Aktuelle Tendenzen der französischen Literatur
Literarische Gesprächsrunde „Nachlese | Écho“ im Institut Français Berlin am 19. November um 18.00 Uhr / Live-Stream verfügbar
Nr. 235/2021 vom 18.11.2021
Preisgekrönte Romane und weitere bemerkenswerte literarische Neuerscheinungen aus Frankreich stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde am 19. November im Institut Français Berlin. Unter dem Titel „Nachlese | Écho“ diskutieren Ulrike Schneider, Professorin für französische und italienische Literatur (Freie Universität Berlin), Jürgen Ritte, Professor für Germanistik (Université Paris 3 – Sorbonne Nouvelle) und Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz Berlin, über aktuelle wie auch länger anhaltende Tendenzen der französischen Gegenwartsliteratur. Zur Sprache kommen auch die Besonderheiten der Vergabe von Preisen im französischen Literaturbetrieb. Außerdem küren die drei Referierenden ihre literarischen Favoritinnen und Favoriten, empfehlen einzelne Werke und kommentieren Debatten aus dem Feuilleton rund um den literarischen Herbst. Veranstaltet wird die Gesprächsrunde vom Frankreichzentrum der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem Institut Français Berlin. Interessierte können an der Veranstaltung vor Ort teilnehmen – unter Beachtung der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen – oder das Gespräch über die Plattform Zoom im Live-Stream mitverfolgen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: anmeldung.berlin@institutfrancais.de.
Im Verlauf des sogenannten Literarischen Herbstes – rentrée litteraire – werden in Frankreich die bedeutsamsten Literaturpreise des Landes vergeben, allem voran der Prix Goncourt, der Prix Renaudot sowie der Prix Femina. Über die Auszeichnungen in diesem Jahr, aber auch über andere literarische Entdeckungen soll in der Runde der „Nachlese“ am Freitagabend ausführlich gesprochen werden – etwa über den Schriftsteller Mohamed Mbougar Sarr, den diesjährigen Preisträger des höchst renommierten Prix Goncourt. Sein prämierter Roman La plus secrète mémoire des hommes (Philippe Rey/Jimsaan) streift die großen kriegerischen Auseinandersetzungen und Traumata des letzten Jahrhunderts, ohne sich aber auf Themen wie Kolonialismus und Rassismus zu begrenzen. Der Prix Renaudot ging an die Autorin Amélie Nothomb für Premier sang (Albin Michel), und damit an einen Text, der die Lebensgeschichte ihres Vaters nacherzählt. Auch der durch den Prix Femina ausgezeichnete Text widmet sich der Familie: In Clara Dupont Monods Roman S’adapter (Stock) wird aus der Perspektive von drei Geschwistern erzählt, wie sie die Geburt ihres schwerbehinderten Bruders erleben und verarbeiten. Die diesjährige „rentrée“ bietet aber noch eine Vielzahl weiterer lesenswerter Neuerscheinungen, die Thema der Gesprächsrunde „Nachlese | Écho“ sein werden.
Ort und Zeit
- Freitag, 19. November 2021, ab 18.00 Uhr
- Livestream unter: https://institutfrancais.zoom.us/j/88591089751?pwd=SWJWYXRQV1FtRnp4M0YyRzV1RC9IUT09
- Anmeldung unter: anmeldung.berlin@institutfrancais.de
- Ort: Institut Français Berlin, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin
Weitere Informationen
Kontakt
Marie Jacquier, Wissenschaftliche Koordinatorin am Frankreichzentrum der Freien Universität Berlin, E-Mail: marie.jacquier@fu-berlin.de
Hinweis
Eine Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen an der Freien Universität Berlin und im Institut Français ist gemäß der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats nur unter Einhaltung der „2G“-Regelung möglich (Geimpft oder Genesen). Bitte bringen Sie entsprechende Nachweise und ein Ausweisdokument mit. Die Einhaltung der 2G-Regelung wird vor Ort kontrolliert. Das Tragen einer FFP2-Maske während der Veranstaltung ist obligatorisch.
