Bleiben Sie im Dialog, seien Sie möglichst flexibel und geduldig
Meist ist die Situation des Wiedereinstiegs auch für die oder den Betroffene*n neu. Der Körper und/oder die Seele haben sich verändert. In dieser Situation fällt es ihnen oft selbst schwer einzuschätzen, was sie zu leisten in der Lage sind. Es gilt, die eigenen Möglichkeiten neu zu erkunden, sich voranzutasten und sich durch etwaige Rückschläge nicht entmutigen zu lassen. Zudem schwankt die Leistungsfähigkeit bei vielen Wiedereinsteigenden, teils von Tag zu Tag. Bei manchen Krankheitsbildern wie z.B. Krebs oder COVID-19 kommt es z.T. erst verzögert zu Langzeitfolgen, womöglich zu einem Zeitpunkt, an dem niemand mehr damit rechnet.
Von allen Beteiligten ist daher zum einen Flexibilität und zum anderen Geduld gefragt. Das ist für viele Wiedereinsteigende mindestens genauso schwierig wie für Sie und das Team, doch eines ist klar: der Versuch, etwas zu erzwingen, wird das Gegenteil bewirken. Ein Satz wie „Probieren Sie einfach aus, wie viel Sie machen können/welche Aufgaben Sie übernehmen können.“ oder „Gut, wenn du auf dich achtest.“ kann dagegen Spielräume eröffnen. Seien Sie im Dialog, zeigen Sie realistisches Zutrauen und haben Sie Vertrauen. Sichern Sie gemeinsam ab, dass auch an einem „schlechten Tag“ nichts „hinten runterfällt“. Die oder der Wiederkehrende ist gefordert, aktiv so früh wie möglich, realistisch und klar zu kommunizieren, was geht und was nicht.
