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Topoi

05.02.2009

Zwei Universitäten, vier außeruniversitäre Berliner Forschungseinrichtungen, ein Projekt: Der Exzellenzcluster Topoi – The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations bündelt die Berliner Stärken in der Erforschung der Antike.

Laufzeit: 2007 - 2017

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Clusters erforschen den systematischen Zusammenhang von Räumen und Wissensordnungen in den Kulturen des Vorderen Orients und des Mittelmeerraumes von den frühen Hochkulturen bis zur Spätantike und zum Frühmittelalter. Die Spannweite der Fragestellungen reicht von der Erforschung und Rekonstruktion antiker Landschaften durch die Archäologie und Geowissenschaften über die politisch-soziale Organisation von Räumen sowie ihre Wiedergabe in Bildern und Texten bis hin zu den wissenschaftlichen Konstruktionen von Räumen in der antiken Philosophie und Mathematik.

Der gemeinsam von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin getragene Forschungsverbund ist das Ergebnis der Kooperation aller in Berlin mit der Erforschung des Altertums befassten Institutionen: An keinem anderen Ort in Deutschland sind die Kulturen der Alten Welt so präsent wie in Berlin. Auf der 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Museumsinsel – Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) –  stehen der Pergamonaltar und das Ischtartor mit seiner Prozessionsstraße aus Babylon neben zahlreichen anderen berühmten Denkmälern. Hier präsentierte sich Topoi der interessierten Öffentlichkeit: Mit der Ausstellung „Jenseits des Horizonts“ (22. Juni bis 30. September 2012) im Pergamonmuseum gab der Exzellenzcluster zum Abschluss der ersten Förderphase Einblicke in seine Forschungsansätze und Themen. Die Ausstellung zählte über 100.000 Besucherinnen und Besucher.

Berlin ist auch der Sitz der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), das Forschungen und Grabungen in den Ländern der Alten Welt unternimmt und fördert. In der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) werden antike Inschriften und Texte ediert und unter verschiedenen Gesichtspunkten interpretiert. Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte erforscht Wissenssysteme der Antike. Darüber hinaus ist Berlin für die Kulturen der Alten Welt ein zentraler Ort universitärer Lehre und Forschung:

An der Freien Universität und der Humboldt-Universität sind in einzigartiger Vielfalt Fächer vertreten, die sich mit den Kulturen der Antike beschäftigen, etwa Ägyptologie, Altorientalistik, verschiedene Archäologien, Klassische Philologie, Geschichte und Philosophie. Diese enorme Forschungsstärke und das einzigartige Forschungskapital sind in dem Exzellenzcluster gebündelt.

Dieses Erfolgsmodell einer fächerübergreifenden Kooperation zwischen den Institutionen wurde durch das im Mai 2011 eröffnete Berliner Antike Kolleg (BAK) in eine langfristige Struktur überführt. Mit der Berlin Graduate School of Ancient Studies des BAK verfügt Topoi über eine Graduiertenschule, deren interdisziplinär ausgerichtete Programme gleichzeitig Akzente für die weitere Arbeit des Exzellenzclusters setzen.

 


Sprecher:

Prof. Dr. Gerd Graßhoff (Humboldt-Universität zu Berlin)
Prof. Dr. Michael Meyer (Freie Universität Berlin)

Kontakt: Dr. Hauke Ziemssen , Tel. +49 30 838-52249

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Topoi.