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Prof. Dr. Hauke Heekeren

Schulen brauchen exzellent ausgebildete Lehrkräfte, um Grundaufgaben wie Wissensvermittlung, Demokratiebildung oder Qualifizierung sowie aktuelle Herausforderungen wie Inklusion, Migration oder Digitalisierung zu meistern.

Prof. Dr. Hauke Heekeren

Prof. Dr. Hauke Heekeren
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in der U-Bahn darüber ins Gespräch, was Sie an der Freien Universität in der Lehrkräftebildung tun. Was erzählen Sie zwischen zwei Stationen?

Als Vizepräsident für Studium und Lehre bin ich in der Hochschulleitung für die Lehrkräftebildung zuständig. Mir ist wichtig, dass die nächste Generation der Lehrerinnen und Lehrer in Berlin an unserer Universität bestmöglich ausgebildet wird. Dazu gehören eine gute Kommunikation und Koordination mit allen im Prozess involvierten Akteuren wie den Fachbereichen, der Dahlem School of Education, der zentralen Verwaltung, den akademischen Gremien, den Studierenden und Lehrenden. Außerdem arbeite ich an hochschulübergreifenden Fragen zur Qualitätsentwicklung des Lehramtsstudiums mit Kolleginnen und Kollegen der anderen Berliner Universitäten sowie den zuständigen Senatsverwaltungen zusammen. 

Mit der Lehrkräftebildung habe ich mich intensiv bereits als Dekan des Fachbereiches Erziehungswissenschaft und Psychologie befasst. Gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden habe ich die Entwicklung neuer Studienangebote für die Grundschulpädagogik und die Sonderpädagogik – die durch das überarbeitete Lehrkräftebildungsgesetz notwendig war –  begleitet. 

Warum tun Sie, was Sie tun?

Die Schulen benötigen sehr gut ausgebildete Lehrkräfte, um Grundaufgaben wie Wissensvermittlung, Demokratiebildung oder Qualifizierung sowie gegenwärtige Herausforderungen wie Inklusion, Migration oder Digitalisierung zu meistern. Eine ausgezeichnete Lehrkräftebildung schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass Schulen ihre Mission erfüllen können. 

Da die Freie Universität eine bedeutsame Rolle für die Vorbereitung künftiger Lehrerinnen und Lehrer hat, ist für mich besonders motivierend, diesen Prozess mitzugestalten und dadurch an dieser gesellschaftlich relevanten Entwicklung mitzuwirken. Inspirierend ist auch der Gedanke, dass die Lehrkräfte von morgen die Studierenden von übermorgen vorbereiten werden. Lehrkräftebildung ist daher eine Aufgabe, die aktuell und perspektivisch alle Fachkulturen betrifft.

Was ist das Wichtigste, Spannendste oder Unerwartetste, was Sie an der Freien Universität gelernt haben?

Das Spannendste ist das Engagement der Lehrenden, Mitarbeitenden, studentischen Tutorinnen und Tutoren, Mentorinnen und Mentoren, die unsere Lehramtsstudierenden begleiten. Wir befinden uns in einer sehr dynamischen Auf- und Ausbauphase, in der die erwartete Erhöhung der Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger sowie der Absolventinnen und Absolventen in lehrkraftbildenden Fächern in Einklang gebracht werden muss mit dem Anspruch einer Exzellenzuniversität in der Lehre. Überall habe ich eine große Bereitschaft wahrgenommen, diese Herausforderung mit Selbstbewusstsein und Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist mir außerdem der Enthusiasmus der Studierenden, dem ich vor allem als Hochschullehrender immer wieder begegne: Sie lassen sich für das Lehramt begeistern und wollen mit diesem Beruf auf die Gesellschaft von morgen Einfluss nehmen. 

Prof. Dr. Hauke Heekeren ist Vizepräsident für Studium und Lehre der Freien Universität Berlin und Professor für Biologische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaft.