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Daniela Hahn

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Daniela Hahn

Fellow im Rahmen des Programms Dahlem International PostDocs

Dezember 2014 – November 2016

Ästhetiken des Dokuments. Künstlerische Historiographien seit 1989

Das Jahr 1989 und die sich anschließenden Transformationsprozesse nach dem Ende des Kalten Krieges haben nicht nur die geopolitischen Räume in Europa verschoben, sondern auch neue Topographien der Kunst hervorgebracht, deren Historisierung noch weitgehend aussteht. In den letzten beiden Dekaden haben KünstlerInnen und KuratorInnen in Zentral- und Osteuropa begonnen, (historische wie zeitgenössische) künstlerische Praktiken in ihren Ländern zu dokumentieren, zu kartografieren und Sammlungen von Materialien und Objekten anzulegen, die im Prozess ihrer Ausstellung, Zirkulation und Diskussion zu Medien einer Kunstgeschichtsschreibung im so genannten „neuen Europa“ werden, jenseits der Hegemonie einer westlichen Kunstgeschichtsschreibung. Das Forschungsprojekt „Ästhetiken des Dokuments. Künstlerische Historiographien seit 1989“ untersucht die Verfahren, durch die Dokumente in künstlerischen Praktiken produziert, transformiert, inszeniert werden und inwiefern sich diese Praktiken der Produktion von Dokumenten mit der Konstruktion von alternativen (Kunst-)Geschichte(n) in den Ländern des ehemaligen ,Ostblocks‘ seit den 1990er Jahren verbinden.

Daniela Hahn studierte Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaften und Soziologie an der Universität Leipzig. 2011 promovierte sie an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zu Bewegungsexperimenten in Kunst und Wissenschaft um 1900. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Interferenzen von Theater/Performance und Wissensgeschichte, mit besonderem Fokus auf dokumentarischen Praktiken in den Künsten, künstlerische Forschung, Bewegungsstudien und die Relationen von Performance und Ökologie. Demnächst erscheint ihre Monografie Epistemologien des Flüchtigen. Bewegungsexperimente in Kunst und Wissenschaft um 1900 (Rombach Verlag, Freiburg i.Br.) sowie der Sammelband Ökologie und die Künste (hg. mit Erika Fischer-Lichte, Wilhelm Fink Verlag, München).

 

Kontakt: daniela.hahn@fu-berlin.de