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Preisträger 2018

„Erkennen von Traumatisierung bei Geflüchteten“

Antragsteller/innen:

Dr. Maria Böttche, Erziehungswissenschaft und Psychologie, Klinisch-Psychologische Intervention

Raphael Cuadros, Erziehungswissenschaft und Psychologie, Klinisch-Psychologische Intervention

Dr. Nadine Stammel, Erziehungswissenschaft und Psychologie, Klinisch-Psychologische Intervention

Der Umgang mit traumatisierten Geflüchteten stellt freiwillige Helferinnen und Helfer vor besondere Herausforderungen. Ziel des Lehrvorhabens ist die wissenschaftliche Überprüfung vorhandener Trainingsanleitungen zur Unterstützung Ehrenamtlicher sowie die Erstellung einer eigenen Anleitung. Das Projekt ist in drei Phasen eingeteilt: im ersten Teil wird den Studierenden theoretisches Fachwissen vermittelt, das sie anschließend durch eigenständige Literaturrecherche vertiefen. In der zweiten Phase wenden die Studierenden ihre Erkenntnisse bei der Erstellung einer neuen Trainingsanleitung an, präsentieren diese in Kleingruppen vor Expertinnen und Experten und testen ihre Ergebnisse in einem Probetraining. Abschließend werden die finalen Trainingsanleitungen im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert. Das interdisziplinäre Lehrangebot richtet sich an Studierende der Psychologie und der Erziehungswissenschaften, die im Laufe des Projektes sowohl Fachwissen zu den psychischen Folgen von Traumatisierungen als auch didaktische Kompetenzen erwerben.

Alle drei Antragsteller sind wissenschaftliche Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen am Arbeitsbereich Klinisch-Psychologische Intervention des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie. Dr. Maria Böttche verfasste ihre Doktorarbeit zum Thema posttraumatische Belastungsstörungen bei älteren Erwachsenen und ist außerdem Vorstandsmitglied der Deutschsprachigen Gesellschaft für Traumapsychologie.

Dr. Nadine Stammel publizierte bereits umfangreich zu konfliktbedingten Traumata und Traumatisierung bei Flüchtlingen.

Raphael Cuadros erwarb neben seinem Master in Psychologie an der Freien Universität einen Master of Arts in Social Work, Crisis and Trauma Studies an der Tel Aviv University.

 

„Das Schwein und der Mensch: Antibiotika Problematik, Zoonosen und Auswirkungen von Ko-Infektionen, Modell für humane Infektionskrankheiten"

Antragstellerinnen:

Prof. Dr. Susanne Hartmann, Veterinärmedizin, Institut für Immunologie

Dr. Friederike Ebner, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Immunologie

Dr. Mechthild Ladwig-Wiegard, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Tierschutz, Tierverhalten und Versuchstierkunde

Dr. Nina Langkabel, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

Dr. Antina Lübke-Becker, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen

Prof. Dr. Diana Meemken, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

Dr. Josephine Schlosser, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Immunologie

Dr. Lydia Scharek-Tedin, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Immunologie

Dr. Susann Thieme, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

Prof. Dr. Christa Thöne-Reineke, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Tierschutz, Tierverhalten und Versuchstierkunde

Ziel des Lehrvorhabens ist es, das Bewusstsein angehender Veterinärinnen und Veterinäre, Biologinnen und Biologen sowie Chemikerinnen und Chemiker für gesundheitlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in der Veterinärmedizin zu schärfen. Da das Schwein sowohl als landwirtschaftliches Nutztier als auch bei der Übertragung zoonotischer und antibiotikaresistenter Erreger auf den Menschen und als komparatives und translationales Modelltier in der biomedizinischen Forschung eine wichtige Rolle spielt, wird dieses Ziel anhand von Schwerpunktthemen rund um die Verknüpfung zwischen Schwein und Mensch verfolgt. Studierende setzen sich mit der Anwendung von Antibiotika in der Schweinehaltung, zoonotischen Erregern im Schwein und deren Ko-Infektionen, und dem Schwein als Großtiermodell für den Menschen auseinander, und beteiligen sich an laufenden Forschungsprojekten der FU Berlin. Abschließend gestalten sie eine öffentliche Podiumsdiskussion mit verschiedenen Stakeholdern. Das Lehrvorhaben ist eine Kooperation von vier Instituten des Fachbereichs Veterinärmedizin.

Prof. Dr. Susanne Hartmann ist Professorin für Infektionsimmunologie und Direktorin des Instituts für Immunologie des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin.