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Leistungsnachweise, Prüfungen, Abschlussarbeiten

Das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) wurde um die Vorschrift des § 126b zu nicht bestandenen Prüfungen innerhalb eines definierten Zeitraums erweitert: Nicht bestandene Prüfungsversuche im Zeitraum vom 1.4.2020 bis zum 30.9.2021 gelten als nicht unternommen, d.h. der Prüfungsversuch wird nicht gezählt. Aus Gründen der Gleichbehandlung ist für Prüfungen im Zeitraum vom 15. bis zum 31.3.2020 eine analoge Anwendung von § 126b BerlHG vorzunehmen. Wenn der Tag der Prüfung bzw. der Tag der Abgabe einer schriftlichen Arbeit mithin im Zeitraum vom 15.3.2020 bis zum 30.9.2021 liegt, gelten nicht bestandene Prüfungsversuche als nicht unternommen. Gleiches gilt, wenn mindestens ein Tag des Bearbeitungszeitraums für eine schriftliche Arbeit im Zeitraum vom 15.3.2020 bis zum 30.9.2021 liegt.

Die Vorschrift des § 126b BerlHG gilt auch für Bachelor- und Masterarbeiten sowie für universitäre Prüfungen in den Staatsexamensstudiengängen Pharmazie und Veterinärmedizin, die Voraussetzung für die Zulassung zur Staatsexamensprüfung sind.

Von der Regelung ausgenommen sind Prüfungsversuche, die aufgrund von Täuschung mit „nicht bestanden“ bewertet wurden. Ferner fallen die Nichtabgabe einer schriftlichen Arbeit oder das Versäumen eines bindenden Prüfungstermins ohne triftigen Grund ebenfalls nicht unter diese Regelung.

Wenn Sie ab dem 1.4.2020 eine Prüfung nicht bestanden, aber zwischenzeitlich einen erneuten und nun erfolgreichen Versuch unternommen haben, gilt die Regelung nicht, da Sie die Prüfung ja bestanden haben.

Die entsprechenden Eintragungen werden aus Campus Management entfernt. Sie müssen hierzu nichts unternehmen, es sei denn, Sie benötigen – z.B. für eine Bewerbung – eine aktuelle Übersicht über Ihren Leistungsstand, bevor die Eintragungen in Campus Management korrigiert wurden. Melden Sie sich dazu bitte bei dem zuständigen Prüfungsbüro. Alle anderen Fälle werden nach und nach im Rahmen der Arbeitskapazität bearbeitet.

Zum Ausgleich der Einschränkungen durch die Pandemie wird für alle Studierenden die Bearbeitungsfrist einer Hausarbeit oder einer Abschlussarbeit bis zum 31. Mai 2021 gehemmt, wenn das Thema der Arbeit vor dem 11. Januar 2021 ausgegeben wurde und die Bearbeitungsfrist am 11. Januar 2021 noch nicht verstrichen gewesen ist. Der Rest der Bearbeitungsfrist läuft erst ab dem 1. Juni 2021 weiter.

Wenn das Thema der Arbeit in der Zeit vom 11. Januar bis 31. Mai 2021 ausgegeben wurde oder wird, beginnt die volle reguläre Bearbeitungsfrist erst ab dem 1. Juni 2021 zu laufen.

Für den Staatsexamensstudiengang am Fachbereich Rechtswissenschaft gelten gesonderte Regelungen. Bitte informieren Sie sich auf den Seiten des Prüfungsausschusses.

Für den Fall, dass Sie eine der genannten Bedingungen für die Hemmung der Bearbeitungsfrist für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten erfüllen, informieren Sie bitte das zuständige Prüfungsbüro.

Wenn Sie Abschlussarbeiten anmelden möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Ihr Studien- und Prüfungsbüro.

Die Regelung, der zufolge die Wiederholung einer Abschlussarbeit spätestens drei Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses des Erstversuchs beginnen soll, wird bis zum 31. Mai 2021 ausgesetzt. Damit müssen in diesem Zeitraum auch keine Anträge auf Fristverlängerungen gestellt werden. 

Für den Staatsexamensstudiengang im Fachbereich Rechtswissenschaft gelten gesonderte Regelungen. Bitte informieren Sie sich auf den Seiten des Prüfungsausschusses.

Bis auf Weiteres werden Prüfungen an der Freien Universität Berlin grundsätzlich nur in Distanzprüfungsformaten (oftmals online) durchgeführt und zwar in den folgenden Formaten:

  • mündliche Prüfungen weiterhin mündlich, aber als Videokonferenz,
  • Klausuren entweder als „häusliche Klausur“, wo die Ausgabe der Aufgaben und die Einreichung der Prüfungsarbeit auf digitalem Weg erfolgt, als digitale Prüfung (E-Examination@Home) oder als Hausarbeit.

Für Hausarbeiten gelten die normalen Regeln, lediglich die Einreichung von ausgedruckten Arbeiten entfällt zugunsten einer Einreichung auf digitalem Weg.

Eine Übersicht über die für Prüfungen getroffenen Regeln finden Sie in diesem Eckpunktepapier. Zu digitalen Prüfungen (E-Examinations@Home) stellt das CeDiS Informationen für Lehrende und Studierende in einem Wiki bereit.

Ausnahmen betreffen insbesondere Prüfungsformate, die sich nicht online durchführen lassen, wie beispielsweise praktische Prüfungen sowie Prüfungen in Staatsexamensstudiengängen, für die besondere rechtliche Bestimmungen gelten. In diesen Fällen werden die Prüfungen in Präsenz durchgeführt.

