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Focus Areas: Plattformen für Vernetzung und exzellente Forschung

Seit 2006 bilden die so genannten Focus Areas als fachbereichsübergreifende Forschungsallianzen zentrale Elemente der Forschungsstrategie der Freien Universität. Focus Areas sind Plattformen, in denen innovative Forschungsthemen diskutiert, neue Projekte konzipiert und bis zur Antragsreife weiterentwickelt werden - von Sonderforschungsbereichen über die DFG-Exzellenzförderung bis hin zu europäischen Verbundprojekten.

Alle Focus Areas engagieren sich in der Forschungsförderung, Nachwuchsförderung, Internationalisierung und regionalen Vernetzung und spiegeln damit auch die Säulen des Zukunftskonzepts der Freien Universität wider.

In den Focus Areas arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität aus unterschiedlichen Disziplinen und Einrichtungen über einen längeren Zeitraum gemeinsam an komplexen wissenschaftlichen Fragestellungen von hohem gesellschaftlichem Wert. Universitäre Forschungsschwerpunkte werden dadurch gestärkt und zusammen mit gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteuren weiterentwickelt.

Die Focus Areas dienen aber auch der Diskussion fachübergreifender wissenschaftlicher Fragestellungen mit Zukunftspotenzial innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft. Durch ihre hohe Flexibilität, Dynamik und Offenheit sind die Focus Areas ein idealer Ort für die Entwicklung und Erprobung neuer Ideen und die kooperative Vorbereitung neuer Forschungsverbünde und -projekte.

Insgesamt beruht das Focus Area-Konzept auf den folgenden Grundsätzen:

  • Hohe Qualität der wissenschaftlichen, disziplinübergreifenden Forschung - bei besonderer Relevanz für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
  • Intensive Vernetzung und Verbundaktivitäten - regional, national und weltweit
  • Umfassende Unterstützung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler

Die Focus Areas der Freien Universität im Kurzporträt:

Center for Area Studies / Zentrum für Regionalstudien (seit 2006)

Ziel des Zentrums für Regionalstudien ist die interdisziplinäre Erforschung transkultureller und transregionaler Phänomene und Prozesse.

Ziel des Zentrums für Regionalstudien ist die interdisziplinäre Erforschung transkultureller und transregionaler Phänomene und Prozesse.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Das Center for Area Studies (CAS) fungiert als zentrale Schaltstelle für die breit gefächerten, regional orientierten Forschungsaktivitäten in den Geistes- und Sozialwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Insbesondere Nordamerika, Lateinamerika, Osteuropa, Ostasien und der Vordere Orient sind dabei Forschungs- und Lehrschwerpunkte der Freien Universität. Im Blick sind heute aber auch die übrigen Weltregionen wie Westeuropa und Afrika.

Wissenschaftliche Aufgabe des Zentrums für Regionalstudien ist die interdisziplinäre Erforschung transkultureller und transregionaler Phänomene und Prozesse.

Die Einrichtung des Centers for Area Studies war ein weiterer Meilenstein in der Profilierung der Freien Universität Berlin als Zentrum disziplinär basierter und interdisziplinär vernetzter Regionalforschung. An der Freien Universität werden mehrere strukturierte Promotionsprogramme mit Schwerpunkten im Bereich der Regionalforschung angeboten. Dazu zählen beispielsweise die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies, die Graduate School of North American Studies und die Graduate School of East Asian Studies.

Der kürzlich eingeworbene Exzellenzcluster der Exzellenzstrategie „Auseinandersetzungen um das liberale Skript (SCRIPTS)“ ist aus der Focus Area CAS hervorgegangen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des CAS. 

Dahlem Humanities Center (seit 2007)

Geisteswissenschaftliches Zentrum mit Ausstrahlungskraft: Der slowenische Philosoph Slavoj Žižek hielt 2011 die Hegel-Lecture an der Freien Universität.

Geisteswissenschaftliches Zentrum mit Ausstrahlungskraft: Der slowenische Philosoph Slavoj Žižek hielt 2011 die Hegel-Lecture an der Freien Universität.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Das Dahlem Humanities Center (DHC) bündelt die deutschlandweit einzigartige Breite geisteswissenschaftlicher Forschung an der Freien Universität. Es schafft für diese Fülle von Disziplinen und Aktivitäten einen übergeordneten, interdisziplinären Forschungsrahmen zur Untersuchung der Erscheinungsformen, Prinzipien und Wirkungsweisen kultureller Dynamik.

