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Arbeiten

Durch die Bereitschaft zur Arbeit im Home-Office haben die Beschäftigten der Freien Universität seit vielen Monaten dazu beigetragen, dass Forschung, Lehre und Verwaltung auch in der schwierigen Zeit seit Ausbruch der Pandemie gelingen.

Die Beschäftigten der Freien Universität Berlin, die Büroarbeit oder vergleichbare Tätigkeiten ausüben, sollen seit dem 24.11.2021 im Home Office arbeiten. Ausgenommen davon sind die Tätigkeitsbereiche, in denen Präsenz für den Betrieb erforderlich ist. Dies betrifft vor allem Tätigkeitsfelder im direkten Zusammenhang mit der Präsenzlehre und Präsenz-Beratungsangeboten sowie die Bereiche, die für die Sicherstellung des administrativen und technischen Betriebs in Präsenz erforderlich sind.

Auf die vielfache Mehrbelastung, die durch die gleichzeitige Betreuung von Kindern und anderen Familienangehörigen entsteht, soll bestmöglich Rücksicht genommen werden.

Auf diesen Seiten finden Sie alle Informationen rund um die Themen Home-Office und Freistellungsmöglichkeiten zur Kinderbetreuung sowie Hilfsangebote, die Sie in Anspruch nehmen können, wenn Sie unter der außergewöhnlichen Belastung leiden.

Arbeiten während der Coronavirus-Pandemie

Die seit dem 24.11.2021 geltende 3G-Pflicht für Beschäftigte ist seit dem 20.03.2022 aufgehoben. 

Die Universitätsleitung und der Gesamtpersonalrat der Freien Universität Berlin haben sich nach erfolgreichen Verhandlungen darauf geeinigt, die Homeoffice-Regelungen (mobiles Arbeiten) für das Sommersemester 2022 temporär zu verändern. Die Dienstvereinbarung über die Alternierende Telearbeit/Mobiles Arbeiten, die sich derzeit in der Nachwirkung befindet, wird ab dem 20.03.2022 befristet bis zum 30.09.2022 ergänzt. 

Danach können Beschäftigte mit Zustimmung des/der Vorgesetzten

  • im Zeitraum vom 20.03.2022 bis zum 18.04.2022 bis zu 80% der Arbeitstage und  
  • für den Zeitraum ab dem 19.04.2022 bis zu 40% der Arbeitstage 

am sogenannten mobilen Arbeiten teilnehmen. Die Bezugsgröße für das mobile Arbeiten ist der Monat. Mobiles Arbeiten ist ganztägig und für den Zeitraum ab dem 19.04.2022 auch halbtägig möglich. Eine Teilnahme am mobilen Arbeiten soll den Beschäftigten grundsätzlich ermöglicht werden. Für die Tätigkeit im Homeoffice sind zudem tägliche Kommunikationszeiten zu vereinbaren, die innerhalb der in der Beschäftigungsstelle geltenden Kernzeit liegen sollen. Die Regelungen treten zum 20.03.2022 in Kraft und sind im Personalblatt 01/2022 vom 15.03.2022 veröffentlicht. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Personalstelle sowie im dazugehörigen Personalblatt.

In Abhängigkeit vom aktuellen Infektionsgeschehen können sich die politischen Rahmenbedingungen auch zum Thema Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten wieder ändern, so dass die Freie Universität Berlin die Situation dann neu bewerten und darauf basierende Maßnahmen erarbeiten und entsprechend umsetzen wird.

Allein die Befürchtung sich anzustecken reicht nicht aus, um der Arbeit fern zu bleiben. Nicht arbeiten dürfen Sie hingegen nur, wenn Sie auch tatsächlich arbeitsunfähig sind. Die Angst vor einer Ansteckung auf der Arbeit oder dem Weg dorthin, ist nicht ausreichend.

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zum Umgang mit COVID-19-Verdachtsfällen und Infektionen der Freien Universität.

Hier sind zwei Sachverhalte voneinander abzugrenzen:

  1. Sie sind erkrankt und in Quarantäne:
    Sie erhalten eine Krankschreibung und die üblichen Regelungen zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gelten. Sie reichen wie üblich ihre Krankschreibung bei der Dienststelle ein.
  2. Sie sind nicht erkrankt, aber Quarantäne wird durch ein Gesundheitsamt angeordnet, oder Sie sind symptomfrei erkrankt und Isolation wird durch ein Gesundheitsamt angefordert:
    In diesem Fall ist mobiles Arbeiten möglich. Quarantäne- oder Isolationsmaßnahmen werden nur vom zuständigen Gesundheitsamt verhängt. In diesem Fall sind Sie nicht erkrankt und erhalten keine Krankschreibung. Eine mögliche Fortzahlung des Arbeitsentgelts richtet sich nach § 56 Infektionsschutzgesetz. Bitte beachten Sie dabei, dass in der Regel keine Entgeltfortzahlung erfolgt, wenn Sie durch Schutzimpfung die Quarantänemaßnahme hätten verhindern können.

Infolge der COVID-19-Pandemie gibt es Einschränkungen für die Arbeit bzw. die Forschungsvorhaben des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals. Vor diesem Hintergrund verlängert sich die insgesamt zulässige Befristungsdauer nach § 2 Absatz 1 WissZeitVG für Beschäftigungsverhältnisse, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 bestehen, um 6 Monate.

Im September 2020 hat das BMBF darüber hinaus von der Ermächtigung in § 7 Abs. 3 Satz 2 WissZeitVG Gebrauch gemacht und durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die zulässige Befristungsdauer um weitere 6 Monate verlängert (WissZeitVG-Befristungsdauer-Verlängerungs-Verordnung – kurz: WissBdVV). Diese Verlängerung um weitere sechs Monate gilt sowohl für die Beschäftigungsverhältnisse, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 bestehen, als auch für Beschäftigungsverhältnisse, die erst zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 31. März 2021 neu begründet werden.

Die Vertragsparteien können je nach den Bedingungen des Einzelfalls die Verträge verlängern. Dies gibt den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Flexibilität, um den Herausforderungen im jeweiligen Einzelfall angemessen begegnen zu können. Diese Verlängerungsoption kann im Übrigen erst zum Tragen kommen, wenn die insgesamt höchstzulässige Beschäftigungsdauer ausgeschöpft ist und das bestehende Qualifikationsziel weiterhin verfolgt wird.

SARS-CoV-2-Antigen-Selbsttests für Beschäftigte an der Freien Universität

Auf Grundlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Landes Berlin und als einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie bietet die Freie Universität Berlin ihren Beschäftigten im Präsenzbetrieb zweimal wöchentlich einen SARS-CoV-2-Antigen-Selbsttest an.

Dies soll die auf dem Campus notwendigen Tätigkeiten zusätzlich zu den bisher geltenden Regelungen (AHA+L+A, Rahmenhygieneplan der Freien Universität Berlin) weiter absichern und mögliche Infektionen frühzeitig erkennbar machen.

Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2-Virus

SARS-CoV-2-Antigen-Tests können akute Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus nachweisen. Inzwischen stehen Tests zur Verfügung, die in der Handhabung so einfach sind, dass sie auch von medizinischen Laien selbstständig durchgeführt werden können (Selbsttests). Selbsttests sind allgemein zu über 90% zuverlässig, im Falle des an der Freien Universität verwendeten HotGen-Tests zu über 95%. Es können jedoch sowohl falsch-positive als auch falsch-negative Ergebnisse auftreten. Daher sind bei negativem Testergebnis weiterhin die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten.

Bei einem positiven Ergebnis ist eine Nachtestung in einer zertifizierten Teststelle nötig, siehe: https://www.berlin.de/corona/testzentren.

Weitere Informationen zu Selbsttests finden Sie beispielsweise bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/tests-auf-sars-cov-2/antigen-selbsttest.html

  1. Die Beschäftigungsstellen stellen ihren in Präsenz tätigen Kolleginnen und Kollegen nach Bedarf bis zu zwei Tests pro Woche zur Verfügung.
  2. Die Testteilnahme der Beschäftigten erfolgt auf freiwilliger Basis.
  3. Die Tests werden nach Maßgaben der Landesverordnung von den zu Testenden selbstständig durchgeführt.
  4. Für die Durchführung der Tests und das damit verbundene Hygienekonzept sind die durchführenden Bereiche verantwortlich.
  5. Auf Nachfrage kann den Getesteten eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden. Dies ist nur möglich, wenn der Selbsttest unter Beaufsichtigung durchgeführt wurde. Ein Muster für die Bescheinigung findet sich unter https://www.berlin.de/corona/media/downloads/
  6. Verbrauchte Testmaterialien werden im dem Testkit beiliegenden Plastikbeutel verschlossenen über den Hausmüll entsorgt.
  7. Personen mit einem negativen Testergebnis halten weiterhin alle gültigen Schutz- und Hygienemaßnahmen ein.
  8. Beschäftigte, deren Testergebnis positiv ausfällt, informieren ihre Beschäftigungsstelle und verlassen unverzüglich den Campus, um einen bestätigenden Antigen-Test in einer zertifizierten Teststelle durchführen zu lassen. Die Beschäftigungsstellen melden positive Testergebnisse aus zertifizierten Teststellen dann über das bereits etablierte Meldeverfahren als Infektionsfälle an die Dienststelle Arbeitssicherheit. Positive Selbsttestergebnisse werden entsprechend als Verdachtsfall gemeldet.
  9. Eine Weitergabe der persönlichen Daten der positiv Getesteten an Gesundheitsämter oder andere Dritte erfolgt nicht.

Die Selbsttests stehen seit dem 13.04.2021 im UniKAT zu einem zentral bezuschussten Preis zur Bestellung als Lagerware bereit (Bestellung über Menü „Warenliste“).

Ja, sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende sowie Bürgerinnen und Bürger können sich im Testzentrum am Standort Habelschwerdter Allee 45 (vor der Rostlaube) testen lassen.

Das Testzentrum wird von der Medicare GmbH betrieben.

Terminbuchungen sind unter https://www.covid-testzentrum.de/berlin-fu möglich.

Freistellungsmöglichkeiten zur Kinderbetreuung

Unabhängig von der Feststellung des Bestehens der epidemischen Lage von nationaler Tragweite bestehen für einen Übergangszeitraum bis zum 23. September 2022 weiterhin zwei Optionen zur Freistellung zur Gewährleistung der notwendigen Kinderbetreuung im Rahmen der COVID-19-Pandemie: Der Anspruch nach Infektionsschutzgesetz oder der Anspruch auf Kinderkrankengeld. Die Ansprüche können nicht gleichzeitig geltend gemacht werden.  

Sofern die jeweiligen Voraussetzungen vorliegen, können Betreuende entweder nach dem § 56 IfSG oder nach dem § 45 SGB V Ansprüche geltend machen, wobei die Anspruchsberechtigten grundsätzlich zwischen den beiden Möglichkeiten wählen können. Darüber hinaus bestehen zusätzliche Regelungen, die die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen im Rahmen der COVID-19-Pandemie in Anlehnung an die §§ 2, 9 PflegeZG betreffen.

Formular: Antrag für die Freistellung zur Kinderbetreuung gemäß § 56 Abs. 1a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)

Im Zusammenhang mit der Schließung von Betreuungseinrichtungen hat die Senatsverwaltung für Finanzen, zuletzt mit Rundschreiben IV Nr.  66/2021 vom  26. November 2021, Regelungen für die Gewährung von Dienst- und Arbeitsbefreiungen zum Zwecke der Kinderbetreuung in Umsetzung der Regelung des § 56 Absatz 1a und Absatz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) getroffen.

Tarifbeschäftigte können eine Freistellung zum Zwecke der Kinderbetreuung für Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, in Anspruch nehmen, wenn von der zuständigen Behörde in Reaktion auf die Ausbreitung der SARS-CoV-2-Pandemie

  • eine Gemeinschaftseinrichtung, wie Kindertagesstätte, Tagesgroßpflegestelle, Eltern-Kind-Initiative (o. ä.), eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, eine Einrichtung der ergänzenden Förderung und Betreuung oder eine Schule usw. geschlossen,
  • deren Betreten, auch aufgrund einer Absonderung, untersagt,
  • aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird.

Ein Freistellungsanspruch besteht nicht, wenn die Schließung der vorgenannten Einrichtungen wegen der Schul- oder Betriebsferien bzw. innerhalb der geplanten Schließzeiten erfolgt.

Auf Beamtinnen und Beamten findet die Regelung des § 56 Absatz 1a IfSG keine unmittelbare Anwendung. Sie erhalten jedoch entsprechende Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge nach § 59 Landesbeamtengesetz (LBG).

Als Kinder gelten in Anlehnung an § 10 Absatz 4 Sozialgesetzbuch (SGB IV) neben den leiblichen und angenommenen Kindern auch Stiefkinder (auch die des/der Lebenspartners bzw. Lebenspartnerin) und Enkel, die die Beamtin/Tarifbeschäftigte oder der Beamte/Tarifbeschäftigte überwiegend unterhält, sowie Pflegekinder.

Sowohl im Rundschreiben der Senatsverwaltung für Finanzen als auch in der Begründung des "Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" (Drucksache 19/18111 vom 24.03.2020) wird die Nachrangigkeit der Freistellung sowie Entschädigungsleistung nach dem IfSG unterstrichen. In der Drucksache 19/18111 wird hierzu ausgeführt:

"Ein Entschädigungsanspruch greift nur, wenn allein die Schließung oder das Betretungsverbot der Schulen oder Betreuungseinrichtungen zu einem Verdienstausfall führen. Das ist z. B. nicht der Fall, wenn und soweit der Erwerbstätige bereits nach anderen gesetzlichen, tariflichen, betrieblichen oder individualrechtlichen Grundlagen unter Fortzahlung des Entgelts oder einer der Höhe nach dem Entgelt entsprechenden Geldleistung der Arbeit fernbleiben kann. Soweit derartige rechtliche Möglichkeiten bestehen, sind diese prioritär zu nutzen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn dem sorgeberechtigten Erwerbstätigen noch Zeitguthaben zusteht. Dieses ist vorrangig abzubauen."

Folgende Voraussetzungen müssen vor diesem Hintergrund kumulativ erfüllt sein:

  1. Das Kind wird während dieser Zeit selbst beaufsichtigt, betreut oder gepflegt, weil keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sichergestellt werden kann.
  2. Es besteht keine Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, d.h. die Erfüllung der Arbeitspflichten neben der Kinderbetreuung zu gewährleisten.
  3. Es bestehen keine Arbeitszeitguthaben (z.B. Mehrarbeit, Gleitzeitguthaben).
  4. Es bestehen keine in das Jahr 2021 übertragenen Resturlaubsansprüche aus dem Vorjahr, die zur Sicherstellung der Kinderbetreuung eingesetzt werden können (siehe hierzu: BMAS-Hinweis 03/2020 "Informationen zum geplanten Entschädigungsanspruch im Fall von Kita- oder Schulschließungen im Infektionsschutzgesetz hier: Vorrang des Urlaubsanspruches von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern")
  5. Bei Beamtinnen und Beamten dürfen der Gewährung von Dienstbefreiung nach § 59 LBG keine zwingenden dienstlichen Gründe entgegenstehen.

