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SFB 980 Episteme in Bewegung

Der SFB Episteme in Bewegung stellt sich beim Tag der Lehre als Pilotprojekt vor.

Der SFB Episteme in Bewegung stellt sich beim Tag der Lehre als Pilotprojekt vor.
Bildquelle: SFB 980

Der Sonderforschungsbereich 980 „Episteme in Bewegung“ vereint 20 Teilprojekte, die Wissenswandel und Wissenstransferprozesse in einen Zeitraum von der Alten Welt bis zur Frühen Neuzeit in transkultureller Perspektive untersuchen. In dem Forschungsverbund sind zahlreiche der sogenannten „Kleinen Fächer“ – von der Altorientalistik über die Ägyptologie bis zur Iranistik – vertreten. Verbundpartner sind die Humboldt-Universität zu Berlin und das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.

Das Forschungsprogramm des SFBs bietet so zahlreiche Anschlusspunkte, Studierende an die besondere Qualität von Spitzenforschung in einem Verbundprojekt heranzuführen. Im SFB wurde forschungsorientiere Lehre durch verschiedene Formate umgesetzt.

Ringvorlesung

Im Wintersemester 2013/2014 hat sich der Sonderforschungsbereich mit einer Ringvorlesung zum Thema „Wissensbewegungen“ im Rahmen des Programms Offener Hörsaal der Freien Universität Berlin vorgestellt. Die Ringvorlesung wurde zudem in die Curricula verschiedener geisteswissenschaftlicher Studiengänge integriert, um den Forschungsschwerpunkt möglichst breit in die universitäre Lehre hineinzutragen; parallel und zukünftig durchgeführte Seminarveranstaltungen sollen den Schwerpunkt nachhaltig verankern. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Gyburg Uhlmann und Dr. Kristiane Hasselmann konzipiert. Die Beiträge Audiomitschnitte sind auf der Website des SFB nachhörbar.

Beispiele:

  • Einführungsseminar u. Schreibkurs „Was heißt Wissen (Episteme)? Klassische Modelle und Kritik“ (16006/16007), Prof. Dr. Anne Eusterschulte am Institut für Philosophie, WiSe 2013/14
  • Hauptseminar „Magie und Wissen in Wolframs von Eschenbach ‚Parzival‘“, Prof. Jutta Eming am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie, WiSe 2013/14

Forschungspraktika

Das im Wintersemester 2014/15 angebotene Forschungspraktikum „Das Astrolab aus dem Museum für Islamische Kunst - Astronomisches Wissen im Transfer“ im SFB-Projekt „Gegenstände des Transfers“ gab Studierenden verschiedener Fachbereiche einen Einblick in die interdisziplinäre und institutionenübergreifende Arbeitsweise des Transferprojekts in Kooperation mit dem Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen Berlin. Ziel des Projektes ist die Ausarbeitung einer Serie von Ausstellungsinterventionen in der Dauerausstellung.

Im Sommersemester 2015 wurde ein Forschungspraktikum im SFB-Teilprojekt „Von Logos zu Kalām: Figurationen und Transformationen von Wissen in der vorderorientalischen Spätantike“ angeboten. Das Forschungspraktikum richtete sich an Studierende der Masterstudiengänge Arabistik, Religionswissenschaft, Islamwissenschaft, Geschichte (Alte, Spät-Antike, Mittelalterliche Geschichte), Editionswissenschaft, Klassische Philologie und benachbarter Fächer.

Forschungskolloquien

Die Teilprojektleiter des SFB 980 bieten in ihren Arbeitsbereichen an den jeweiligen Instituten regelmäßig Forschungskolloquien an, die zu wissenschaftlichem Arbeiten anleiten und studentischen Arbeiten Impulse aus der aktuellen Forschung geben. Der Austausch erfolgt durch wechselseitige Einladung der Doktorandinnen und Doktoranden sowie der Studentischen Hilfskräfte des SFB in die Institutskolloquien als auch von Kolloquiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern aus den Instituten zu SFB-Veranstaltungen.

Weitere Aktivitäten des SFB 980

Interdiziplinäre Forschungsseminare

Diese Seminare werden von zwei oder sogar mehr Mitarbeitern des Forschungsverbundes aus unterschiedlichen Disziplinen unterrichtet und richten sich auch explizit an Studierende verschiedener Disziplinen. Lehrende und Studierende nähern sich so der Fragestellung aus unterschiedlichen fachdisziplinären Blickwinkeln. Dieses Format schärft den Blick für die spezifischen Erkenntnisinteressen der eigenen Disziplin, erhöht die Kenntnis wissenschaftlicher Perspektiven, Diskurse und „Sprachen“ anderer Fachkulturen und macht auf eine sehr praktische Weise erfahrbar, wie sich an konkreten Gegenständen disziplinäre Forschungsinteressen verschränken und methodische Herausforderungen in neuer Komplexität aufscheinen.

Beispiel

  • Wintersemester 2014/15: Bilder der Seele in Antike/Spätantike und Renaissance (Dozentinnen: Dr. Fabiana Cazzola, Ursula Ziegler), widmete sich Fragen bildlichen Wissens sowohl über philosophische als auch kunsttheoretische Texte wie auch über eine Beschäftigung mit konkreten Kunstwerken (Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen).

Interdisziplinäre Forschungsseminare mit integriertem Tagungs- oder Workshop-Besuch

Diese Forschungseminare führen strukturell in die zentralen geistes- und kulturwissenschaftlichen Präsentations-und Diskussionsformate ein. Das Seminar bereitet den gemeinsamen Tagungsbesuch vor (und nach) und gibt den Studierenden die Möglichkeit, auf der Tagung z.B. im Rahmen eines kleinen Workshops, erworbenes Wissen aus dem Seminar in der Praxis zu erproben.

Beispiel

  • Wintersemester 2014/15: Hinter den Kulissen. Ein konferenzbegleitendes Seminar zur internationalen Tagung "Modell + Risiko. Historische Miniaturen dynamischer Epistemologien" (Dozenten: Michael Conrad M.A., Anna Laqua M.A., Peter Löffelbein M.A., Dr. Michael Lorber)