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Integrationshilfen

Integrationshilfen vom Studierendenwerk

Die in anderen Bundesländern von den Sozialämtern gewährten Eingliederungshilfen zum Studium (§ 53ff. Sozialgesetzbuch XII) werden für behinderte und chronisch kranke Studierende an Berliner Hochschulen auf Grundlage des § 9 Abs. 2 Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) vom Studierendenwerk Berlin vergeben.

Anträge von Studierenden der Freien Universität können gestellt werden bei:

Studierendenwerk Berlin, Beratung für behinderte und chronisch kranke Studierende
Thielallee 38, 14195 Berlin, Raum 201
Tel. 030-93939-9020, bbs.thielallee@stw.berlin
www.stw.berlin/beratung.html#jump_beratung 
Sprechstunde Montag 10-13 Uhr und nach Vereinbarung
Das Büro ist mit Rollstuhl zugänglich, Behindertenparkplatz, Rampe, Aufzug und Roll-WC sind vorhanden.

Was kann beantragt werden?

Grundsätzlich alle im konkreten Einzelfall krankheits- oder behinderungsbedingt zum Studium erforderlichen zusätzlichen Hilfen, die weder dem Lebensunterhalt (z.B. Miete, Kleidung, Ernährung, Haushaltshilfe) noch dem medizinischen Bereich (Krankenversicherung oder Pflege) zuzurechnen sind. Möglich sind z.B. individuelle Studienhelfer/Assistenzkräfte, Orientierungshilfe für Blinde, behinderungsbedingter Literaturmehrbedarf, technische Hilfsmittel (z.B. Mikroportanlage; elektronisches Notizgerät für Blinde; behindertengerechte Computerausstattungen und -zusatzgeräte), usw.

Die Kosten für Fahrten zur Hochschule für Studierende, die behinderungsbedingt die BVG nicht nutzen können (Führerschein und behindertengerechtes KFZ; Fahrdienste) sind hingegen auch für Studierende an einer Hochschule in Berlin als "Eingliederungshilfen zum Studium gemäß § 53ff. Sozialgesetzbuch XII" beim Sozialamt des Wohnbezirks zu beantragen. Das Studentenwerk Berlin bietet den Studierenden insoweit aber Beratung und Hilfe bei der Antragstellung an.

Wer hat Anspruch?

Die Frage, ob der Antragsteller durch sein Studium erfolgreich beruflich eingegliedert wird, spielt - im Unterschied zur Sozialhilfe nach dem SGB XII - für die vom Studierendenwerk aufgrund § 9 Abs. 2 BerlHG gewährten Beihilfen keine Rolle. Auch das Alter des Studierenden sowie Staatsangehörigkeit und Aufenthaltstitel grundsätzlich unerheblich. Einkommen und Vermögen des Studierenden werden jedoch geprüft. Auch in der Studienordnung vorgeschriebene Praktika und ein Promotionsstudium können gefördert werden, nicht jedoch das Referendariat für Lehrer oder Juristen. Es findet eine Überprüfung statt, ob die Hilfen "erforderlich" sind, d.h. ob der Studierende in angemessenem Umfang und mit Erfolg am Studium teilnimmt (Nachweise der erbrachten Studienleistungen).

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlagen sind der mit dem Landesgleichberechtigungsgesetz Berlin www.berlin.de/lb/behi/auftrag/gleichberechtigungsgesetz.html geänderte § 9 Abs. 2 Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) http://gesetze.berlin.de/default.aspx?vpath=bibdata%2Fges%2FBlnHG%2Fcont%2FBlnHG%2Einh%2Ehtm und ein Vertrag zwischen dem Land Berlin, dem Studierendenwerk Berlin und den Berliner Hochschulen über die Gewährung der Integrationshilfen. Das Land Berlin und die Hochschulen stellen dem Studierendenwerk die für die Integrationshilfen erforderlichen Haushaltsmittel zur Verfügung. Die Hochschulen delegieren die Gewährung der Hilfen an das Studierendenwerk. Das Studierendenwerk hat Richtlinien zu Art und Umfang der zu gewährenden Hilfen erlassen. Gegen die Entscheidung des Studierendenwerks sind Widerspruch und Klage möglich.

Weitere Infos und Antragsformulare

https://www.stw.berlin/beratung/beratung-barrierefrei-studieren-hardenbergstraße-copy1.html