Der Anspruch auf Freistellung bzw. Entschädigung besteht pro erwerbstätiger Person  in einem Jahreszeitraum, der an die  vom Deutschen Bundestag nach § 5 Absatz 1 Satz 1 IfSG festgestellte epidemische Lage von nationaler Tragweite  anknüft. Am 30. März 2021 begann die Laufzeit des zweiten Jahreszeitraumes, d.h., der Anspruch auf Freistellung bzw. Entschädigung im nachfolgend dargestellten Umfang entstand ab diesem Zeitpunkt neu. Mit der Übergangsregelung bis zum 23. September 2022 beginnt hingegen kein neuer Jahreszeitraum. Eine Übertragungsmöglichkeit von Tagen aus dem alten Gewährungszeitraum besteht nicht.

Bezogen auf eine Fünf-Tage-Woche kann die Freistellung für bis zu 34 ganze Tage, bei Alleinerziehenden für bis zu 67 ganze Tage beantragt werden. Es können auch bis zu 68 halbe Tage, bei Alleinerziehenden 134 halbe Tage beantragt werden (50 Prozent der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit).

Während dieses Zeitraums zahlt die Freie Universität Berlin die Entschädigungsleistung nach § 56 Absatz 1a und Absatz 2 Satz 4 IfSG für die zuständige Behörde aus. Der Gewährungszeitraum von bis zu 34 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) bei Weiterzahlung der ungekürzten Bezüge bzw. des Entgelts nach § 21 TV-L entspricht im Ergebnis einem Entschädigungsanspruch in Höhe von 67 Prozent des Verdienstausfalls für 50 Arbeitstage.

Bei einer von der Fünf-Tage-Woche abweichenden Verteilung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit ergibt sich nachfolgende Anzahl möglicher Freistellungstage:

Anwendungstabelle:

  • 6 Arbeitstage je Woche: 41 Freistellungstage
  • 5 Arbeitstage je Woche: 34 Freistellungstage
  • 4 Arbeitstage je Woche: 27 Freistellungstage
  • 3 Arbeitstage je Woche: 21 Freistellungstage
  • 2 Arbeitstage je Woche: 14 Freistellungstage
  • 1 Arbeitstag je Woche: 7 Freistellungstage

Für alleinerziehende Sorgeberechtigte gilt entsprechend:

Anwendungstabelle Alleinerziehende:

  • 6 Arbeitstage je Woche: 81 Freistellungstage
  • 5 Arbeitstage je Woche: 67 Freistellungstage
  • 4 Arbeitstage je Woche: 54 Freistellungstage
  • 3 Arbeitstage je Woche: 41 Freistellungstage
  • 2 Arbeitstage je Woche: 27 Freistellungstage
  • 1 Arbeitstag je Woche: 14 Freistellungstage

Bei darüber hinaus bestehendem Betreuungsbedarf besteht die Möglichkeit der unbezahlten Freistellung für Tarifbeschäftigte in folgendem Umfang:

Anwendungstabelle für Arbeitsbefreiung ohne Entgeltzahlung:

  • 6 Arbeitstage je Woche: 19 Freistellungstage
  • 5 Arbeitstage je Woche: 16 Freistellungstage
  • 4 Arbeitstage je Woche: 13 Freistellungstage
  • 3 Arbeitstage je Woche: 9 Freistellungstage
  • 2 Arbeitstage je Woche: 6 Freistellungstage
  • 1 Arbeitstag je Woche: 3 Freistellungstage

Sofern nach Ausschöpfen dieser Möglichkeiten und (ggf. Nutzung der Härtefallregelung) weitere freie Tage zur Kinderbetreuung benötigt werden, kann eine kurzfristige Arbeitsbefreiung unter Verzicht auf das Entgelt gewährt werden, § 29 Absatz 3 Satz 2 TV-L, oder Sonderurlaub nach § 28 TV-L.

Beamtinnen und Beamten kann ausnahmsweise über die Grenze von 34 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) hinaus Dienstbefreiung nach § 59 LBG gewährt werden. Nach einer Dienstbefreiung nach § 59 LBG unter Fortzahlung der Bezüge in Höhe von 34 bzw. 67 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) besteht zusätzlich die Möglichkeit einer familienbedingten Teilzeit gemäß § 54a LBG bzw. Beurlaubung (ohne Dienstbezüge) gemäß § 55 Absatz 1 LBG.

