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Visuelles Denken und Anschauung in der Mathematik

Öffentliche Tagung vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 an der Freien Universität Berlin

Nr. 170/2017 vom 26.06.2017

Visuelles Denken und Anschauung in der Mathemtik sind das Thema einer Tagung des Instituts für Philosophie vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 an der Freien Universität Berlin. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland diskutieren, wie Kants Vorstellung von der ausschlaggebenden Rolle der Anschauung in der Mathematik wiederbelebt werden kann. Erörtert wird, wie das Verstehen visueller Praktiken die Wahrnehmung mathematischen Denkens verändert, welche Möglichkeiten durch die Digitalisierung entstehen und wie diese die mathematische Praxis transformieren. Die Konferenz findet in englischer Sprache statt, sie ist öffentlich, der Eintritt frei.

Geht es in der Mathematik nur um Beweise? Sind Mathematiker einzig bemüht ihre Sätze zu formalisieren? „Auf der Suche nach ihrer Grundlage haben Philosophen und Mathematiker die Mathematik als ein hierarchisches und uniformes Gebäude von Ideen verstanden“, erklärt Prof. Dr. Dr. h. c. Sybille Krämer vom Institut für Philosophie der Freien Universität, die die Tagung konzipiert hat. Unter einer praxeologischen Sichtweise ergebe sich jedoch ein anderes Bild: Es gibt keine Mathematik ohne den Gebrauch sinnlich sichtbarer Zeichen, seien dies nun geometrische Figuren oder Symbolsequenzen. Mathematik sei überdies nicht nur eine Erkenntnisform, sondern Teil des Verstehens unserer Welt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz konzentrieren sich auf Praktiken, die in der Anschauung fundiert wind und mit Visualisierungen arbeiten.

Den Eröffnungsvortrag hält Pirmin Stekeler-Weithofer, Professor für Theoretische Philosophie an der Universität Leipzig zum Thema „Geometrical Diagrams and Ideal Forms. Logical Syntax in the Constitution of Pure Intuition” (Geometrische Diagramme und Ideale Formen. Logische Syntax vor dem Hintergrund reiner Anschauung).

Die Konferenz „Visual Reasoning and Intuition in Mathematics. From Kant’s Euclidicity to Digitalization“ findet im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemenischaft geförderten Projekts „Warum und mit welcher Berechtigung ist Kant 'Eukilianer'?“ der Freien Universität statt.

Weitere Informationen

Zeit, Ort und Programm

Kontakt

Prof. Dr. Dr. h. c. Sybille Krämer, Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-540 20, E-Mail: sybkram@zedat.fu-berlin.de