Springe direkt zu Inhalt

Thema: Akkreditierung und Inhalte des zum Wintersemester 2020/2021 geplanten neuen Studiengangs "Chinesische Sprache und Gesellschaft"

Ist die Vermutung richtig, nach der Personen, die an der Akkreditierung des neuen Lehramtsstudiengangs Chinesisch beteiligt waren, nicht über die Finanzierung informiert wurden?

Der Studiengang wurde im Januar 2020 im Akademischen Senat der Freien Universität Berlin einstimmig beschlossen. Bei der Akkreditierung werden – wie bei allen Studiengängen der Freien Universität – die hohen Qualitätsstandards der Freien Universität angewandt.

Zuvor, im November 2019 wurde ein für die Genehmigung eines Studiengangs erforderliches „Fachgespräch“ organsiert. Es fand statt mit Studierenden, auswärtigen Fachlehrerinnen und -lehrern, Fachvertreterinnen und -vertretern sowie – wegen der Lehramtsoption – der Senatsschulverwaltung des Landes Berlin. Die im Rahmen dieses Gespräches vollzogene fachliche Beurteilung der Strukturen und Inhalte des Studiengangs wurde dabei nicht mit der Finanzierung der Professur in Zusammenhang gebracht, da sich der Studiengang selbstverständlich vollkommen nach den Vorgaben des Landes Berlin und den länderübergreifenden inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung der Kultusministerkonferenz orientiert.

Werden im Rahmen des neuen Studiengangs Themen erörtert, die aus Sicht der Kommunistischen Partei der Volksrepublik China als kritisch anzusehen sind? Beispiele könnten Menschenrechtsverletzungen oder Fragen der Unabhängigkeit Taiwans und Tibets sein.

Der neue, vom Akademischen Senat beschlossene Bachelor-Studiengang „Chinesische Sprache und Gesellschaft“ stellt eine den Anforderungen eines Kombinationsbachelors geschuldete verknappte Version des an der Freien Universität etablierten BA-Studiengangs „Chinastudien“ dar. Neben der mit diesem Studiengang identischen, bewährten umfangreichen Sprachausbildung, an der auch von China und Taiwan kofinanzierte Gastlektorinnen und –lektoren beteiligt sind, und den sprachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Modulen gehören zum Programm auch dessen sozial- und kulturwissenschaftliche Grund- und Aufbaumodule – zur chinesischen Geschichte, Kultur, Staat und Gesellschaft. Thematisiert werden selbstverständlich auch die Situation Taiwans, Hongkongs, Tibets, Xinjiangs und die Geschehnisse von 1989 in China – von den ersten Demonstrationen nach dem Tod des in Ungnade gefallenen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Chinas Mitte April 1989, den im Juni landesweit militärisch niedergeschlagenen Protesten bis zu den Reaktionen der kommunistischen Führung in den Monaten danach gegen Studierende und Sympathisanten der Proteste.