Hinsichtlich der Möglichkeit der Verschiebung eines Prüfungstermins erkundigen Sie sich bitte bei dem für Sie zuständigen Prüfungsbüro formlos (E-Mail von Ihrem ZEDAT-Account).

Wenn es sich um einen nicht bindenden Prüfungstermin handelt, können Sie auch ohne Angabe von Gründen kurzfristig zurücktreten. Wenn es sich um einen bindenden Prüfungstermin handelt, ist jedoch ein rechtzeitiger Rücktritt mit Angabe eines triftigen Grundes erforderlich.

Die Teilnahme an einer digitalen Prüfung erfolgt freiwillig. Die Studierenden erklären zu Beginn der Prüfung ihr Einverständnis und versichern die Eigenständigkeit der Leistungen. Studierende, die unter diesen Umständen nicht an der Prüfung teilnehmen können oder wollen, werden deswegen nicht benachteiligt.

Kann eine Prüfung aus technischen Gründen nicht realisiert werden oder wird sie von den Prüfenden aus technischen Gründen abgebrochen, so gilt die Prüfung als nicht erbracht und zählt damit nicht. Es wird eine neue Prüfung vorbereitet und zu einem neuen Termin mit angemessener Frist durchgeführt.

Digitale Prüfungen stellen keine Prüfungsersatzleistungen dar, sondern sind Prüfungen genauso wie die üblichen Präsenzprüfungen. Das bedeutet: Sobald eine digitale Prüfung inkl. Online-Klausur angetreten wurde, ist ein Rücktritt nur aus einem triftigen Grund möglich.

Eine Übersicht über die für Prüfungen getroffenen Regeln finden Sie in diesem Eckpunktepapier. Zu den digitalen Prüfungen (E-Examinations@Home) stellt das Center für Digitale Systeme CeDiS Informationen für Lehrende und Studierende in einem Wiki bereit.

Für digital durchgeführte Prüfungen kommen an der Freien Universität Berlin zunächst die gleichen Applikationen zum Einsatz wie bei der Online-Lehre, also Cisco Webex und Blackboard.

Darüber hinaus wurde "E-Examinations@Home" als campusweites Szenario für digitale Distanzprüfungen konzipiert. Als Prüfungssoftware kommt dafür die bereits in den E-Examination Centers (EECs) der Freien Universität Berlin eingesetzte Software LPLUS TestStudio zum Einsatz, die in diesem Fall aber über Server des Software-Herstellers bereitgestellt wird. Studierende können dadurch auch von ihren Heimatorten aus an Prüfungen teilnehmen. Sie müssen lediglich den für solche Zwecke entwickelten Safe Exam Browser (SEB) und eine Konfigurationsdatei der Freien Universität Berlin installieren. Der Safe Exam Browser verhindert die Nutzung von anderen Anwendungen während der Prüfungsdurchführung und unterbindet effektiv Täuschungsversuche. Alle eingesetzten Applikationen haben die dafür vorgesehenen datenschutzrechtlichen Prüfverfahren durchlaufen. Eine Proctoring- beziehungsweise Überwachungslösung wird nicht eingesetzt.

Zu den digitalen Prüfungen (E-Examinations@Home) stellt das CeDiS Informationen für Lehrende und Studierende in einem Wiki bereit.

Sofern die Notwendigkeit festgestellt wurde, eine Prüfung unter Anwesenheit der Studierenden in den Räumen der Freien Universität durchzuführen, gelten besondere Regeln, um die Gesundheit der Beteiligten zu schützen und das Ansteckungsrisiko für alle Universitätsangehörigen zu minimieren. Diese Regeln betreffen unter anderem den Abstand der Tische, das Verfahren beim Betreten und Verlassen des Prüfungsraums, die Reinigung etc. Die Studierenden werden rechtzeitig vor der Prüfung entsprechend informiert. Wir danken Ihnen im Voraus für das Verständnis und die Zusammenarbeit.

Eine Übersicht über die für Prüfungen getroffenen Regeln finden Sie in diesem Eckpunktepapier.

Wenn Sie die aktive und regelmäßige Teilnahme in einem Modul, dessen Bestehen Voraussetzung für die Anmeldung zu einem Folgemodul ist, absolviert haben, jedoch die Prüfung aufgrund von Umständen, die Sie nicht zu vertreten haben, nicht rechtzeitig vor Beginn des Folgemoduls ablegen konnten, werden Sie dennoch für das Folgemodul zugelassen, damit es deshalb nicht zu Studienzeitverlängerungen kommt.

Wenn Zeugnisse an der Freien Universität Berlin zur Abholung bereitliegen, werden Sie per E-Mail informiert und um Mitteilung einer aktuellen Postanschrift gebeten. Die Abschlussunterlagen werden Ihnen nach Möglichkeit postalisch zugesandt.

Nein, eine Teilnahme an Präsenzprüfungen erfolgt unter den aktuellen Umständen auf freiwilliger Basis. Bei einer Nichtteilnahme entstehen Ihnen keine Nachteile. Falls Sie sich dafür entscheiden, an einer Präsenzprüfung nicht teilzunehmen, setzen Sie sich bitte mit den zuständigen Lehrenden bzw. mit dem Prüfungsbüro in Verbindung. Bitte beachten Sie, dass in den Staatsexamensstudiengängen Rechtswissenschaft, Pharmazie und Veterinärmedizin besondere Regelungen gelten.