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Arbeiten

Arbeiten während der Coronavirus-Pandemie

Ja, durch Infektionsschutzmaßnahmen kann es in einzelnen Bereichen zu eingeschränkter Präsenz kommen.

Verwaltungs- und Forschungstätigkeit finden primär im Home Office statt. Das Arbeiten in Schichten sowie mobiles Arbeiten werden in Verantwortung der jeweils zuständigen Bereiche organisiert. Beschäftigte arbeiten in Präsenz, sofern dies für die Sicherstellung des Betriebs notwendig ist.

Allein die Befürchtung sich anzustecken reicht nicht aus, um der Arbeit fern zu bleiben. Nicht arbeiten dürfen Sie hingegen nur, wenn Sie auch tatsächlich arbeitsunfähig sind. Die Angst vor einer Ansteckung auf der Arbeit oder dem Weg dorthin, ist nicht ausreichend.

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zum Umgang mit COVID-19-Verdachtsfällen und Infektionen der Freien Universität.

Hier sind zwei Sachverhalte voneinander abzugrenzen:

  1. Sie sind erkrankt und in Quarantäne:
    Sie erhalten eine Krankschreibung und die üblichen Regelungen zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gelten. Sie reichen wie üblich ihre Krankschreibung bei der Dienststelle ein.
  2. Sie sind nicht erkrankt, aber Quarantäne wird durch ein Gesundheitsamt angeordnet:
    In diesem Fall ist mobiles Arbeiten möglich. Quarantänemaßnahmen werden nur vom zuständigen Gesundheitsamt verhängt. In diesem Fall sind Sie nicht erkrankt und erhalten keine Krankschreibung. Ihr Entgelt wird Ihnen für die Dauer der Quarantäne weiterhin gezahlt.

SARS-CoV-2-Antigen-Selbsttests für Beschäftigte an der Freien Universität

Auf Grundlage der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlin und als einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie bietet die Freie Universität Berlin ihren Beschäftigten im Präsenzbetrieb zweimal wöchentlich einen SARS-CoV-2-Antigen-Selbsttest an. Dies soll die auf dem Campus notwendigen Tätigkeiten zusätzlich zu den bisher geltenden Regelungen (AHA+L+A, Rahmenhygieneplan der Freien Universität Berlin) weiter absichern und mögliche Infektionen frühzeitig erkennbar machen.

Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2-Virus

SARS-CoV-2-Antigen-Tests können akute Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus nachweisen. Inzwischen stehen Tests zur Verfügung, die in der Handhabung so einfach sind, dass sie auch von medizinischen Laien selbstständig durchgeführt werden können (Selbsttests). Selbsttests sind allgemein zu über 90% zuverlässig, im Falle des an der Freien Universität verwendeten HotGen-Tests zu über 95%. Es können jedoch sowohl falsch-positive als auch falsch-negative Ergebnisse auftreten. Daher sind bei negativem Testergebnis weiterhin die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten.

Bei einem positiven Ergebnis ist eine Nachtestung mit einem PCR-Test notwendig. Testzentren oder Arztpraxen in Berlin, die einen PCR-Test durchführen, finden Sie unter: https://www.berlin.de/corona/testzentren.

Weitere Informationen zu Selbsttests finden Sie beispielsweise bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/tests-auf-sars-cov-2/antigen-selbsttest.html

  1. Die Beschäftigungsstellen stellen ihren in Präsenz tätigen Kolleginnen und Kollegen nach Bedarf bis zu zwei Tests pro Woche zur Verfügung.
  2. Die Testteilnahme der Beschäftigten erfolgt auf freiwilliger Basis.
  3. Die Tests werden nach Maßgaben der Landesverordnung von den zu Testenden selbstständig durchgeführt.
  4. Für die Durchführung der Tests und das damit verbundene Hygienekonzept sind die durchführenden Bereiche verantwortlich.
  5. Auf Nachfrage kann den Getesteten eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden. Dies ist nur möglich, wenn der Selbsttest unter Beaufsichtigung durchgeführt wurde. Ein Muster für die Bescheinigung findet sich unter https://www.berlin.de/corona/media/downloads/
  6. Verbrauchte Testmaterialien werden im dem Testkit beiliegenden Plastikbeutel verschlossenen über den Hausmüll entsorgt.
  7. Personen mit einem negativen Selbsttestergebnis halten weiterhin alle gültigen Schutz- und Hygienemaßnahmen ein.
  8. Beschäftigte, deren Testergebnis positiv ausfällt, informieren ihre Beschäftigungsstelle und verlassen unverzüglich den Campus, um einen PCR-Test durchführen zu lassen. Bis zur Vorlage einer Bescheinigung über ein negatives PCR-Testergebnis ist eine Rückkehr auf den Campus nicht möglich. Die Beschäftigungsstellen melden positive PCR-Ergebnisse dann über das bereits etablierte Meldeverfahren als Infektionsfälle an die Dienststelle Arbeitssicherheit. Positive Selbsttestergebnisse werden entsprechend als Verdachtsfall gemeldet.
  9. Eine Weitergabe der persönlichen Daten der positiv Getesteten an Gesundheitsämter oder andere Dritte erfolgt nicht.

An der Freien Universität Berlin wird aktuell der Coronavirus (2019-nCoV)-Antigentest der Firma HotGen (BfArM-AT-Nummer AT282/21) verwendet. Informationen zum Test und zur korrekten Testdurchführung finden Sie direkt auf der Verpackung. Eine Video-Anleitung ist hier abrufbar: https://youtu.be/DTn_ns-bUP4.

Die Selbsttests stehen seit dem 13.04.2021 im UniKAT zu einem zentral bezuschussten Preis von 40 EUR pro Packung à 20 Tests zur Bestellung als Lagerware bereit.

Die Freie Universität Berlin bereitet zudem die Einrichtung von Testzentren vor, die dann sowohl von den Mitarbeiter*innen als auch von Studierenden und der Öffentlichkeit genutzt werden können.

Ein erstes Testzentrum wird voraussichtlich ab Kalenderwoche 16 am Standort Habelschwerdter Allee 45 eröffnet.

Terminbuchungen werden unter https://www.covid-testzentrum.de/fu-berlin möglich sein.

Freistellungsmöglichkeiten zur Kinderbetreuung

Während der Dauer einer vom Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite bestehen zwei Optionen zur Freistellung zur Gewährleistung der notwendigen Kinderbetreuung im Rahmen der COVID-19-Pandemie: Der Anspruch nach Infektionsschutzgesetz oder der Anspruch auf Kinderkrankengeld. Die Ansprüche können nicht gleichzeitig geltend gemacht werden. Die epidemische Lage ist aktuell andauernd.

Sofern die jeweiligen Voraussetzungen vorliegen, können Betreuende entweder nach dem § 56 IfSG oder nach dem § 45 SGB V Ansprüche geltend machen, wobei die Anspruchsberechtigten grundsätzlich zwischen den beiden Möglichkeiten wählen können. Darüber hinaus bestehen zusätzliche Regelungen, die die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen im Rahmen der COVID-19-Pandemie in Anlehnung an die §§ 2, 9 PflegeZG betreffen.

Formular: Antrag für die Freistellung zur Kinderbetreuung gemäß § 56 Abs. 1a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)

Aufgrund der flächendeckenden Schließung von Betreuungseinrichtungen hat die Senatsverwaltung für Finanzen, zuletzt mit Rundschreiben IV Nr. 106/2020 vom 28. Dezember 2020, Regelungen für die Gewährung von Dienst- und Arbeitsbefreiungen zum Zwecke der Kinderbetreuung in Umsetzung der Regelung des § 56 Absatz 1a und Absatz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) getroffen.

Tarifbeschäftigte können eine Freistellung zum Zwecke der Kinderbetreuung für Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, in Anspruch nehmen, wenn von der zuständigen Behörde in Reaktion auf die Ausbreitung der SARS-CoV-2-Pandemie

  • eine Gemeinschaftseinrichtung, wie Kindertagesstätte, Tagesgroßpflegestelle, Eltern-Kind-Initiative (o. ä.), eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, eine Einrichtung der ergänzenden Förderung und Betreuung oder eine Schule usw. geschlossen,
  • deren Betreten, auch aufgrund einer Absonderung, untersagt,
  • aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird.

Ein Freistellungsanspruch besteht nicht, wenn die Schließung der vorgenannten Einrichtungen wegen der Schul- oder Betriebsferien bzw. innerhalb der geplanten Schließzeiten erfolgt.

Auf Beamtinnen und Beamten findet die Regelung des § 56 Absatz 1a IfSG keine unmittelbare Anwendung. Sie erhalten jedoch entsprechende Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge nach § 59 Landesbeamtengesetz (LBG).

Als Kinder gelten in Anlehnung an § 10 Absatz 4 Sozialgesetzbuch (SGB IV) neben den leiblichen und angenommenen Kindern auch Stiefkinder (auch die des/der Lebenspartners bzw. Lebenspartnerin) und Enkel, die die Beamtin/Tarifbeschäftigte oder der Beamte/Tarifbeschäftigte überwiegend unterhält, sowie Pflegekinder.

Bis zum 14. Februar 2021 sind die Berliner Kitas und Kindertagespflegestellen geschlossen. Die Betreuung im Notbetrieb steht Eltern offen, wenn sie einen außerordentlichen dringlichen Betreuungsbedarf für ihre Kinder haben. Dieser kann auch nur an einzelnen Tagen oder stundenweise bestehen.

Zusätzlich zum außerordentlichen dringlichen Betreuungsbedarf muss eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Ein Elternteil übt einen Beruf aus, der auf der Liste der sogenannten systemrelevanten Berufe steht. Auch im Homeoffice kann ein Betreuungsanspruch bestehen.
  • Ein Elternteil ist alleinerziehend. Der zeitliche Anspruch bemisst sich nach dem Umfang des außerordentlichen Betreuungsbedarfs.
  • Die Familie befindet sich in einer sozial schwierigen Situation oder es besteht ein besonderer pädagogischer Bedarf (Entscheidungen im Einzelfall)

Zur Inanspruchnahme der Kita/Kindertagespflege-Notbetreuung müssen Eltern den “Antrag zur Notbetreuung” ausfüllen.

Je nach Aufgabengebiet können auch auch Beschäftigte an Hochschulen zu den "systemrelavanten Berufen" gehören, so z.B. Lehrpersonal an Hochschulen und Beschäftigte von Hochschulen, die zum Notbetrieb gehören.

Sowohl im Rundschreiben der Senatsverwaltung für Finanzen als auch in der Begründung des "Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" (Drucksache 19/18111 vom 24.03.2020) wird die Nachrangigkeit der Freistellung sowie Entschädigungsleistung nach dem IfSG unterstrichen. In der Drucksache 19/18111 wird hierzu ausgeführt:

"Ein Entschädigungsanspruch greift nur, wenn allein die Schließung oder das Betretungsverbot der Schulen oder Betreuungseinrichtungen zu einem Verdienstausfall führen. Das ist z. B. nicht der Fall, wenn und soweit der Erwerbstätige bereits nach anderen gesetzlichen, tariflichen, betrieblichen oder individualrechtlichen Grundlagen unter Fortzahlung des Entgelts oder einer der Höhe nach dem Entgelt entsprechenden Geldleistung der Arbeit fernbleiben kann. Soweit derartige rechtliche Möglichkeiten bestehen, sind diese prioritär zu nutzen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn dem sorgeberechtigten Erwerbstätigen noch Zeitguthaben zusteht. Dieses ist vorrangig abzubauen."

Folgende Voraussetzungen müssen vor diesem Hintergrund kumulativ erfüllt sein:

  1. Das Kind wird während dieser Zeit selbst beaufsichtigt, betreut oder gepflegt, weil keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sichergestellt werden kann.
  2. Es besteht keine Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, d.h. die Erfüllung der Arbeitspflichten neben der Kinderbetreuung zu gewährleisten.
  3. Es bestehen keine Arbeitszeitguthaben (z.B. Mehrarbeit, Gleitzeitguthaben).
  4. Es bestehen keine in das Jahr 2021 übertragenen Resturlaubsansprüche aus dem Jahr 2020 die zur Sicherstellung der Kinderbetreuung eingesetzt werden können (siehe hierzu: BMAS-Hinweis 03/2020 "Informationen zum geplanten Entschädigungsanspruch im Fall von Kita- oder Schulschließungen im Infektionsschutzgesetz hier: Vorrang des Urlaubsanspruches von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern")
  5. Bei Beamtinnen und Beamten dürfen der Gewährung von Dienstbefreiung nach § 59 LBG keine zwingenden dienstlichen Gründe entgegenstehen.

Bezogen auf eine Fünf-Tage-Woche kann die Freistellung für bis zu 34 ganze Tage, bei Alleinerziehenden für bis zu 67 ganze Tage beantragt werden. Es können auch bis zu 68 halbe Tage, bei Alleinerziehenden 134 halbe Tage beantragt werden (50 Prozent der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit).

Bereits gewährte Freistellungstage bzw. Entschädigungsleistungen nach § 56 Absatz 1a IfSG bzw. § 59 LBG seit dem 01.09.2020 sind auf diesen Anspruch anzurechnen.

Während dieses Zeitraums zahlt die Freie Universität Berlin die Entschädigungsleistung nach § 56 Absatz 1a und Absatz 2 Satz 4 IfSG für die zuständige Behörde aus. Der Gewährungszeitraum von bis zu 34 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) bei Weiterzahlung der ungekürzten Bezüge bzw. des Entgelts nach § 21 TV-L entspricht im Ergebnis einem Entschädigungsanspruch in Höhe von 67 Prozent des Verdienstausfalls für 50 Arbeitstage.

Bei einer von der Fünf-Tage-Woche abweichenden Verteilung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit ergibt sich nachfolgende Anzahl möglicher Freistellungstage:

Anwendungstabelle:

  • 6 Arbeitstage je Woche: 41 Freistellungstage
  • 5 Arbeitstage je Woche: 34 Freistellungstage
  • 4 Arbeitstage je Woche: 27 Freistellungstage
  • 3 Arbeitstage je Woche: 21 Freistellungstage
  • 2 Arbeitstage je Woche: 14 Freistellungstage
  • 1 Arbeitstag je Woche: 7 Freistellungstage

Für alleinerziehende Sorgeberechtigte gilt entsprechend:

Anwendungstabelle Alleinerziehende:

  • 6 Arbeitstage je Woche: 81 Freistellungstage
  • 5 Arbeitstage je Woche: 67 Freistellungstage
  • 4 Arbeitstage je Woche: 54 Freistellungstage
  • 3 Arbeitstage je Woche: 41 Freistellungstage
  • 2 Arbeitstage je Woche: 27 Freistellungstage
  • 1 Arbeitstag je Woche: 14 Freistellungstage

Bei darüber hinaus bestehendem Betreuungsbedarf besteht die Möglichkeit der unbezahlten Freistellung für Tarifbeschäftigte in folgendem Umfang:

Anwendungstabelle für Arbeitsbefreiung ohne Entgeltzahlung:

  • 6 Arbeitstage je Woche: 19 Freistellungstage
  • 5 Arbeitstage je Woche: 16 Freistellungstage
  • 4 Arbeitstage je Woche: 13 Freistellungstage
  • 3 Arbeitstage je Woche: 9 Freistellungstage
  • 2 Arbeitstage je Woche: 6 Freistellungstage
  • 1 Arbeitstag je Woche: 3 Freistellungstage

Sofern nach Ausschöpfen dieser Möglichkeiten und (ggf. Nutzung der Härtefallregelung) weitere freie Tage zur Kinderbetreuung benötigt werden, kann eine kurzfristige Arbeitsbefreiung unter Verzicht auf das Entgelt gewährt werden, § 29 Absatz 3 Satz 2 TV-L, oder Sonderurlaub nach § 28 TV-L.

Beamtinnen und Beamten kann ausnahmsweise über die Grenze von 34 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) hinaus Dienstbefreiung nach § 59 LBG gewährt werden. Nach einer Dienstbefreiung nach § 59 LBG unter Fortzahlung der Bezüge in Höhe von 34 bzw. 67 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) besteht zusätzlich die Möglichkeit einer familienbedingten Teilzeit gemäß § 54a LBG bzw. Beurlaubung (ohne Dienstbezüge) gemäß § 55 Absatz 1 LBG.

Wie vorstehend bereits dargelegt, zahlt die Freie Universität Berlin für die Dauer der Freistellung die Entschädigungsleistung nach § 56 Absatz 1a und Absatz 2 Satz 4 IfSG für die zuständige Behörde aus und kann im Nachhinein eine Erstattung der geleisteten Beträge bei der Senatsverwaltung für Finanzen beantragen.

Der Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Entschädigung nach § 56 Absatz 1a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfordert umfangreiche Angaben und Nachweise zur Freistellung, die wir teilweise an Sie weitergeben müssen:

Wichtig ist zunächst einmal die Bescheinigung der Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule Ihres Kindes zum Betreuungsanspruch und den Schließzeiten. Verwenden Sie bitte hierfür den Vordruck "Bestätigung der Betreuungszeiten, der Schließzeiten und zur Notbetreuung durch die Kinderbetreuungseinrichtung / Schule des zu betreuenden Kindes".

Weiterhin muss von Ihnen schriftlich erklärt werden, dass

  • Sie im Betreuungszeitraum keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen konnten und Ihr Kind/Ihre Kinder daher selbst betreuen mussten.
  • Es im Betreuungszeitraum nicht möglich war durch Homeoffice oder andere betriebliche Maßnahmen die Kinderbetreuung neben der Erfüllung der Arbeitspflichten zu gewährleisten.
  • Zu Beginn des geltend gemachten Betreuungszeitraums kein Arbeitszeitguthaben und keine übertragenen Resturlaubsansprüche aus dem Jahr 2020 bestanden. Wenn zeitlich möglich, lassen Sie sich diese Angabe bitte durch Ihre/n Fachvorgesetzte/n bzw. die Verwaltungsleitung Ihres Bereichs bestätigen. Ansonsten wird Ihre Personalstelle die Bestätigung für Sie abfordern.

Neben der Freistellung für die Kinderbetreuung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat der Gesetzgeber zeitlich begrenzt auf das Kalenderjahr 2021 den Leistungszeitraum für das Kinderkrankengeld ausgedehnt. Mit § 45 Abs. 2a SGB V wird dazu rückwirkend zum 5. Januar 2021 der Anspruch auf Kinderkrankengeld zusätzlich auf die Fälle einer notwendigen Kinderbetreuung im Rahmen der COVID-19-Pandemie erweitert, ohne dass eine Erkrankung des Kindes vorliegen muss.

Tarifbeschäftigte, die als Versicherte (Plichtversicherte oder freiwillig Versicherte) Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kinder gesetzlich krankenversichert (z. B. Familienversicherung gem. § 10 SGB V) sind.

Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld,

  1. wenn es erforderlich ist, daß sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben,
  2. eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und
  3. das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Der Anspruch besteht für das Kalenderjahr 2021 in Anlehnung an die Regelung des § 56 Absatz 1a IfSG nicht nur bei Erkrankung des Kindes, sondern auch dann, wenn Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund des Infektionsschutzgesetzes

  • vorübergehend geschlossen werden, oder
  • deren Betreten, auch auf Grund einer Absonderung, untersagt wird, oder
  • wenn von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird, oder
  • das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung die Einrichtung nicht besucht.

Nach § 45 Abs. 2a Satz 1 SGB V besteht für das Kalenderjahr 2021 für jedes Kind für 20 Arbeitstage (insgesamt maximal 45 Arbeitstage), für alleinerziehende Versicherte für 40 Arbeitstage (insgesamt maximal 90 Arbeitstage) ein Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Da es sich um eine unbezahlte Freistellung handelt, besteht in dieser Zeit kein Anspruch auf Vergütung. Das Kinderkrankengeld wird auf Antrag von Ihrer Krankenkasse ausgezahlt. Die Krankenkassen stellen im Internet entsprechende Formanträge zur Verfügung.

Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt grundsätzlich 90 Prozent Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Sofern Sie in den letzten zwölf Monaten einmalige Zahlungen bekommen haben, wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, beträgt das Kinderkrankengeld 100 Prozent. Die Höchstgrenze für das Kinderkrankengeld liegt bei 112,88 Euro (2021) pro Tag.

Die Schließung der Schule, der Einrichtung zur Betreuung von Kindern oder der Einrichtung für Menschen mit Behinderung, das Betretungsverbot, die Verlängerung der Schul- oder Betriebs-ferien, die Aussetzung der Präsenzpflicht in einer Schule, die Einschränkung des Zugangs zum Kinderbetreuungsangebot oder das Vorliegen einer behördlichen Empfehlung, vom Besuch der Einrichtung abzusehen, muss Ihrer Krankenkasse auf geeignete Weise nachgewiesen werden. Diese wird die Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung der Betreuungseinrichtung oder Schule verlangen.

Die DEBEKA-BKK sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben für eine Antragstellung online einen Erklärungsvordruck sowie eine Musterbescheinigung für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen bereitgestellt.

Reisen ins Ausland / Einreise nach Deutschland

Angesichts der Lage in der Coronavirus-Pandemie ist es weiterhin erforderlich, persönliche Begegnungen und den direkten Austausch auch im Arbeitsalltag möglichst zu reduzieren. Aus Fürsorgepflicht und zum Wohle aller universitären Mitglieder hat die Freie Universität Berlin daher beschlossen, die Genehmigung von Dienstreisen grundsätzlich bis auf Weiteres zu untersagen.

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Entscheidung, die einen Einschnitt in das universitäre Leben bedeutet. Für die Verzögerung bzw. Minimierung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist jedoch die Vermeidung sozialer Kontakte, die auch infolge von Reisen entstehen, unumgänglich und notwendig.

Aus diesem Grund werden zunächst bis zum 30. April 2021) keine neuen Dienstreisegenehmigungen mehr ausgestellt, und bereits erteilte Genehmigungen für diesen Zeitraum werden zurückgenommen. Die Leitung der Freien Universität ist sich der großen Bedeutung von Dienstreisen für den wissenschaftlichen Austausch bewusst. Sie wird sich mit den anderen Hochschulen des Landes abstimmen, die aktuellen Entwicklungen des Infektionsgeschehens weiter beobachten und anders bewerten, sobald die Situation es zulässt.

Personen, die sich im Ausland aufgehalten haben oder Kontakt zu bestätigten Infektionsfällen hatten, sind aufgefordert, für sich zu prüfen, ob sie sich nach der aktuellen Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Landes Berlin in eine 10-tägige Selbstquarantäne zu begeben haben, unabhängig davon, ob Symptome einer Atemwegserkrankung bestehen oder nicht.

Bitte nehmen Sie telefonisch Kontakt mit Ihrer Beschäftigungsstelle und der Personalstelle sowie mit dem für Ihren Wohnort zuständigen Gesundheitsamt auf. Die Berliner Senatsverwaltung hat unter der Rufnummer 030 90 28 28 28 eine 24-Stunden-Hotline geschaltet, über die Sie ebenfalls beraten werden.

Beschäftigte und Studierende, die sich momentan im Ausland aufhalten und Fragen zu einer möglichen Rückkehr haben, wenden sich bitte an: cv-info@fu-berlin.de

Unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen des Auswärtigen Amtes, des Landes Berlin und der Freien Universität Berlin sind Aufenthalte von ausländischen Gastwissenschaftler/innen an der Freien Universität derzeit möglich. Bei Gästen aus Nicht-EU-Ländern empfiehlt sich allerdings die Beantragung eines Visums für den geplanten Aufenthalt bei den deutschen Auslandsvertretungen im Heimatland, da es beim Landesamt für Einwanderung nach wie vor zu Engpässen kommt und daher auch die Antragseinreichung über unseren Pass-Service derzeit nicht möglich ist. Bitte informieren Sie sich dazu gegebenenfalls auf den entsprechenden Webseiten oder beim Pass-Service der Freien Universität Berlin pass-service@fu-berlin.de.

Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne‐ und Meldepflichten. Als Risikogebiete gelten Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus SARS‐CoV‐2 besteht. Die aktuelle Liste finden Sie hier.

Bei Fragen in Einzelfällen wenden Sie sich bitte an academic-relations@international.fu-berlin.de.