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Schreiben des Gesamtpersonalrats an das Präsidium zum Thema Klimastreik

News vom 04.09.2019

Klima geht uns alle an und die Freie Universität Berlin als exzellente und familienfreundliche Einrichtung sollte auch Interesse am Umgang mit den immer knapper werdenden Ressourcen auf unserem Planeten haben.

Das Präsidium selbst möchte mit dem angeordneten Betriebsurlaub für Einsparungen bei Strom- und Heizungsverbrauch sorgen und zeigt somit auch Interesse an der Klimaverbesserung.

Wir treiben an der FU die Mülltrennung voran, stellen in manchen Bereichen Dienstfahrräder zur Verfügung und haben eine eigene Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie.

All diese Unternehmungen haben den Hintergrund, Ressourcen zu schonen, Auszeichnungen nach Audits zu erhalten und damit unser Prestige in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Unsere Kinder gehen seit Monaten freitags auf die Straßen, haben mit der „Fridays for Future“- Kampagne den Status des Belächelt-Werdens längst hinter sich gelassen und werden von den „Scientists for Future“ unterstützt, s. z.B.  „The concerns of the young protesters are justified“.

Wir bitten das Präsidium, den Beschäftigten die Möglichkeit zu geben, ohne Angst vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen an Aktionen zum Klimastreik während der Arbeitszeit teilzunehmen.

In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass das Präsidum bereits anläßlich des „Bildungsstreiks“ am 17. Juni 2009 dem damaligen Kuratoriumsbeschluss gefolgt ist:

"Das Kuratorium begrüßt die Absicht von Studierenden und Beschäftigten der Freien Universität, den Wissenschaftssenator, Herrn Prof. Dr. J. Zöllner, darin zu unterstützen, die Forderung der Universitäten nach gesicherter Grundfinanzierung gegenüber dem Finanzsenator durchzusetzen. Das Kuratorium bittet das Präsidium, sich dafür einzusetzen, dass Studierenden und Beschäftigten, die an der Demonstration am 17. Juni im Rahmen der Aktionswoche teilnehmen, keine Nachteile erwachsen."

Auf der gemeinsamen Seite der „Berlin University Alliance“ heißt es:

"Die Universitäten führen bereits Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von 'Fridays for Future' über mögliche Formen der Zusammenarbeit und der Verknüpfung mit der 'Scientists for Future'-Bewegung."

In diesem Sinne bitten wir das Präsidium zu handeln!

 

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