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Kulturelle Verflechtungen zwischen Lateinamerika und Nordafrika

Öffentliche Tagung an der Freien Universität Berlin am 6. und 7. Juli 2017

Nr. 177/2017 vom 29.06.2017

Die kulturellen Verflechtungen zwischen Lateinamerika und Nordafrika sind Thema einer Tagung am 6. und 7. Juli 2017 am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Argentinien, Marokko, Ägypten, den USA, Frankreich und Deutschland nehmen diese Austauschbeziehungen aus literatur-, kultur- und globalgeschichtlicher Perspektive in den Blick. Die Konferenz findet in englischer und spanischer Sprache statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

„Im Zentrum der Tagung stehen einerseits kulturelle Translationsprozesse als historische Ereignisse und ihre Akteure“, erklärt Dr. Stephanie Fleischmann, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin am Lateinamerika-Institut, die die Tagung gemeinsam mit ihrer Kollegin Ana Nenadović organisiert hat. Akteure seien in diesem Zusammenhang beispielsweise die aus Spanien geflohenen Morisken, die es auf subtile Weise verstanden, sich durch partielle Anpassungsprozesse als Elite in den enstehenden Kolonialgesellschaften in Lateinamerika einzurichten, oder Militärs, die die kulturelle Elemente des spanisch-marokkanischen Rifkriegs der 1920er in den Guerilla-Krieg der Kubanischen Revolution transferierten. Zum anderen liege der Fokus auf literarischen Texten als privilegierten Orten kultureller Übersetzung und Selbstreflexion. Im Zentrum stehe hier die Frage nach der Zirkulation symbolischer Figuren und ästhetischer Programme zwischen Lateinamerika und Nordafrika.

Weitere Informationen

Zeit und Ort

  • Donnerstag, 6. und Freitag, 7. Juli 2017.
  • Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, Rüdesheimer Straße 54–56, 14197 Berlin, U-Bahn Breitenbachplatz

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