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Offizielle Würdigung: „Digitalisierung der Philologie – Das Corpus Coranicum Christianum“

Antragsteller: Manolis Ulbricht, Institut für Griechische und Lateinische Philologie, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften

in Zusammenarbeit mit: Nadine Arndt, Katharina Litke und Johanna Schubert

Das interdisziplinäre Lehrvorhaben zum Corpus Coranicum Christianum richtet sich an fortgeschrittene Bachelor- sowie Masterstudierende der Sprach- und Kulturwissenschaften (z. B. Byzantistik, Arabistik oder Semitistik), Religionswissenschaften und Theologien, Informatik und Editionswissenschaften.

In der Lehrveranstaltung werden Übersetzungen als Rezeptionsquellen des frühen Islam verstanden und textkritisch anhand ausgewählter Quellenbeispiele bis zu ihren spätantiken Ursprüngen systematisch rückverfolgt. Studierende setzen sich mit ausgewählten Koranübersetzungen im christlichen Kulturraum auseinander und machen ihre Erkenntnisse über eine digitale Edition der untersuchten Handschriften allgemein zugänglich.

Das Lehrprojekt beinhaltet ein Fachseminar zur Vermittlung der historischen, philologischen und theologischen Grundlagen und der Text- und Quellenarbeit mithilfe analoger Methoden der Philologie sowie ein damit verknüpftes Praxisseminar, das auf die Vermittlung von Grundlagen der Digital Humanities und auf die praktische Erprobung der editionswissenschaftlichen Kenntnisse abzielt.

Manolis Ulbricht ist promovierter Byzantinist und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Seine Doktorarbeit verfasste er an der FU Berlin zum Thema „Coranus Graecus. Die älteste überlieferte Koranübersetzung in der «Ἀνατροπὴ τοῦ Κορανίου» des Niketas von Byzanz.“