Springe direkt zu Inhalt

Tätigkeitsfelder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Bedeutung der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Nach dem allgemein anerkannten Verständnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheitsförderung ein auf allen gesellschaftlichen Ebenen ansetzendes Konzept zur Analyse und Stärkung der Gesundheitsressourcen und -potenziale von Personen, Gruppen und Organisationen. Ziel der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist es daher, die Gesundheit der Mitarbeiter/innen zu erhalten oder zu verbessern, indem Gesundheitspotenziale gestärkt und Gesundheitsgefährdungen abgebaut werden. Dabei wird „Gesundheit“ umfassend und nicht nur als Abwesenheit von Krankheit definiert.

Die Geschäftsstelle BGM setzt sich daher für die Gesundheitsförderung in verschiedenen Projekten und Tätigkeitsfeldern ein. Darüber hinaus finden Sie alle Angebote im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements in unserer Broschüre FUndament Gesundheit.

Projekte und Tätigkeitsfelder der Geschäftsstelle BGM:

Das Projekt Alternsgerechtes Arbeiten beschäftigt sich mit dem demografischen Wandel und den sich daraus ergebenden Folgen für die Arbeitswelt. Jedes Alter erfordert eine entsprechende Gestaltung und Organisation des Arbeitsplatzes. Zum ersten Mal erarbeiten hierbei interessierte Beschäftigte aller Bereiche in drei Teilprojekten Vorschläge zu folgenden Themen:

Arbeitsorganisation und -gestaltung,
Führung,
Weiterbildung.

Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung der Freien Universität Berlin – FUndament Gesundheit - wurde von den Mitgliedern des Steuerkreises als eines der bedeutsam zu behandelnden Gesundheitsthemen auch die „Suchtgefährdung“ aufgegriffen. Einige Mitglieder fanden sich im Juli 2007 zum Arbeitskreis „Suchtprävention“ zusammen. Dieser erarbeitete eine Dienstvereinbarung über den Umgang mit sucht- insbesondere alkoholgefährdeten Beschäftigten. Der Leitfaden für Führungskräfte zum Umgang mit Suchtkrankheiten wurde ergänzend entwickelt.

Zur kollegialen Hilfestellung, Information und Beratung wurde darüber hinaus eine Vereinbarung zum Einsatz Kollegialer (Sucht-)Beraterinnen und Berater beschlossen und umgesetzt: Zwei Mitarbeiterinnen konnten für diese nebenamtliche Tätigkeit gewonnen werden, Carola Warns und Dr. Corinna Weber. Die beiden engagierten Kolleginnen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Freien Universität Berlin wurden für diese Beratungstätigkeit in einem halbjährigen Kurs am Institut für Betriebliche Suchtprävention ausgebildet und gehören auch zum Arbeitskreis Suchtprävention. Frau Dr. Weber schied aus beruflichen Gründen im März 2013 aus und Herr Dirk Janson hat die Beratungstätigkeit übernommen.

 

Alle Mitglieder des Arbeitskreises und insbesondere die Kollegiale (Sucht-)Beraterin/Kollegialer (Sucht-)Berater informieren und beraten Sie gerne und bieten vertrauliche, unkomplizierte und unbürokratische Unterstützung bei vielen Problemen an, wie zum Beispiel:

Mir geht es seit einiger Zeit nicht mehr so gut wie früher, alles ist mir viel zu viel, es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren, ich kann mir nicht erklären, woran es liegen kann.

Ich überstehe keinen Tag ohne Alkohol.

Wie komme ich aus dieser Situation heraus?

Wie erkenne ich Suchtverhalten (Internet, Drogen, Alkohol) - was kann ich tun?

Meine Kollegin/mein Kollege ist in letzter Zeit anders als früher, oft unkonzentriert, reagiert im Kontakt mit mir und anderen ungewöhnlich, verhält sich seit einiger Zeit auffällig reserviert, der Kontakt mit anderen wird vermieden, fehlt in letzter Zeit häufiger (sehr oft freitags und/oder montags), ich muss vermehrt die Arbeit übernehmen.

Wie soll ich mich verhalten, wie kann ich das Problem ansprechen?

Wie kann ich meine/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter unterstützen, welche Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung?

Wir informieren Sie über Suchtmittel und Suchtmittelkonsum und über bestehende außerbetriebliche ambulante und stationäre Beratungsangebote. Auch Ängste vor therapeutischen Maßnahmen können thematisiert werden. Vor oder während einer Therapie bieten wir kollegiale Kontakte zur Stabilisierung und Sicherung des Behandlungserfolges an.

 

Bitte melden Sie sich! Alle Kontakte zur Kollegialen (Sucht-)Beraterin und Kollegialen (Sucht-)Berater, zu den Mitgliedern des Arbeitskreises Suchtprävention, sowie die Beratungen sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht.

 

Kollegiale (Sucht-)Beratung:

Carola Warns, Kollegiale (Sucht-)Beratung, c/o II C, Zentraler Einkauf

Malteser Str. 75-100, 12449 Berlin - Tel: 838-56888

KB-Warns@bgm.fu-berlin.de

Dirk Janson, Kollegiale (Sucht-)Beratung, c/o Technische Abteilung

Rüdesheimer Str. 54-56, 14197 Berlin - Tel: 838-66888

KB-Janson@bgm.fu-berlin.de

 

Arbeitskreis Suchtprävention

Abteilung Personal

Günther Hauer - Tel.: 838-53321

Personalrat Dahlem

Przemyslaw Jaworek - Tel.: 838-52754

Gesamtpersonalrat

Tel.: 838-55012

Personalrat ZE BGBM

Heike Schröder – Tel.: 838-50234

Gesamtschwerbehindertenvertretung

André Lefeber - Tel.: 838-54080

Büro der Zentralen Frauenbeauftragten

Tel.: 838-54259

Arbeitsmedizinisches Zentrum (AMZ) der Charité

Dieter Weigel & Dr. Nicole Graupe - Tel.: 450-570775

 

 

Verschiedene Studien, beispielsweise von der WHO oder Krankenkassen, weisen darauf hin, dass depressive Episoden in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Dies trifft nach anonymisiert ausgewerteten Arbeitsunfähigkeitsdaten der fünf Krankenkassen mit dem höchsten Mitgliederanteil auch für die Freie Universität Berlin zu. Die Ursachen für Depressionen sind zumeist komplex und können in der Person, im privaten als auch im beruflichen Umfeld liegen. Oft kommen mehrere Dinge zusammen, bevor eine depressive Erkrankung ausbricht. Im betrieblichen Kontext können sich u.a. dauerhafte Überforderung, Unsicherheit erzeugende Veränderungen und fehlende Anerkennung negativ auswirken.

Die Freie Universität Berlin reagiert auf die Zunahme der depressiven Episoden und unternimmt insbesondere im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Anstrengungen, auf mögliche betriebliche Einflussfaktoren durch eine gute Arbeitsgestaltung einzuwirken und den Betroffenen Unterstützung anzubieten.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier in unserem Flyer.

Die Geschäftsstelle für das Betriebliche Gesundheitsmanagement hatte die Krankenkassen, bei denen die meisten Beschäftigten der Freien Universität Berlin versichert sind, erstmals im Jahr 2005 gebeten, Daten für die Erstellung eines Gesundheitsberichtes zur Verfügung zu stellen.

Die Daten wurden in anonymisierter Form von den Krankenkassen aufbereitet, von der Gesellschaft für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgewertet und zu einem integrierten Bericht zusammengefasst.

Keine/r der Mitarbeiter/innen der Freien Universität Berlin hat Zugriff auf die Datensätze. Der Gesundheitsbericht ermöglicht es dem Steuerkreis, anonymisierte Informationen über das Gesundheitsgeschehen von mehr als 50 Prozent der Beschäftigten zu erhalten und auf dieser breiten Datenbasis Hypothesen über die Ursachen und die daraus zu entwickelnden Maßnahmen abzuleiten.

Die bislang erstellten Gesundheitsberichte finden Sie hier.

Der Gesundheitstag der Freien Universität Berlin soll den Beschäftigten das Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“ und „Gesunderhaltung am Arbeitsplatz“ näher bringen und veranschaulichen.

Zugleich erhalten alle Akteure, die im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements tätig sind, die Gelegenheit, sich Ihnen vorzustellen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Mitglieder des Steuerkreises freuen sich auf einen regen Kontakt mit Ihnen.

Die kollegiale Beratung ist eine Methode der Personalentwicklung vor allem für Führungskräfte. In einer Runde von Kollegen/innen kann jede Person ein Thema vorbringen, das sie beschäftigt.

In einem nach bestimmten Regeln verlaufenden Gespräch unterbreiten die anderen Teilnehmer/innen Vorschläge und bieten somit eine Bandbreite möglicher Lösungen und eine andere Sichtweise des Problems an.

Sollten Sie näheres Interesse haben, erhalten Sie weitere Informationen zur kollegialen Beratung beim Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin.