Wie vorstehend bereits dargelegt, zahlt die Freie Universität Berlin für die Dauer der Freistellung die Entschädigungsleistung nach § 56 Absatz 1a und Absatz 2 Satz 4 IfSG für die zuständige Behörde aus und kann im Nachhinein eine Erstattung der geleisteten Beträge bei der Senatsverwaltung für Finanzen beantragen.

Der Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Entschädigung nach § 56 Absatz 1a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfordert umfangreiche Angaben und Nachweise zur Freistellung, die wir teilweise an Sie weitergeben müssen:

Wichtig ist zunächst einmal die Bescheinigung der Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule Ihres Kindes zum Betreuungsanspruch und den Schließzeiten. Verwenden Sie bitte hierfür den Vordruck "Bestätigung der Betreuungszeiten, der Schließzeiten und zur Notbetreuung durch die Kinderbetreuungseinrichtung / Schule des zu betreuenden Kindes".

Weiterhin muss von Ihnen schriftlich erklärt werden, dass

  • Sie im Betreuungszeitraum keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen konnten und Ihr Kind/Ihre Kinder daher selbst betreuen mussten.
  • Es im Betreuungszeitraum nicht möglich war durch Homeoffice oder andere betriebliche Maßnahmen die Kinderbetreuung neben der Erfüllung der Arbeitspflichten zu gewährleisten.
  • Zu Beginn des geltend gemachten Betreuungszeitraums kein Arbeitszeitguthaben und keine übertragenen Resturlaubsansprüche aus dem Vorjahr bestanden. Wenn zeitlich möglich, lassen Sie sich diese Angabe bitte durch Ihre/n Fachvorgesetzte/n bzw. die Verwaltungsleitung Ihres Bereichs bestätigen. Ansonsten wird Ihre Personalstelle die Bestätigung für Sie abfordern.

Neben der Freistellung für die Kinderbetreuung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat der Gesetzgeber zeitlich begrenzt bis zum 23. September 2022 den Anspruch auf Kinderkrankengeld zusätzlich auf die Fälle einer notwendigen Kinderbetreuung im Rahmen der COVID-19-Pandemie erweitert, ohne dass eine Erkrankung des Kindes vorliegen muss.

Tarifbeschäftigte, die als Versicherte (Pflichtversicherte oder freiwillig Versicherte) Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kinder gesetzlich krankenversichert (z. B. Familienversicherung gem. § 10 SGB V) sind.

Versicherte haben danach Anspruch auf Krankengeld,

  1. wenn es erforderlich ist, daß sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben,
  2. eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und
  3. das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Der Anspruch besteht bis zum 23. September 2022 in Anlehnung an die Regelung des § 56 Absatz 1a IfSG nicht nur bei Erkrankung des Kindes, sondern auch dann, wenn Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund des Infektionsschutzgesetzes

  • vorübergehend geschlossen werden, oder
  • deren Betreten, auch auf Grund einer Absonderung, untersagt wird, oder
  • wenn von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder
  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird, oder
  • das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung die Einrichtung nicht besucht.

Nach § 45 Abs. 2a Satz 1 SGB V besteht im Zeitraum vom 5. Januar 2021 bis zum 23. September 2022 für jedes Kind jeweils ein Anspruch auf Kinderkrankengeld im Umfang von 20 Arbeitstagen (insgesamt maximal 45 Arbeitstage) und für alleinerziehende Versicherte im Umfang von 40 Arbeitstagen (insgesamt maximal 90 Arbeitstage).

Da es sich um eine unbezahlte Freistellung handelt, besteht in dieser Zeit kein Anspruch auf Vergütung. Das Kinderkrankengeld wird auf Antrag von Ihrer Krankenkasse ausgezahlt. Die Krankenkassen stellen im Internet entsprechende Formanträge zur Verfügung.

Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt grundsätzlich 90 Prozent Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Sofern Sie in den letzten zwölf Monaten einmalige Zahlungen bekommen haben, wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, beträgt das Kinderkrankengeld 100 Prozent. Die Höchstgrenze für das Kinderkrankengeld liegt bei 112,88 Euro (2022) pro Tag.

