Best Practice-Beispielen, eine Öffnung der Institutionen füreinander und die Möglichkeit eines regelmäßigen direkten Austauschs untereinander („Gesichter kennen“) könnten zu einer größeren Sichtbarmachung führen. Es sollte in allen Bezirken feste Schulberater*innen geben. Das Thema der Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung müsse außerdem fest in die Ausbildungspläne von Lehrkräften und Erzieher*innen verankert werden. Angesichts fehlender Angebote sollten weitere Naturerlebnisräume recherchiert und etabliert werden und zur Sicherung der bestehenden Angebote kompetente Finanzierungsberatungen stattfinden. Durch die Etablierung und Erweiterung der Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung im Rahmen von vermehrten Projekten könnten diese Erfahrungen schließlich auch über die Eltern und Familien in die Gesellschaft getragen werden. 

Für die Koordinierungsstelle wurden Aufgaben definiert:

  • Ansprechpartner*in im Bezirksamt zum Thema Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung sein
  • Schnittstelle zwischen Anbieter*innen, Bezirk, Schulen, Kitas sein
  • Recherche von weiteren Naturerlebnisräumen
  • Ausbau und Pflege der Internetplattform mit Informationen, Angeboten und Best Practice-Beispielen unter der Berücksichtigung des Datenschutzes
  • Organisation und Angebot regelmäßiger Fortbildungen und Schulungen durch Experten (z. B. zum Thema Finanzierung, Umweltschule, Klima-AG, Kitas uvm.)
  • Regelmäßiges Zusammentreffen der Akteure untereinander zur weiteren Planung (u. a. Beirat)
  • Unterstützende Beratung bei der Installation von Schulberater*innen
  • Erstellung eines Newsletters
  • Monitoring von Fairtrade in Schulen
  • Konzepte zur stärkeren Verankerung der Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung auch in Kitas und über die Grundschule hinaus