Das Dahlem Humanities Center hat zwei für seine Programmatik essentielle Netzwerke aufgebaut. Zum einen bildet eine Reihe von Workshops und Konferenzen die Grundlage für eine enge Kooperation mit außeruniversitären Forschungs- und Kultureinrichtungen in der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg. Zum anderen unterstreicht die enge Zusammenarbeit mit Humanities Centers an herausragenden amerikanischen, europäischen und asiatischen Universitäten die internationale Ausrichtung des Centers. Sie gibt damit auch richtungweisende Impulse für die gesamte geisteswissenschaftliche Forschung in Berlin.

Der kürzlich eingeworbene Exzellenzcluster der Exzellenzstrategie „Temporal Communities. Literatur als Praxis in globaler Perspektive“ ist aus der Focus Area DHC hervorgegangen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des DHC.

DynAge: Alterns-assoziierte Erkrankungsprozesse beim Menschen: Dynamiken auf der Ebene von Molekülen, Individuen und Gesellschaft (seit 2013)

In der Focus Area DynAge werden sogenannte Alterns-assoziierte Erkrankungsprozesse interdisziplinär untersucht.

In der Focus Area DynAge werden sogenannte Alterns-assoziierte Erkrankungsprozesse interdisziplinär untersucht.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

In der Focus Area DynAge ("Disease in Human Aging - Dynamics at the Level of Molecules, Individuals, and Society") werden sogenannte Alterns-assoziierte Erkrankungsprozesse interdisziplinär untersucht. Ziel ist es, grundlegende Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung von akuten und chronischen Krankheiten über die Lebensspanne zu gewinnen. Das Wissen hierzu ist gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung von großer Bedeutung.

Die Focus Area DynAge trägt dazu bei, dieses Wissen zu erweitern. Hierfür forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Natur-, Geistes- und der Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin zusammen mit medizinischen Experten der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem gemeinsamen medizinischen Fachbereich der Freien Universität und der Humboldt-Universität sowie dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung und anderen Kooperationspartnern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von DynAge.

NanoScale: Nanoskalige Funktionsmaterialien (seit 2009)

In der Focus Area Nanoscale arbeiten Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Biochemie, Biophysik, Chemie, Pharmazie, Physik und Zellbiologie zusammen.

In der Focus Area Nanoscale arbeiten Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Biochemie, Biophysik, Chemie, Pharmazie, Physik und Zellbiologie zusammen.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Die Focus Area "Nanoskalige Funktionsmaterialien (Nanoscale)" erforscht die Eigenschaften nanoskaliger Systeme. Diese reichen von Nanoröhren und Nanopartikeln über Makromoleküle bis hin zu Proteinen und supramolekularen Systemen.

In gemeinsamen Forschungsprojekten arbeiten junge sowie etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Biochemie, Biophysik, Chemie, Pharmazie, Physik und Zellbiologie zusammen.

Die Focus Area ist in die exzellenten Forschungsnetzwerke der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg eingebunden. Eine besonders intensive Zusammenarbeit findet mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg statt: hierzu gehören die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin, Potsdam und Teltow.

Durch die intensive Zusammenarbeit der Focus Area mit den beteiligten Fachbereichen werden die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler umfassend ausgebildet. Die beiden strukturierten Promotionsprogramme Biomedical Sciences und Molecular Science bieten Promovierenden die Möglichkeit zur Mitarbeit in interdisziplinären Netzwerken und eröffnen ihnen vielfältige Perspektiven

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Nanoscale.

Dahlem Centre of Plant Sciences (2009-2017)

Die Focus Area erforschte die vielfältigen Aspekte des Pflanzenlebens.

Die Focus Area erforschte die vielfältigen Aspekte des Pflanzenlebens.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Seit 1907 widmen sich am Standort Dahlem verschiedene Disziplinen der Erforschung von Pflanzen und ihrer nachhaltigen Nutzung. Die Focus Area Dahlem Centre of Plant Sciences (DCPS) knüpfte an diese Tradition an, bündelte die Kompetenzen der beteiligten Fächer und nutzte die einmalige regionale Dichte einschlägiger Institute im Sinne exzellenter Pflanzenforschung. Der in das DCPS eingebundene Botanische Garten und die zugehörigen Sammlungen des Botanischen Museums zählen weltweit zu den größten und bedeutendsten ihrer Art. Das Ziel dieser Focus Area war es, ein umfassendes Verständnis der vielfältigen Aspekte des Pflanzenlebens zu gewinnen. Die Forschung konzentrierte sich auf die Themen

  • Diversität und Funktion
  • Pflanzen und ihre Umwelt
  • Angewandte Pflanzenwissenschaften

Durch die Förderung der Focus Area konnte der interdisziplinäre Sonderforschungsbereich „Priming and Memory of Organismic Responses to Stress“ (SFB 973) eingerichtet werden. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird auch weiterhin in der „Doktorandenschule für Pflanzenwissenschaften“/“Graduate School Plant Sciences“ ausgebildet.

Berliner Universitäten im Verbund