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Offizielle Würdigung: „Studium im Feld: Methoden der Verhaltensforschung in Chimfunshi (Sambia)“

In der Auffangstation Chimfunshi in Sambia leben etwa 140 Affen. Das Jungtier Max ist einer von ihnen.

In der Auffangstation Chimfunshi in Sambia leben etwa 140 Affen. Das Jungtier Max ist einer von ihnen.
Bildquelle: K. Liebal / D. Haun

Antragsteller/innen: Prof. Dr. Katja Liebal, Dr. Linda Scheider, Julia Keil, Kathrin Kopp, Manuela Lembeck und Robert Ullrich, Arbeitsbereich Vergleichende Entwicklungspsychologie

Das Projekt soll Studierenden des Bachelors Psychologie Forschungskompetenzen sowie soziale und kulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit vermitteln. Nach einem Seminar „Methoden der Verhaltensforschung“ findet mit einer Auswahl Studierender im darauffolgenden Semester ein Experimentelles Praktikum in Form einer 14-tägigen Exkursion zu der Schimpansenauffangstation Chimfunshi in Sambia statt. Während ihres Aufenthalts in Chimfunshi sollen die Studierenden die im Seminar erlernten Methoden in Form kleiner eigener Projekte anwenden. Diese Studien können sowohl Verhaltensexperimente mit Kindern der Schule (z.B. zu prosozialem, kooperativem Verhalten) als auch Beobachtungsstudien mit Schimpansen (z.B. kommunikative Strategien, prosoziales Verhalten in Form von Hilfeverhalten und Futterteilen) umfassen. Zentraler Bestandteil der Exkursion ist der Erfahrungsaustausch mit Studierenden der Programme “Ecology and Wildlife Management” und “Tropical Ecology and Biodiversity” der University of Zambia.

Die Studierenden beider Universitäten erhalten einen Überblick über die für die Psychologie relevanten Aspekte der Vergleichenden Verhaltensforschung sowie unterschiedliche Beobachtungs- und experimentelle Methoden. Durch das Studium im Feld sollen Studierenden Einblicke in den Forscheralltag, aber auch in eine andere Kultur sowie die faszinierende Arbeit mit Menschenaffen ermöglicht werden.

Prof. Dr. Katja Liebal ist seit April 2015 Universitätsprofessorin für Vergleichende Entwicklungspsychologie an der Freien Universität Berlin. Gemeinsam mit ihrem Team möchte sie mit diesem Lehrvorhaben Studierende nicht nur für das spannende Forschungsfeld der Vergleichenden Psychologie begeistern, sondern sie zugleich für die ethischen Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens sensibilisieren und sie motivieren, selbst Verantwortung zu übernehmen.