Die Schließung der Schule, der Einrichtung zur Betreuung von Kindern oder der Einrichtung für Menschen mit Behinderung, das Betretungsverbot, die Verlängerung der Schul- oder Betriebs-ferien, die Aussetzung der Präsenzpflicht in einer Schule, die Einschränkung des Zugangs zum Kinderbetreuungsangebot oder das Vorliegen einer behördlichen Empfehlung, vom Besuch der Einrichtung abzusehen, muss Ihrer Krankenkasse auf geeignete Weise nachgewiesen werden. Diese wird die Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung der Betreuungseinrichtung oder Schule verlangen.

Die DEBEKA-BKK sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben für eine Antragstellung online einen Erklärungsvordruck sowie eine Musterbescheinigung für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen bereitgestellt.

Reisen ins Ausland / Einreise nach Deutschland

Seit dem 1. Juli 2021 können Dienstreisen unter Berücksichtigung der gesetzlich geltenden Regelungen wieder genehmigt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Abteilung I – Personal.

Eine Genehmigung von Exkursionen mit Teilnahme von Studierenden ist ab sofort mit den folgenden Maßgaben möglich:

  • Für die Exkursion ist ein Hygienekonzept vorzulegen. Die Maßgaben des Hygienekonzepts richten sich nach den aktuell gültigen Regelungen für die Präsenzlehre an der FU Berlin sowie denen des jeweiligen Zielorts (z.B. in Bezug auf eine Testpflicht, Anwesenheitsdokumentation, etc.)
  • Es wird empfohlen, eine Exkursion ins Ausland außerhalb der Europäischen Union nur für vollständig immunisierte Personen zu genehmigen.
  • Entscheidungen über die Genehmigung erteilen die Fachbereiche, ggf. nach Rücksprache mit der Reisekostenstelle.
  • Eine Exkursion in Länder, die laut RKI als Hochinzidenzgebiete oder Virusvariantengebiete gelten, ist aufgrund der Quarantäneanforderungen nach Corona-Einreiseverordnung nicht möglich.

Personen, die sich im Ausland aufgehalten haben oder Kontakt zu bestätigten Infektionsfällen hatten, sind aufgefordert, für sich zu prüfen, ob sie sich nach Maßgabe der Corona-Einreiseverordnung in eine Selbstquarantäne zu begeben haben, unabhängig davon, ob Symptome einer Atemwegserkrankung bestehen oder nicht.

Bitte nehmen Sie telefonisch Kontakt mit Ihrer Beschäftigungsstelle und der Personalstelle sowie mit dem für Ihren Wohnort zuständigen Gesundheitsamt auf. Die Berliner Senatsverwaltung hat unter der Rufnummer 030 90 28 28 28 eine 24-Stunden-Hotline geschaltet, über die Sie ebenfalls beraten werden.

Unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen des Auswärtigen Amtes, des Landes Berlin und der Freien Universität Berlin sind Aufenthalte von ausländischen Gastwissenschaftler/innen an der Freien Universität derzeit möglich. Bei Gästen aus Nicht-EU-Ländern empfiehlt sich allerdings die Beantragung eines Visums für den geplanten Aufenthalt bei den deutschen Auslandsvertretungen im Heimatland, da es beim Landesamt für Einwanderung nach wie vor zu Engpässen kommt und daher auch die Antragseinreichung über unseren Pass-Service derzeit nicht möglich ist. Bitte informieren Sie sich dazu gegebenenfalls auf den entsprechenden Webseiten oder beim Pass-Service der Freien Universität Berlin pass-service@fu-berlin.de.

Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne‐ und Meldepflichten. Als Risikogebiete gelten Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus SARS‐CoV‐2 besteht. Die aktuelle Liste finden Sie hier.

Bei Fragen in Einzelfällen wenden Sie sich bitte an academic-relations@international.fu-berlin.de.