Kontakt:

Weiterbildungszentrum der Freien Universität
Otto-von-Simson-Str. 13
14195 Berlin

Ansprechpartner: Nicholas Hübner
Tel.: (030) 838-51478
E-Mail: Nicholas.Huebner@weiterbildung.fu-berlin.de

Als wichtiges Element der Personalführung und Personalentwicklung und zur Förderung einer mitarbeiterorientierten, Gesundheitsförderlichen Gesprächskultur haben die Kanzlerin der Freien Universität Berlin und der Personalrat Dahlem am 29.11.2017 die Dienstvereinbarung über die Durchführung von Jahresgesprächen zwischen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern und Vorgesetzten unterschrieben. Ziel der Gespräche ist es, gemeinsam Entwicklungspotentiale und bedarfe zu erkennen und die Zusammenarbeit und Aufgabenerfüllung zu verbessern. Die Dienstvereinbarung und der dazugehörige Leitfaden für die Umsetzung der Jahresgespräche sind über die unten angegebenen Links erreichbar. Für Rückfragen stehen Ihnen die Geschäftsstelle betriebliches Gesundheitsmanagement und die Stabsstelle Personalentwicklung gerne zur Verfügung.

In unserer Rubrik Anträge und Infos können Sie die Dienstvereinbarung über die Durchführung von Jahresgesprächen zwischen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern und Vorgesetzten sowie den Leitfaden einsehen.

.

Projekt Hochschulsekretariate

Das Arbeitsgebiet der Hochschulsekretariate war in den letzten Jahren einem stetigen und massiven Wandel unterworfen, Kompetenzanforderungen und Aufgaben haben sich stark verschoben.

Neben vermehrten Aufgaben in der Drittmittelverwaltung, ist es z.B. die stetige Digitalisierung der Arbeitsprozesse, aber auch die Anforderungen an Koordinierungstätigkeiten, die zunehmen und sich wandeln.

Bisherige Arbeitsergebnisse haben gezeigt, dass gerade die Bereiche Informationsmanagement, Vernetzung und fachlicher Austausch, sowohl auf horizontaler wie auch vertikaler Ebene eine entscheidende Schwerpunktsetzung darstellen.

Darüber hinaus ist die Stellenstruktur der Sekretariate vermehrt davon geprägt, dass Sekretär/inn/en in den Fachbereichen oftmals eine Zuständigkeit für mehrere Professor/inn/en, oft auch kombiniert mit zwei halben Stellen, haben. Dies kann sowohl unterschiedliche und manchmal diametrale Anforderungen und Erwartungen nach sich ziehen, wie ganz praktische zeitliche und organisatorische Herausforderungen.

Das gemeinsame Projekt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Stabsstelle Personalentwicklung hat zum Ziel hat in einem beteiligungsorientierten Prozess bedarfsorientierte, gesundheitsförderliche Maßnahmen zu entwickeln und nachhaltig zu implementieren. Hierfür wird das Projekt von der Techniker Krankenkasse unterstützt und begleitet.

Grundlage der erfolgreichen Maßnahmenentwicklung ist eine passgenaue Bedarfserhebung, die in vier Fachbereichen als Pilotbereichen der Freien Universität Berlin durchgeführt wird. Genutzt wird hierbei ein Fragebogen, der beteiligungsorientiert in einem Workshop an die spezifischen Bedarfe und Rahmenbedingungen angepasst wurde. An die Befragung schließen sich darauf aufbauende Gesprächsrunden und Workshops an. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen erarbeitet, die als Good-Practice Beispiele in andere Bereiche der Freien Universität übertragbar sind.

 

Projekt Wissenstransfer

Die Sicherung und Weitergabe von Erfahrungswissen und die Begleitung des Ausstiegs von Beschäftigten aus dem Erwerbsleben wird zu einem stetig an Wichtigkeit gewinnenden Aspekt der Personalentwicklung.

Im Rahmen des seit Jahren implementierten und gut etablierten betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und durch weitere betriebliche Akteur/inn/en wurden bereits etliche Maßnahmen ergriffen, die im Kontext von alters- und alternsgerechtem Arbeiten genannt werden können.

Die herausragende Frage ist, wie Wissenserhalt und Wissensweitergabe optimal begleitet und strukturiert werden können. Dabei sollte sowohl formelles und explizites, wie auch informelles und implizites Wissen einbezogen werden.

Ziel des laufenden gemeinsamen Projekts des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Stabsstelle Personalentwicklung ist es daher, passgenaue auf die Bedürfnisse der Freien Universität und der Zielgruppe zugeschnittene Maßnahmen des Wissenstransfers zu entwickeln und so einen spezifischen, bedarfsorientierten Werkzeugkasten zu entwickeln. Die Zielgruppe ist dabei das nichtwissenschaftliche Personal auf zentraler und dezentraler Ebene. Bei der Frage, wie sich der Umgang mit den verschiedenen Formen des Wissens gestalten könnte, sollten die möglichen Methoden und Maßnahmen (Wissenslandkarten, Moderierte Gespräche, Senior-Experten, Tandems, Mentoring, Beispiele guter Praxis, Debriefing, Storytelling und Stellenüberlappungen) auf Machbarkeit und Wirkung analysiert werden. Dies geschieht zunächst in der Zusammenarbeit mit drei Pilotbereichen um daraufhin ein Ausrollen auf die Universität zu ermöglichen.